Gesammelte Werke
章节目录
共 272 题- Richard Dehmel
- Gesammelte Werke
- Dritter Band
- S. Fischer, Verlag, Berlin
- 22. bis 24. Tausend
- Übersicht
- Seite
- Lebensblätter
- Die Rute 7
- Der Werwolf 24
- Der Menschenkenner und sein Gleichgewicht 36
- Das Gesicht 45
- Die gelbe Katze 60
- Die Gottesnacht 67
- Betrachtungen
- Kunst und Volk 101
- Kunst und Persönlichkeit 117
- Naivität und Genie 144
- Kultur und Rasse 168
- Schauspiele
- Die Menschenfreunde 193
- Lebensblätter
- Novellen in Prosa
- Auswahl
- Die Rute
- Eine bedenkliche Geschichte
- Er blickte auf. „Wo ist die Kleine?“
- Er ließ sie los. „Schockschwerenot! nun werde gar noch empfindlich!“
- Sie sah ihn groß von der Seite an. „Das war darnicht una’tig von mir!“
- Der Werwolf
- Erzählung
- Der Menschenkenner und sein Gleichgewicht
- Novelle aus dem Innern eines Misanthropen
- Das Gesicht
- Eine halbe Stunde Seelenleben
- Und er mußte es sagen, lachend, das Überflüssige: „ich liebe dich.“
- Das hölzerne Bein
- Humoreske
- Die gelbe Katze
- Burleske
- Die Gottesnacht
- Ein Erlebnis in Träumen
- Erster Traum
- Zweiter Traum
- Dritter Traum
- Vierter Traum
- Fünfter Traum
- Betrachtungen
- Auswahl
- Kunst und Volk
- Neun Selbstverständlichkeiten, die aber doch der Erklärung bedürfen
- Das ist so selbstverständlich --
- Nationale Kulturpolitik
- Eine fragwürdige Angelegenheit
- Kunst und Persönlichkeit
- Perspektiven ins Unpersönliche
- Das Buch und der Leser
- Eine Untersuchung des Verständnisses
- Philosophische und poetische Weltanschauung
- Ansprache im Monistenbund
- Der Olympier Goethe
- Ein Protest
- Grabrede auf Liliencron
- 22. Juli 1909
- Naivität und Genie
- Spiritistischer Dialog
- Kultur und Rasse
- Ein Gespräch zwischen Künstlern
- D. D. D. In der Tat blos Einer, nämlich Sie.
- D. D. D. Und wahnsinnig! Gleichfalls ~cum grano salis~.
- D. J. M. Und ein Frechdachs! Sie wollen mich wohl uzen, Verehrter?
- D. J. M. Meschugge ist Trumpf! Oder sind Sie wirklich verrückt?
- D. D. D. Ahah, Sie meinen, ich rede ~pro domo~?
- D. D. D. Ja, wenn Sie wirklich ein echter Hebräer wären?
- D. D. D. und dann dieselbe reine Unzucht weiter treibt?
- D. D. D. Sehr richtig! Was ich vorhin schon sagte.
- D. D. D. Das würde ich lieber allgemein hündisch nennen.
- D. D. D. Ja; es sind kostbare Stücke darunter.
- D. J. M. Na, was Andres hab ich doch niemals behauptet!
- D. J. M. Alles was recht ist: Sie döppen mich wirklich gut.
- D. D. D. Na, darf man sie denn nicht erst mal sehen?
- D. D. D. So einfach pflege ich nicht zu denken.
- D. D. D. Da haben Sie ziemlich vorbeigehört.
- D. J. M. Nanu? Sie haben doch deutlich gesagt --
- D. J. M. +Die+ Logik ist mir etwas zu kringlig.
- D. D. D. Nein, so verwickelt denken wahrscheinlich blos Bandwürmer.
- Die Menschenfreunde
- Drama in drei Akten
- Zweite Ausgabe
- Erster Akt
- Ja, nehm Ihnen Gott Ihren Huckepack von der +Seele+ --
- Gott sei Dank --
- Was soll das! Untersteh dich nicht --
- Du mußt mir schon einmal erlauben --
- Du bist mir natürlich durchaus willkommen --
- Dein Gehirn von Gewissensbissen zerfressen --
- Deinetwegen? -- (_Stehen bleibend_) Du dauerst mich --
- Ah, Herr Polizeikommissar --
- Ja, es gibt spaßhafte Zufälle -- (_es klopft_) --
- Der Herr Geheime Sanitätsrat --
- Du scheinst dein Gesicht nicht gern zu betrachten --
- Du hast dich tatsächlich gut präpariert --
- Möchtest du nicht etwas deutlicher fragen? --
- Ich tu’s um Deinetwillen, Justus --
- Herr, erbarme dich seiner Seele -- --
- Zweiter Akt
- Das würd’ mich ja freuen, innerst freuen --
- Gern, Herr Christian! O, wie gut Sie
- Ja, du hast Recht: Gespenstermärchen -- --
- Überhaupt natürlich --
- Ich dank dir -- (_gibt ihm die Rechte_)
- Ich +trau+ dir! -- Nun? Was zuckst du zurück? --
- Du bist mir unheimlich, Christian --
- Nun, dann wollen wir heizen, meine Herrn. Bitte, Anne, schänk ein
- Ich bin’s zwar nicht mehr gewohnt vormittags. Aber --
- Dritter Akt
- Ja, wenn Sie das wollten, Herr Christian --
- Ja: sie +will+ nit sterben, die ewige Seel --
- Aber --
- Verzeih mir, Anne -- ich hab dich zu spät erkannt -- --
- Ich hoffe, verehrter Herr Geheimrat, Sie werden damit nicht sagen wollen
- Soweit das menschenmöglich ist --
- Wenn’s die Sache verlangt -- jeder Sieg kostet Opfer --
- Mancher geht auch ohne Schritte hinüber --
- Wie kann ich das wissen -- ohne Beweis --
- Ist mein Anblick dir nicht Beweis genug?! --
- Ich soll es also -- ins Feuer werfen --
- Ja, Justus -- zum Christfest wiegesagt -- --
- Nun? Was sagt dir das leere Papier? --
- Hab Dank, du -- M-Mörder! (_er sinkt zusammen_) --
- Rasch! helfen Sie lieber! Mir scheint, er regt sich --
- Das Herz, das klopft noch -- --
- Ja, Herr Christian, ich; -- nur still -- nur nit bang --
- Ganz allein -- (_sie legt ihren Arm um seine Schultern_) --
- Ich seh noch immer die Augen alle -- -- nicht M-Menschenaugen --
- Engelaugen -- --
- Sie wollen alle, ich soll es s-sagen -- -- nur einmal sagen --
- Dann ist’s gesühnt -- --
- Nur Gott kann helfen -- --
- Michel Michael
- Komödie in Versen
- Zweite Ausgabe
- Erster Aufzug
- Ich hol sie --
- Verflixte Hexe! --
- Hm --
- Nu ja --
- So, so --
- Potz Kuckuck --
- Verspielst blos deine Kraft, wenn du immer so überschäumst
- Auch die Gegenwart, Michel. Glaub mirs: du träumst! --
- Gestalten --
- Gestalten --
- Ist mancher friedloser, als er weiß -- --
- Der Eulenspiegel hat dir nur andeuten wollen --
- Du dummer Michel! --
- Zweiter Aufzug
- Hochgefühlen --
- Mit Verlaub! Indessen: von wegen den Trommelfellen --
- Trommelfellen --
- Es lebe die hochwohlweisliche Volksfestleitung! --
- Haus -- Haus --
- Hier -- ich bin so frei --
- Gnädige Frau, darf ich bitten! --
- Sitten! --
- Ja, ich meine auch --
- Wahr dich, Schalk! daß der Michel nicht Flammen spuckt! --
- Ich -- seh -- --
- Ein alter Kriegsveteran, der um ein Almosen bettelt --
- Kreizrudiment --
- Kreuzschwerebrett --
- Leute! Hört mal --
- Bitte. (_Ab zum Saal._)
- Hier -- zu dienen, Herr Rat --
- Michel Michael, hör mich! Zum dritten Mal naht
- Verzeihung, Herr Bergrat; sie drängt sich mit Gewalt
- Ja, aber --
- Des Michel Michaels Haus steht auf eisernem Grund --
- Ja! -- Das heißt, Herr Rat, ich wollte damit nur sagen --
- Glückauf! (_er leert sein Glas._)
- Hm. Ja. Sehr erhebend. Ja. Aber jetzt --
- Ja, wahrhaftig! --
- Michel --! --
- Eine holde Fee stieg die Himmelsleiter herab
- Hoh! Ich? (_er stolpert_.)
- Hier steht er --
- Mitte --
- Lindenbaum --
- Also -- bezaubert von dieser Himmelserscheinung
- Möge er immer flügger, lenkbarer
- Glückauf, Michel! (_trinkt ihm zu_.)
- Bravo, Michel! (_trinkt ihm zu._)
- Er mache ihm jede Bank zum Throne --
- Throne --
- Siegeskrone --
- Hermelin --
- Baldachin --
- Dritter Aufzug
- Nur ein armer Schalk namens Tyll, aber abgesandt
- O Schalk! --
- Bester Wurf: Alles Eins! --
- Schmerz --
- Wonne --
- O Göttin! --
- Himmelkreizru --
- Es wäre doch schade, jammerschade, jammerschade
- O Michel, o Michel, besinne dich nur! --
- Immer rin, immer rin, immer rin ins Vergniegen! --
- Nachher könnt ihr säuberlich weitermeutern --
- Lise!! --
- Michel Michael! Mehr kann kein menschlicher Geist erwerben
- Bei dem Gott, dem der Geist deiner Väter entsprang --
- Vierter Aufzug
- O zum Teufel, Sie Tr --
- Also keins. Glückauf, Spuk! (_Ab nach dem Saal._)
- Bitte +dort+, Herr Bürgermeister -- (_entfernt sich wieder_) --
- Um Gottes willen -- (_er schlägt sich nach rechts in die Büsche_) --
- Bitte +dort+, Ehrwürden -- (_dann wieder ab in den Saal_) --
- Ei, ei --
- O fühlen Sie, wie ich zittre und bebe --
- Ach --
- Ach --
- Ja, ich fühl es --
- Ei, ei --
- Ja, da fühlt man das Paradies auf Erden --
- Ach -- wenn ich auch etwas abgehärmt scheine --
- O -- das sind ja gottgesegnete Beine --
- Bitte +dort+, Herr Pastor --
- Huch -- (_läuft nach rechts davon_) --
- Verdammtes Gebammel! (_und reißt sie sich vom Kopf._)
- Excellenz --
- Wie’s beliebt, gnädiger Herr -- --
- Er besoffner Flegel, merk er sich: Wenn er das Fest weiterstört
- Ahh!!! (_hebt in heller Wut seinen Stock._)
- Zippelmütze --
- Kaputt -- (_und läßt sie wieder fallen_) --
- Sofort, Herr Landrat! (_geht eilends ab._)
- Wenn Sie wünschen, Herr Landrat, bin ich im Amtskleid erbötig
- Hihihi --
- Darauf, Allerwertster, darauf antwort ich so -- --
- Immer druff! immer druff! immer druff --
- Herr Landrat? --
- Dank, Herr -- (_er verneigt sich und eilt nach links davon_) --
- O Deutschland -- --
- O Menschheit, dein Erbteil heißt Gemeinheit! --
- Ist er? --
- Fünfter Aufzug
- Ach, liebstes Herrlein Bergrat --
- Ja so! -- Verflucht ja --
- Ja -- jetzt bin +Ich+ es --
- Ach so; verdammt ja -- (_wendet sich gleichfalls ab_) --
- Himmelkreuz -- (_will Lisens Stab zerschmeißen_) --
- Wer weiß, Herr Traubenräuber --
- Aber ich muß doch sehr bitten --
- O bitte tausendmal um Entschuldigung! --
- Dann auf glückhaftes Wiedersehn -- --
- Oder
- Aus Schutt wird Feuer, wird Wärme, wird Licht --
- Denn, Michel: das Erbgut der Menschheit heißt Erhebung! -- --
- Nein, Herr Vormund -- (_erhebt sich_) --
- Michel -- -- (_unsägliche Umarmung_) -- --
- O, wie lange konnt ichs selber nicht fassen --
- Du meine Heimat -- meine Ruh -- --
- Aber vielleicht ist’s wahr, das Sprichwort --
- Ach, Lise --
- Siehst du, da +ist+ er -- ganz warm --
- O -- das ist blos so’n kleiner Traumgeisterspaß --
- In Unserm Haus, Du --
- Aber
- O Fuchs --
- Wann? -- Wann?? --
- Nein?? --