+Der Bergrat+
(_Lisens Schleier fassend_): O diese schwarze Schranke,
wann wird sie endlich von dem klopfenden Herzchen weichen?!
O wüßt ich den Preis, spröde Fee, für dies Glück ohnegleichen!
+Lise+:
Nicht so stürmisch, Herr Ritter; Ihr werdet sogleich erschrecken.
Ihr habt den Preis nämlich in der Tasche stecken.
Ja ja! Und er ist nur ein Blatt Papier.
+Der Bergrat+
(seine Brieftasche herauslangend):
Aber Herz, natürlich! Wie hoch soll der Check sein? Hier!
+Lise+:
Check? was ist das? -- Ach so! Hahahah! Nein, danke recht sehr;
ich meinte -- (_zupft an dem Vertragspapier; -- plötzlich
schreckhaft_) ogott! er hat sich gerührt!
+Der Bergrat+
(_den Vertrag rasch wieder einsteckend_): Was! Wer!
+Lise+:
Na, Er! Wenn er aufwacht! Ach bitte, Herr Bergrat: schnell:
bringen Sie mich heim!
+Der Bergrat+:
Ja natürlich, Schatz! In welches Hotel?
+Lise+:
Hotel? Nein, nach Hause!
+Der Bergrat+:
Hause?
+Lise+:
Ja bitte! geschwind!
+Der Bergrat+:
Hm -- wer bist du denn?
+Lise+:
Ach, Herr Rat -- blos dem Michel sein Pflegekind.
(Die Tanzmusik setzt ab.)
+Der Bergrat+:
Ach so --! Hahahah! -- Süßer Racker!
+Lise+:
Er darf mich hier nicht finden!
Will ihn blos noch rasch von der Bank losbinden.
(Sie tut es.)
+Eulenspiegel+
(erscheint im Hintergrund mit der noch immer maskierten
Bürgermeisterin):
Bitte +dort+, schöne Frau; Sie sehn, man will schon verschwinden.
+Der Bergrat+
(Lisens Arm nehmend):
Also los!
+Die Bürgermeisterin+
(nach vorn eilend, während Eulenspiegel zurück in den Saal geht):
~Ah, monsieur~, Sie treiben’s ja rein schon zum Skandal!
+Der Bergrat+:
~Oui, madame!~ drum verlass ich auch das Lokal.
Ihr Diener!
+Lise+:
Empfehl mich, Madam!
+Die Bürgermeisterin+
(während die Beiden nach rechts verschwinden):
Sie Dirne! Sie freches Stück!
O, meine Nerven! -- O Theodor, komm zurück!!! --
(Sie ist dabei auf den Stuhl gesunken, auf dem vorher Lise gesessen
hat. Die Tanzmusik setzt wieder ein.)
+Eulenspiegel+
(erscheint mit dem etwas schwankenden Bürgermeister):