+Der Landrat+:
jawohl: von unsern vaterländischen Hochgefühlen --
wollen wir uns, sag’ich, jetzt mit unsern Gläsern erheben:
unser allverehrter Reichstagskandidat, der Herr Bergrat, er soll
leben! hoch!
+Chorgesang mit Musik+
(während der Landrat dem Bergrat die Hand schüttelt und Alle
anstoßen):
Hoch soll er leben, hoch soll er leben, dreimal hoch!
(Dann noch immer das Geräusch der Maschine.)
+Der Landrat+:
Himmelkreizrudiment! da +muß+ ja’s Trommelfell reißen!
(Nach hinten schreiend:)
Die Kerls, die Heizer, sollen die Tür zuschmeißen!
Heda!!! Tür zu, sag’ ich! Sofort den Kesselraum schließen! --
(Man hört eine eiserne Tür zuklappen; das stampfende Geräusch
verstummt.)
Bande! Frechheit! Da soll man nu Volksfest genießen.
Unerhört! verstand kaum mein eigen Wort.
Tun’s selbstredend extra, diese Sozi, uns hier zum Tort.
Mußte schrein, daß mir jetzt noch’s Trommelfell klirrt.
+Der Bergrat+:
Ach bitte, Herr Bürgermeister, Sie sorgen wohl gütigst beim Wirt,
daß uns die Lichtmaschine, bitte, nicht wieder stört.
+Der Bürgermeister+:
Mit Vergnügen, Herr Bergrat.
+Der Landrat+:
Ja! bin wirklich empört!
+Der Bergrat+:
Er soll den Heizern ein Achtel Pilsner auflegen.
+Der Bürgermeister+:
Gern, Herr Bergrat.
(Er entfernt sich mit der Volksmenge nach dem Tanzsaal.)
+Der Landrat+:
Pros’t, Herr Corpsbruder! meinen volksfreundlichsten Segen!
(Er trinkt dem Bergrat zu.)
Diese Rasselbande! diese roten Radaugesellen!
+Michel+
(hat wieder Platz genommen, stampft seine Weinflasche auf den
Tisch):