+Lise+
(etwas lauter):
wird Wärme, wird Licht --
über Tag.
+Michel+:
Weiter!!!
+Lise+
(mit immer vollerer Stimme):
Wir schlagen aus jeglicher Schlacke noch Glut;
Glückauf!
Wir ruhn erst, wenn Gottes Tagwerk ruht;
Glückauf! --
+Michel+:
+Ja+, Herren! --
+Eulenspiegel+:
Ja, laß dir nur gründlich die Ohren vollsingen!
Das wird dich auf immer gottvollere Sprünge bringen;
(durch die hohle Hand)
man opfert fürn Nachthäubchen schließlich den rosigsten Morgen.
+Michel+:
Dafür, Herr Haubenmatz, laß mich nur selber sorgen!
Ich weiß jetzt mein Tag- und Nacht-Gebet,
das keine Lichtmaschine mir mehr verdreht.
So wird’s auch manch ander Manns- und Weibs-Herze wissen,
das heut emporbegehrt aus den Zwielicht-Dämmernissen.
(Nach der Stadt weisend):
Und wenn da unten die Herrschaften etwa dagegenfackeln,
dann solln schließlich +ihnen+ die Zippelmützen wackeln!
+Eulenspiegel+:
Dann wirds wohl Zeit, edler Helde, dir endlich Lebwohl zu sagen;
sonst gehts womöglich erst mal Uns an den Kragen.
+Lise+:
O, der Herr Vormund kann sich manchmal auch artig betragen.
+Michel+
(nach einer Drohgeberde zu ihr hinüber):
Freilich wüßt ich gerne: wem bin ich zu Dank verpflichtet?
Ihr Herren habt mich aus schwerer Schmach aufgerichtet.
+Der Rotbart+:
Dann mag deine Glücksfee dich weiter so dankbereit halten.
+Eckart+:
Schutzgeister +müssen+ geheimnisvoll walten.
(Von rechts her ein Schnurr-und-Knattergeräusch.)
+Eulenspiegel+:
Auch lockt uns plötzlich ein Zaubermaschinenduft:
unser Kraftwagen verdirbt deine Morgenluft.
Also, hehre Fee, bitte segne den Schicksalslauf!
+Lise+:
Glückauf, ihr Geister!
+Die Drei+
(sind inzwischen nach rechts geschritten):
Glückauf! Glückauf! Glückauf!
(Sie verschwinden nacheinander im Wald.)
+Stimme Eulenspiegels+:
Ich wünsch dir, Michel, noch manche erbauliche Luftschloßbestrebung!
+Stimme Eckarts+:
Nur zerstör nicht den Himmel mit deiner Erdreichbelebung!
+Stimme des Rotbarts+: