Das süße Mädel.
Du bist dreißig ....
Der Gatte.
Und einige drüber. -- Reden wir nicht davon.
Das süße Mädel.
Er war auch schon zweiundreißig, wie ich ihn kennen gelernt hab'.
Der Gatte.
Wie lang ist das her?
Das süße Mädel.
Ich weiß nimmer .... Du, in dem Wein muß 'was d'rin gewesen sein.
Der Gatte.
Ja, warum denn?
Das süße Mädel.
Ich bin ganz .... weißt -- mir dreht sich alles.
Der Gatte.
So halt' dich fest an mich. So .... (Er drückt sie an sich und wird
immer zärtlicher, sie wehrt kaum ab.) Ich werd' dir 'was sagen, mein
Schatz, wir könnten jetzt wirklich geh'n.
Das süße Mädel.
Ja .... nach Haus.
Der Gatte.
Nicht g'rad' nach Haus .....
Das süße Mädel.
Was meinst denn?... Oh nein, oh nein ... ich geh' nirgends hin, was
fallt dir denn ein --
Der Gatte.
Also hör' mich nur an, mein Kind, das nächste Mal, wenn wir uns treffen,
weißt du, da richten wir uns das so ein, daß ... (Er ist zu Boden
gesunken, hat seinen Kopf in ihrem Schoß.) Das ist angenehm, oh, das ist
angenehm.
Das süße Mädel.
Was machst denn? (Sie küßt seine Haare.) .... Du in dem Wein _muß_ 'was
drin gewesen sein -- so schläfrig .... du, was g'schieht denn, wenn ich
nimmer aufsteh'n kann? Aber, aber, schau, aber Karl .... und wenn wer
hereinkommt .... ich bitt' dich .... der Kellner.
Der Gatte.
Da .... kommt sein Lebtag .... kein Kellner .... herein ....
* * * * *
Das süße Mädel (lehnt mit geschlossenen Augen in der Divanecke).
Der Gatte (geht in dem kleinen Raum auf und ab, nachdem er sich eine
Zigarette angezündet).
Längeres Schweigen.
Der Gatte (betrachtet das süße Mädel lange, für sich).
Wer weiß, was das eigentlich für eine Person ist -- Donnerwetter .... So
schnell .... War nicht sehr vorsichtig von mir .... Hm ....
Das süße Mädel (ohne die Augen zu öffnen).
In dem Wein muß 'was d'rin gewesen sein.
Der Gatte.
Ja warum denn?
Das süße Mädel.
Sonst ....
Der Gatte.
Warum schiebst du denn alles auf den Wein?....
Das süße Mädel.
Wo bist denn? Warum bist denn so weit? Komm' doch zu mir.