Sie dachte bloß immer: »Und sein Kind sieht er nicht an.«

Aber nun, wie sie sich auf die äußerste Kante des Ruhebetts setzte und

das Kind zwischen die Kniee nahm, da sah er es doch.

»Ei ei, das ist ein strammer Kerl geworden,« sagte er und streckte von

seinem Schreibstuhl her lockend die Hand aus, wie man ein Hündchen

lockt.

Aber der Kleine wollte nicht und drückte sich nur um so enger an sie.

»Wie werd' ich's ihm bloß sagen?« dachte sie. »Das Beste wird sein, ich

geh' wieder weg, wie ich gekommen bin.«

»Nun also, Marinke, erzähle.«

»Ich hab' nichts zu erzählen, Ponusze.«

»Na, na. Umsonst macht eine Frau, der es schwer fällt, nicht einen so

weiten Weg. Also sag, braucht dein Mann eine Hypothek oder möcht' er

bauen oder sonst was? Ich geb', was er will, denn ihr seid mir sicher.«

»Mein Mann braucht keine Hypothek,« sagte sie, »und bauen möcht' er auch

nicht, aber es ist 'rausgekommen, was zwischen Ihnen gewesen ist,

Herrchen, und mir.«

Er wandte sich auf dem drehbaren Sitz kurz nach ihr um, so daß es

knarrte, und machte sich ganz krumm, um ihr mit finsteren Augen scharf

ins Gesicht zu sehen. Der Lampenschein fiel hart auf ihn herab.

»Er ist ganz grau geworden,« dachte sie. Und nun sah er vollkommen so

aus, als wär' er der Herrgott. Aber wie ein strenger und zorniger

Herrgott sah er aus.

»Nur du und ich haben's gewußt,« herrschte er sie an, »und von mir hat's

keiner erfahren.«

Sie hätte nun sagen müssen: »Von mir auch nicht,« aber ihre Angst vor

ihm war so groß, daß sie sich keine Antwort getraute.

»Ich werd' denn man gehen,« sagte sie und versuchte aufzustehen. Aber

sie war so schwach, daß sie wieder zurückfiel.

Da sah er wohl, daß er zu schroff zu ihr gewesen war. Die geschliffene

Karaffe stand immer noch auf dem Tische. Aus der schenkte er ihr ein

Glas Wein. Und das Büchschen mit Schokolade, aus dem sie manches liebe

Mal hatte naschen dürfen, hielt er dem Kleinen hin. Der wollte erst

nicht, aber was ihm in die hohlen Händchen geschüttet wurde, das nahm

er.

»Nun laß uns vernünftig reden,« sagte der Herr, »und erzähl alles.« Aber

sie konnte nicht. Sie saß bloß so da und sah vor sich hin.

»Marinke,« sagte der Herr, »du bist einmal die Freude meiner Feierabende

gewesen, und ich habe dir nie dafür gedankt. Du hast einen großen Stein

bei mir im Brett. Denk daran und faß dir ein Herz.«

Da faßte sie sich ein Herz und sagte frischweg: »Das Kind hier ist _Ihr_

Kind, Ponusze.«

»Ei der Deiwel,« sagte er und lachte hellauf, »das ist ja ganz was

Neues.« Dann nahm er den Kleinen bei der Hand, führte ihn unter die

Lampe und betrachtete ihn von oben bis unten. »Wie gesagt, stramm ist

er. Wenn er sich auswächst, kann er mir schon ähneln. Denn das weißt du

ja, sie ähneln mir alle.«

Ja, das wußte sie wohl. Manchmal arbeiteten fünf oder sechs auf dem Hof.

Wenn man die in eine Reihe stellte, sah einer aus wie der andere.

Und er fuhr fort: »An sich wär's also schon möglich. Aber ich denk', es

ist deinem ertrunkenen Bräutigam seiner. Von dem, soviel ich weiß, hat

er ja auch den Namen.«

»Das ist richtig,« entgegnete sie, »aber von dem ist er nicht. Und von

meinem jetzigen Mann ist er auch nicht.«

»War der denn auch dabei?« fragte er, und sie konnte nicht anders als Ja

sagen.

»Du -- das ist aber ein bißchen reichlich,« rief da der Herr und wußte

vor Lachen sich nicht zu halten. Ach, dies Lachen tat ihr sehr weh!

Bis jetzt hatten sie Deutsch miteinander gesprochen. Aber die Marinke

sah ein, daß sie in der fremden Sprache nicht vorwärts kommen würde,

wenn sie ihm alles sagen wollte. Und das mußte sie jetzt tun, denn er

allein konnte sie verstehen, und es drückte ihr längst schon das Herz

ab.

Darum begann sie auf Litauisch zu erzählen, wie alles gekommen war. Er

hörte ihr aufmerksam zu und wurde ernster und immer noch ernster.

Mitten darin griff er mit der Hand nach dem Kleinen und hob ihn sich auf

das Knie. Und der hatte jetzt gar keine Furcht mehr vor ihm und lutschte

still weiter.

Als sie fertig war, fuhr er ihm durch den Wuschelkopf und setzte ihn

sacht auf die Erde. Sie kannte die Gewohnheit des Herrn. Er mußte die

Beine freikriegen zum Rumgehen, denn das tat er immer, wenn ihm das Herz

von irgend was voll war.

Er ging und ging, und dann klingelte er und sagte dem eintretenden

Mädchen: »Man soll nicht auf mich warten -- ich habe zu tun.« Einst war

sie selbst dieses Mädchen gewesen, und oft hatte er dasselbe zu ihr

gesagt. Und dann ging er immer noch länger.

Schließlich blieb er vor ihr stehen und fragte: »Wie wirst du nach Hause

kommen?«

»Der Enskyssche Milchwagen wartet auf mich,« entgegnete sie.

Der große Augenblick war nun da. In ihm mußte das Schicksal des Kindes

sich entscheiden.

»Die Enskene hat gemeint,« stotterte sie, »weil es doch dein Fleisch und

Blut ist, Herrchen, und ich nicht weiß, wohin mit ihm, so würdest du es

vielleicht in Pflegschaft nehmen und es großziehen lassen auf deinem

Hofe. Von Instleuten wohnen ja bei dir so viele.«

Ursprünglich hatte sie weit Größeres von ihm erbitten wollen, aber

jetzt, da sie das vornehme Herrschaftshaus wiedergesehen hatte, fühlte

sie, daß auch dieses Wenige schwer zu erfüllen war.

»Du vergißt, Marinke,« sagte er, »daß da draußen die gnädige Frau sitzt,

der ich Rechenschaft schuldig bin. Das Gerede würde sehr bald auch ihr

zu Ohren kommen, und dann gäbe es Gram ohne Ende. Daß ich damals ihrem

Wunsche nachgab, mit zu deiner Hochzeit zu kommen, war schon zu viel,

aber ich mochte es ihr nicht abschlagen -- auch um deinetwillen nicht,

Kind, weil du so außer jedem Verdacht bliebst. Kommt's nun aber heraus,

dann ist jenes eine Verfehlung gewesen, die ich nie wieder gutmachen

kann.«

Die Marinke verstand nicht recht, was er meinte, aber daß ihr Verlangen

eine Vermessenheit war, das wußte sie nun.

»Ich werd' denn man gehn,« sagte sie zum zweiten Male. Diesmal fiel sie

nicht von selbst zurück, sondern wurde von ihm an der Schulter gefaßt

und festgehalten, so daß sie das Aufstehen vergaß.

»In den sechsundzwanzig Jahren, die ich hier bin,« sagte er, »ist kein

Fremder ohne Trost aus dieser Stube gegangen, und dich, die ich mal sehr

gern gehabt habe, die sollte ich einfach in die Nacht hinausschicken?

Das geht nicht, Marinke, wenn ich dir auch leider was Anderes als Geld

nicht zu bieten hab'.«

»Ich will kein Geld!« stieß sie hervor.

»Verachte das Geld nicht,« ermahnte er sie. »Denn es macht die Bösen gut

und die Harten gefügig. Ich gebe sonst jeder, die ein Kind von mir hat

oder wenigstens sagt, daß es von mir ist, tausend Taler mit auf den Weg.

Und noch keine hat sich beklagt. Diesem Jungchen will ich eine Mitgift

geben, dreimal so groß, so daß er als ein wohlhabender Erbe gelten kann,

und du wirst sehen, er findet seine Heimat noch heute abend.«

Damit setzte er sich an den Schreibtisch und schrieb einen

Schenkungsbrief über zehntausend Mark, und noch vieles andere schrieb er

dazu, wie die Zinsen zu erheben seien und wie das Kapital einst

ausgezahlt werden sollte. Das unterstempelte er mit dem Stempel des

Amtsvorstehers, dessen Dienst er selber versah, und reichte es der

Marinke.

Die dachte bloß immer das eine: »Aus mir kann nun werden, was will. Das

Kind ist fürs Leben geborgen.«

13

Als die Marinke mit ihrem schlafenden Jungchen auf dem Enskysschen Hofe

einfuhr, saß die Mutter gerade so wartend im Mondschein wie an jenem

Abend vor sechs Jahren, von dem alles Unglück seinen Ursprung hatte.

»Der Vater ist schon lange zur Ruhe,« sagte sie, »drum komm herein und

stärke dich.«

Und nun saß die Marinke an der Feuerstelle genau so wie damals und aß

und wußte nicht, was sie aß. Der Kleine aber schlief immer weiter.

Und die Mutter verlangte, sie solle erzählen.

Da zog sie den Schenkungsbrief aus der Tasche und reichte ihn ihr.

Die Mutter traute ihren Augen erst gar nicht und ließ sich die Summe

immer wieder von neuem sagen, bevor sie sie glaubte.

»Aber dann ist ja alles gut,« sagte sie, »und dann will ich erst mal den

Vater wecken.«

Die Marinke hatte Angst, der Alte würde sie und das Kind sofort zur Tür

hinausweisen, aber die Mutter lachte nur, nahm den Brief und ging damit

nach der Stube.

Es dauerte eine ganze Weile, ehe sie wieder da war, und hinter ihr in

Hosen und Hemd, die Schlorren auf nackten Füßen, kam der Alte gesprungen

-- wie ein Wiesel kam er gesprungen -- und bot der Marinke den Willkomm

und klatschte den Kleinen aufs nackte Knie und wollte ihn selber ins

Bettchen tragen, denn Kinder müßten mit den Hühnern zur Ruhe.

Die Marinke wußte nicht, wie ihr geschah. »In was für ein Bettchen?«

fragte sie.

»Nun, das für ihn bereit steht schon seit Jahren.« Und er habe immer

gesagt, das mit dem Wieszpatis sei nichts wie ein Schwindel. Das habe

der Jozup sich ausgedacht, um ihn und die Mutter zu täuschen. Und nun

sei es offenbar, denn für eigene Kinder gebe der Herr Westphal so viel

bares Geld nicht aus, sonst wäre er längst schon ein Bettler.

Und als die Marinke ihm verwundert dreinreden wollte, stieß die Mutter

sie an und sagte ihr leise: »Laß ihn nur immer. Er redet sich's ein und

wird's auch den andern einreden -- und so ist's am besten.«

Da gedachte die Marinke der Worte, die der Herr zu ihr gesprochen hatte,

ehe er die Schenkung niederschrieb, und dankte Gott, daß der Kleine nun

wirklich die Heimat gefunden hatte noch am heutigen Abend.

Sie ließ es sich nicht nehmen, ihn selber auszuziehn, denn sie wußte

wohl, daß es zum letzten Male geschah. Dann tat sie noch ein Gebet über

ihm, siegelte ihm den Mund mit dem Zeichen des Kreuzes und ging vor die

Haustür.

Dort standen die beiden und warteten ihrer.

»Ach, möchten sie mich doch einladen, bei ihnen zu bleiben!« dachte die

Marinke. Aber sie taten es nicht. Wie konnten sie auch!

»Das Schriftstück bleibt in meiner Hand,« sagte der Alte, »denn ich bin

der Vormund.«

Und die Mutter geleitete sie noch eine Strecke ins Dunkel hinein und

sagte zum Abschied: »Ich bin gesund und erst vierundfunfzig. Zwanzig

Jahr' hab' ich gewiß noch. Und so lange wird es ihm gut gehn, das weißt

du.«

Ja, das wußte die Marinke, und sie dankte ihr mit Tränen.

»Was wird aber mit dir werden?« fragte die Mutter.

»Bet für mich, daß ich im Kindbett sterbe,« sagte die Marinke und ging

von ihr fort ...

Der Mond stand hoch -- es war schon ein Herbstmond --, aber die Luft

wehte warm wie im Juni.

Als die Marinke sich dem Wolfsnest näherte, überkam sie ein Schaudern.

Der Hofhund würde bellen, bevor er sie noch erkannte, und darauf würde

der Jozup, der einen leisen Schlaf hatte, hinausrufen: »Wer ist da?« Und

wenn sie dann sagte: »Ich bin es -- ich, die Marinke,« dann würde das

Schimpfen losgehen -- Klorke und Szunjôda und Pajudêle und alles, womit

er sie sonst noch traktierte.

Sie hielt an und tat einen tiefen Atemzug. Niemand paßte ihr auf. Sie

konnte die Nachtstunden nützen, wie es ihr einfiel. Aber wo sollte sie

sie hinbringen? Denn sonst eine Heimat hatte sie nicht. Da fiel der

Kirchhof ihr ein, auf dem sie so lange Zeit nicht gewesen war. Wie eine

Erleuchtung kam es da über sie.

Auf dem Grabe des Jurris zu sitzen bis an den Morgen, das war es, was

ihr jetzt fehlte. Da sah sie keiner, da hörte sie keiner, da konnte sie

keiner anschreien und schimpfen.

So schlug sie also den Weg zum Kirchhof ein, den sie beinahe vergessen

hatte.

Das Grab des Jurris war gar nicht so leicht zu finden, denn ringsherum

hatte manch neuer Pilger sich angesiedelt, und die Gesträuche waren auch

höher geworden. Aber schließlich unterschied sie es doch und setzte sich

auf den Hügel, dessen sandiges Erdreich die Judenmyrte spärlich

begrünte.

Einen neuen hölzernen Pfosten hatten die Eltern errichtet. Der war

inzwischen schon wieder alt geworden, denn die Inschrift auf der Tafel

schien blaß und von Regen verwaschen, soviel man im Mondschein erkannte.

»Bald werden sie ihn alle vergessen haben,« dachte sie, und ihr

schien's, als sei sie ihm doppelt und dreifach untreu gewesen. Oft hätte

sie Zeit gehabt, das Grab zu besuchen, und keiner hätte danach gefragt.

Trotzdem fand sie erst heute den Weg hierher, wie man verlassene Freunde

nicht früher aufsucht, als wenn man nicht aus und nicht ein weiß.

»Ach wenn ich doch ein bißchen weinen könnte!« dachte sie, aber sie

hatte heute schon zuviel Tränen vergossen, und ihr war auch gar nicht so

schmerzhaft zumute. Nur müde war sie. Darum lehnte sie das abgerackerte

Kreuz gegen den Pfosten und dachte: »Hier möcht' ich einschlafen.«

Und das tat sie auch wirklich. Aber bald weckte der Nachtwind sie

wieder. Sie lag nun mit geschlossenen Augen und wollte gar nicht mehr

aufstehen.

Es war eine große Stille ringsum, nur die harten Baumblätter rieben sich

ab und zu aneinander, und in dem Grase raschelte es, wenn irgend ein

Getier sich bewegte.

Sie dachte an alle die Geister, die auf so einem Kirchhof zur Nachtzeit

ihr Wesen treiben, aber sie fürchtete sich nicht im mindesten, denn

unter ihnen wäre auch der des Jurris gewesen, und der hätte sie schon

beschützt.

Über diesem Gedanken schlief sie von neuem ein, und ihr war im Traume

fortwährend, als stünde er neben ihr und streichelte ihr die Backe. Aber

wie sie wieder einmal erwachte, merkte sie, daß es nur der Wind gewesen

war, und da tat es ihr leid, daß sie nicht weiter schlief.

»Jetzt muß ich wohl bald heimgehen,« dachte sie. Da kam das Schaudern

wieder, das sie auf dem Wege zum Wolfsnest schon einmal zurückgejagt

hatte.

»Was soll ich eigentlich dort?« dachte sie weiter. »Sobald er mich

sieht, wird er mich quälen, und die Dienstleute werden nicht wissen, ob

ich ihnen noch was zu befehlen hab'. Hier gehör' ich her. Zu meinem

Jurrischen. Hierher auf den Kirchhof.«

Und sie beugte sich zur Seite und küßte das Grab, aber ihr kam davon nur

Sand zwischen die Zähne. Und mutlos gedachte sie kommender Zeiten.

»Das Kind wird er mir wohl bald wegnehmen,« dachte sie. »Denn ich bin

für ihn gar nicht mehr eine richtige Mutter. Bloß die Gimdywe -- die

Gebärerin -- bin ich ihm noch. Ein Kind habe ich ihm zu beschaffen

anstatt des anderen, das er verstoßen hat, und dann kann ich abgehen. Er

wird schon dafür sorgen, daß sie mich bald hierher auf den Kirchhof

fahren.«

Und ihr war zumut, als bliebe sie am liebsten gleich hier.

Und dann dachte sie an alle die Erniedrigungen, die er ihr zugefügt

hatte seit jenem Sturmtage, an dem der Jurris ertrank, und an alle die,

die er ihr noch zufügen würde -- er und der Helfer, mit dem er drohte.

Und sie sagte zu sich: »Nun hab' ich ihm umsonst prophezeit, daß ich ins

Haff gehen werde, wenn er der Alten meine Schande verrät. Denn was er

jetzt selber in die Welt hinausschreit, ist ebenso schlimm wie das, was

sie damals zu erzählen gehabt hätte.«

Und wie das Bild der Alten vor ihr lebendig wurde, überfiel sie

plötzlich ein Erschrecken, so furchtbar, daß sie vom Grabe in die Höhe

sprang und wie eine Unvernünftige drum herumlief.

Wenn der Helfer, der Peiniger, den er sich kommen lassen wollte, niemand

sonst als die Wilkene, die Wölfin war? Was dann? Wohin dann?

Sie rannte nach rechts und rannte nach links, als wollte sie ihr

entrinnen, und wußte doch nicht wie. Sie anzuzeigen, dazu war es gewiß

zu spät, und sie hatte auch nicht den Mut mehr. Wenn das noch zu

fürchten gewesen wäre, hätte der Jozup die Mutter niemals zurückgeholt.

Da war es ihr, als sagte eine Stimme: »Er _hat_ sie ja gar nicht

zurückgeholt.«

Das war natürlich dem Jurris seine Stimme. Entweder er schwebte um sie

herum, oder sie hatte ihn mit ihren Klagen erweckt, so daß er von seinem

Sarge aus zu ihr redete.

Und so warf sie sich vor dem Grabhügel auf die Knie, wühlte die Stirn in

den Sand, um ihm näher zu sein, und bat und flehte: »Ach hilf mir doch,

Jurrischen, hilf mir doch!«

Und die Stimme sprach weiter: »Gewiß hat er dir nur Angst machen wollen,

wie man kleine Kinder mit dem Baboczius ängstigt. Und er ist sonst gar

nicht so schlimm. Er hat dich lieb gehabt schon über fünf Jahr, und du

bist so zufrieden mit ihm gewesen, daß du mich ganz vergessen hattest.

Glaube nicht, daß ich dir deswegen böse bin. Nein, ich bin dir nicht im

mindesten böse. Und weiß ich, daß du da oben froh bist, so hab' ich hier

stets meine Ruhe. Nur wenn du weinen kommst, das tut mir weh. Nun aber

gehe getrost wieder heim und ertrage geduldig die Prüfungszeit, die Gott

der Herr dir gesetzt hat. Der Jozup wird die Wölfin nicht kommen lassen,

und auch sonst keinen Peiniger wird er kommen lassen. Und wenn er sieht,

wie treu du ihm dienst, dann wird sein Sinn sich wieder zum Guten

wandeln, und alles wird werden, wie es noch jüngstens war.«

So sprach der Jurris aus seinem Grabe, und sie hörte begierig darauf.

Dann erhob sie sich voll Zuversicht und machte sich bereit, nach Hause

zu gehen. Diesmal wandelte kein Schauder sie an, im Gegenteil, sie war

wohlgemut, ihr Haupt neuen Leiden beugen zu können. Wenn nur das eine

nicht kam, wenn nur die Schwiegermutter, die Wölfin, nicht kam, dann war

alles gut! Von ihm selber wollte sie gerne erdulden, womit er sie

kränkte.

Sie scharrte den Sand zurecht, den ihr liegender Körper zur Seite

gedrückt hatte, zog die Ranken sorgsam darüber her und betete dankbar

ein Vaterunser.

Dann machte sie sich auf den Heimweg.

Über dem schwarzen Forst, der den Osten begrenzte, erhob sich bereits

ein gelblicher Streif. Der Wind wehte schärfer, und die Vögelchen

zwitscherten schon.

Als sie vor dem Hoftor stand, war es halbhell. Darum bellte der Hund

auch nicht, der sie von weitem erkannte, und klopfte nur mit dem

Schweife gegen die Hüttenwand.

Da, wie sie gerade an dem Wohnhaus vorübergehen wollte, gewahrte sie,

daß in der Kleinen Stube noch Licht war. Rasch trat sie zurück und

drückte sich gegen den Gartenzaun, in jene Ecke, wo er mit dem Giebel

zusammenstößt.

Und wie sie dort stand, wartend und lauschend, da hörte sie aus dem

Innern zwei Stimmen.

Die eine gehörte dem Jozup, die andere aber -- vier Jahre hatte sie sie

nicht mehr gehört, und nie mehr im Leben glaubte sie sie hören zu

müssen.

Sie war also _doch_ gekommen, die Wölfin! Für sie hatte er heute den

Spazierwagen angespannt, sie von der Bahn abzuholen, und die Magd hatte

geschwiegen -- aus Mitleid.

Wohin nun? Die Enskysschen wollten sie nicht, das Elternhaus wollte sie

nicht, der Wieszpatis wollte sie nicht, selbst der Jurris im Grabe

wollte sie nicht. Der hatte sie heimgeschickt mit List und mit

Täuschung.

Sie kehrte sich um auf ihren Hacken und rannte und rannte -- ohne Sinn

und Verstand -- so rasch ihr Körper es zuließ.

Bloß weg! -- Weg aus dem Hause! Weg aus dem Leben! Weg -- weg -- weg!

Und mit einmal sah sie vor sich das graublaue Wasser und die

schaukelnden Kähne. Und der Schuppen des Jurris war auch da.

Noch ehe die Sonne aufging, fuhr sie aufs Haff hinaus -- -- -- -- -- --

-- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --

14

Am Morgen desselben Tages segelte in drei Mittelbooten eine

Trauergesellschaft aus der Richtung von Karkeln her nordwestlich nach

der Nehrung hinüber.

Es waren Männer und Frauen aus dem Kirchdorfe Nidden. Die hatten einer

Niddnerin, die drüben verheiratet war und im ersten Kindbett hatte dran

glauben müssen, das Geleite gegeben.

Da der junge Witwer, um die Heimgegangene zu ehren, ein großes Begräbnis

ausgerichtet hatte, so war die Nacht hindurch getanzt und getrunken

worden, und alle befanden sich noch in der heitersten Stimmung.

In dem ersten der Boote saßen die Eltern der Toten. Die freilich

verhielten sich ruhig, aber sie freuten sich doch, daß die anderen so

lustig waren, denn nun konnten sie sicher sein, daß man ihres Kindes

lange und gern gedenken würde.

Ihre Aufmerksamkeit galt vor allem einem länglichen Bündel, das die Alte

vorsichtig in den Armen wog, während ihr Mann achtgab, daß die untere

Kante des schlagenden Segels in guter Entfernung darüber hinstrich.

In diesem Bündel barg sich die Hinterlassenschaft ihres Kindes, der

Säugling, den sie mit sich genommen hatten, um ihn dem Schwiegersohn

aufzuziehen. Drüben bei ihm war Muttermilch nirgends zu finden gewesen,

aber ob sie sie eher in Nidden verschaffen konnten, war sehr zu

bezweifeln.

Vorläufig sog das Kleine mit Inbrunst an dem Lutschpfropfen, in dem

gekaute Semmelkrume mit geriebenem Zucker gemischt war, und wenn es zu

schreien begann, bekam es Fenchelwasser zu trinken, wovon man auch nicht

sehr satt wird. Und da es die Kuhmilch noch nicht vertrug, so lag die

Gefahr nicht sehr fern, daß es kurzerhand in die Ewigkeit zurückreisen

würde, aus der es eben gekommen war.

Aber die andern scherten sich wenig um solche Großmuttersorgen. Sie

lachten und sangen, und wenn es still wurde, kreiste zur Wiederbelebung

die Flasche.

Da bemerkte einer, daß von Nordosten her mit der Richtung des Windes ein

leerer Kahn auf sie zutrieb.

Leere Kähne zu treffen bringt Glück, und darum wollte der Steuerer im

vordersten Boote halbkehrt machen, um sich die Beute zu sichern. Aber

die anderen, die hinter ihm fuhren, riefen ihm zu, er möge das lassen;

der Kahn würde in einer halben Stunde von selber am Ufer der Nehrung

erscheinen und wäre dann leichter zu bergen als jetzt.

So blieb er also auf seinem Wege, und die anderen folgten ihm nach.

Da -- als sie gerade die Windlinie durchstrichen, die von dem leeren

Kahn auf sie zulief, vernahmen sie etwas, das wie das Schreien eines

kleinen Kindes klang.

Die in den hinteren Booten glaubten natürlich, es käme von dem

Bündelchen her, das die Alte hielt, aber die neben ihr saßen, merkten

sofort, daß es damit eine andere Bewandtnis hatte.

Nun ließ der Steuerer sich nicht mehr halten und fuhr in kurzem Bogen

dem leeren Kahne entgegen.

Der war aber nicht leer, sondern wie sie alle zu ihrer Verwunderung

erkannten, lag auf dem Boden ausgestreckt eine bewußtlose Frau und zu

ihren Füßen ein Neugeborenes.

Die Weiber drängten die Männer zurück, damit deren Augen die Scham der

Geburt nicht entweihten, und die beiden erfahrensten stiegen sacht in

den Kahn, der Ohnmächtigen die ersten Dienste zu leisten.

Dort aber, wo das Bündelchen unter dem Segelrand lag, sagte der alte

Mann leise zu seiner Frau: »Laß uns dem Herrn ein Dankgebet sprechen,

denn mir scheint, er hat uns vom Himmel Nahrung geschickt für das

Kleine.«

Und die Großmutter sprach: »Frohlocke nicht zu früh. Das dort ist kein

Jungfernkind. Sie sieht aus wie eine vermögende Bauernfrau und wird uns

bald wieder verlassen.«

Für alle Fälle aber erboten sie sich, die fremde Wöchnerin in Pflege zu

nehmen, und die andern waren zufrieden, daß sie es nicht brauchten.

So geschah es, daß die Marinke, die hinausgefahren war, sich in den

Wellen die ewige Ruhstatt zu suchen, in einem weichen, warmen Federbett

wieder erwachte und statt des einen Kindes, dem sie das Leben gegeben

hatte, deren zwei in der Wiege neben sich vorfand.

Und ob sie auch zum Verwundern und zum Fragen zu schwach war, so nahm

sie sie doch gleich an die Brust, und die gab willig Nahrung für beide.

Dann, als man zu wissen begehrte, woher sie sei und wie sie sich nenne,

da weinte sie nur und wollte nicht reden.

Es mußte aber die Meldung an das Standesamt gehen, und da sie auch am

zweiten und dritten Tage nichts tat als weinen und schweigen, so wußten

die beiden sich kaum einen Rat mehr.

Nun traf es sich aber, daß damals in Nidden der Pfarrer Hoffheinz

Seelsorger war, der jüngere Bruder des Superintendenten, den die

Tilsiter heute noch preisen. Das war gleich diesem ein lebensfroher und

gottgefälliger Mann, der die Litauer liebte, als wäre er einer von

ihnen, und allen, die seines Schutzes bedurften, Ratschlag und Zuflucht

bot, soweit sein Arm sich erstreckte.

Der sagte: »Sie scheint großes Leid erfahren zu haben. Darum laßt sie in

Ruhe bis an den neunten Tag. Die Behörden werd' ich solange auf mich

nehmen. Und ist sie erst wieder bei Kräften, dann will ich sie selber

befragen.«

Das war das Richtige. Am neunten Tage trat er zu ihr an das Bett, schloß

die Stubentür ab und verweilte bei ihr wohl an die zwei Stunden.

Und als er wieder herauskam, hatte der fröhliche Mann die Augen voll

Wasser und sagte: »Hier hat Gott ein Wunder getan.«

»An uns auch,« sagte die Alte, »denn ohne sie wäre das Kind der Anikke

schon unter der Erde.«

Von nun an dauerte es keine zweite Nacht mehr, da erfuhr der Jozup

Wilkat, wo sein Weib geblieben war -- und mit ihr das Kind, das sie nach

seinem Glauben ihm schuldete. Und weil er sich schämte, sie in den Tod

getrieben zu haben, war er sehr froh und machte sich auf, sie

heimzuholen -- sie und das Kleine.

Das aber war es gerade, wovor die Marinke zitterte bei Tag und bei Nacht

und das zu verhüten der Pfarrer ihr hilfreich sein wollte.

Und er, der klug war wie einer, hatte Befehl gegeben, daß, wenn ein Mann

im Dorfe herumfragte, wo die Kiekutis wohnten, bei denen die Fremde sich

aufhielt, kein einziger es wissen dürfe -- nicht einmal der Schulze --

und daß man ihn, wenn er durchaus keine Ruhe gab, ins Pfarrhaus weise;

da könne er's wahrscheinlich erfahren.

So kam es, daß der Jozup, der wütend von einem zum andern lief und

alsbald erkannte, daß man ihn narre, schließlich einem Manne ins

Angesicht sah, mit dem sich nicht so leicht umspringen ließ wie mit

einem schutzlosen Weibe.

Ja, das Weib -- das sei ihm egal, das könne seinetwegen gehen,

Filzschuhe wichsen, aber das Kind -- das Kind, das müsse er haben, tot

oder lebendig.

Nun war der Pfarrer Hoffheinz aber ein guter Freund vom alten Settegast

-- er hat ja später in zweiter Ehe auch dessen Tochter geheiratet --,

das sagte er dem Jozup so nebenbei. Und daß, wenn auf diese Weise die

Kürbisgeschichte ruchbar würde, von einem Verschulden der Frau nicht

mehr die Rede sein könne, das sagte er auch.

Da wurde der Jozup alsbald ganz windelweich, ließ seine Ansprüche fahren

und setzte für die Zeit nach der Scheidung auch noch ein Jahrgeld aus,

so hoch, wie es einer Besitzersfrau zukommt.

Ohne die Marinke mit einem Auge gesehen zu haben, fuhr er zurück übers

Haff -- zurück zu seiner Mutter, der Wölfin. Und nie mehr hat er einen

solchen Angriff gewagt.

Die Marinke blieb bei den guten Leuten, die ihr fast so zugetan waren

wie einst die Mutter Enskys, und nährte zugleich mit dem eigenen Kinde

das fremde rosig und blank.

Und als ein Jahr darauf dessen Vater herbeigesegelt kam, nach ihm zu

sehen, da fand er es nicht anders, als ob die tote Mutter noch lebte.

So geschah es fast von selber, daß die beiden sich miteinander

versprachen.

Er hatte in manchem Ähnlichkeit mit dem Jurris, und das gefiel der

Marinke am meisten.

Die Hochzeit wurde in Frieden und Stille begangen. Und still und

friedlich leben die beiden noch heute.

Druck der

Union Deutsche Verlagsgesellschaft

in Stuttgart

Anzeigen des

Cotta'schen Verlages

Hermann Sudermann:

Gebunden

Im Zwielicht

Zwanglose Geschichten. 37. u. 38. Auflage M. 3.50

Frau Sorge

Roman. 156.-160. Aufl. Mit Jugendbildnis » 5.--

Geschwister

Zwei Novellen. 35.-37. Auflage » 5.--

Der Katzensteg

Roman. 106.-115. Auflage » 5.--

Jolanthes Hochzeit

Erzählung. 31.-33. Auflage » 3.50

Es war

Roman. 59.-63. Auflage » 6.50

Das Hohe Lied

Roman. 61.-65. Auflage » 6.50

Die indische Lilie

Sieben Novellen. 21.-25. Auflage » 4.50

Litauische Geschichten

Vier Geschichten. 1.-25. Auflage » 5.--

Die Ehre

Schauspiel in vier Akten. 46.-48. Auflage » 3.50

Sodoms Ende

Drama in fünf Akten. 27. u. 28. Auflage » 3.50

Heimat

Schauspiel in vier Akten. 42.-46. Auflage » 4.50

Die Schmetterlingsschlacht

Komödie in vier Akten. 11. u. 12. Auflage » 3.50

Das Glück im Winkel

Schauspiel in drei Akten. 21. u. 22. Auflage » 3.50

Morituri

Drei Einakter: _Teja_. Drama -- _Fritzchen_. Drama -- » 3.50

_Das Ewig-Männliche_. Spiel. 21. u. 22. Auflage

Johannes

Tragödie in fünf Akten und einem Vorspiel 31. Auflage » 4.50

Die drei Reiherfedern

Dramatisches Gedicht in fünf Akten. 14. Aufl. » 4.50

Johannisfeuer

Schauspiel in vier Akten. 29. u. 30. Auflage » 3.50

Es lebe das Leben

Drama in fünf Akten. 24. u. 25. Auflage » 4.50

Der Sturmgeselle Sokrates

Komödie in vier Akten. 15. Auflage » 3.50

Stein unter Steinen

Schauspiel in vier Akten. 13. u. 14. Auflage » 3.50

Das Blumenboot

Schauspiel in vier Akten und einem Zwischenspiel. 12. » 4.50

Auflage

Rosen

Vier Einakter: _Die Lichtbänder._ Drama -- _Margot._ » 4.50

Schauspiel -- _Der letzte Besuch._ Schauspiel --

_Die ferne Prinzessin._ Lustspiel. 2.-10. Auflage

Strandkinder

Schauspiel in vier Akten. 6.-10. Auflage » 3.50

Der Bettler von Syrakus

Tragödie in fünf Akten und einem Vorspiel. 6.-10. » 4.50

Auflage

Der gute Ruf

Schauspiel in vier Akten. 6.-10. Auflage » 3.50

Die Lobgesänge des Claudian

Drama in fünf Aufzügen. 6.-10. Auflage » 4.50

Die entgötterte Welt

Szenische Bilder aus kranker Zeit Inhalt: _Die » 5.--

Freundin._ Schauspiel in vier Akten. -- _Die

gutgeschnittene Ecke._ Tragikomödie in fünf Akten.

-- _Das höhere Leben._ Lustspiel in vier Akten. 7.

Auflage

Cotta'sche Gelbe Bibliothek

Romane und Novellen

Gebunden

_Althof, Paul_ (Alice Gurschner), Die wunderbare Brücke M. 4.50

und andere Geschichten

--»-- Das verlorene Wort. Roman » 4.50

_Andreas-Salomé, Lou_, Fenitschka -- Eine Ausschweifung. » 4.--

Zwei Erzählungen

--»-- Ma. Ein Porträt. 4. Aufl. » 4.--

--»-- Menschenkinder. Novellensammlung. 2. Aufl. » 5.--

--»-- Ruth. Erzählung. 6. Aufl. » 5.--

--»-- Aus fremder Seele. Eine Spätherbstgeschichte. 3. » 4.--

Aufl.

--»-- Im Zwischenland. Fünf Geschichten. 3. Aufl. » 5.50

_Anzengruber, Ludwig_, Letzte Dorfgänge. 2. Aufl. » 5.--

--»-- Wolken und Sunn'schein. 6. Aufl. » 4.--

_Arminius, W._, Der Weg zur Erkenntnis. Roman » 4.50

--»-- Yorcks Offiziere. Roman von 1812/13. 4. Aufl. » 5.50

_Bertsch, Hugo_, Bilderbogen aus meinem Leben. 2. u. 3. » 4.50

Aufl.

--»-- Bob, der Sonderling. Seine Geschichte. 4. Aufl. » 4.--

--»-- Die Geschwister. Mit Vorwort von Adolf Wilbrandt. » 4.--

12. Aufl.

_Birt, Th._, Menedem. Die Geschichte eines Ungläubigen » 5.50

_Böhlau, Helene_, Salin Kaliske. Novellen. 2. Aufl. » 4.50

_Boy-Ed, Ida_, Die säende Hand. Roman. 5. Aufl. » 5.--

--»-- Stille Helden. Roman. 8. u. 9. Aufl. » 5.50

--»-- Um Helena. Roman. 3. Aufl. » 5.--

--»-- Ein königlicher Kaufmann. Hanseatischer Roman. 18. » 5.50

u. 19. Aufl.

--»-- Die Lampe der Psyche. Roman. 3. Aufl. » 5.--

--»-- Nur wer die Sehnsucht kennt ... Roman. 9. u. 10. » 5.--

Aufl.

--»-- Die große Stimme. Novellen. 3. Aufl. » 3.50

_Bülow, Frieda v._, Kara. Roman » 5.50

_Burckhard, Max_, Simon Thums. Roman. 2. Aufl. » 4.50

_Dove, A._, Caracosa. Historischer Roman. 2 Bände. 2. » 10.--

Aufl.

_Ebner-Eschenbach, Marie v._, Bozena. Erzählung. 12. Aufl. » 4.50

--»-- Erzählungen. 7. Aufl. » 4.50

--»-- Margarete. 8. Aufl. » 3.50

_Ebner-Eschenbach, Moritz v._, _Hypnosis perennis_ -- Ein » 3.50

Wunder des heiligen Sebastian. Zwei Wiener Geschichten

_Eckstein, Ernst_, Nero. Roman. 9. Aufl. » 6.50

_El-Correï_. Das Tal des Traumes. Roman. 2. Aufl. » 5.50

_Enderling, Paul_, Der Hungerhaufen und andere Novellen » 3.50

--»-- Zwischen Tat und Traum. Roman » 5.50

_Engel, Eduard_, Paraskewúla und andere Novellen » 5.--

_Fontane, Theodor_, Ellernklipp. 4. Aufl. » 4.50

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_Franzos, K. E._, Der Gott des alten Doktors. Erzählung. » 3.50

2. Aufl.

--»-- Die Juden von Barnow. Geschichten. 10. Aufl. » 4.50

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--»-- Der Pojaz. Eine Geschichte aus dem Osten. 11. u. 12. » 6.--

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--»-- Leib Weihnachtskuchen und sein Kind. Erzählung. 3. » 4.--

Aufl.

_Frei, Leonore_, Das leuchtende Reich. Roman » 5.50

_Frey, Adolf_, Die Jungfer von Wattenwil. Historischer » 6.50

Schweizerroman. 5. Aufl.

_Fulda, L._, Lebensfragmente. Novellen. 3. Aufl. » 3.50

_Gleichen-Rußwurm, A. v._, Vergeltung. Roman » 5.--

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_Harbou, Thea v._, Der unsterbliche Acker. Ein » 4.--

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--»-- Die Flucht der Beate Hoyermann. 21.-30. Aufl. » 4.50

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_Hartmann, Alfred Georg_, Die Fahrt ins Himmelreich. Ein » 4.--

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_Heer, J. C._, Der lange Balthasar. Dorfroman. 21.-30. » 3.50

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--»-- Da träumen sie von Lieb' und Glück! Drei Schweizer » 5.--

Novellen. 28.-30. Aufl.

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_Heilborn, Ernst_, Kleefeld. Roman » 3.50

_Herzog, Rudolf_, Der Abenteurer. Roman 46.-50. Aufl. » 5.50

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_Heyse, Paul_, L'Arrabbiata und andere Novellen. 11. Aufl. » 3.90

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_Hillern, W. v._, Der Gewaltigste. Roman. 5. u. 6. Aufl. » 5.--

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_Hirschfeld, Georg_, Nachwelt. Der Roman eines Starken. 4. » 5.50

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_Kaiser, Isabelle_, Seine Majestät! Novellen. 2. Aufl. » 4.--

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_Knudsen, J._, Angst. Der junge Martin Luther. Berechtigte » 5.50

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_Krauel, Wilhelm_, Von der andern Art. Roman » 4.50

--»-- Das Erbe der Väter. Ein Lebensbericht » 5.--

_Kurz, Hermann_ (Der Schweizer), Sie tanzen » 5.50

Ringel-Ringel-Reihn. 2. u. 3. Aufl.

_Kurz, Isolde_, Italienische Erzählungen. 2. Aufl. » 5.--

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_Langmann, Philipp_, Leben und Musik. Roman » 5.--

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_Lindau, Paul_, Die blaue Laterne. Berliner Roman. 2 » 8.--

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»_Lügenohr_«

_Meyer-Förster, Wilh._, Eldena. Roman. 2. Aufl. » 4.50

_Meyerhof-Hildeck, Leonie_, Das Ewig-Lebendige. Roman. 2. » 4.--

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_Moreck, Curt_, Büßer des Gefühls. Novellen » 5.--

_Moersberger, Felicitas Rose_, Pastor Verden. Ein » 5.--

Heideroman. 2.-5. Aufl.

_Muellenbach, E._ (E. Lenbach), Abseits. Erzählungen » 4.50

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Deiters_. 2. Aufl.

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_Pietsch, Otto_, Das Gewissen der Welt. Roman. 9. u. 10. » 6.50

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_Prel, Karl du_, Das Kreuz am Ferner. Roman. 4. Aufl. » 6.50

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der Revolutionszeit. 1.-5. Aufl.

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--»-- Vorstadtgeschichten. Gesamt-Ausgabe. 1. Reihe. 2. » 5.50

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--»-- Phantasiestücke. Gesamt-Ausgabe » 5.50

_Seidel, H. Wolfgang_, Erinnerungen an Heinrich Seidel. 2. » 5.50

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einer Studentin. 18.-20. Aufl.

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deutschen Armee. 46.-50. Aufl.

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_Müller, Hans_, Die Kunst sich zu freuen. Gestalten, » 6.--

Bilder und Ergebnisse. 4.-8. Aufl.

_Olfers, Marie v._, Neue Novellen » 4.50

--»-- Die Vernunftheirat und andere Novellen » 4.--

_Riehl, W. H._, Ein ganzer Mann. Roman. 4. Aufl. » 7.--

_Seidel, Heinrich_, Reinhard Flemmings Abenteuer zu Wasser » 4.--

und zu Lande. 3 Bände. 10. Tsd. je

--»-- Wintermärchen. 2 Bände. 4. Tsd. je » 4.--

--»-- Ludolf Marcipanis und Anderes. Aus dem Nachlasse » 4.--

herausgegeben von _H. W. Seidel_. 2. Tsd.

_Wilbrandt, Adolf_, Novellen » 4.50

Litauische Geschichten · 第 68 / 69 题