Eliza sagte: »Aber Ejlert ist doch er, den sie liebt!«

»Aber Tesmann ist es, der sie hat,« entschied Arne selbstzufrieden.

Esther dachte: geht denn auf einmal alles im Gleichnis?

»Ich mag nicht Hedda Gabler sein!« sagte sie plötzlich.

»Aber Esther! liebe, kluge Esther, verdirb es uns jetzt nicht!« bat

Eliza.

»Nun -- wenn Ihr es denn wollt -- --«

* * * * *

Mit dem Spiel kam Leben und Heiterkeit nach Eriksgaard.

Da waren die vielen Proben, die wechselseitig in den beiden Häusern

abgehalten wurden. Man spielte flüchtig die beiden Stücke durch, denn es

war doch gewiß nicht nötig, daß sie schon so bald in untadeliger Glätte

gingen und diesen angenehmen Zusammenkünften durch die Aufführung ein

Ziel gesetzt wurde. Und nach den Proben kam erst noch die eigentliche

Unterhaltung.

Das weite Zimmer mit dem Spinett wurde zum Tanzsaal. Da klangen nun

nicht mehr die alten sehnsüchtigen Liebeslieder unter verträumten

Mädchenhänden -- Es war jetzt das Fräulein Luise, die junge wohlerzogene

Dame, die ihre gut eingeübten Walzer der tanzlustigen Gesellschaft zum

besten gab.

Und spät in der Nacht dann fuhr man heim. In diesen kalten

Spätherbstnächten, wo man die Sterne zucken sieht, so kalt ist es, und

wo der Atemdampf des Pferdes den ganzen Wagen einhüllt, und wo die Töne

scharf klingen und kurz abbrechen. -- --

Die Hochzeit der Esther Franzenius: Roman · 第 25 / 93 题