Wallenstein trat erstaunt zur Seite: »Ja, woher weiß das der Herr?«

»Weiß der Herr es anders?«

»Ich bin Soldat. Ein Dorf, ein Markt, ein Bauernhof zahlt sofort, wenn ein

Fähnlein erscheint; eine Stadt, ein Kreis, ein ganzes Land zahlt, wenn das

Heer ausreichend groß ist. Fragt die Obersten Kolloredo, Braunau. Fragt

Böhmen. Fragt die Oberpfalz, die Rheinpfalz.«

»Wäre Euer Liebden ein anderer, würde ich glauben, Ihr habt nicht gut

einige Tatsachen im Kopf. Böhmen war ein besiegtes Land, die Pfalz ist

erobert. Der Kaiser führt nicht Krieg mit dem deutschen Reich.«

»Was meint der Herr damit?«

»Daß Euer Liebden nicht glauben müssen, das deutsche Reich sei Böhmen und

der Kaiser hätte Befugnis mit Reichslanden, friedlichen, ebenso

umzuspringen wie mit diesem.«

Die Wut in Wallenstein. Sein gelbes Gesicht vibrierte. Er warf den Degen

auf eine Kredenz, die mit Bechern und Kannen im Grünen stand: »Wollen die

Herren etwas von mir, oder ich von Ihnen? Wagt der Graf Meggau mich zu

kujonieren?«

Graf Harrach beruhigte den schwer erschreckten anderen, der ratlos

stehenblieb.

»Trinkt, Herren.« Wallenstein drängte ihnen Weinbecher auf. Mit starren

Blicken auf Meggau hielt Wallenstein das silberne Gefäß, schluckte langsam,

preßte die Flüssigkeit, als ginge sie nicht durch den versperrten Schlund.

»Wollt Ihr nicht auch trinken? Graf Meggau.«

»Ich danke Euch, ich bin nicht durstig.«

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