Den Juden berührte de Witte am Kinn: »Was werdet Ihr tun, Bassewi?«

»Wallenstein ist ein kluger Mann, habt Ihr selbst gesagt. Er wird nicht den

Krug zerschlagen, aus dem er oft getrunken hat. Er wird wissen, man hat

noch öfter Durst.«

De Witte sann nach: »Ich möchte Euch bitten, Graf Meggau, bevor Ihr etwas

Bindendes eingeht mit dem Friedländer, wollet Euch mit uns verständigen.

Vielleicht können wir Euch nicht weniger leisten; bitter wird es uns

angehen; aber wir möchten nicht zurückstehen, wenn das kaiserliche Haus

bedroht ist.«

* * * * *

Die beiden Unterhändler, Meggau und Harrach, erschienen in Wallensteins

Palast; in seinem prächtigen Palmengarten spazierend, hatten sie mit dem

Mann eine kurze Unterredung.

Wallenstein fragte, ob der Fürst, dem zur Aufstellung des Heeres Gelder

mangelten, der Kaiser und Römische Majestät sei.

So wolle er den Grafen Harrach, seinen Oheim, fragen weiterhin, ob der

drohende Krieg im Namen des Kaisers geführt werden solle, vom Kaiser als

Kaiser oder wie sonst.

»So möchte ich«, schwang Wallenstein sein spanisches Rohr, »wissen, woher

der Kaiser die Mittel für diesen Krieg nimmt. Nach der Aufstellung der

Armee. In welcher Weise gedenkt er die Eintreibung des Kriegsbedarfs zu

regeln?«

Meggau erklärte unruhig, der Herr irre sich; er kenne vielleicht die Stände

des deutschen Reiches nicht. Sie werden keine Steuern zahlen zur Erhaltung

des Heeres.

»Graf Meggau mißversteht mich. Ich sprach nicht von den Ständen. Die Armee

wird vorerst von mir aufgestellt und alsdann von den Reichslanden ernährt,

da sie eine kaiserliche Armee ist.«

»Die Länder, wir schweigen von der Rechtslage, werden nicht zahlen.«

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