Es war eine Katze. Der Kaiser hatte sie auf den Armen, rang mit ihr. »Ich
kann sie nicht halten.« Jonas, mit einem Griff am Nacken, preßte sie ihm an
die Brust; sie hielt still.
Die blauen großen Augen des Kaisers, die grellen Schlitze des Tiers. »Gebt
mir Euer Messer, Herr Doktorande. Das Kätzlein muß mir sein Fell für einen
roten Mantel verkaufen.« Er vertiefte sich in den ängstlichen lauernden
Blick, suchte sie plötzlich am Hals zu packen. Die Katze schlug um sich,
der Zwerg zustürzend aber hatte ihr im Nu mit seiner scharfen Klinge den
Hals durchgeschnitten. Während sie noch hell pfiff, spritzte, zappelte, auf
die Steine kollerte, schlitzte er ihr kreischend knirschend das Fell von
der Kehle bis zum Schwanz, riß es rechts links von dem heißen nassen Rumpf
ab, von den zitternden Beinchen.
Ferdinand schluckte heftiger den Wein. Das dunstige blutende Fellchen legte
er sich auf den Rücken, rieb sich die Finger.
Die Glocke schlug oben im Hof. »Jonas, lauf hinauf, ehe wir anfangen, dich
zu feiern. Rasch. Spute dich. Sag meinem Leibdiener, du hättest einen
Auftrag von mir zu bestellen. Sag's dem Kammerherrn in meiner Vorkammer.
Wenn man mich suchen sollte, -- ich hielte Sitzung ab. Sie sollen's dem Abt
Anton bestellen. Hier hast du meinen Ring, und bring ihn gleich wieder.«