Die Lehrer waren damals meist Handwerker, die nebenher Unterricht
erteilten und noch andere Beschäftigungen trieben, welche das Ansehen
des Lehrers nicht fördern konnten. So machten sie bei Hochzeiten und
Kindtaufen die nötige Musik, hatten das Privilegium für Hökerei und
durften allein den Ausschank von Branntwein betreiben. Um bessere
Lehrer zu erhalten, unterstützte er das Waisenhaus in +Halle+, aus
welchem tüchtige Lehrer hervorgingen, und gründete selbst 1722 das
Waisenhaus in +Potsdam+, zu dessen Leitung er 1735 den Pädagogen
Hecker berief. Ferner begünstigte er die Stiftung des Predigers
Schienmeyer in +Stettin+[5] (in der Vorstadt Lastadie) zur Bildung
von Lehrern und beauftragte 1735 den Abt Steinmetz, „jederzeit ein
Seminarium von jungen Leuten bei seiner Lehranstalt zu Kloster Bergen
bei +Magdeburg+ zu halten, aus welchen man geschickte Schulmeister
nehmen könnte.“ Die Lehrer mußten sich vor ihrer Anstellung einer
Prüfung bei dem Generalsuperintendenten unterziehen.