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Den 22. Februar.
Ich darf noch acht Tage länger bei Frau Martin bleiben. Gestern war der
Doktor hier, es war gräßlich! Ich habe mich so geschämt. Aber als ich
mich nicht anfassen lassen wollte, wurde er grob. Er ist ein widerlicher
Kerl mit wässerigen Schellfischaugen, ich mag ihn gar nicht. Hoffentlich
ist er gerade krank, wenn es so weit mit mir ist, und es ist ein anderer
da.
Überhaupt fand ich es häßlich von ihm, gleich so grob zu mir zu sein.
Das kann er sich doch denken, daß man sich schämt! Er ist doch ein Mann.
Ob es wohl sehr schlimm ist? Es soll sehr wehe tun. Maria Rettberg sagte
es einmal, als wir noch zu Fräulein Fischer gingen. Ihre große Schwester
hatte ein Baby, und da hatte sie hinter der Portiere versteckt zugehört,
wie die es ihrer Freundin erzählt hatte. Sie wäre beinahe gestorben.