Der, den sie über alles liebte, den sie wie einen Gott in Anbetung
liebte, hatte ihr den Schlag ins Gesicht versetzt.
Des feinen, klugen, großen Henry Mengersens Roheit hatte die
allerzartesten Fäden ihres Daseins unheilbar verletzt und zerrissen.
Das war Isolde nicht mehr, das heißempfindende Kind, das Glück und Leid
mit übersprudelnder Lebenskraft faßte und das Leben wie einen großen,
blühenden Rosenstrauch an die Brust drücken wollte, ganz in Blüten
versinkend.
Auf alles, was sie sah und was sie fühlte, starrte sie mit einem
grenzenlosen Ekel. Gab es denn gar keine Möglichkeit zu zeigen, daß man
rein ist!