»Ach! Ach! Ach! Ach!« rief Henry Mengersen und hielt scherzhaft beide
Hände auf die Ohren, die eine nur andeutungsweise, denn seine Cigarette
brannte noch.
»Verehrteste, teuerste, liebste Mary, verschonen Sie einen Armen, der
das Unglück hat, »Mann« zu sein und etwas zu leisten!«
»Lassen Sie Ihre Ironie, Henry, -- gehen Sie ein wenig spazieren. Zu
Abend speisen wir auf der Veranda unten. Sie kommen doch?«
Henry Mengersen küßte ihr die Hand.
* * * * *
>Ennuyant<, dachte er. >Wenn sie das doch lassen wollte!<
Dann schlenderte er dem Walde zu, denselben Weg, den Isolde gegangen
war. Über ihm rauschten die Buchenkronen im ersten Abendlüftchen. Was
war das? Er blieb stehen.
Eine junge Stimme schmetterte ungeschult und laut aus dem Walde heraus
-- so frisch -- so falsch die Töne, so aus der ersten Jugendkraft
heraus.
Henry Mengersen lächelte.
»Das junge Tier, das durch den Wald läuft in Liebessehnsucht. O, gute
Mistreß, hören Sie nur diese Stimme, meine sinnlich übersinnliche
Mistreß! Lehren Sie mich doch diese Stimme verstehn.«
Henry Mengersen stand noch immer und horchte. Es war, als hielten die
ungezügelten Laute ihn im Bann.
Isoldes Gestalt stand ihm vor Augen.
>So etwas will eben leben<, dachte er, >keine Ahnung von Wohllaut!
Daß ein Weib je solch lebendige Frische in sich haben kann! Wie ein
Bergstrom lärmt sie!<