14. Szene

Die Vorigen. Márja Antónowna eilt plötzlich herein.

Márja. Mama, Papa wünscht, du möchtest (erblickt Chlestakóff auf den

Knien und ruft aus.) Ah, welche Situation!

Anna Andréjewna. Nun was soll das? Wohin? Warum? Welche Keckheit!

Hereinzustürzen wie eine verbrannte Katze! Nun, was ist daran so

Erstaunliches? Was hat dir so aufzufallen? Wirklich gerade wie ein

dreijähriges Kind. Ich weiß nicht, ob du jemals vernünftiger werden und

dich benehmen wirst, wie es sich für ein wohlerzogenes Mädchen schickt.

Ob du jemals begreifen wirst, was es heißt, gute Sitte und anständiges

Betragen!

Márja (unter Tränen). Wirklich Mama, ich wußte nicht ...

Anna Andréjewna. Ewig hast du Flatterkram im Kopf. Du nimmst dir dein

Beispiel an den Töchtern des Kreisrichters. Was brauchst du nach denen

hinzusehen, du sollst dich nicht um sie scheren. Du kannst andere

Vorbilder haben. Sieh deine Mutter an. Nach solchen Vorbildern sollst du

dich richten!

Chlestakóff (nimmt die Tochter bei der Hand). Anna Andréjewna,

widersetzen Sie sich nicht unserm Glück, segnen Sie unsere treue Liebe.

Anna Andréjewna (in höchstem Erstaunen). Dann wären Sie also in sie ...

Chlestakóff. Entscheiden Sie, ob Leben oder Tod.

Anna Andréjewna. Nun sieh, du Närrin, sieh, deinetwegen, um solch

albernes Ding hat unser Gast die Gnade gehabt, sich auf die Knie

herabzulassen und du rennst plötzlich fort wie eine Verrückte.

Wahrhaftig, ich hätte alle Veranlassung, mich zu weigern. Du bist eines

solchen Glückes nicht wert!

Márja. Nie wieder tu ich's, Mama, wirklich nie wieder!

Sämmtliche Werke 5: Dramatische Werke · 第 57 / 240 题