Mit einem Blick gesättigten Hasses, den Körper hochgestreckt, verließ
Doña Leonore de Uceda die Zelle. Kein Mitleid klopfte mehr an ihr
Herz. Priester mordeten um des verzerrten Glaubens, sie um ihrer
versengten Liebe willen. Bei diesem Opfer hatten sich beide Henker
die Hände gereicht. Und Don Pedro de Solar fühlte mitten im Toben der
Verzweiflung: aus diesen Fangarmen der Hölle gab es kein Entrinnen
mehr. Grausig wie ein gespenstischer Spuk stiegen vor seinem Auge die
Rauchsäulen des Ketzerfeuers empor. Aus der grauenhaft gepreßten Stille
sprang plötzlich ein furchtbarer Schrei.