Die Wache trat ein. „Die Zeit ist um.“

Mit einem Blick gesättigten Hasses, den Körper hochgestreckt, verließ

Doña Leonore de Uceda die Zelle. Kein Mitleid klopfte mehr an ihr

Herz. Priester mordeten um des verzerrten Glaubens, sie um ihrer

versengten Liebe willen. Bei diesem Opfer hatten sich beide Henker

die Hände gereicht. Und Don Pedro de Solar fühlte mitten im Toben der

Verzweiflung: aus diesen Fangarmen der Hölle gab es kein Entrinnen

mehr. Grausig wie ein gespenstischer Spuk stiegen vor seinem Auge die

Rauchsäulen des Ketzerfeuers empor. Aus der grauenhaft gepreßten Stille

sprang plötzlich ein furchtbarer Schrei.

Granada in Flammen · 第 143 / 190 题