30. Die Aufschlagsarbeit des Luftdruckes wäre möglichst in solchen
federnden Teilen aufzusammeln, daß dieselbe beim Niederschlag wieder zur
Wirkung kommt und dadurch an Niederschlagsarbeit gespart wird.
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Dieses wären einige der Hauptgesichtspunkte, welche man unter Anwendung
der hier niedergelegten Theorieen zu befolgen hätte.
Wenn man mit solchen Flügeln nun aber in den Wind kommt, so können wir
aus eigener Erfahrung darüber berichten, daß schwerlich jemand die
Hebewirkung des Windes sich so stark vorgestellt haben wird, wie er dann
zu verspüren Gelegenheit hat.
Ohne vorherige Übung reicht eben die menschliche Kraft gar nicht aus,
mit solchen Flügeln im Winde zu operieren. Das erste Resultat wird daher
das sein, daß der wohlberechnete und leicht gebaute Apparat nach dem
ersten kräftigen Windstoß zertrümmert wieder nach Hause getragen wird.
Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, zunächst für derartige
Windwirkungen das Gefühl zu schärfen, und die Gewandtheit in der
stabilen Handhabung der Flügel an kleineren Flächen zu üben. Erst wenn
dann die Behandlung der Luft und des Windes mittelst geeigneter Flächen
durch den persönlichen Umgang mit diesen Elementen uns genügend in
Fleisch und Blut übergegangen sein wird, können wir an die Herbeiführung
eines wirklich freien Fluges denken.
Mit diesem Fingerzeig wollen wir diesen Abschnitt schließen.
Der Geschicklichkeit der Konstrukteure bleibt es nun überlassen, den im
Streben nach Wahrheit gefundenen Fliegeprincipien durch die Erfindung
anwendbarer Flügelbauarten mit vorteilhaften Bewegungsmechanismen einen
praktischen Wert zu verleihen.
Wenn sich unser hierauf bezügliches Material noch wesentlich vermehrt
haben wird, werden wir vielleicht später einmal Gelegenheit haben, auch
dieses der Öffentlichkeit zu übergeben.