S. 129. Tieck an Solger den 6. Jan. 1815 in „Solger’s nachgelassene

Schriften“, I, 331.

S. 131. Brentano’s Zeugniß über Tieck’s mimisches Talent s. in

Brentano’s „Frühlingskranz“, S. 451, und das von Steffens „Was ich

erlebte“, IV, 129, 132. Siehe auch das Gedicht „Der Ueberlästige“,

„Gedichte“, III, 173.

S. 142. Die Behauptung, Tieck sei zur katholischen Kirche

übergetreten, bedarf für diejenigen, welche mit seinem Bildungsgange,

dem Wesen seiner Dichtung und seines Charakters vertraut sind,

keiner Widerlegung. Da eine solche Kenntniß indeß nur bei Wenigen

vorauszusetzen war, so hat jene Behauptung nicht allein früher

allgemein Eingang gefunden, sondern auch heute ist sie gedruckt zu

lesen; vor noch nicht langer Zeit hat eine östreichische Zeitung

darüber die abgeschmacktesten Märchen aufgetischt. Damit das Leben

des romantischen Dichters durch dergleichen romanhafte Traditionen

oder Erfindungen nicht vollends ein mythisches werde, mögen folgende

Punkte hier hervorgehoben werden: 1) Weder Tieck’s Anerkennung der

katholischen Kirche noch sein Charakter war von der Art, daß ein

Uebertritt zu derselben für ihn eine nothwendige Consequenz gewesen

wäre. Die Beweise dafür liegen in der vorstehenden Lebensgeschichte.

2) Die Dichtung, welche Tieck 1802 entwarf, und deren Skizze er in

der Novelle „Die Sommerreise“ mittheilt, ist beweisend für seine

Stellung zu beiden Confessionen, selbst in der Zeit, wo er noch mit dem

„Octavian“ beschäftigt war. Wer so bestimmt das allgemein Religiöse von

der historischen katholischen Kirche unterschied, konnte nicht versucht

sein, sich in diese aufnehmen zu lassen. 3) Im Jahre 1803 forderte der

zum Katholicismus übergetretene Norweger Möller Tieck brieflich auf,

+seinem Beispiele zu folgen+. Dieser Brief findet sich in Tieck’s

Papieren. 4) Die Briefe, welche aus der Zeit seines Aufenthalts in Rom

vorhanden sind, enthalten keine Spur eines etwa erfolgten Uebertritts;

an einer Stelle findet er es nöthig, dem Gerüchte zu widersprechen,

als sei seine Schwester katholisch geworden. 5) Als er im Herbste

1806 aus Italien zurückkehrte, besuchte er in Heidelberg Voß, und

sagte in einem Gespräche zu diesem: „Mein Hauptzweck war Forschung

der römisch-katholischen Religion; sie +schien+ mir ein fast

erstorbener Baum, aus dessen Wurzel jedoch, wenn sie gepflegt würde,

ein neuer Baum steigen könnte, mit ursprünglicher Kraft; ich +habe

geforscht+, und faul war die Wurzel bis zu den äußersten Fäserchen.“

So bezeugt Voß selbst, Tieck’s Ankläger, in der Schrift: „Bestätigung

der Stolberg’schen Umtriebe“, S. 113. Diese Aeußerung steht in vollem

Einklange mit Tieck’s damaliger Entwickelung; sie spricht den Rückzug

vom katholischen Enthusiasmus entschieden aus. Voß war viel zu sehr mit

der Aufspürung geheimer, im Dunkeln schleichender Umtriebe beschäftigt,

als daß er einer so einfachen Versicherung hätte glauben sollen; sie

war nach seinem Sinne ein jesuitisches Manöver, obgleich Tieck sie

freiwillig, wie Voß bezeugt, gethan hatte. Voß wußte es besser. Ein

„berühmter Baumeister“ hatte ihm aus Tieck’s Munde die Aeußerung

+erzählt+: Wer in der Kunst sich heben wolle zum Ideal, müsse

katholisch werden; „eine aus Italien kommende Beobachterin“ hatte ihm

+erzählt+, Tieck sei katholisch geworden, und die Kirche und den

Prälaten genannt. Daß damals auch Personen, die Tieck näher standen,

und seinen Uebertritt zur katholischen Kirche wünschten, davon nichts

weiter zu berichten wußten als dasselbe Gerücht, welches man in

Heidelberg kannte, ergibt sich aus dem Briefe von Dorothea Schlegel an

Karoline Paulus vom 1. Dec. 1805, wo es heißt: „Daß Tieck katholisch

geworden sei, haben wir auch durch das Gerücht erfahren, officiell aber

noch nichts.“ „H. E. G. Paulus und seine Zeit, von Reichlin-Meldegg“,

II, 334. Als Tieck bei einem spätern Aufenthalte in Heidelberg Voß

seinen Besuch ankündete, mit dem Zusatze, er werde sich rechtfertigen,

verbat sich dieser den Besuch. Voß’ Haß des Romantischen ging in offene

Feindseligkeit auch gegen Tieck über. In dem oben erwähnten Buche,

das 1820 erschien, nennt er ihn einen „nicht namenlosen Kompan“ der

romantischen Schule, „einen redseligen Lobpreiser des Mittelalters“,

einen Mann, „der vielleicht noch heute wie Protestant mitgeht“. Aber

vielleicht hat Niemand mehr dazu beigetragen, der Meinung, Tieck sei

im Geheimen Mitglied der katholischen Kirche, Kraft und Verbreitung zu

geben als Voß. 6) Niemals hat Tieck in den mündlichen Mittheilungen,

auf denen diese Lebensbeschreibung ruht, die leiseste Andeutung eines

Uebertritts gemacht. 7) Er hat auch keine Andeutung der Art gegen den

Prediger Sydow gemacht, als er ihn aufforderte, an seinem Grabe zu

sprechen. 8) Die katholische Kirche hat ihn als den ihren nicht in

Anspruch genommen. Sie würde ihn unfehlbar noch auf dem Todtenbette

zurückgefordert haben, wenn er ihr überhaupt jemals angehört hätte,

denn sie hat ein gutes Gedächtniß. Somit mag denn die oft wiederholte

Behauptung endlich abgethan sein!

4. Chronologisches Verzeichniß von Tieck’s Werken.

Eine vollständige Ausgabe aller Schriften, die Tieck in Vers und Prosa

hinterlassen hat, gibt es nicht. Dieser Mangel wird nicht ersetzt

durch die Verbindung der drei sich ergänzenden Sammelausgaben, der

„Schriften“, mit Einschluß der neuesten Ausgabe der Novellen in 28

Bänden, der „Kritischen Schriften“ in 4 Bänden, und der „Nachgelassenen

Schriften“ in 2 Bänden; denn außer den abgesondert erschienenen

Gedichten fehlen noch die in den „Herzensergießungen“ und „Phantasien

über die Kunst“ zerstreuten Aufsätze, Mehreres aus der frühesten

und die in der letzten Zeit geschriebenen Vorreden. In das folgende

chronologische Verzeichniß ist zunächst Alles aufgenommen, was sich

in diesen drei Ausgaben findet, dann die anderweitig veröffentlichten

kleinern Skizzen und Vorworte Tieck’s, die Gedichte, und endlich auch

Einiges aus dem handschriftlichen Nachlasse, was für den Druck nicht

geeignet schien, aber in den Erinnerungen erwähnt worden ist. Tieck hat

in der Ausgabe seiner Schriften den einzelnen Stücken die Jahreszahl

vorangesetzt, ohne sie danach zu ordnen. Indeß ist diese Angabe

insofern schwankend, als sie bisweilen auf das Jahr der Abfassung, aber

auch auf die Zeit der Herausgabe deutet. Zur genauern Feststellung der

chronologischen Folge wurden daher noch andere Data nothwendig, die ich

aus gedruckten und ungedruckten Briefen Tieck’s und seiner Freunde,

den Einleitungen zu seinen Schriften, Vorreden u. s. w. gesammelt

habe. Indeß auch so ist noch mancher Zweifel zurückgeblieben. Das

Verzeichniß selbst ist durchgehend nach den Jahren der Abfassung

geordnet, so weit sich solche ermitteln ließen. Die Novellen, zuerst

meistens in Taschenbüchern erschienen, sind in der Regel unmittelbar

vor dem Druck, d. h. in dem Jahre vor der laufenden Jahreszahl des

Taschenbuchs, niedergeschrieben. Für die Gedichte war ein sicherer

Anhalt das von Tieck selbst gegebene chronologische Verzeichniß

derselben im dritten Bande der zweiten Ausgabe. Auch hier habe ich

hinzugefügt, wo die einzelnen Gedichte zuerst erschienen sind. Dies ist

insofern nicht ganz unwichtig, als man daraus erkennen wird, daß sie

ursprünglich meistens lyrische Episoden in den Dramen, Erzählungen und

Romanen bilden. Häufig sind sie also aus einem gegebenen Charakter,

einer Situation heraus gedichtet, womit freilich nicht gesagt ist,

daß sie nicht der Ausdruck von Tieck’s eigener lyrischer Empfindung

sein könnten. Die Ausgabe seiner Gedichte kann daher als eine Sammlung

der in den übrigen Dichtungen zerstreuten lyrischen Bestandtheile

gelten. In den sonstigen bibliographischen Angaben habe ich mich

darauf beschränkt, den ersten Druck der einzelnen Stücke, was freilich

einige Male nicht mit voller Sicherheit geschehen konnte, und ihre

Stelle in den verschiedenen Abtheilungen der Schriften anzugeben. Von

Uebersetzungen in fremde Sprachen habe ich eingeschaltet, was mir

bekannt geworden ist. In den Citaten sind die Schriften mit „Schr.“,

die kritischen Schriften mit „K. S.“, die nachgelassenen mit „N. S.“

bezeichnet.

1789.

+Die Sommernacht+, ein dramatisches Fragment. Rheinisches

Taschenbuch 1851; besonderer Abdruck mit einem Vorworte von J. D.

Walter. Frankfurt a. M. 1853. N. S. I, 3.

1790.

+Das Reh+, ein Feenmärchen in vier Aufzügen. N. S. I, 21.

+Das Lamm+, Schäferspiel in zwei Acten. Daraus N. S. I, 173 fg. die

Lieder:

An Lila.

Klage.

Lila’s Schlummerlied.

Frühlingslied.

Schäferlied.

Des Schäfers Glück.

Tanzlied.

+Niobe+, Drama in einem Act. Daraus N. S. I, 183.

Jagdlied.

+Der Gefangene+, dramatische Schilderung in zwei Acten. Daraus

N. S. I, 184 fg. die Lieder:

Trost des Gefangenen.

Lied des Gefangenen.

Der Befreite.

+Allamoddin+, Schauspiel in drei Aufzügen. Leipzig 1798. Zusammen

mit dem Abschied und Herr von Fuchs. Schr. XI, 269.

+Anna Boleyn+, ein Trauerspiel. Zwei Acte. Fragment. Ungedruckt.

+Almansur+, ein Idyll; Nesseln von Falkenhayn (Bernhardi). Berlin

1798. Schr. VIII, 259.

+Paramythien+, N. S. I, 188 fg.

+Lyrisches Gedicht+:

Gruß dem Frühling. Lovell.

1791.

Die ersten Capitel des Abdallah.

+Mathias Klostermayer+ oder der bayerische Hiesel; Thaten und

Feinheiten renomirter Kraft- und Kniffgenies, II, 141. Berlin 1791.

+Ullin’s und Linuf’s Gesang+; Ottokar Sturm, die eiserne Maske,

eine schottische Geschichte. Frankfurt und Leipzig 1792. S. 124. N.

S. I, 197.

+Ullin’s Gesang.+ Ebend. S. 466. N. S. I. 195.

+Ryno+, Schlußcapitel desselben Romans, S. 523. N. S. II, 3.

Uebersetzung von Middleton’s Römischer Geschichte von Seidel. Bd.

3, 4. Danzig 1792-93.

1792.

+Der Abschied+, Trauerspiel in zwei Aufzügen. Leipzig 1798.

Schr. II, 273.

+Das grüne Band+, Erzählung; zuerst unter dem Titel: Adalbert

und Emma. Schr. VIII, 279.

+Abdallah+, eine Erzählung, vollendet, später überarbeitet.

Berlin und Leipzig 1795. Schr. VIII, 1.

Erster Entwurf zum Lovell.

Bekanntschaft mit der Geschichte der Vittoria Accorombona.

+Lyrisches Gedicht+:

Der Ungetreue. Lovell.

1793.

+Herr von Fuchs+, Lustspiel in drei Aufzügen nach Ben Jonson’s

Volpone; zuerst unter dem Titel: Ein Schurke über den andern oder

die Fuchsprelle. Leipzig 1798. Schr. XII, 1.

Plan zu einem Werke über Shakspeare und das ältere englische Drama.

+Die Kupferstiche nach der Shakspeare-Galerie in London+; Briefe an

einen Freund. Bibliothek der schönen Wissenschaften, 1794. K. S. I,

3.

+Der Sturm+, ein Schauspiel von Shakspear für das Theater

bearbeitet. Nebst einer Abhandlung über Shakspear’s Behandlung des

Wunderbaren. Berlin und Leipzig 1796. Diese wiederholt K. S. I, 35.

Erste Bearbeitung des Trauerspiels Karl von Berneck.

Die beiden ersten und ein Theil des dritten Buchs des Lovell.

Erster Gedanke des Sternbald.

+Lyrische Gedichte+:

Melancholie }

Der Egoist } Lovell.

1794.

Schluß des dritten und das vierte Buch des Lovell. Die drei ersten

Bücher: +William Lovell+. Erster Band. Berlin und Leipzig 1795.

Schr. VI, 1.

+Lyrische Gedichte+:

Der Arme und die Liebe }

Schrecken des Zweifels }

Tod } Lovell.

Blumen }

Spruch }

1795.

+Das Schicksal+, Erzählung (nach dem Französischen). Straußfedern

IV, 15. Berlin und Stettin 1795. Schr. XIV, 1.

+Die männliche Mutter+, Erzählung (nach dem Französischen).

Straußfedern IV, 79. Schr. XIV, 53.

+Die Rechtsgelehrten+, Erzählung (nach dem Französischen).

Straußfedern V, 1. 1796. Schr. XIV, 71.

+Die Brüder+, Erzählung. Straußfedern V, 71. Schr. VIII, 243.

+Die Versöhnung.+ Archiv der Zeit. Schr. XIV, 109.

+Peter Lebrecht+, eine Geschichte ohne Abentheuerlichkeiten. Erster

Theil. Berlin und Leipzig 1795. Schr. XIV, 161. Zweiter Theil 1796.

XV, 1.

+Karl von Berneck+, Trauerspiel in fünf Aufzügen, umgearbeitet;

Volksmährchen herausgegeben von Peter Leberecht. III, 1. Berlin

1797. Schr. XI, 1., ohne den Prolog.

+Hanswurst als Emigrant+, Puppenspiel in drei Acten. N. S. I, 76.

+Commentar zu Shakspeare+; Fragment zu Richard II. N. S. II, 148.

Erster Entwurf zu der Erzählung: Der junge Tischlermeister.

Fünftes bis achtes Buch des Lovell.

+Lyrische Gedichte+:

Trauer }

Sicherheit } Blaubart.

Leben }

Rausch und Wahn } Lovell.

Geistergespräch }

Ariel } Sturm.

1796.

Neuntes und zehntes Buch des Lovell.

+William Lovell+, 2. 3. Bd. Berlin und Leipzig 1796. Schr. VI, 204.

VII, 1.

+Der Fremde.+ Straußfedern V, 53. Schr. XIV, 125.

+Die beiden merkwürdigsten Tage aus Siegmund’s Leben.+ Eine

Erzählung. Ebend. V, 91. Schr. XV, 87.

+Ulrich der Empfindsame.+ Erzählung. Ebenb. V, 137. Schr. XV, 121.

+Fermer der Geniale.+ Erzählung. Straußfedern 1797. VI, 3. Schr.

XV, 181.

+Der Naturfreund.+ Erzählung. Ebend. VI, 37. Schr. XV, 205.

+Die gelehrte Gesellschaft.+ Erzählung. Ebend. VI. 113. Schr. XV,

223.

+Der Psycholog.+ Erzählung. Ebend. VI, 229. Schr. XV, 245.

+Die Theegesellschaft+, Lustspiel in einem Aufzuge. Ebend. 1797.

VII, 141. Schr. XII, 355.

+Ritter Blaubart+, ein Ammenmärchen in vier Acten von Peter

Leberecht. Einzelne Ausgabe mit einem Prolog in Versen. Berlin und

Leipzig 1797; dann Volksmährchen herausgegeben von Peter Leberecht.

Berlin und Leipzig 1797. I, 1 mit einer „ernsthaften“ und einer

„scherzhaften“ Vorrede, ohne den Prolog. Umgeartet in fünf Acten im

Phantasus II. Schr. V, 7.

+Der blonde Ekbert.+ Volksmärchen I, 191; Phantasus I. Schr. IV,

144.

+Die Geschichte von den Heymons Kindern+, in zwanzig altfränkischen

Bildern. Volksmährchen I, 243; Schr. XIII, 1.

+Wundersame Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen

Peter aus der Provence.+ Volksmährchen II, 145. 1797. Phantasus I.

Schr. IV, 292.

+Denkwürdige Geschichtschronik der Schildbürger+ in zwanzig

lesenswürdigen Capiteln; Volksmährchen III, 227. Schr. IX, 1.

+Ein Prolog+; Volksmährchen II, 265. Schr. XIII, 239.

+Recension der neuesten Musenalmanache und Taschenbücher.+ Archiv

der Zeit 1796. I, 215. K. S. I, 75.

Zerbino, die drei ersten Acte. (Abweichend die Angabe in einem

Briefe an Solger von 1816 in dessen Nachgelassenen Schriften I,

397.)

Erste Entwurf des Gedichts: Die Zeichen im Walde.

+Lyrische Gedichte+:

Der neue Frühling; Schiller’s Musenalmanach, 1799.

Nacht.

Auf der Reise. Ebend.

Herbstlied. Zerbino. Ebend.

Morgen. }

Mittag. } In Schlegel’s und Tieck’s Musenalmanach,

Abend. } 1802.

Nacht. }

Des Jünglings Liebe. Magelone.

Sehnen nach Italien. Herzensergießungen des Klosterbruders.

1797.

+Der gestiefelte Kater+, Kindermährchen in drei Akten, mit

Zwischenspielen, einem Prologe und Epiloge. Volksmährchen II,

1. Einzelner Druck auf dem Titel mit dem Zusatze: Aus dem

Italienischen. Erste unverbesserte Auflage. Bergamo 1797 auf Kosten

des Verfassers. In Commission bey Onorio Senzacolpa. Phantasus II.

Schr. V, 161.

+Die sieben Weiber des Blaubart+, eine wahre Familiengeschichte,

herausgegeben von Gottlieb Färber. Istambul bei Heraklius Murusi,

Hofbuchhändler der hohen Pforte; im Jahre der Hedschrah 1212. Schr.

IX, 83.

+Die Freunde.+ Straußfedern VII, 207. 1797. Mit Weglassung des

Eingangs und Schlusses, die sich nur auf die Straußfedern bezogen.

Schr. XIV, 141.

+Ein Roman in Briefen+, Erzählung. Ebend. VII, 71. Schr. XV, 253.

+Die verkehrte Welt+, ein historisches Schauspiel in fünf Aufzügen;

Bambocciaden II, 103. Berlin 1799. Die Vorrede zu diesem wie zum

ersten Theile der Bambocciaden 1797 ist von Tieck. Phantasus II.

Schr. V, 283.

+Vorrede+ zu den Herzensergießungen eines kunstliebenden

Klosterbruders. Berlin 1797. Neuer Abdruck Berlin 1822.

+Sehnsucht nach Italien.+ Ebend. S. 23.

+Ein Brief des jungen Florentinischen Mahlers Antonio+ und die

Antwort. Ebend. S. 52.

+Brief eines jungen deutschen Mahlers in Rom.+ Ebend. S. 179.

+Die Bildnisse der Mahler.+ Ebend. S. 194.

Arbeit am Sternbald.

Zerbino, vierter und fünfter Act.

Beginn eines Romans Alma.

+Lyrische Gedichte+:

Sehnsucht. Zerbino.

Lied vom Reisen.

Frühlingsreise. Sternbald.

Schifferlied der Wasserfee.

Gefühl der Liebe }

Schalmeiklang }

Posthornschall }

Waldhornmelodie } Sternbald.

Der Dichter und die Stimme }

Verlorene Jugend }

Zuversicht }

Beruhigung. Verkehrte Welt.

Süße Ahnung. Zerbino.

Ungewisse Hoffnung.

Bitte. Sternbald.

Der Gefangene.

Zweifeln und Zagen.

Im Walde }

Harren der Geliebten } Zerbino.

Duett.

Schäfergesang.

Klage und Trost. Zerbino.

Gruß und Gegengruß.

Die Spinnerin. Ebend.

Frühe Sorge.

Die Liebende. Ebend.

Kunst und Liebe.

Ein anderes Gedicht unter demselben Titel. Schiller’s

Musenalmanach 1799. N. S. I, 205.

1798.

+Prinz Zerbino+, oder die Reise nach dem guten Geschmack.

Gewissermaßen eine Fortsetzung des gestiefelten Katers. Ein Spiel

in sechs Aufzügen. Jena 1799. Romantische Dichtungen. Ebend. 1799.

I. 1. Schr. X, 1.

+Franz Sternbald’s Wanderungen.+ Eine altdeutsche Geschichte,

herausgegeben von L. Tieck. 2 Thle. Berlin 1798. Schr. XVI, 1.

ist eine wesentlich umgearbeitete Ausgabe; die Vorrede der ältern

fehlt, und an die Stelle des dortigen Nachworts ist ein anderes

getreten.

+Eine Erzählung+, aus einem italienischen Buche übersetzt;

Phantasien über die Kunst, für Freunde der Kunst, herausgegeben von

L. Tieck. Hamburg 1799. S. 30.

+Rafael’s Bildniß.+ Ebend. S. 50.

+Das jüngste Gericht+ von Michael Angelo. Ebend. S. 63.

+Wateau’s Gemählde.+ Ebend. S. 88.

+Ueber die Kinderfiguren auf den Rafael’schen Bildern.+ Ebend.

S. 93.

+Ein paar Worte über Billigkeit, Mäßigkeit und Toleranz.+ Ebend. S.

100.

+Die Farben.+ Ebend. S. 111.

+Die Ewigkeit der Kunst.+ Ebend. S. 124.

+Unmusikalische Toleranz.+ Ebend. S. 206.

+Die Töne.+ Ebend. S. 231.

+Symphonien.+ Ebend. S. 249.

+Der Traum+, eine Allegorie. Ebend. S. 270.

+Ein Tagebuch.+ Straußfedern VIII, 1. 1798. Schr. XV, 291.

+Merkwürdige Lebensgeschichte Sr. Majestät Abraham Tonelli+, in

drey Abschnitten. Ebend. VIII, 101. Schr. IX, 243.

+Das Ungeheuer und der verzauberte Wald.+ Ein musikalisches

Mährchen in vier Aufzügen. Bremen 1800. Schr. XI, 145.

+Recension über die neuesten Musenalmanache und Taschenbücher+ im

Archiv der Zeit, 1798, I, 301. K. S. I, 98.

Vollendung des ersten Bandes der Uebersetzung des Don Quixote.

Bekanntschaft mit dem Volksbuche Geschichte der h. Genoveva.

+Lyrische Gedichte+:

Frühling und Leben }

Wettgesang } Sternbald.

Arion. Phantasien über die Kunst.

Die Phantasie. Sternbald.

Andacht }

Lied von der Einsamkeit }

Waldlied } Zerbino.

Antwort }

Frühlings- und Sommerlust }

Zeit }

Die Töne }

Erkennen } Phantasien über die Kunst.

Liebe }

Trost }

Mondscheinlied. Sternbald.

Wald, Garten, Berg }

Reue } Zerbino.

Trinklied. Sternbald.

Der Jüngling und das Leben. Zerbino.

Lied der Sehnsucht }

Schönheit und Vergänglichkeit } Sternbald.

Wehmuth. Zerbino.

Freude.

Liebesgegenwart.

Dichtung. Zerbino.

Muth. Sternbald.

Scherz }

Bedeutung } Zerbino.

Umgänglichkeit. Sternbald.

Tugend }

Der wilde Jäger }

Die Geige } Zerbino.

Auf der Wanderung }

Musik }

Erfüllte Sehnsucht. Sternbald.

Wonne der Einsamkeit }

Ferne. } Zerbino.

1799.

+Leben und Tod der heiligen Genoveva.+ Ein Trauerspiel. Romantische

Dichtungen II, 2. Jena 1800. Neue verbesserte Ausgabe, Berlin 1821.

Schr. II, 1.

+Der getreue Eckart und der Tannenhäuser.+ In zwei Abschnitten.

Ebend. I, 423. 1799. Phantasus I. Schr. IV, 173.

+Das jüngste Gericht.+ Eine Vision. Poetisches Journal,

herausgegeben von L. Tieck. Jena 1800. S. 221. Schr. IX, 339.

+Cervantes+, Leben und Thaten des edlen und sinnreichen Junkers

Don Quixote von La Mancha, übersetzt von L. Tieck. 4 Thle. Berlin

1799-1801.

+Lyrische Gedichte+:

Der Trostlose. Genoveva.

Andenken.

Der getreue Eckart.

Der unglückliche Ritter }

Liebesverzweiflung } Genoveva.

Ludwig Tieck’s sämmtliche Werke. Berlin und Leipzig 1799. 12 Thle.

(Unrechtmäßige Titelausgabe; die zweite Hälfte des 9., der 10. und

11. Band sind nicht von Tieck.)

1800.

+Leben und Tod des kleinen Rothkäppchens.+ Eine Tragödie.

Romantische Dichtungen II, 465. Schr. II, 327.

+Sehr wunderbare Historie von der Melusina.+ In drei Abtheilungen.

Ebend. II, 331. Schr. XIII, 67.

+Der neue Hercules am Scheidewege+, eine Parodie. Poetisches

Journal S. 81 unter dem Titel: +Der Autor+, ein Fastnachtsschwank.

Schr. XIII, 267.

+Epicoene oder das stumme Mädchen+, ein Lustspiel des Ben Jonson,

übersetzt. Ebend. S. 260. Schr. XII, 155.

+Briefe über W. Shakspeare.+ Ebend. S. 18, 459. K. S. I, 133.

+Einleitung+ zum Poetischen Journal. Ebend. S. 1.

+Erklärung, die allgemeine Literaturzeitung betreffend.+ Ebend. 247.

+Bemerkungen über Parteilichkeit, Dummheit und Bosheit+, bei

Gelegenheit der Herren Falk, Merkel und des Lustspiels Chamäleon.

N. S. II, 35.

Zwei Entwürfe zu dem +Buche über Shakspeare+. N. S. II, 126. 136.

Bekanntschaft mit dem Volksbuche vom Kaiser Octavianus, und erster

Plan einer dramatischen Bearbeitung.

Erster Plan zum Fortunatus.

Fortsetzung des Don Quixote.

+Lyrische Gedichte+:

+Erinnerung und Ermunterung.+ Zwanzig Sonette an Freunde.

Poetisches Journal. S. 473.

Lebenselemente.

Trost.

Klage.

Hochzeitlied.

1801.

+Octavian+, erster Theil.

+Anti-Faust+, oder Geschichte eines dummen Teufels, ein Lustspiel

in fünf Aufzügen mit einem Prologe und Epiloge. Fragment. N. S. I,

127.

+Der Runenberg.+ Taschenbuch für 1802. Phantasus I. Schr. IV, 214.

Erster Plan zum Donauweib.

Beschäftigung mit dem Nachlasse von Novalis und Vorbereitung zum

Musenalmanach.

Beginnendes Studium der altdeutschen Poesie.

+Lyrische Gedichte+:

Begeisterung. Octavian.

Die Zeichen im Walde. Schlegel’s und Tieck’s

Musenalmanach 1802.

Der Dichter }

Sanftmuth } Octavian.

Einsamkeit }

Der Zornige }

Bildung in der Fremde.

Treue. Ebend.

1802.

Vollendung des Octavian.

+Kaiser Octavianus+, ein Lustspiel in zwei Theilen. Jena 1804.

Schr. I, 1.

+Musen-Almanach+ für das Jahr 1802, herausgegeben von A. W.

Schlegel und L. Tieck. Tübingen 1802.

+Vorrede+ und +Andeutungen+ über die Fortsetzung des Heinrich von

Ofterdingen in Novalis’ Schriften, herausgegeben von L. Tieck und

F. Schlegel. 2 Bde. Berlin 1802. I, S. III, 320.

Entwurf zu einem Drama Magelone.

Entwurf einer Dichtung, welche die Stellung der Confessionen zum

Christenthume behandeln soll.

+Lyrische Gedichte+:

Jagdlied.

Die Blumen.

Die Heimat.

Gedichte über die Musik.

Gesang.

Der Garten.

1803.

+Minnelieder+ aus dem schwäbischen Zeitalter, neu bearbeitet von

L. Tieck. Berlin 1803. Daraus die Vorrede unter dem Titel: +Die

altdeutschen Minnelieder+. K. S. I, 185.

Entwurf zu einer Bearbeitung der Nibelungen.

+Lyrische Gedichte+:

Das Wasser }

Die Rose } Octavian.

Die Lilie }

Der Minnesänger.

Sonette aus dem +Roman Alma+.

Glosse.

Frage.

Wunder der Liebe. Octavian.

Schmerz.

Die Liebende.

Die harrende Geliebte.

Frage.

Liebe und Treue.

+Prolog zum Drama Magelone.+ Gedichte II, 24. Schr. XIII, 229.

1804.

Fortarbeit an den Nibelungen.

Erster Plan zur dichterischen Behandlung der Geschichte des

griechischen Kaisers.

+Lyrische Gedichte+:

Trennung.

Trennung und Finden.

Siegfried’s Jugend.

Siegfried der Drachentödter.

Wiland.

1805.

Fortgesetztes Studium der Nibelungen.

+Lyrische Gedichte+:

Die Kunst der Sonette.

Schaubühne.

Reisegedichte eines Kranken (bis zum Gedichte „Weihnachten“).

1806.

Fortsetzung der +Nibelungen+ und erweitertes Studium der

altdeutschen Poesie. Erster Gesang der Bearbeitung der Nibelungen

herausgegeben von v. d. Hagen im Neuen Jahrbuch der berlinischen

Gesellschaft für deutsche Sprache X, 1.

Bearbeitung des +König Rother+. Ein Fragment daraus in Arnim’s

Einsiedlerzeitung 1808. Schr. XIII, 171.

Vorbereitung der neuen Ausgabe der Schriften des Maler Müller.

Erste Aufmerksamkeit auf die Geschichte des Aufruhrs in den

Cevennen.

+Lyrische Gedichte+:

Reisegedichte eines Kranken (von dem Gedichte „Carneval“ an).

Rückkehr des Genesenden.

Improvisirtes Lied.

Brief der Minne aus Alma.

Epistel aus Alma.

1807.

Bearbeitung des kleinen Rosengarten und einzelner Theile der

Dietrichssage für v. d. Hagen’s Heldenbuch.

Ludwig Tieck Erinnerungen aus dem Leben des Dichters nach dessen mündlichen und schriftlichen Mitteilungen · 第 50 / 51 段