Norton. Mellefont.
Mellefont. Du störest mich, Norton!
Norton. Verzeihen Sie also, mein Herr--(Indem er wieder zurückgehen
will.)
Mellefont. Nein, nein, bleib da. Es ist ebensogut, daß du mich
störest. Was willst du?
Norton. Ich habe von Betty eine sehr freudige Neuigkeit gehört, und
ich komme, Ihnen dazu Glück zu wünschen.
Mellefont. Zur Versöhnung des Vaters doch wohl? Ich danke dir.
Norton. Der Himmel will Sie also noch glücklich machen.
Mellefont. Wenn er es will--du siehst, Norton, ich lasse mir
Gerechtigkeit widerfahren--, so will er es meinetwegen gewiß nicht.
Norton. Nein, wenn Sie dieses erkennen, so will er es auch Ihretwegen.
Mellefont. Meiner Sara wegen, einzig und allein meiner Sara wegen.
Wollte seine schon gerüstete Rache eine ganze sündige Stadt, weniger
Gerechten wegen, verschonen, so kann er ja wohl auch einen Verbrecher
dulden, wenn eine ihm gefällige Seele an dem Schicksale desselben
Anteil nimmt.
Norton. Sie sprechen sehr ernsthaft und rührend. Aber drückt sich
die Freude nicht etwas anders aus?
Mellefont. Die Freude, Norton? Sie ist nun für mich dahin.