Schilf und Gestrüpp weichen zurück, dunkel liegt vor uns die weite
Steppe, an ihrem Westrand noch von einem schmalen hellen Streifen
abgegrenzt.
Das Schweigen der Nacht liegt über der einsamen Landschaft.
Dicht aufbleibend folge ich meinem Führer, der mit seinem rasch
fördernden Schritt durch die Nacht eilt, schwarz in der schwarzen
Dunkelheit kaum zu erkennen.
Da dröhnt von fern her Getrappel -- -- wie von galoppierenden
Pferdehufen!
Wir stutzen einen Augenblick -- da sausen zwei abenteuerlich dicke,
mächtige Körper hopsend an uns vorüber.
»Viboko -- Flußpferde!«
Wie Spukgestalten sind sie erschienen und verschwunden, schon wieder
weit weg verklingt das Dröhnen ihres Galopps. --
Der schmale Schimmer im Westen ist verschwunden, tiefe Nacht liegt über
der Steppe.
Gleichmäßig klappert Gewehr und Wasserflasche auf dem Rücken meines
Führers, der sicher mit seinen nackten Beinen dem schmalen Negerpfad
folgt.
Moskiten summen, Glühwürmchen gaukeln, ferne Tierlaute erschallen -- --
das Nachtleben der Steppe erwacht!