Ich steige auf die Brücke, da erscheint über der dunklen Mangrovenwand
die halbe Sichel des Mondes, alles in bleiches Licht tauchend.
Die weißen wallenden Nebelstreifen werden noch weißer, das helle Band
des Stromes wird zu flüssigem Silber.
Die Hyänen dort drüben verstummen. Dafür hebt weiter vorn das Fauchen,
Schnauben und Dröhnen der Flußpferde wieder an.
Schweigend liegt im hellen Mondlicht unter mir das Schiff. Hierher,
bis auf die hochgelegene Brücke herauf, dringt kein Stöhnen, kein
Schnarchen, kein halblautes Wort.
Nur die Schritte des wachhabenden Bootsmannsmaaten und das Schluchzen
der Pumpen.
Wie drei schwarze Riesen ragen die mächtigen Schornsteine, an ihrer
Backbordseite grell vom Mond beschienen.
Reeling, Geschütze, Aufbauten gleichen in der gespenstischen
Beleuchtung unwesentlichen kleinen Spielzeugen.
Weit schweift der Blick von hier über die im silbernen Licht liegende
Mangrovenwildnis, die sich unendlich nach Osten und Norden ausdehnt. Im
Westen verschwindet die weite, breite Steppe. --