fern von unheilsamen Dingen, verweilt in sinnend gedenkender
ruhegeborener säliger Heiterkeit, in der Weihe der ersten
Schauung. Diesen Körper durchdringt und durchtränkt, erfüllt
und sättigt er mit ruhegeborener säliger Heiterkeit, sodass
nicht der kleinste Theil seines Körpers von ruhegeborener
säliger Heiterkeit ungesättigt bleibt. Gleichwie etwa, ihr
Mönche, ein gewandter Bader oder Badergeselle auf ein erzernes
Becken Seifenpulver streut und mit Wasser versetzt, verreibt
und vermischt, sodass sein Schaumball völlig durchfeuchtigt,
innen und außen mit Feuchtigkeit gesättigt ist und nichts
herabträufelt: ebenso nun auch, ihr Mönche, durchdringt und
durchtränkt, erfüllt und sättigt der Mönch diesen Körper
da mit ruhegeborener säliger Heiterkeit, sodass nicht der
kleinste Theil seines Körpers von ruhegeborener säliger
Heiterkeit ungesättigt bleibt. Während er also ernsten Sinnes,
eifrig, unermüdlich verweilt, schwinden ihm die hausgewohnten
Erinnerungen dahin; und weil sie dahingeschwunden, festigt sich
eben das innige Herz, beruhigt sich, wird einig und stark. Auch
das ist, ihr Mönche, Einsicht in den Körper, wie sie der Mönch
übt.
»Weiter sodann, ihr Mönche: der Mönch erreicht nach Vollendung
des Sinnens und Gedenkens die innere Meeresstille, die Einheit
des Gemüthes, die von sinnen, von gedenken freie, in der
Einigung geborene sälige Heiterkeit, die Weihe der zweiten
Schauung. Diesen Körper durchdringt und durchtränkt, erfüllt
und sättigt er mit der in der Einigung geborenen säligen
Heiterkeit, sodass nicht der kleinste Theil seines Körpers von
der in der Einigung geborenen säligen Heiterkeit ungesättigt
bleibt. Gleichwie etwa, ihr Mönche, ein See mit unterirdischer 197
Quelle, in den sich kein Bach von Osten oder Westen, von Norden
oder Süden ergösse, keine Wolke von Zeit zu Zeit mit tüchtigem
Gusse darüber hinwegzöge, in welchem nur die kühle Quelle
des Grundes emporwellte und diesen See völlig durchdränge,
durchtränkte, erfüllte und sättigte, sodass nicht der kleinste
Theil des Sees von kühlem Wasser ungesättigt bliebe: ebenso
nun auch, ihr Mönche, durchdringt und durchtränkt, erfüllt und
sättigt der Mönch diesen Körper da mit der in der Einigung
geborenen säligen Heiterkeit, sodass nicht der kleinste Theil
seines Körpers von der in der Einigung geborenen säligen
Heiterkeit ungesättigt bleibt. Während er also ernsten Sinnes,
eifrig, unermüdlich verweilt, schwinden ihm die hausgewohnten
Erinnerungen dahin; und weil sie dahingeschwunden, festigt
sich eben das innige Herz, beruhigt sich, wird einig und stark.
Auch das ist, ihr Mönche, Einsicht in den Körper, wie sie der
Mönch übt.
»Weiter sodann, ihr Mönche: der Mönch weilt in heiterer Ruhe
gleichmüthig, einsichtig, klar bewusst, ein Glück empfindet
er im Körper, von dem die Heiligen sagen: ›Der gleichmüthig
Einsichtige lebt beglückt‹; so erwirkt er die Weihe der dritten
Schauung. Diesen Körper da durchdringt und durchtränkt,
erfüllt und sättigt er mit entsäligter Heiterkeit, sodass
nicht der kleinste Theil seines Körpers von entsäligter
Heiterkeit ungesättigt bleibt. Gleichwie etwa, ihr Mönche,
in einem Lotusweiher einzelne blaue oder rothe oder weiße
Lotusrosen im Wasser entstehn, im Wasser sich entwickeln,
unter dem Wasserspiegel bleiben, aus der Wassertiefe Nahrung
aufsaugen und ihre Blüthen und ihre Wurzeln von kühlem Wasser
durchdrungen, durchtränkt, erfüllt und gesättigt sind, sodass
nicht der kleinste Theil jeder blauen oder rothen oder weißen
Lotusrose von kühlem Nass ungesättigt bleibt: ebenso nun 198
auch, ihr Mönche, durchdringt und durchtränkt, erfüllt und
sättigt der Mönch diesen Körper da mit entsäligter Heiterkeit,
sodass nicht der kleinste Theil seines Körpers von entsäligter
Heiterkeit ungesättigt bleibt. Während er also ernsten Sinnes,
eifrig, unermüdlich verweilt, schwinden ihm die hausgewohnten
Erinnerungen dahin; und weil sie dahingeschwunden, festigt sich
eben das innige Herz, beruhigt sich, wird einig und stark. Auch
das ist, ihr Mönche, Einsicht in den Körper, wie sie der Mönch
übt.
»Weiter sodann, ihr Mönche: der Mönch erwirkt nach Verwerfung
der Freuden und Leiden, nach Vernichtung des einstigen
Frohsinns und Trübsinns die Weihe der leidlosen, freudlosen,
gleichmüthig einsichtigen vollkommenen Reine, die vierte
Schauung. Er setzt sich hin und bedeckt diesen Körper da
mit geläutertem Gemüthe, mit geklärtem, sodass nicht der
kleinste Theil seines Körpers von dem geläuterten Gemüthe,
dem geklärten, unbedeckt bleibt. Gleichwie etwa, ihr Mönche,
wenn sich ein Mann vom Scheitel bis zur Sohle in einen weißen
Mantel eingehüllt niedersetzte, sodass nicht der kleinste
Theil seines Körpers von dem weißen Mantel unbedeckt bliebe:
ebenso nun auch, ihr Mönche, setzt sich der Mönch nieder und
hat diesen Körper mit geläutertem Gemüthe, mit geklärtem,
überzogen, sodass nicht der kleinste Theil seines Körpers von
dem geläuterten Gemüthe, dem geklärten, unbedeckt bleibt.[87]
Während er also ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich verweilt,
schwinden ihm die hausgewohnten Erinnerungen dahin; und weil
sie dahingeschwunden, festigt sich eben das innige Herz,
beruhigt sich, wird einig und stark. Auch das ist, ihr Mönche,
Einsicht in den Körper, wie sie der Mönch übt.
»Wer auch immer, ihr Mönche, Einsicht in den Körper geübt und
gepflegt hat, einbegriffen hat er die heilsamen Dinge, die nur
irgend Wissen einbringen. Gleichwie da, ihr Mönche, ein jeder,
der das große Meer im Geiste gefasst hat, einbegriffen die 199
Flüsse hat, die nur irgend ins Meer sich ergießen: ebenso nun
auch, ihr Mönche, hat ein jeder, der da Einsicht in den Körper
geübt und gepflegt hat, einbegriffen die heilsamen Dinge, die
nur irgend Wissen einbringen.[88]
»Wer auch immer, ihr Mönche, Einsicht in den Körper nicht geübt, nicht
gepflegt hat, in den kann der Tod hineingleiten, in den kann der Tod
hinabschleichen. Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn ein Mann eine schwere
Steinkugel auf einen feuchten Lehmhaufen hinwürfe; was meint ihr
wohl, Mönche: würde da nicht diese schwere Steinkugel in den feuchten
Lehmhaufen hineingleiten?«
»Gewiss, o Herr!«
»Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsicht in
den Körper nicht geübt, nicht gepflegt, kann der Tod in den
hineingleiten, kann der Tod in den hinabschleichen. Gleichwie
etwa, ihr Mönche, wenn ein trockenes, ausgedörrtes Holzscheit
da wäre, und es käme ein Mann herbei, mit einem Reibholz
versehn[89]: ›Ich will Feuer erwecken, Licht hervorbringen‹;
was meint ihr wohl, Mönche: könnte da nicht dieser Mann, mit
dem Reibholz das trockene, ausgedörrte Holzscheit reibend,
Feuer erwecken, Licht hervorbringen?«
»Gewiss, o Herr!«
»Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsicht in
den Körper nicht geübt, nicht gepflegt, kann der Tod in den
hineingleiten, kann der Tod in den hinabschleichen. Gleichwie
etwa, ihr Mönche, wenn ein Wassereimer, ungefüllt, ohne Inhalt,
auf der Staffel stände, und es käme ein Mann herbei, mit einer
Kufe Wasser; was meint ihr wohl, Mönche: könnte da nicht dieser
Mann das Wasser hineinschütten?«
»Gewiss, o Herr!«
»Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsieht in 200
den Körper nicht geübt, nicht gepflegt, kann der Tod in den
hineingleiten, kann der Tod in den hinabschleichen. -- Wer auch
immer, ihr Mönche, Einsicht in den Körper geübt und gepflegt
hat, nicht in den kann der Tod hineingleiten, nicht in den
kann der Tod hinabschleichen. Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn
ein Mann einen leichten Fadenknäul gegen ein ganz aus Kernholz
gehobeltes Thürbrett schleuderte; was meint ihr wohl, Mönche:
könnte da etwa dieser leichte Fadenknäul in das ganz aus
Kernholz gehobelte Thürbrett hineingleiten?«
»Gewiss nicht, o Herr!«
»Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsicht
in den Körper geübt und gepflegt, kann der Tod nicht in den
hineingleiten, kann der Tod nicht in den hinabschleichen.[90]
Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn ein feuchtes, leimiges
Holzscheit da wäre, und es käme ein Mann herbei, mit
einem Reibholz versehn: ›Ich will Feuer erwecken, Licht
hervorbringen‹; was meint ihr wohl, Mönche: könnte da etwa
dieser Mann, mit dem Reibholz das feuchte, leimige Holzscheit
reibend, Feuer erwecken, Licht hervorbringen?«
»Gewiss nicht, o Herr!«
»Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsicht
in den Körner geübt und gepflegt, kann der Tod nicht in den
hineingleiten, kann der Tod nicht in den hinabschleichen.
Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn ein Wassereimer, voll von
Wasser, bis zum Rande gefüllt, Krähen schlürfbar, auf der
Staffel stände, und es käme ein Mann herbei, mit einer Kufe
Wasser; was meint ihr wohl, Mönche: könnte da etwa dieser Mann
das Wasser hineinschütten?«
»Gewiss nicht, o Herr!«
»Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsicht
in den Körper geübt und gepflegt, kann der Tod nicht in den 201
hineingleiten, kann der Tod nicht in den hinabschleichen.[91]
-- Wer auch immer, ihr Mönche, Einsicht in den Körper geübt und
gepflegt hat: auf was für ein durch Erkenntniss erwirkbares
Ding der sein Herz nur irgend hinlenkt, um es durch Erkenntniss
zu erwirken, eben da und da wird ihm Erwirkung zutheil, je und
je nach der Wirkensart. Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn ein
Wassereimer, voll von Wasser, bis zum Rande gefüllt, Krähen
schlürfbar, auf der Staffel stände, und diesen ein kräftiger
Mann mehr und mehr tiefte: triefte da Wasser?«
»Gewiss, o Herr!«
»Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsicht
in den Körper geübt und gepflegt: auf was für ein durch
Erkenntniss erwirkbares Ding der sein Herz nur irgend hinlenkt,
um es durch Erkenntniss zu erwirken, eben da und da wird ihm
Erwirkung zutheil, je und je nach der Wirkensart.[92] Gleichwie
etwa, ihr Mönche, wenn in flacher Landschaft ein Teich läge,
an den vier Seiten von einem Damme umfriedet, voll von Wasser,
bis zum Rande gefüllt, Krähen schlürfbar, und diesen Damm ein
kräftiger Mann mehr und mehr tiefte: triefte da Wasser?«
»Gewiss, o Herr!«
»Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsicht
in den Körper geübt und gepflegt: auf was für ein durch
Erkenntniss erwirkbares Ding der sein Herz nur irgend hinlenkt,
um es durch Erkenntniss zu erwirken, eben da und da wird ihm
Erwirkung zutheil, je und je nach der Wirkensart. Gleichwie
etwa, ihr Mönche, wenn da auf gutem Boden, am Ausgangsplatze
vierer Straßen, ein treffliches Wagengespann in Bereitschaft
stände, mit dem zugehörigen Treibstock versehn, und diesen
Wagen bestiege ein Meister der Fahrkunst, ein gewandter 202
Rosselenker, nähme die Zügel in die linke Hand, den Treibstock
in die rechte, und führe nach Wunsch und Willen hin und her:
ebenso nun auch, ihr Mönche, hat irgend einer da Einsicht
in den Körper geübt und gepflegt: auf was für ein durch
Erkenntniss erwirkbares Ding der sein Herz nur irgend hinlenkt,
um es durch Erkenntniss zu erwirken, eben da und da wird ihm
Erwirkung zutheil, je und je nach der Wirkensart.[93]
»Ist Einsicht, ihr Mönche, in den Körper genommen, geübt,
gepflegt, ausgeführt, ausgebildet, angewendet, durchgeprüft,
durchaus entrichtet worden, mag man da zehn förderliche
Eigenschaften an sich erfahren. Ueber Unmuth hat man
Gewalt[94], nicht lässt man sich von Unmuth bewältigen,
aufgestiegenen Unmuth überwindet, übersteht man. Furcht und
Angst bewältigt man, nicht lässt man sich von Furcht und
Angst bewältigen, aufgestiegene Furcht und Angst überwindet,
übersteht man. Man erträgt Kälte und Hitze, Hunger und Durst,
Wind und Wetter, Mücken und Wespen und plagende Kriechthiere,
boshafte, böswillige Redeweisen, körperliche Schmerzgefühle,
die einen treffen, heftige, schneidende, stechende,
unangenehme, leidige, lebensgefährliche dauert man duldend aus.
Die vier Schauungen, die das Herz erquicken, schon im Leben
besäligen, die kann man nach Wunsch gewinnen, in ihrer Fülle
und Weite. Auf manigfaltige Weise mag man Machtentfaltung an
sich erfahren, bis zu den Brahmawelten hat man den Körper in
seiner Gewalt. Mit dem himmlischen Gehör, dem geläuterten,
über menschliche Gränzen hinausreichenden, kann man beide
Arten der Töne hören, die himmlischen und die irdischen, die
fernen und die nahen. Der anderen Wesen, der anderen Personen
Herz im Herzen schaut und erkennt man je gemäß. An manche 203
verschiedene frühere Daseinsform erinnert man sich, als wie
an ein Leben, dann an zwei Leben, und so weiter, mit je den
eigenthümlichen Merkmalen, mit je den eigenartigen Beziehungen.
Mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche
Gränzen hinausreichenden, kann man die Wesen dahinschwinden und
wiedererscheinen sehn, gemeine und edle, schöne und unschöne,
glückliche und unglückliche, man kann erkennen wie die Wesen
je nach den Thaten wiederkehren. Den Wahn kann man versiegen
und die wahnlose Gemütherlösung, Weisheiterlösung noch bei
Lebzeiten sich offenbar machen, verwirklichen und erringen.
Ist Einsicht, ihr Mönche, in den Körper genommen, geübt,
gepflegt, ausgeführt, ausgebildet, angewendet, durchgeprüft,
durchaus entrichtet worden, mag man diese zehn förderlichen
Eigenschaften an sich erfahren.«
* * * * *
Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche
über das Wort des Erhabenen.[95]
120.
Zwölfter Theil Zehnte Rede
UNTERSCHIEDLICHE WIEDERKEHR
Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei 204
Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Dort
nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: »Ihr Mönche!«
-- »Erlauchter!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen
aufmerksam. Der Erhabene sprach also:
»Unterschiedliche Wiederkehr werd’ ich, ihr Mönche, euch
zeigen: das höret und achtet wohl auf meine Rede!«
»Freilich, o Herr!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen
aufmerksam. Der Erhabene sprach also:
»Da hat, ihr Mönche, ein Mönch Vertrauen erworben, Tugend
erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit
erworben. Der gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der
Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft
mit mächtigen Fürsten wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz,
darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während
er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also
pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist,
ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr
dorthin gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben,
Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben,
Weisheit erworben. Der gedenkt bei sich: ›O dass ich doch
bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur
Gemeinschaft mit mächtigen Priestern -- mit mächtigen Bürgern
wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet
er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die 205
unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt,
gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche,
der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin
gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben,
Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben,
Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Die Dreiunddreißig
Götter, die leben lange und herrlich und glücksälig.‹[96]
Der gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung
des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit den
Dreiunddreißig Göttern wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz,
darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während
er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also
pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist,
ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr
dorthin gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben,
Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben,
Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Die Schattengötter --
die Säligen Götter -- die Götter der unbeschränkten Freude --
die Jenseit der unbeschränkten Freude weilenden Götter[97], die
leben lange und herrlich und glücksälig.‹ Der gedenkt bei sich:
›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode,
noch zur Gemeinschaft mit jenen Göttern wiederkehrte!‹ Dahin
lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er
das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also
übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin.
Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur
Wiederkehr dorthin gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben,
Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben,
Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Der tausendfache
Brahmā, der lebt lange und herrlich und glücksälig.‹ Der
tausendfache Brahmā, ihr Mönche, strahlt tausend Welten
durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen 206
wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie
empor. Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn ein scharfsehender
Mann einen Reif um die Hand legte und betrachtete, ebenso
nun auch, ihr Mönch, strahlt der tausendfache Brahmā tausend
Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen
wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt über sie
empor. Und jener gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der
Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch[98] zur Gemeinschaft
mit dem tausendfachen Brahmā wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er
das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das
Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt
und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin.
Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur
Wiederkehr dorthin gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben,
Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben,
Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Der zweitausendfache
Brahmā -- der dreitausendfache, viertausendfache, der
fünftausendfache Brahmā, der lebt lange und herrlich und
glücksälig.‹ Der fünftausendfache Brahmā, ihr Mönche, strahlt
fünftausend Welten durch und ragt über sie empor; die aber
dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt
er und ragt über sie empor. Gleichwie etwa, ihr Mönche,
wenn ein scharfsehender Mann fünf Reifen um die Hand legte
und betrachtete, ebenso nun auch, ihr Mönche, strahlt der
fünftausendfache Brahmā fünftausend Welten durch und ragt über
sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese
durchstrahlt er und ragt über sie empor. Und jener gedenkt bei
sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach
dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit dem fünftausendfachen
Brahmā wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet
er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die
unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt,
gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche,
der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin
gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, 207
Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben,
Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Der zehntausendfache
Brahmā, der lebt lange und herrlich und glücksälig.‹ Der
zehntausendfache Brahmā, ihr Mönche, strahlt zehntausend
Welten durch und ragt über sie empor; die aber dorthin zu
wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er und ragt
über sie empor. Gleichwie etwa, ihr Mönche, ein Juwel, ein
Edelstein, von reinem Wasser[99], achteckig, wohlbearbeitet,
auf lichter Decke liegend leuchtet und funkelt und strahlt,
ebenso nun auch, ihr Mönche, strahlt der zehntausendfache
Brahmā zehntausend Welten durch und ragt über sie empor; die
aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese durchstrahlt er
und ragt über sie empor. Und jener gedenkt bei sich: ›O dass
ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur
Gemeinschaft mit dem zehntausendfachen Brahmā wiederkehrte!‹
Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu
erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen
Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur
Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der
Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen
erworben, Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung
erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Der
hunderttausendfache Brahmā, der lebt lange und herrlich und
glücksälig.‹ Der hunderttausendfache Brahmā, ihr Mönche,
strahlt hunderttausend Welten durch und ragt über sie
empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren, auch diese
durchstrahlt er und ragt über sie empor. Gleichwie etwa, ihr 208
Mönche, ein Stück gediegenes Gold, von einem geschickten
Goldschmidtgesellen im Schmelztiegel mit aller Sorgfalt
abgeläutert, auf lichter Decke liegend leuchtet und funkelt
und strahlt[100], ebenso nun auch, ihr Mönche, strahlt der
hunderttausendfache Brahmā hunderttausend Welten durch und
ragt über sie empor; die aber dorthin zu wesen wiederkehren,
auch diese durchstrahlt er und ragt über sie empor. Und
jener gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung
des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit dem
hunderttausendfachen Brahmā wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das
Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz.
Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und
also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das
ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur
Wiederkehr dorthin gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben,
Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben,
Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Die Glänzenden Götter 209
-- die Hellerglänzenden Götter -- die Unermesslichglänzenden
Götter -- die Leuchtenden Götter -- die Strahlenden Götter --
die Hellerstrahlenden Götter -- die Unermesslichstrahlenden
Götter -- die Strahlengewordenen Götter -- die Gewaltigen
Götter -- die Wonnigen Götter -- die Sonnigen Götter -- die
Hehren Götter -- die Herrlichen Götter -- die Erhabenen
Götter, die leben lange und herrlich und glücksälig.‹ Und
er gedenkt bei sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des
Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit den Erhabenen
Göttern wiederkehrte!‹ Dahin lenkt er das Herz, darauf
richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da
die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt,
gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche,
der Weg, das ist der Uebergang, der zur Wiederkehr dorthin
gedeiht.
»Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben,
Tugend erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben,
Weisheit erworben. Der hat reden hören: ›Die Raumunendlichkeit
genießenden Götter -- die Bewusstseinunendlichkeit genießenden 210
Götter -- die Nichtdasein genießenden Götter -- die weder
Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung genießenden Götter, die
leben lange, bestehn lange und glücksälig.‹ Und er gedenkt bei
sich: ›O dass ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem
Tode, noch zur Gemeinschaft mit den weder Wahrnehmung noch
Nichtwahrnehmung genießenden Göttern wiederkehrte!‹ Dahin lenkt
er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das
Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt
und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin.
Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Uebergang, der zur
Wiederkehr dorthin gedeiht.