Renée sah sie an und versuchte zu lächeln. „Schliefest du nicht?“

„Nein.“ sagte Yvonne. „Ich sah dich an.“

„Wovon soll ich erzählen?“ frug Renée.

„Noch einmal von dem See, wo wir wohnen werden.“

„Ja, der See. Wir werden viel rudern,“ sagte Renée. „Wenn wir auf dem

Wasser sind des Abends, wird es dunkel, und wir müssen dann nach dem

Licht zu fahren, das angezündet ist in unserem Haus. Denn es ist so

dunkel draußen.“

„Wie dunkel, Renée?“

„So dunkel, daß ich nur dein Gesicht sehn kann, Yvonne.“

„Wie du schön erzählst,“ sagte Yvonne. „Was dann?“

„Wenn wir zurückkommen in den Garten, zünden wir Lichter an in kleinen,

bunten Lampions, die brennen unter den Bäumen. Das tut man so im

Sommer.“

„Das ist noch lange hin,“ sagte Yvonne.

„Nicht sehr lange. – Der See ist still. Nur sehr von fern hört es sich

an, wenn manchmal der Wind Geräusche herüberträgt. Ganz allein sind wir

dann, du und ich. So allein, daß nur Töne, kaum noch die Töne zu uns

herüber können von fern. Ja – wenn wir dann wieder zurückgegangen sind

ins Haus, dann liest du mir vor, Yvonne.“

Das Leben der Renée von Catte · 第 63 / 74 题