*Nie ohne dieses.--*
* * * * *
Arthur *Schopenhauer* (1788-1860) braucht in seinen 1856-1860
geschriebenen "Materialien zu einer Abhandlung über den argen Unfug,
der in jetziger Zeit mit der deutschen Sprache getrieben wird" (A.
Sch.'s "Handschriftlicher Nachlass", her. v. J. Frauenstädt. Lpz. 1864.
S. 66) zuerst das Wort
*Zeitungsdeutsch.--*
* * * * *
Aus Joseph Freiherr *v. Eichendorff*s (1788-1857) Gedichte "Der frohe
Wandersmann" (1822), zuerst gedruckt in der Novelle "Aus dem Leben
eines Taugenichts", (Berlin 1826. S. 4-5) wird der Anfang citiert:
*Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt.--*
* * * * *
Aus Friedrich *Rückert*s (1788-1866) Gedichte "Welt und Ich" wird
citiert:
*Wenn die Rose selbst sich schmückt,
Schmückt sie auch den Garten.*
Es stand zuerst im "Deutschen Musen-Almanach" von ~Chamisso~ und
~Schwab~, 1834, No. 19, S. 41. 42.--
* * * * *
Aus Ferdinand *Raimund*s (1790-1836) Zauberspiele "Der Diamant des
Geisterkönigs", (1824) 2, 19 wird citiert:
*Ich bin dein Vater Zephises
Und habe dir nichts zu sagen als dieses.--*
In ~Raimunds~ romantischem Original-Zaubermärchen (1826) "Der Bauer als
Millionär" oder "Das Mädchen aus der Feenwelt", 2, 6, singt die Jugend:
Scheint die Sonne noch so schön.
Einmal muss sie untergeh'n,
was durch Heinr. ~Heine~ ("Buch der Lieder", Vorrede zur 2. Aufl. 1837)
in der Umformung Citat wurde:
*Und scheint die Sonne noch so schön,
Am Ende muss sie untergeh'n.--*
In ~Raimunds~ romantisch-komischem Märchen (1828) "Der Alpenkönig und
der Menschenfeind" (1, 20 u. 21) singt die arme Kohlenbrennerfamilie
"Glühwurm" beim Verlassen ihres vom reichen "Rappelkopf" gekauften
Hauses, das sie in Leid und lärmendem Zwist bewohnt, fünfmal die Verse:
*So leb' denn wohl du stilles Haus.*
_Wir ziehn betrübt aus dir hinaus._--
* * * * *
Aus Theodor *Körner*s (1791-1813) "Hedwig" 2, 10 citieren wir:
*Die Pferde sind gesattelt* (_gnäd'ger Herr_)
als Beispiel für eine unbedeutende Rolle, da es die einzigen Worte
sind, die ein auftretender Diener in jenem Stück zu sprechen hat.--
Aus ~Körners~ "Aufruf" (1872. "Frisch auf, mein Volk! ...") stammt:
*Vergiss die treuen Toten nicht!--*
* * * * *
Aus Franz *Grillparzer*s (1791-1813) "Ahnfrau" (1816) ist anzuführen:
*Den Jüngling ziert Bescheidenheit,*
eine Umstellung der Worte gegen Ende des ersten Aufzuges:
Ziert Bescheidenheit den Jüngling,
(Nicht verkenn' er seinen Wert,)
welche auch die bekannte Travestie hervorgerufen haben:
*Bescheidenheit ist eine Zier,
Doch kommt man weiter ohne ihr.--*
Aufzug 3 der "Ahnfrau" bietet:
*Ja, ich bin's, du Unglücksel'ge,
Bin der Räuber Jaromir;*
auch dies ist verändert, da zwischen beiden Versen fünfzehn andere des
ursprünglichen Textes weggelassen werden.--