4, 6: "Graf! dieser Mortimer starb Euch sehr gelegen",
in der Form:
*Der starb Euch sehr gelegen.*
Die Schlussverse aus "Maria Stuart" lauten:
*Der Lord lässt sich
Entschuldigen; er ist zu Schiff nach Frankreich.--*
* * * * *
In ~Schillers~ Gedicht "Der Antritt des neuen Jahrhunderts"
("Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1802". S. 167) heisst es:
*Freiheit ist nur in dem Reich der Träume,
Und das Schöne blüht nur im Gesang.*
Ebenda, S. 231, steht "Voltaires Pucelle und die Jungfrau von Orleans",
später "Das Mädchen von Orleans" genannt. Daraus wird citiert:
*Es liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen
Und das Erhab'ne in den Staub zu zieh'n.*
* * * * *
Aus der zweiten Scene des Prologes zur "Jungfrau von Orleans", die
zuerst 1801 in Leipzig aufgeführt wurde, und deren erster Druck unter
dem Titel: "Kalender auf das Jahr 1802. Die Jungfrau von Orleans"
u.s.w. (Berlin, Unger) erschien, wird citiert:
*Wie kommt mir solcher Glanz in meine Hütte?*
aus der dritten:
*Mein ist der Helm, und mir gehört er zu;
Nichts von Verträgen, nichts von Übergabe.*
Der Anfangsvers der ersten Strophe des Monologs Johannas:
*Lebt wohl ihr Berge, ihr geliebten Triften,*
wird, wie ihr Schlussvers:
*Johanna geht, und nimmer kehrt sie wieder,*
bei einem Abschiede angewendet. Die Worte des Königs Karl (VII, 1, 2):
*Drum soll der Sänger mit dem König gehen,
Sie beide wohnen auf der Menschheit Höhen,*
erscheinen mit ihrem "Drum" als eine Schlussfolge aus den
vorhergehenden Betrachtungen Karls; citiert wird das Wort, indem man
für "Drum" eigenmächtig "Es" setzt.
*Mit dem Volke soll der Dichter gehen,*
Also les' ich meinen Schiller heut'!
sagt ~Freiligrath~.
Ferner sind uns aus der "Jungfrau von Orleans" folgende Stellen
geläufig:
*Kann ich Armeen aus der Erde stampfen?
Wächst mir ein Kornfeld in der flachen Hand?* (1, 3)
(wobei zu bemerken, dass nach ~Plutarchs~ "Cäsar", K. 33, Pompeius
einst geprahlt hatte, er könne Armeen aus der Erde stampfen;)
*Nichtswürdig ist die Nation, die nicht
Ihr Alles freudig setzt an ihre Ehre* (1, 5);
1, 9:
*Ein Schlachten war's, nicht eine Schlacht zu nennen;*[48]
[Fußnote 48: Solche Gegenüberstellung findet sich bereits: ~Livius~ 5,
44; 22, 48; 23, 40; 25, 14; ~Curtius~ 4, 15; ~Tacitus~, hist. 3, 77:
"pugna" und "caedes"; ~Livius~ 2, 53 und 5, 45; ~Tacitus~, hist. 4, 33:
"proelium" und "caedes"; ~Livius~ 28, 16: "pugna" und "trucidatio velut
pecorum".]
1, 10:
*Von wannen kommt dir diese Wissenschaft?*
(Schiller ahmte sich selbst in diesem Verse nach; denn in "Macbeth",
1, 5 (1801) übersetzt er das Shakespearesche 1, 3 vorkommende:
_Say from whence
You owe this strange intelligence?_
also:
_Sagt, von wannen kam euch
Die wunderbare Wissenschaft?_)
1, 10:
*Unsinn, du siegst, und ich muss untergeh'n!*
3, 6:
*Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.*
4, 1:
*Ach, es war nicht meine Wahl!*
5, 14:
*Wie wird mir? Leichte Wolken heben mich;*
und der Schlussvers des ganzen Dramas:
*Kurz ist der Schmerz, und ewig ist die Freude!--*
* * * * *
~Schillers~ Gedicht "An die Freunde" ("Taschenbuch für Damen auf das
Jahr 1803", Tübingen, Cotta, S. 1 u. 2) enthält das Wort:
(_Und_) *der Lebende hat recht*
dann die Umschreibung für Theaterbühne:
*Die Bretter, die die Welt bedeuten*
S. 201 und S. 202 daselbst steht das Gedicht: "Thekla. Eine
Geisterstimme", aus dem der Endvers citiert wird:
*Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.--*
* * * * *