*kategorischer Imperativ*
kommt zuerst in seiner 1785 zu Riga herausgegebenen "Grundlegung der
Metaphysik der Sitten" vor, wo es im zweiten Abschnitt heisst: "Alle
~Imperativen~ gebieten entweder ~hypothetisch~ oder ~categorisch~.
Jene stellen die praktische Notwendigkeit einer möglichen Handlung als
Mittel zu etwas Anderem was man will (oder doch möglich ist, dass man
es wolle) zu gelangen vor. Der categorische Imperativ wird der sein,
welcher diese Handlung als für sich selbst, ohne Beziehung auf einen
andern Zweck, als objektiv notwendig vorstellt". Weiterhin sagt Kant:
"Dieser ~Imperativ~ mag der ~der Sittlichkeit~ heissen".--
* * * * *
Karl Wilhelm *Ramler*s (1725-98) Ode: "Der Triumph", worin er Friedrich
den Grossen feierte, beginnt:
*Schäme dich, Kamill,*
(Dass du mit vier Sonnenpferden
In das errettete Rom zogst),
weil der König am 30. März 1763 nach dem Friedensschlusse dem
festlichen Empfange der Berliner aus dem Wege gegangen war.--
*Ja, Bauer! das ist ganz was Anders,*
steht in ~Ramlers~ "Fabellese" (Berlin 1783-90), 1, 45 in der Fabel
"Der Junker und der Bauer", einer Umschmelzung der Fabel Michael
Richeys, welche in dessen "Deutschen Gedichten" (herausg. von
Gottfried Schütz in Hamburg von 1764-66) im 1. Bande unter dem Titel
"Duo quum faciunt idem, non est idem" (Wenn zwei dasselbe thun, ist's
nicht dasselbe) die einhundertneunzehnte Nummer der 4. Abt. "Sinn- und
Scherzgedichte" ist, und wo der entsprechende Vers lautet:
Ja, Bauer, das ist ganz ein anders!