HAMMELKEULE, GESCHMORTE (VORRAT).

1 kleine Hammelkeule, kurz gehauen, 2 kg (4 Pfd.)

10 g Salz

20 g Fett

10 g Mehl

50 g Zwiebeln

1 Gewuerzdosis

1/4 l Wasser (od. Weissbier)

_Vorbereitung_: Die Keule wird gewaschen, geklopft und mit Salz

eingerieben.

_Zubereitung_: Das Fett wird stark erhitzt, die Keule in Mehl umgewendet,

in dem Fett von allen Seiten gebraeunt; Zwiebeln und Gewuerz werden

hinzugefuegt; 1/8 l kochendes Wasser wird langsam hinzugegossen, der Topf

jetzt verschlossen und die Keule unter oefterem Begiessen und Zugiessen von

Wasser 3 Stunden ganz langsam bei gelindem Feuer geschmort. Nach dieser

Zeit ist sie sehr weich. Die Sauce wird entfettet und durch ein Sieb

gestrichen, die Keule damit ueberzogen und angerichtet. Man kann auch

einige Tomaten mitschmoren und mit der Sauce durchstreichen oder saure

Sahne oder 1 Essloeffel Cognak dazugiessen.

Gericht fuer den Selbstkocher.

_Hammelkeule, marinierte_ wird ebenso bereitet.

Die rohe Keule kann man 3-4 Tage in folgende Marinade legen:

100 g Suppengruen in

20 g Fett geschwitzt

1 l Wasser

1 l Essig

30 g Salz

1 Gewuerzdosis

2 Stiele Thymian

1/2 Stunde gekocht, zugedeckt und nach dem Erkalten verwendet.

HAMMEL-, RINDER-, SCHWEINE-, KALBS-, ODER GAeNSELEBER, GEBRATENE.

200 g Hammel- oder Rinderleber

1 Essl. Mehl

2 Essl. geriebene Semmel

1/2 Essl. Essig

40 g Fett oder Margarine

5 g Salz und Pfeffer

1 Teeloeffel Mehl

4 Essl. Wasser oder Bruehe

_Vorbereitung_: Die Leber wird gewaschen, gehaeutet und schraeg in 4-5

Scheiben geschnitten, Semmel und Mehl gemischt (Panade), das Fett zum

Backen zerlassen.

_Zubereitung_: Die geschnittene Leber wird gesalzen und gepfeffert, in

Panade gewaelzt und unter viermaligem Wenden in dampfendem Fett in 4-6

Minuten zu schoener brauner Farbe gebraten. Man lege sie auf eine Schuessel

nebeneinander, nicht aufeinander.

Zu dem Fett in der Pfanne fuegt man 1 Teeloeffel Mehl, ruehrt es gar, giesst

einige Loeffel Wasser ueber Bruehe und 1/2 Essloeffel Essig hinzu, schmeckt

mit Salz ab und gibt die Sauce zur Leber.

_Bemerkungen_: Panierte Sachen duerfen nicht aufeinander liegen und auch

nicht zurechtgemacht ungebraten lange stehen, da sich die Panade mit dem

Fleischsaft verbindet, aufweicht und beim Braten abfaellt.

Leber muss, nachdem sie gebraten ist, sofort gegessen werden, vom Stehen

wird sie hart.

Schweine-, Kalbs- und Gaenseleber sind je nachdem erheblich teurer.

Volks-Kochbuch für Schule, Fortbildungsschule und Haus · 第 34 / 201 题