Baptist wiederholte mit leiser, ergebener Stimme: „Ich war’s!“

Auch ihm stieg das Blut über die Wangen, die Augen und die Stirn, heiß

und qualvoll. Er fuhr rasch fort: „Ich war gerade auf dem Gericht, um

mich zu stellen deswegen.“

So einen Tag hatte Hasenklever noch nicht erlebt. Die Wut rann heimlich

und unversehens aus ihm davon. Es ward leise schwindlig in seinem

schweren einfachen Kopf, und er sah wie betreten, daß er zwischen dem

Bruder hier drinnen und der so vornehmen Schwester draußen stand, wie

zwischen zwei dunklen, gefährlichen Dingen voll unglücklicher Rätsel.

Unvermittelt trat er etwas beiseite. Die Überlegung versagte ihm den

Dienst. Er suchte und suchte und fand den Hebel nicht, der die gestörte

Maschine wieder in Gang bringen konnte. Schließlich fluchte er einen

„Deibel“ herbei und sagte mit bekümmerter, sorgenvoller Stimme: „Komm,

wir wollen mal einen Schnaps zusammen trinken!“

Er kippte das gefüllte Glas mit einem kurzen Ruck zwischen seinem Barte

um und setzte es leer auf den Tisch. „Noch einmal!“ murmelte er und

wiederholte das kleine Manöver. Dann schaute er Baptist an, zuerst etwas

scheu, und dann sagte er sich, daß er ihn gern habe und ihm wohl eine

seiner Töchter gebe. Es war ihm schwierig, nun diese Angelegenheit

wegräumen zu müssen. Schwerfällig fragte er: „Also du warst’s? Ist das

denn nu auch ganz gewiß?“

Der Hafen(#76486) · 第 42 / 55 题