„Wa – –? ’iebes Freundchen! wirst nich! deinen alten Kameraden im Stich
lassen? Wa, wa?“ jammerte der Alte und streichelte ihm mit einer
unbeholfenen groben Zärtlichkeit über den Arm. Die andern lachten roh.
Nun genierte sich Baptist vor der Liebe des Vagabunden fortzugehn. Aber
er dachte doch gleich daran, es heimlich zu tun, wenn sich eine
Gelegenheit böte.
In diesem Augenblick kam ein Herr aus dem Bahnhof heraus auf die
Gesellschaft los. Er setzte seinen Koffer vor den Lumpen nieder und
fragte: „Wer will mir ihn zum Staatsbahnhof tragen?“
Keiner rührte sich. Die Vagabunden traten weiter von einem Fuß auf den
andern und schauten an dem Fremden vorbei die Straße hinab, als stünde
niemand vor ihnen.
Da ging Baptist mit einem Ruck unversehens aus ihrer Mitte heraus, hob
den Koffer in die Faust und schritt davon.
Vater Ladstock stand da, als glaubte er’s nicht. „Wa, wa?“ lallte er.
Die andern fingen an zu schmunzeln und lachten dann laut heraus. „So ’n
Dreckskerl, so ’n Dreckskerl!“ wütete Vater los und sprudelte die
Schimpfwörter in seinen grauen Bart, daß die Haare wie in einem Regen
auf und nieder flogen.