Welja an Peter

Kremskoje, 1. Juli.

Lieber Peter! Das beste wäre, Du gingest mit nach Paris. Meine Mutter

wünscht es, weil sie Dich für verständiger hält als uns, denn sie ist

auch einverstanden, und mir mußt Du nur versprechen, kein verliebtes

Gedusel mit Katja anzufangen. So bist Du ja aber auch nicht; was Du im

Innern fühlst, ist mir natürlich einerlei. Wenn Deine Kurse sich durch

Deine Abreise auflösen, ist es um so besser. Papa hat noch Schererei

genug, er kann einem wirklich leid tun. Mit der Gesinnungsmeierei kann

es ja dann wieder losgehen, wenn wir zurückkommen. Ich meinerseits mache

sehr gern mal eine Pause. In Paris wirst Du Dich auch noch politisch

entwickeln, ich sehe Dich schon als gereiften Robespierre ins heilige

Rußland einbrechen.

Unbedingt Dein

Welja.

Der letzte Sommer: Eine Erzählung in Briefen · 第 52 / 69 题