federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck und auf 2 pocken ein
tisch und 3 furpenck fur die pet und den tisch. in derselben kamer
unter der stieg was ein kemerlein, das wart geraumpt. item doselbst
zwischen den 2 meuren derselben kematen ist ein kemerlein auf die
rechten hant, das auch geraumpt was. item dornoch ist ein heimlich
gemach mit eim stull, das auch geraumpt was. item vor derselben kammer
hinauf die stiegen ist ein stublein, dorinnen auf 2 pocken 1 tisch und
dorvor ein fuerpanck.
Item in dem nebenhaus oder frawenzimer ist ein stub alle verglast und
ein küchlein dorvor, das als wart [205^a] geraumpt; in der stuben was
auf 2 pocken ein guter fichter tisch von 2 pretteren mit verzinten
gelitten panten, dorvor ein fürpanck auch ein messer hangender leuchter
in der stuben hangent. item in der kamer doneben ein groß spanpet,
dorinnen ein strosack, 2 federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, 1
deck, als noch dem pesten, zu füssen vor dem pet ein tisch auf 2 pocken
und dopei ein fürpanck; die kamer ist auch verglast. item die stieg
in derselben kamer hinauf get auf ein podenlein, dorauf ein heimlich
gemach ist, dorselbst ein kurcz leitterlein unter einer penck leit zu
dem heimlichen gang in das ober gemach. item ob demselben podenlein
hinauf aber ein stieg ist ein fleczlein, das lustig und mit pencken,
die angehangen gerings umb zugericht sein, dorauf stet ein tisch auf 2
pocken und darvor ein fürpanck.
Item die stieg in dem newen haus hinauf und also den ganck gancz hin
hinter do ist ein stub verglast, dorinnen was auf 2 pocken ein guter
fichter tisch von 2 pretteren mit gelitten verzinten pentlein und
dorpei ein fürpanck. item dorjegen uber ein kamer, dorinnen ein groß
spanpet, dorinnen ein strosack, 2 federpet, 2 leilach, 1 polster,
2 küss, ein gute deck, als nach dem pesten; vor dem pet auf peden
seitten penck an das pet genagelt. in derselben kamer was auf 2 pocken
ein tisch und dorvor ein fürpanck. in demselben gang doselbst herfür
wider zu gen ist ein kamer, dorinnen 6 spanpet, in iedem 1 strosack, 1
federpet, 2 leilach, 2 küss, 1 polster, ein deck, dorinnen des keisers
knaben lagen; in derselben kamer ein lange taffel auf 2 pocken, dopei 5
vorpenck vor den peten und sünst.
Item ferrer herfur in demselben gang ist ein stuben, heist die
junckfrawstuben, dorinnen 2 spanpet, in iedem ein federpet, 1 strosack,
2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck, dorinnen ein tisch auf 2 pocken,
2 furpenck; die stub ist verglast. item vor der stuben stunt auch 1
spanpet, dorinnen ein strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2
küss, 1 deck [205^b] und ein fürpanck. item vor derselben stuben im
gang ist ein heimlich gemach. item dorpei ist ein ercker, dorinnen ein
spanpet mit 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1
deck; dopei ein tisch auf 2 pocken und ein furpanck.
Item die groß kofentstuben ist alle verglast, dorinnen 2 lang taffel
auf 4 pocken, mer 4 tisch, ieder auf 2 pocken, und pei 10 furpencken
fur die tisch. item neben der kofentstuben ist ein grosse kamer,
dorinnen 4 spanpet in iedem 1 strosack, 1 federpet, 1 par leilach, 1
polster, 2 küss, 1 deck; dorpei ein tisch auf 2 pocken und 3 furpenck.
item in derselben kamer get man hinten hinab auf ein heimlich gemach.
Item ob dem tor auf dem turen ein groß spanpet, dorinnen ein strosack,
1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss, 1 deck, als von dem pesten;
dorpei 1 tisch auf 2 pocken und ein furpanck item dopei im selben turen
ein stüblein, das ist verglast, dorin ein tisch auf 2 pocken und dorvor
2 furpenk.
Item in der eusseren des keissers kuchen im vorhoff sein 2 hert, do
stelt man zu iedem 2 verdeckt kuffen zu wasser, doran die deck halbe
aufgiengen und mit gelitten pentlein waren angehangen, dorein durch
das halbtail der deck ein morterschefflein foderlich gieng. item auß
derselben küchen von dem güßstein wart ein hulczene rin uber den
zwinger in stat graben hinauß gemacht und dardurch das unrein wasser
auslieff; wart von dillen zusamen geslahen. item mer in der küchen
ein hackpanck, 3 nider tisch auf 4 stollen zu anrichten. item in dem
ein slot 2 groß rigel, doruber zwerch lag ein trum eins prückholcz,
doran ein hengel und ein newer kupfer keßel; lehen die juden hinauf.
item in dem anderen slot in derselben kuchen ein grosser rigel, doran
ein [206^a] eissen hengel und auch ein newer kupferer kessel hing,
den die juden hinauf lehen. item mer in derselben kuchen 4 groß
eissen protspiß, lehen die juden hinauf. item auf eim podenlein neben
derselben eusseren kuchen 1 spanpet, dorinnen 1 strosack, 1 federpet, 2
leilach, 2 küss, 1 polster, 1 deck, ein disch auf 2 pocken, 2 furpenck.
item so was unter dem selben podenlein oder kameren ein kamer auf
der erden, dorinnen rechen zu fleisch und hackpenck waren. item so
was vor derselben eusseren kuchen am thüll eingegraben ein kuffen zu
spülwasser, das der Herl von dem schün prunnen vom Marckt hinauf fürt.
Item im eusseren schöpfprunen aussen für die gitter dieselben leden
alle angehangen. item 3 verdeckt sauber kuffen zu wasser in den prunen
gestelt, doran die deck halbe aufgingen mit gelitten panten, das ein
morterschaff dorein mocht, dorein man stetigs wasser schopft, das die
küchenknecht ferrer aus denselben kuffen in die küchen allenthalben
trugen in zweien newen zubern, waren verdeckt, die ich in den prunnen
gab, dorzu 2 zuberstangen und 2 gelten und ein furpanck. item in
demselben prunnen waren 3 gesellen tag und nacht, die do wasser stetigs
traten und schopften, alle stunt 4 eimer, der iedem ich geben must alle
tag und nacht 14 pfenning; den gab man dorzu essen und trincken von
hoff. dieselben gesellen stelt erstlich der Sebolt Kreß, aber ich must
in lünen von der stat wegen. item so sein 2 uberige pestene prunseil,
eins 28 klofter lanck oben auf demselben prunen auf den rechen; wiewol
iecunt keten doran gen, sein doch die seil auf ein fürsorg do.
Item das wachheuslein unter dem sibellen turen haben die marstaller
innen, dorinnen in der stuben auf 2 pocken ein tisch und 1 furpanck;
mer in der kamer 1 spanpet, dorinnen ein strosack, 1 federpet, 2
leilach, 2 küss, 1 polster, 1 deck, ein furpanck in der kammer.
[206^b] Item in der stallung die peren, reiffen und rechen zu den
settelen [und] zeumen pesseren und rigel zwischen die pfert; der pfert
stelt man auf einer seiten 9 und auf der andern seite 9 und voren
uberzwerch 5 pfert. so was ein kuff vor dem stall eingraben, dorauß die
pfert truncken, dorein der Herl alle tag wasser von dem schün prunen
hinauf fürt.
Item die turner auf dem sibelen turen und ire weiber herniden im langen
haus haben ir gemech allein und dürfen niemant haben, sie wollens dan
geren thun; den hot man von hoff zu essen und trincken geben.
Item der Ulerich, der eusser torwart, mit seim weib auch im langen haus
pleiben in irem gemach unbekümert; den gab man auch essen und trincken
von hoff.
Item der inner torbart, auch der auf dem Pfifferling und sant Margreten
turen, pliben auch in iren gemechen unbekümert; den gab man auch essen
und trincken von hoff.
Item am sampztag sant Bartelmess tag [24 Aug.] must man von preteren
ein kuchen aufslahen im vorhoff auf der hoch zwischen der eusseren
kuchen und dem langen haus neben dem gang pei 20 schuhen in ein
vierung, dorein ein hert mitten gestelt von 4 spünden und denn
außgeschut mit erden, dorein ein anrichtladen gestelt und ein thür
angehangen, als in dem ein tag; dorein stelt man 2 kuffen verdeckt zu
wasser mit gelitten panten, die halb auf gingen, das ein morterschaff
dorein ging. item aussen vor der gepretterten kuchen ließ ich ein große
gruben graben, dorein das spülach auß küchen lieff und versanck, die
grub was mit swarten verdeckt; sust wer das spülach von der kuchen
den perck herab kumen und het ein grossen unlust gemacht. item in der
kuchen waren auch ein hackpanck und anrichtpenck gemacht. item zwu
deck, iede von 3 pretteren noch der leng eins wagen lanck zusamen
geslagen uber des keisers kamerwegen vor dem regen zu decken im sloß.
[207^a] Item Herman Herl wart von Sebolt Kressen bestelt mit eim pfert,
dem lech man der stat keren ein mit eim wasserfaß, dem stelt man ein
kuffen zu dem schün prunen, auß der furt er alle tag 4 faß wassers
hinauf fur die kuchen zu spülen und fur die stallung zu trencken die
pfert. dorvon gab im des keisers kuchenmeister ie von eim faß wassers 8
pfenning und zu zeitten essen und trincken.
Item so bezalt ich den 3 gesellen, die im prunen schopften, iedem 14
taglün zu 14 pfenning ein tag und nacht; die wolt der kuchenmeister nit
außrichten.
Item als der keisser hin wolt, kamen die koch an mich von der eusseren
newgepauten pretterten kuchen wegen und wolten, ich solt die kuchen von
in lossen, sie wer ir, oder sie woltens anzunten, das wer ir recht und
gewonheit. mit den gesellen kam ich fur ein pürgermeister und nach rat
der lossunger und vil reden, die dorunter verloffen, gab man in auß der
losungstuben 4 pfunt alt. item im abscheit verkauften sie, die koch,
etliche kleine schaff, die sie selber hie in die kuchen kauft heten,
als sudschaff und kleiner. auch verkauften sie dem Sebolt Kressen das
uberig prenholcz, das do was uber pliben von scheiten und schroten, was
als pei eim stoß holcz.
Item ich ließ hinauf machen 8 spanpet zu 20, die vor doben waren; mer
3 new taffelen zu 9 daffelen die vor doben waren; und 4 new geviert
tisch zu 35, die vor doben waren; und 40 furpenck zu 47, die vor doben
waren. so waren vor doben 4 hackpenck und 5 nider tisch zu anrichten.
item so bezalt ich für 50 kosten, die der Sebolt Kreß zu dem keren het
hollen lossen, 25 pfenning.
Item so prochten und lehen die juden hinauf 28 stroseck, 31 federpet
mit polsteren, küssen, decken, leilachen, der man in 3 kameren ie 2 pet
auf einander legt. auch lehen sie [207^b] hinauf 3 eissen kettenhengel
und 2 new kupferer kessel, 4 groß protspießeissen. auch gaben sie
hinauf etliche stuck leibat zu tischtücheren und hantzwellen, die man
dorvon schnait und macht des keisers küchenmeister; auch liessen sie
ein furhanck in die grün kameren machen.
Item so prochten des keisers koch mit in etwen vil grosser und kleiner
kessel, der ie einer in den anderen ging, dorinnen sie kochten, auch
etwen vil flaschen und verzinter pecher.
Item so furt der keisser in seim kamerwagen mit im stetigs ein reispet,
dorzu ein ziligs federpet und petgewant, dorinnen er allnacht ligt und
sust in keim anderen pet ligt.
Item der keiser kam heer am freitag sant Partelmess obent das ist adie
23 augusto. item er zoch gen Pambergk am mitwoch sant Augustins tag,
das ist adie 28 augusto.
Item er kam wider von Bambergk am montag nach Egidi, das ist adie 2
september. item er zoch gen Cadelspurgk am mitwoch noch Egidi, das ist
adie 4 september.
Item er kam wider von Cadelspurgk am freitag noch Egidi, das ist adie
6 september. item so zoch er von hin gen Wendelstein am montag sant
Kungunden tag; zoch seer spot hie auß und wolt gein Stein sein gefaren,
das ist adie 9 september.
Anno 1471.
Zu wissen, das die erberen weisen Endres Tucher und Wilhelm Löffelholz
in namen und von bevelhens wegen der fursichtigen, erberen und weisen
bürgermeisters und ratz der stat zu Nüremberg den beschaiden Ulrichen
Reussen, Johann und Petern von Ol seinen aidem, Cunczen Hollinger und
Cunczen Meyer, burgern und maisteren plattner hantwercks zu Nüremberg,
zu bollierung des plattharnasches in der Hadermüll, ausserhalb der
stat Nüremberg an der Begnicz gelegen, zwai reder in dem wasser und
darob new zugericht und gepaut und zwen gemech iren bollierknechten,
darinne hausheblich zu wonen mit slossen, offen, gleser und aller
notdurft auch zugericht und gemacht zehen jar, die nechsten nach
datum dieser zettel volgende, verlihen haben in nachvolgender
gestalt, nemlich, das sie solliche reder allein zu bollierung des
plattharnasches und sust zu keinen anderen sachen unerlaubt eins rats
geprauchen und kein ir bollierknecht in den gemelten zweien gemechen
hausheblich wonen lassen, sie seien denn bürger und wollen daselbs
bürgerliche verpflicht, wie ander einwoner und bürger in der stat
Nüremberg zu thun pflegen, halten, und auch die gemelten reder und
gemech die benanten zeit unwüstlich geprauchen. und was fürohin an
den selben rederen im wasser und darob oder sust und an den gemechen
an slossen, vensteren, öfen und dergleich dingen zu pawen notdürftig
wirdet, auf ir selbs costen ane eins ratz schaden pawen und machen,
außgenomen die tachung, die sol in ein rat decken und pesseren
lassen, und dieselben zehen jar eins ieden jars der stat zinsmaister
davon zwenundfunfczig guldein reinisch landswerung, nemlich zu ieder
quattemper dreitzehen guldein, zu zinse geben und richten und mit dem
ersten zins antretten zu der quattemper sant Lucien tag [13 Dec.]
schirist koment; und umb solliche zinse sie alle gemeinlich und
unverscheidenlich hinder einander verpflicht und verhaft sein sollen.
beschehe auch, das ein rat nach außgang der nechsten funf jaren des
willens wurd, uff sollichen zweien rederen lenger nit bollieren zu
lassen, sunder die bollierung doselbs abzuthun, wenne inen denn die
darnach von ratz wegen aufgesagt wirdet, sollen sie der darnach indert
jarsfrist ane widerred und mit beczalung außstendigs zins, sovil
sich des nucz auf dieselben zeit ergangen hett und noch unbezalt
außstünd, absteen. auch was [208^b] sie in der zeit oder jaren darinnen
gemacht und gepaut oder gebessert hetten, darinnen lassen und nichtz
darvon außprechen noch nemen dann allein iren hausrat, werckzeug,
pollierscheiben und die eisenstangen, daran dieselben scheiben lauffen,
alles ungeverlich. und des zu urkund sind diser zettel zwen gleich
lauttend begriffen und der stat zinsmeister ainer und den obgeschriben
meisteren des plattnerhantwerg die ander außainander geschnitten geben
am ertag nach sant Johanns tag zu sunwenden [25 Juni] anno domini etc.
70 primo.
Am ertag nach sant Lorenczen tag im 71 jar [13 Aug.] waren
pürgermeister Hanns Lemlein und Heimrat Zyngel, in der frag wart auf
den tag in einem erberen ratt verlossen und mir als der stat paumeister
befolhen, das ich dann dem Koller und andern pauleutten gesagt hab;
das sie sich als pauleut in den pewen mit mauren einer auf den anderen
zulegen, auch zwischen nachpaweren mewer mit einander zu furen von
dicke und hoche derselben mewer und anderen sachen die pewe antreffent,
dorzu sie dann hie also gefordert werden, das sie sich des geleichen
zu Wert auch sullen halten und dorumb entscheit geben, wie man das hie
in der stat helt und pfligt zu halten etc. item desgeleichen hab ich
Narcius Haller und einem seiner mitratzfreunt von Wert auch gesagt,
das ein erber ratt hie das also daussen als hinnen in der stat mit den
pewen wol haben gehalten. das sie das ferrer anderen iren freunden von
Wert zu wissen thun; des sie dann willig waren und ein gut gefallen
doran hetten.
Am sampztag noch sant Dionisien tag im 71 jar [12 Oct.] waren
bürgermeister her Hanns Koler und Gabriel Nüczel, in der frag wart auf
den tag in einem erbern ratt verlassen und mir als der stat paumeister
befolhen, künftiglich zu dem newen rat in acht zu haben, wen die
steinprecher am Reuchelperg ob der stat amptbuch gehorsam thun, das
[209^a] man dann keinen vertig noch zulossen soll, oder ir keinem sust
im jar gerechtikeit am Reuhelperg geb, der nit hinter der stat beerbt
sei oder den iren heuslichen siczt etc.
In dem 71 jar am mitwoch nach Simonis und Jude [30 Oct.] sante ich
von befelhnus eins erberen rats den hernach geschriben fewermeistern
ir iedem noch 25 newer liderer eimer, die ich hett machen lossen, der
einer kost 4-1/2 pfenning alt, zu 25 alten lideren eimern, die ir ieder
derselben fewermeister vor hett, also ob fewer auskem, do got lang vor
sei, das dan ieder fewermeister, so er des gewar wurd, mit 25 eimern zu
dem fewer kem oder die eimer dohin schicket; und die andern 25 eimer
solt ir ieder doheim behalten, ob mer dann ein fewer außkem, das ir
ieder dann pei im in seinem haus noch 25 liderer eimer west zu hollen,
mit denselben er des paß zu dem andern fewer komen mocht etc. so sein
das die fewermeister: Peter Horstorffer, Heymrat Zyngel, Ulerich
Grunther, Anthoni Ebner, Nickloss Grolant, Paulus Rietter.
Anno 1472.
In dem 72 jar adie 21 jener am eritag sant Angnessen tag ließ ich
den prunen auf der vesten fegen, dorein ein katz gefallen was. daran
schopft der Cuntz Hübner der maurer nochdem und er sich hett zugericht
mit allen dingen funf gancz stund mit 5 gesellen zu im, und er was
stetigs selber in dem prunen, und zwen gesellen auß zu gissen und hinab
zu laitten den zuber; mer ein gesell, der zwischen dem prunen und dem
sloß stunt am seil und an hinab lossen des zubers wider hielt; mer
ein gesell, der reit und menet 3 pfert, und ein gesel, der die wag
nach den pferden herwider ein trug. dorzu lech ich im ein reitlein von
36 kloftern, ein hengseil von 30 kloftern, ein zuberschaff, dorein
geet pei 2-1/2 eimer, mer ein morterschaff und ein leittern von 16
sprusseln, die nicht lenger noch kürczer [209^b] docht, 2 pfening
strick, 2 haller strick, ein lattern mit 4 dicken liechten, 2 kurcz
sleuch von eim alten stiffel gemacht; so het er selber ein kurcze
gruntschauffel. so bestelt ich mit 2 der stat zimmergesellen 2 hülczen
groß scheiben in den zug ob dem prunen, und unter dem thor in das inner
schloß walczen und stock eingemacht, das das seil auf der erden und an
dem gemewer nit schaden nem. das gerett alleß der Hübner mit seiner fur
auf der Peunt des morgens, als er wolt anheben, hollen ließ und dornoch
das wider auf die Peunt fürt und antwortet. von der arbeit gab ich dem
Cuntz Hübner mit sampt sein 5 gesellen und 3 pferden 16 pfunt alt fur
alle dinck, und sie furten in den fünf stunden 136 zuber wassers aus,
das ist pei 28 fuder wassers, nachdem pei 2-1/2 eimer in den zuber
gett, dann der prun 15 schuch thieff am wasser stet stetigs.
Im 72 jar am ertag vor Judica in der vasten, waren purgermeister herr
Nickloss Groß und Gabriel Teczel, do wart von eim erberen rat vergunt
auf beschawen, so Peter Horstorffer und ich auch eim rat furprochten
des paders halben im Rossenpat, der ein heimlich gemach machen wolt
und begert, in domit unter dem pflaster herauß auf die gemein faren zu
lossen 3 schuch weit und pei 8 schuchen lanck; das im also vergunt ist
auf eins ratz widerruffen und nit lenger, auch das er den kasten also
mach und mit dem gewelb versorg, das kein wagen das eintruck oder sust
iemant schaden dovor besche, alleß ungeverlich. das hat der pader also
machen lossen.
Am sampztag vor sant Thiburcy und Valeriani tag [11 Apr.] im 72 jar
wart meister Mertein der stat seiller der zwinger pei Tiergartenthor
abgesagt, dorinnen er 16 jar seil gemacht hett, und in dem vorberck
vor [210^a] Tirgartenthor dorein gangen. und nachdem das man dasselb
thor vermaurt, wolt man im kein schlüssel zu dem thor innen durch die
statmaur in denselben zwinger mer lossen, und hat in geweist und im
vergunt, im graben pei Tiergartenthor seil zu machen. das alls ward
in eim erberer rat also verlossen, waren purgermeister herr Jobst
Teczel und Jeronimus Kreß. dornoch im andern jar procht die Sebastian
Volckmerin und Mertein Paumgartner, pfleger der fündelkint, zu weg pei
eim erberen rat, das man im den graben wider absagt, und solt nit mer
dorinnen arbeiten.
Anno 1472.