[30 Nov.] und darvor ettliche zeit der Cuntz Rußwurm mit ettlichen
gesellen in seinem haus an der Kramergassen unter der vesten gelegen
sich unterstunt, durch anzeigen einer frawen und eins knaben nach
einem schatz zu graben und untersich an das ertrich eingrub pei
vierundzweintzig schuen tieff und auf ein ganck, der in gantzen vels
gehauen was, kom: in demselben ganck kam man herab in den samenkasten
des wassers der roren am Milchmarckt, der do ist zwischen des Hanns
Zollners, des plechschmids, haus und dem prunnen vor seinem haus uber
doselbst etc. man kam auch in demselben gang hinauf gegen der vesten zu
dem prunnen an der oberen Smidgassen vor des Rügers, messingslahers,
haus und umb die rören desselben prunnen in die gassen fur des
Pecherers haus: dem gruben sie darnach in seinen keller etc. man kam
auch in demselben gang gegen dem Thiergarthner thore umb des Mülichs
prunnen, der in seinem haus steet, und verrer kam man in des Kamerers,
messingslahers, haus, alles in gengen, die in ganzen fels gehawen
waren, und des an ettlichen enden das steinhebig noch darinnen lag,
also das man das verziehen must, darmit man durchkomen mocht etc. und
nachdem sie pei sechs wochen also arbeitten und in den gengen geraumpt
hetten und die dingen lautbrecht wurden und an mich langten, besant
ich den Eberhart Rügger, messingslaher, der dann der verleger solcher
arbeit auch einer was. mit dem redt ich von befelhnus eins erberen
rats, doran ir arbeit auch gelangt hetten, was er und sein gesellen
domit meinten, das sie also grüben on laub eines rats und westen woll,
das sie solchs pillig mit wissen eins rats solten thun; wo sie solichs
in einer herren stat gethan hetten, so wurden sie hart gestroft.
also patt er mich, ine nit mer dann noch drei tag zu erlauben, sie
weren gantz am ent und solich arbeit wer iederman unschedlichen; sie
hetten vill darauf gelegt und darunter versaumpt und hoften ie, in
solt gelucken nach ir kuntschaft sag. das vergunt ich ine also mit
wissen eins rats noch drei tag zu raumen. also arbeitten sie lenger,
das darnach aber an ein rat langt und an die elteren herrn, die
befolhen mir, nach ine allen den, die do arbeitten, zu schicken und
ine zu sagen, das sie solten aufhoren zu arbeitten. clagten sie iren
schaden sere und versaumnus vergangen der zeit und patten mich, ine an
die herren zu prengen und sie zu pitten, ine lenger zu vergunnen zu
arbeitten, sie wolten alle sweren, ob ine gelucket [194^b] oder was
sie fünden das alles den elteren herren zu geben auf iren vertrawen,
was sie ine dovon geben, wolten sie sich lassen genugen; und patten
dopei, ine an der vergangen zerung ein stewer zu geben, dann ine ir
kuntschaft eigentlich sagt, das sie ie finden solten ettwas mercklichs,
des sie dann ettliche worzeichen funden und gesehen hetten. darauf gab
ich ine im dreuundsechtzigsten jare zu sant Anthony tag [17 Januar]
zehen pfund novi von befelhnus der elteren herren und nam von ine allen
und ir iedem besunder ein gelubd an eits stat, das ir keiner vor dem
anderen und sie alle vor den elteren herren nicht verhalten wolten etc.
darauf fur ich auch mit hinab in die geng, die pei zwelf, achtzehen,
vierundzweintzig schuen tieff unter der erden waren, und kroch die
mit ine auß als weit die geen. darnach funden sie aber ettliche
worzeichen, die ine ir kuntschaft sagt, und arbeitten pei viertzehen
tagen, aber alles unentz und vergebenlich. liessen sie davon und patten
die elteren herren durch mich, ine zu vergunnen, in sant Walpurgen
cappeln hinter dem altar in der ecken gegen mitternacht ein zu faren;
des ine vergunt wart und mir bevolhen darob zu sein etc. darauf und im
dreuundsechtzigsten jare an sant Valentins tag [14 Febr.] fingen sie
an, hinter dem altar ein loch vier schuch geviert pei zweintzig schuen
tieff, das sie auf zwu seitten spannen musten gegen dem gemeur, und als
sie dem grunt des turns zu ent komen noch pei zweintzig schuen tieff in
den vels unter sich gruben und doch auf das letzt unentz davon schieden
und pei acht wochen auch vergebens doran arbeitten. dasselb ertrich
ich auf der stat kost darnach ließ herauß unter die linten schutten
etc. der gesellen waren zehen, nemlich Cuntz Rußwurm, nageller, Linhart
Freundt und Cuntz Hofer sein zwen aiden, Eberhart Rüger, messingslaher,
Johannes Kremer, ein schreiber, Asem Helbling, ein kursner, der het ein
knaben genant Steffan, Thoman Lemell, peckenknecht, Cuntz Perenecker,
ein harnasch palierer, Hanns Müllner, ein zimmergesell. ine gieng
grosse kost darauf auch an zeug und liechten.
Item das loch hinter dem altar hab ich oben pei dreien schuen tieff
verschutten lassen und darauf wider ein estrich geslagen und von merer
sicherheit wegen ein podem von prettern darauf umb den altar machen
lassen, ob das loch oben einviell, das [195^a] dennoch der pretter poden
do plieb. man hielt auch pei sechs wochen lang kein mess in der capell,
wann man ertrichs halben nit woll do mess halten mocht, wann die kirch
auch stetz verslossen was etc.
[195^b] Von dem hausratt und küchengeschirr.
Item der hernach geschriben hausratt und kuchengeschirr ist vorhanden
auf dem rathaus, darzu herr Hanns Koler, die zeit der stat zu Nuremberg
zeugmeister, den slussel hatt, anno etc. im zweiundsechtzigsten jare am
sambstag vor sant Bartholomeus tag [21 Aug.].
Item am ersten ein grosse flaschen, dorein geet drei und dreissig moß.
Item mer ein flaschen, dorein geet zweintzig moß.
Item ein flaschen, dorein geet achtzehenhalb moß.
Item ein flaschen, dorein geet sibentzehen moß.
Item ein flaschen, dorein geet zwelfhalben moß.
Item zwei flaschen, do geet in iede ailf moß.
Item acht flaschen, do geet in iede ailfthalb moß.
Item zwu flaschen, do geet in iede zehen moß.
Item ein flaschen, dorein geet neun moß.
Item neun flaschen, geet in iede acht moß.
Item zwu flaschen, geet in iede achthalb moß.
Item funf flaschen, geet in iede sibenthalb moß.
Item funf flaschen, geet in iede sechs moß.
Item vier flaschen, geet in iede sechsthalb moß.
Item ein flaschen, dorein geet funf moß.
Item neun flaschen, geet in iede funfthalb moß.
Item zwu flaschen, geet in iede vier moß.
Item zwu flaschen, geet in iede vierthalb moß.
Item drei flaschen, geet in iede drei moß.
Summa: sechtzig flaschen, die all geeicht und auf einer ieden flaschen
gezeichent ist, was dorein geet.
Item mer ist dorpei siben grosser und kleiner verzinter speisflaschen.
Item zwenundsechtzig alter und newer kupfrer und eisener verzinter
trinckpecher.
Item mer ist vorhanden zehen alt und vier new grosser und ziliger
speiskessel.
Item mer zehen grosser und kleiner schmaltzkessel.
Item mer ailf groß und klein drifuß unter die obgeschriben kessel
gehorende.
Item neunzehen eisener hengel zu den kessellen.
Item drei alt und drei new groß und zilig eisen rost.
Item acht eisner prottspieß.
Item funf kupfrer grosser und kleiner anrichtschopfer [196^a].
Item drei groß kupferer durchsleg mit zweien hanthaben ir ieder.
Item zwen new klein kupferein durchschleg mit hultzen hanthaben.
Item sechtzehen grosser und kleiner, alter und newer eisener
gelocherter faumlöffel.
Item zehen alter und newer ungelocherter eisner kochlöffel.
Item zwai par alter und dreu par newer kuchenbackmesser.
Item zwen gut grosser morser und ein eisenen strempfel darzu gehorent.
Item zwei grosse und zwai kleine kupfrene geslagene alte meß, ettwas
mit zu eichen.
Item ein grosse kupfrene pfannen.
Item mer ailf groß und neun zilig alter und newer eisener pfannen.
Item dreizehen gedreitseck zu kuchenspeis.
Item sechtzehenhalbhundert hultzer hoffschussel.
Item achtzehen grosser latern.
Item so hat der Hanns Meyschner, hausknecht, in seiner gewalt, als
hernach geschriben steet:
Item zwen zilig kessel und drei klein drifuß.
Item drei vierteilkandel.
Item drei moßkandel.
Item ein seitelkandel.
Item ein mischkendelein.
Item zweihundert grosser schenckkandel auf füssen.
Item ein flaschen, dorein geet sibenzehen moß.
Item vier flaschen, geet in iede vier moß.
Item ein halbeimerigen stentner.
Item so hat der Koler zu dem sallpeter siden im marstall zwen groß
kupferer speiskessel.
Item das vorgeschriben geschirr ist alles gezeichent mit der stat
Nuremberg schilt und wappen.
[196^b] Von kerren und wegen im dreuundsechtzigsten jare.
Item im dreuundsechtzigsten jar am pfintztag [21 Apr.] des hochwirdigen
heiligen heiligthumb abent und am freitag [22 Apr.] des heiligthumbs
tag ward von befelhnus der erberen herren durch mich bestellt unter
allen thoren mit den thorwarten oder zollnern, was wagen und kerren
herein in die stat gingen; doch ward kein paurenwagen noch karren, die
mit milch, ruben oder kraut herein furen, gezelt die zwen tag.
Item Thiergarthner thore: einundfunftzig wegen und hundert kerren.
Item Newenthore: vierhundert und neunundsechtzig wegen und kerren.
Item Spitalerthore: dreuhundert und zwenundzweintzig wegen und 200
kerren.
Item Frawenthore: dreuhundert einundzweintzig wegen und 207 kerren.
Item Laufferthore: einhundert drei wegen und hundert ein karren.
Summa: zwelfhundert sechsundsechtzig wegen und kerren, mer sechshundert
und acht kerren.
[197^a] Von den linten.
So steet im statpuch am allerletzten geschriben, das Paulus Forchtel
seliger die linten auf des Hallers wisen hat setzen lassen; das
ist gescheen nach Cristi gepurt viertzehenhundert und in dem
einundvierzigsten jare.
Am montag sant Benedicten tag [21 März] in dem achtundsechtzigsten
jare ließ ich setzen auf die Schüt gegen dem Sant vierundviertzig
linten, gegen sant Katherein zwuundviertzig, auf dem Sweinmarckt
einundzweintzig, auf die Hallerwisen ailf, auf den Thiergarten drei,
pei dem Irherthürlein drei, pei dem siechhaus drei, pei sant Wilboltz
prunlein zwu, auf der Peunt zwu, auf sant Seboltz kirchoff eine. summa:
die ein hundert und zwu und dreissig linten kosten ie eine mit allen
dingen für graben, setzen, zeundörnen stecken eine achtzehen pfenning.
Zu sant Walpurgen tag [1 Mai] in dem sibentzigsten jare setzt man
achtundzweintzig linten vorn am perg unter der vesten inwendig der
stat mit einer, die man auf die hoch vor Albrecht Kressen haus auch
setzet. so pust man uf dieselben zeit ein zwuunddreissig linten auf
die Schüt und Sweinmarckt, die man setzt an ettlicher ander stat, die
man vor gesetzt hett und verdorben waren. der linten kost auch eine
drei pfenning zu graben und drei pfenning zu furen herein von der stat
walthawer.
In dem sibentzigsten jare am erittag nach sant Mertheins tag [13
Nov.] setzt man in Schießgraben am Sant hinter der stetten pei dem
inneren Laufferthore viertzehen junger linten und zwenundzweintzig
junger vogelpaum, desgleichen auf die vesten in Sebolt Kressen und des
richters des Bemers garten in iedem zwen [197^b] vogelpaum, und auf der
Schüt und auf dem Sweinmarckt do versetzt man ettlich linten an der
stat, die vor do stunden und verdorben warden etc. und der kost ie eine
drei pfenning zu graben und drei pfenning zu faren herein etc.
[198^a] Von der alten schrift am thuren.
Diese hernachgeschrieben schrift die steet mit alten grossen
puchstaben in den stein gehawen an dem grossen thuren, der an dem
Manghaus steet pei sant Katherein prucken und lautet also: anno domini
M^{o}III^{c}XXIII^{o} kalendas mense may, der des thurns ein paumeister
gewesen ist Conrat Stromer, des helf uns der heilig Crist. amen.
[198^b] Von Hannsen Grassers seligen püchern.
Item so hab ich durch vleissig pette und manich ersuchung von Gottlieb
und Paulus den Volckamern als vormunde der Hannsen Grasserin seligen
gescheft entlehent sechs pucher, dorein der Hanns Grasser seliger
seine ding der stat pewe halben geschriben hat etc. die ich mit
vleiß übersehen und gelesen hab, die aber gar slecht geschriben und
nirgen dorpei, was man keinem der stat arbeitter geb oder geben hab,
dann allein die summ, so er alle wochen außgeben hat oder mit den er
gerechet hat, alles auf das kurtzst angeschriben etc. nachdem die
pewe groß und der ding die zeit vill und ime villeicht verdrießlich
gewest ist, noch dem vertrawen, den ein erber rat sust zu im gehabt
hat, so hat es ser slechtlichen angeschriben etc. dieselben pücher hab
ich Paulus Volkamer wider heim geschickt und darauß gezeichent diese
hernach geschriben stucklein.
Item am ersten vind ich, das er in dem einundviertzigsten jare dem
Gürtler geben hat von dem wilde und thieren im statgraben zu warten
zwelf pfunt alt, auch von dem heimlichen gemach im loch acht pfunt
alt und für die andern klein kost achtundfunfzig pfenning geben hat,
auch von einem hundert quader eich und trinckgeltz zwelf pfenning und
zu zeitten zweintzig pfenning geben hat; fur ein pfunt wagenschmiere
von dem Rudolf in der wag funfthalben pfenning, von einem perckeisen
zu stehellen ailf pfenning dem Jacob, schmit pei dem Laufferthore,
fur zwai grosse prunnseille auf die vesten zehen pfunt alt geben, des
Huffnagels slossersknechten von viertzig pfunt alt, so sein rechnung
gemacht hat, dreissig pfenning trinkgeltz geben.
Item darnach vinde ich, das er in dem zweiundviertzigsten jar meister
Friderichen Weissen zu liebung für ein stoß holtz geben hat zwai pfunt
novi, funftzehen schilling. mer nochdem kein trinckgelt desselben jars
gefallen ist gewest, hat er im zehen pfunt [199^a] novi geben und Ulrich
Unger, dem parlierer, funf pfunt alt, auch dem Johanns Steinschreiber
vier pfunt alt geben hat. mer für ein tausent flacher dachzigelstein
zweintzig pfunt und fur ein tausent hocken und preiszigel zwelf
pfunt alt, und fur ein tausent kerb und meullein viertzehen pfunt
alt, auch für ein kellzigel siben pfenning; auch des Heintz Höhels,
des walthawers, knecht fur ein trinckgelt zu des waldhawers rechnung
achtundviertzig pfenning und zu zeitten dreu pfunt alt, für ein
kettensloß zu gassenketten vierundzweintzig pfenning und das eisen
darzu. der kupferein slott auf sant Laurentzen thuren kost funf und
zweintzig guldein reinisch; der schallen eine, darmit man das rathaus
geflastert oben hat, kost funftzehen pfenning. den hantsegern hat er
geben von einem schnit sibenthalben und siben pfenning.
Item darnach in dem vierundviertzigsten jar gab er fur ein puchsenstein
zu der Kaltenpurgerin zu hawen funftzehen pfenning von einem stein;
mer dem Kressen und Paulus Stromeir auf der vesten hat man vier
wasserkuffen geben; mer fur ein hundert schintel hat man geben
achtzehen und einundzweintzig pfenning.
Item darnach in dem sibenundviertzigsten jare umb Jacoby hat der schön
prunn am Marckt pei der Wechsel gekost zu vassen von dem moler funf
hundert guldein reinisch.
[NACHTRAG.]
[201^b] Nochdem das puch geschriben und gancz gemacht worden ist, hot
sich doch dornoch und etliche stück in mitler zeit begeben, die ich
Endres Tucher heernoch schreiben hab lossen, die dan einem paumeister
auch künftiglich not sein zu wissen. und wie wol die auch eins eigen
reigisters und anzeigens bedorften, so hab ich die doch hinfur und
voren in das register mit zifferas an dieselben oder der geleichen
artickel hencken lossen, dordurch man die auch hinten im puch finden
mag.
Anno 1467.
So hab ich sider in dem 67 jar etwen vil prücklein uber den Vischpach
in und vor der stat pflasteren lossen, die vor von holtzwerck
waren, die ich dan von gemeiner stat pesseren, machen und in wessen
schuldig pin gewest zu machen, nemlich das prucklein aussen vor dem
walt auf Feuchter stroß hinter des Ammans weierhaus; das prucklein
auf Kornburger stroß pei dem gericht uber den Vischpach: mer zwei
prucklein pei dem Sundergew und eins an der inneren alten statmaur pei
meister Lorentzen hoff; eins vor dem Gumler, eins vor des Hirßfogels
ferber ferbhaus, eins an der Pfausmitgaß, eins pei Hanns Imhoff jegen
der Kotgaß, ein langs vor sant Lorenczen vor dem Wirniczen, eins
unterhalb herrn Franczen Rumels seligen haus jegen der Kotgaß, eins
vor Endres Geuders haus. sust sein etliche prucklein do zwischen uber
den Vischpach von holcz und etlich pflastert, der ich nit gemacht noch
schuldig bin gewest zu machen: allein die nachparen haben die auf ir
kost machen lossen, dorzu ich in wol geroten und geholfen hab doch auf
ir kost.
Anno 1468.
In dem 68 jar zu sant Michelstag [29 Sept.] als man den Vischpach an
der Pfantsmitgaß vor meister Lorenczen und iecunt des pfarrers von sant
Lorenczen hoff mit Kornperck [202^a] stein vernewet und beseczt hat, do
vant man unter anderen alten stein im Vischpach liegent, dormit derselb
Vischpach vor jaren was gemacht worden, etlich alt judenstein, dorunter
unter andern einer was, der do stet und den ich hab einmauren lossen zu
einer gedechtnus in den zwinger hinter der Peunt an das vorberck des
Frawentors, doran stet ebreyisch geschriben, wie das Elias des Salman
juden sun sei abgeschiden von dieser welt auf den suntag den 27 tag im
september in dem jar nach der schöpfung der welt als man gezelt hat
5000 und 92 jar, des sein sell sol ruen mit anderen vorfuderen in dem
himmel dem garten der ewikeit amen. der stein was die zeit als man in
dem vant in dem 68 jar, wie oben stet, was er alt 136 jar.
Anno 1470.
Im 70 jar zu sant Katerein tag [25 Nov.] ließ ich allenthalben in
zwingern raumen und eingraben 39 gemach und gab davon ie von eim 4
grosch und l4 pfenning trinckgeltz.
Auf die zukunft unsers herrn des keissers heer gen Nuremberg anno 71
Jacobi.
Das erstlich alle fewerschaff in den hutten, wasserfaß auf der Peunt,
auch die kuffen auf den schleipfen, so die müller haben, gepunden
worden sein; das alle fewerleittern und fewerhocken gepessert
und verhanden sein; das alle lateren und liecht dorzu gehorent
verhanden sein an den eckheussern in der stat; das alle fewermeister,
viertelmeister, torsperrer und ander, die liderein eimer haben sullen,
das die alle verbanden sein; das alle fewermeister, viertelmeister,
müller in müllen ieder sein sprutzen hab [202^b] und vertig sein;
das ein ieder fewermeister, viertelmeister ein 8 oder 10 fackel hab;
das auch den obersten hauptleuten ir iedem 8 oder 10 fackel in sein
haus bestelt, desgeleichen auf das rothaus dem haushnecht 20 oder 30
fackelen geben werden; das auch zu allen ketenstocken, hocken und
cloben gesechen und die gepessert werden, desgeleichen unten und oben
an der Pegniz die zu pesseren, wo sein not was; das der mülner kuffen
und anderen, den kuffen auf sleipfen geben worden ist, auß denselben
hütten bestelt, gezogen werden und das die vol wassers geschopft und
tragen werden; das alle keten hinter der statmaur, auch keten unten und
oben an und vor der stat uber die Pegnicz, und desgeleichen die keten
umb die vesten und waß man der sust an den gassen in der stat geroten
mag, angelegt werden; das die schrancken vor allen thoren, desgeleichen
die sneller auf den prucken und unter den toren gepessert werden und
an die sneller unter den toren zugseil bestelt werden und die gruben,
dorein die sneller hinten gen, geraumpt werden.
Das zugericht auf der vesten.
Das sloß am dachwerck allenthalben die decker zu übergeen und pesseren
lossen; die heimlichen gemach in dem zwinger umb das sloß alle
eingraben lossen; die slet auf dem sloß allenthalben raumen und fegen
lossen uberall; die glesser in den stuben und kamern auf dem sloß
pesseren und etlich waschen und fursetzen lossen, wo sein nott was;
den haffner zu den offen sehen, die pesseren und außsteuben lossen
allenthalben; den slosser zu allen slossen sehen und die vertigen auch
zu iedem sloß 2, zu etlichen 3, zu etlichen 4 und 6 slüssel machen
lossen, auch zu allen leden am sloß sperstenglein und ketlein, die
leden anzulegen, machen lossen, wo die vor nit sein; alle taffelen,
tisch, fürpenck, anricht und hackpenck zu uberhobelen und außzuleutern,
[203^a] wo der nit genug ist, der mer machen zu lossen; das sloß
allenthalben zu dreien molen durchauß von dem obersten piß auf das
unterst keren und fegen lassen der stat taglüner; in die kameren
und gemech allenthalben auch an die stieg und in die geng und stell
allenthalben eissen leuchter von swarczen plechen gemacht, etlich
von einer, etlich von 2 roren zu liechten dorein zu stecken; in alle
kamer prunczscherben, in des keissers gemech weisse verzinte pecklein,
in der herren kammer verglast sust weiß scherben zu iedem pet ein,
zu etlichen 2; aussen vor dem tor am inneren sloß ein keten und ein
mahelsloß dorfur dem torwarten; im keller unter dem sall in derselben
beslossen kammer am eingang rechen mit starcken hulczen nagelen auf
peiden seiten, fleisch und ander nottorft doran zu hencken, dorpei
ein hackpanck dorauf fleisch zu hawen, dorpei 4 pock dorauf pretter,
allerlei dorauf zu seczen von speis und anderem, auch etliche pretter
in seil gehangen, dorauf man etwaß seczen mag vor den meussen, mer
dorinnen 2 fürpenck; in demselben mittelen keler hin hinter leger und
zengel zu wein, 4 pock darauf pretter, allerhant geret dorauf zu seczen
und dopei 2 furpenck; in demselben hinteren keler unter des Sebolt
Kressen kuchen leger und zengel zu wein, zwien pock, dorauf ein taffel
zu allerlei nottorft, 2 fürpenck; in der vorderen silberkamer unter
der confentstuben auf 3 pocken 2 lang taffelen, dorauf ein kast von
pretteren zusamen geslagen, der mit eim kloben, dorfur ein mahelsloß
gehort, dorinnen des keissers silbergeschir behalten wirt, dopei 2
pock und ein tisch dorauf und dorpei 2 furpenck; dopei sein 2 lang alt
truhen zu den wintliechten gehorent. in derselben silberkamer ist ein
kleiner keller, dorinnen der keiser vormols sein eigen getranck und
mett gehabt hat, dorinnen auch leger, zengel, 2 pock, dorauf pretter,
etwaß dorauf zu seczen.
In der anderen silberkammer unter der confentstuben neben der
vorgeschriben silberkammer ist auf die rechten hant ein kamer, dorinnen
ein kleiner kast von pretteren gemacht und [203^b] zu der mawer gepunden
mit einer deck und kloben, dorfur ein mahelsloß gehort, auch zu
silberen trinckfassen, dorpei ein tisch auf 2 pocken und 2 fürpenck.
Item der hüner und daubenstal unter der stieg vor der confentstuben
wart geraumpt und auf des keisers kuchenmeister und koch wartent.
Item vor des keissers kuchen im inneren hoff ein thül von pretteren
aufgeslagen vor den kuchenleden herdann pei 7 schuhen weit und pei 10
schuhen hoch, als lang die kuch und das kemmerlein do pei was, dorein
in der mit ein tür gestelt, die kein sloß dann ein felsloß und innen
ein rigel fur ein sper het, dorzu mer ein tür an dem ort pei der stieg,
die in zwinger hinab gett, doran innen ein rigel und aussen ein kloben
und keten zu eim mahelsloß und auch ein felsloß doran gemacht. das
prenholcz zu der selben kuchen legt man heraussen am tüll für dieselben
kuchen. in dem unteren kemerlein im eingang der obgeschriben kuchen
auf die rechten hant ein tisch auf 2 pocken und dorfur ein fürpanck.
item im stublein ob demselben kemerlein, dorinnen der koch des keisers
sein wesen hot, ein tisch auf 2 pocken und dorvor 2 furpenck. item in
derselben vorgeschriben kuchen zwu sauber kuffen gestelt, dorob 2 deck
genagelt, doran an ieder deck das halbtail aufgett mit gelitten panten
angehangen, dordurch das halbtail ein morterschaff ein und auß gett.
item dorinnen ein lange hackpanck, dorauf fleisch, kraut und anders zu
hacken, dorpei 2 thisch nider auf stollen, dorauf man angerichten mag.
item im kemmerlein neben dem güßstein in derselben küchen ein thiesch
auf 2 pocken und dorvor ein fürpanck. item in des kochs kammer dorob
dem kemmerlein ein thiesch auf 2 pocken und dorvor ein fürpanck.
Item in derselben kamer ein spünpet, dorinnen ein strosack, ein pet, 1
polster, 2 küss, 2 leilach, 1 deck und ein fürpanck vor dem pet.
[204^a] Item ein hulczene rinnen hab ich aus dem güßstein in derselben
kuchen uber den zwinger in den statgraben geleit, wart von dillen
gemacht, dordurch das unrein wasser außlieff. item in den slot
derselben kuchen 2 starck rigel doruber zwerch eins pruckholz zu einer
hengel, ob man die doran wolt hohen.
Item im sall unten zwischen den ersten 2 seullen am hineingen 3 penck
mit ruckpretteren auf den zwei seiten, auf ieder seiten eine und unden
under augen eine, und neben derselben unteren panck ein schranck und
gerüst mit eim sneller, die leut dordurch auß und ein zu lossen, und in
der mit ein sauber tisch vor den vensteren auf 2 guten steten pocken;
in dem geschrenck helt man das hoffgericht, süst sol der selb sall
aller geraumpt sein. in demselben unteren sall vor der kirchen in dem
gitter auf der lincken seitten der kirchtür ist ein kammer, dorinnen
ein spünpet, 1 strosack, 1 federpet, 2 leilach, 1 polster, 2 küss,
1 deck und ein furpanck vor dem pet, dorinnen des keisers torwarten
pflegen zu liegen.
Item der purckgraff Sebolt Kreß der hat sein eingang im unteren sall in
sein gemach, das spert er zu und hat sein eigen wesen mit sein ehalten
in dem selben gemach. item unter der grossen stieg, die auß dem unteren
in den oberen sall gett, ist ein kemerlein, das hat der Kreß in seiner
gewalt und dorinnen allerlei seiner nottorft.
Item auf dem oberen grossen sall ist auf der prück dem keiser ein
sauber tisch auf 2 pocken zugericht, doch newer von 2 vichten pretteren
und mit gelitten verzinten panten. item dorpei sein kredencz aufgemacht
von pretteren 3 staffel hoch auf der lincken seiten als man auf die
prücken gen will. item das gitter vor der stieg unten vor der prück
mag man für ziehen und niemant hinauf lossen ob man wil. in dem selben
sall auf ieder seiten unter den fenstern herab 7 tisch, die pesten
zuvorderst, und [204^b] unter iedem tisch 2 pock und 2 furpenck dorfür,
wann niemant den ruck jegen des keisers tisch kert. item in der mit
desselben oberen sals 2 groß geviert tisch auf pocken zu kredenczen,
oder von oder zu den tischen essen und trinckfaß dorauf zu seczen.
item ein kamer ist auf der langen stieg, die von dem unteren sal auf
den oberen get, dorinnen ist ein spanpet, 1 strosack, 1 federpet, 2
leilach, 1 polster, 2 küss, ein deck und vor dem pet ein furpanck.
Item in der stuben neben des keissers grün kamer, dorinnen man rat
helt, ist nichtz gestelt dan die glassfenster dorinnen fürgeseczt.
item in des keisers grün kamer des keisers groß spanpet, 1 strosack, 2
federpet ob einander, 4 leilach dorauf gepreit, von golez 1 polster, 2
küss uberzogen mit golcz und tolden von weissen garen an den zipfelen,
doruber gedeckt ein roten seiden golter; umb das pet was ein furhang
von ploben scheter gemacht, und 2 nider penck auf den peden seitten
desselben spanpecz. item in derselben kameren waren 2 spanpet, in iedem
ein strosack, 1 federpet, 1 polster, 2 küss, 2 leilach, 1 deck; mer
dorinnen 1 lange taffel auf 2 pocken und 2 fürpenck vor den peten; die
glesser vor denselben fensteren in derselben kameren furgeseczt.