[186^b] Es sollen auch die meister wem sie arbeiten mit sampt iren

gesellen, die sie mit ine doran pringen, demselben von seinem werk

nit geen wider seinen willen, piß sie im sein werk außgeworcht und

volbracht haben, die weil er im werkzeug zu geben hat; und desgleichen

sullen auch die knecht, die mit einem meister in ein arbeit steen, bei

demselben meister und der arbeit beleihen, biß die volbracht wirt, und

davon on willen des pauherren und des meisters nit geen on mercklich

und redlich ursach. welcher meister das überfure und von dem werck

gieng, der soll der stat zehen pfunt newer haller geben zu puß und dem

pauherren sein schaden schuldig sein ab zu legen; und welcher knecht

von seinem meister gieng, ee die arbeit volbracht wurde, der solt ein

pfunt newer haller zu puß geben und verfallen sein, und den solt furpaß

auch kein ander meister weder furdern noch aufnemen zu arbeitten.

welcher meister in darauf uffneme, so er des erinnert were worden, und

das also überfure, der sol von ieglichem tag ein pfunt newer haller zu

puß geben; und er mocht es also geverlichen halten, ine wolt der ratt

darzu straffen, nachdem und er zu ratte wurde.

Es soll hinfuro kein steinmetz, zimmerman, maurrer, decker, tuncher,

claiber und dergleichen oder iemant von iren wegen dem anderen meister,

welcher der ietzgemelten hantwerk er ist, sein knecht mit gab oder

miett oder einicherlai versprechnus oder verwennung über den hernach

bestimpten gesetzten lone uß seinem gewalt nit dingen noch abhendig

machen. und wer das überfure und darumb gerückt oder furpracht wurde,

das er solichs uberfaren het, der must als oft darumb zu puß geben

an die stat funf pfunt novi und dem clager auch sovil on genade; und

er mocht es also geferlichen halten, in wolt ein rat darzu straffen,

nachdem und er zu ratt wurde.

[187^a] Es soll auch ein ieglicher meister und werckman an sein arbeit

geen die zeit auß, so die glock achte, neunne, zehenne schlecht, alle

tag des morgens zu dem garauß und des abentz zu dem garauß davon geen,

und in der obgemelten zeit alle tag ein hore zu dem essen geen und

nicht mer.

Wenn aber die glock ailfe, zwelfe und dreuzehenne slecht, so sullen sie

dieselben zeit alle tag des morgens ein halbe hore nach dem garauß und

des abents ein halbe hore vor dem garauß zu und von der arbeit geen;

und sie mugen dieselben zeit zwo stunt zu dem essen geen und nit mer.

Und wenn die glock viertzehenne, funfzehenne und sechtzehenne schlecht,

sollen sie dieselben zeit alle tag des morgens ein stunt nach dem

garauß und des abents ein stunde vor dem garauß zu und von der arbeit

geen; und sie mugen dieselben zeit auß alle tag drei stund zum essen

geen und nit mer.

Und in solicher vorbenanter zeit und tagen soll ein ieglicher meister

und knecht zu der arbeit an geen und von der arbeit ab geen und stetigs

an seiner arbeit beleiben, in massen dann vor eigentlich die stunt

benent sind; und welcher meister das überfure, der solt alle mall

dreissig haller der stat zu puß geben, und der knecht, so oft er das

überfure, funftzehen haller.

[187^b] Wa aber einer ehaft not zu schaffen hett, das er darumb von der

arbeit must geen, der soll mit urlaub des pauherren gescheen, und soll

der meister, als vill stund er davon ist, ie von einer stunde vier

pfenning und der knecht fur ein stunde zwen pfenning am lone ab geen

lassen; und so oft einer die versaumpten stunde am lone nit abziehen

wolt, so vorgemelt ist, der solt aber der stat ein pfunt haller zu pueß

geben.

Es soll auch kein meister, er sei steinmetz, zimmerman, maurrer,

decker, tüncher und claiber ußwendig der stat die summer zeit nit

arbeitten on des rats oder burgermeisters erlaubung; welcher das

überfure, der solt die stat dreu jar meiden und nit herein komen on des

rats erlaubung.

Item und nachdem man zimmerleutten, steinmetzen, maurrern, deckern,

tunchern und kleibern, den meistern, iren gesellen und taglonern pißher

zu essen geben hat, ist ein rat doran komen und gepietten ernstlichen,

das nun hinfur kein pauherre, fraw oder ir gewalt hie in der stat den

obgemelten arbeittern nit mer suppen oder sunst zu essen und trincken

geben soll, sunder das bei dem gesetzten lone beleiben lassen. wer das

überfure, pauherr, frawe oder ir gewalt, der must von einem ieden tag

und einem ieden arbeitter besunder, als oft das bescheen wer, geben

sechtzig haller und ein arbeitter dreissig haller.

Item einem ieden zimmerman, der meister ist, so soll man zu taglone

geben von sant Peters tag kathedra [22 Febr.] biß auf Galli [16 Oct.]

vierundzweintzig pfenning und einem zimmergesellen zweintzig pfenning.

[188^a] Und von sant Gallen tag wider biß uff sant Peters tag sol man

einem zimmerman geben zweintzig pfenning, und einem zimmergesellen

sechtzehen pfenning zu taglon geben.

Und soll einem meister iede wochen zu badgelt geben vier pfenning und

dem knecht zwen pfenning.

Es soll auch kein meister noch geselle im mer zu lone geben und zu

badgelt heissen geben noch iemant anders unterweisen, denn den

gesetzten lone und badgelt, wie oben begriffen ist; wer das überfure,

der must ein pfunt haller zu puß geben.

Desgleichen wo ein pauherr, frawe oder ir gewalt mer dann den gesetzten

lone und badgelt gebe, so oft er das überfure, der oder dieselben

musten von einem ieglichen tag und iedem arbeitter zu puß geben

sechtzig pfenning.

Iedoch ob das beschee, das iemant zwen oder drei tag zu einer

bosselarbeit eins oder zweier gesellen notturftig würde und im der

meister die an sein arbeit stellt, derselbe pauherr mocht denselben

gesellen über iren gesetzten lone eines ieden tags zweier pfenning mer

geben dann iren gesetzten lone, ob er anders wolt ungeverlich.

[188^b] Wer aber sach, das derselb pawe lenger dann zwen oder drei tag

weret, so solt er nicht mer geben dann den gesetzten lone bei der

obbestimbten puß; und wer sach, das der pauherre den gesellen solichen

lone also uber acht tag geben wurde, so solten derselben pauherren und

der gesellen ir ieder geben an die stat ein pfunt novi, als oft sie

darumbe geclagt oder gerückt werden.

Und als man den meistern bißher von irs meister rechten und dargelihen

zeugs wegen schenckung oder liebung thun hat mussen, ist ein rat

doran komen und gepeut ernstlich, das man denselben meister soliche

schenckung oder liebung hinfur nit mer schuldig sein noch geben soll,

nachdem und man denselben iren lone vier pfenning hoher gesetzt hat

dann den gesellen; wer das überfure, es sei meister oder pauherre, der

mus zehen pfunt novi zu puß geben.

Auch sullen die gesworen maurrer, tuncher, decker und claiber in aller

maß des lons und badgelts halben verpunden sein zu halten als die

zimmerleut, außgenomen dem deckermeister zwen pfenning mer zu ieglicher

zeit zu taglone zu geben.

Und in aller massen sullen die steinmetzen und maurrergesellen auch

tunchergesellen, deckergesellen, die bei den deckermeistern uff dem

tach steen, und die claiber in dem lone, des badgelts und aller gesetze

halben verpunden sein als die zimmerleut, wie vor gelaut ist.

[189^a] Und was man sust taglöner, morterrürrer und hantraicher zu einem

pawe bedorfte, die mocht man bestellen uff das nechst so man kunt,

doch also, das man ine nit zu essen gebe bei der gesatzten puß.

Und also soll ein ieglicher steinmetz, zimmergeselle, maurrer, tuncher

und deckergeselle, der burger und nit meister ist, einem meister,

in des versprechnus und furderung er stee, [gehorsam] und in aller

ordenung verpunden sein, alles das zu thun, als diese gesetze außweist,

als vill in des gepürt; und soll demselben meister, der ine also

furdert, nichtz schuldig noch pflichtig sein von seiner furderung

oder arbeit wegen, dahin er ine furdert oder schicket, zu geben oder

zu schencken. und welicher meister das uberfure, der soll zwai pfunt

haller der stat zu puß geben.

Es soll auch derselben steinmetz, zimmergeselle, maurrer, tuncher

und deckergesellen ir deheiner, der burger und nit meister ist, sich

keinerlai arbeit unterwinden alle die weil im derselbe meister sein zu

arbeitten zu geben hat. ob aber derselb meister kein arbeit hette und

denselben gesellen an arbeit nit gefurdern mocht, hette dann derselb

geselle arbeit und furdrung bei einem anderen meister, so soll im sein

vörder meister das vergunnen; möcht aber derselb knecht kein meister in

der stat gehaben, der in furdert, stieß dann icht posselwerck arbeit

an ine, so soll er doch dasselb posselwerck nit arbeitten denne mit

willen und wissen seines meisters uff die zeit. derselb meister soll

im dann das vergonnen und erlauben on alle liebung und gabe so lang,

biß dieselb arbeit volbracht wirt und er wider furderung von dem oder

anderem meister gehaben mag. welicher meister das überfure und seinem

knecht also in vorgeschriben masse nicht erlauben wolt, der soll der

stat zu puß zwai pfunt haller geben.

[189^b] Und welcher steinmetz, zimmergeselle, maurrer, tuncher und

deckergeselle, wie woll er burger were, das überfure und posselwerck

wider seines meisters willen macht anders dann vorgemelt ist, der soll

von ieglichem tag sechtzig haller zu puß geben, so er darumb gerugkt

werde.

Als dan liderlich meister hie aufgenummen sein auf dem hantwerck der

decker piß her, die den morter nit gewist haben zu bereiten und die

dach in der gemein ubel gedeckt und verwarlost haben, als sie dan des

hantwerx nit noch nottorft gelernt oder gekunt haben, auch die meister

etlich untüglich knecht von irs eigen nucz wegen dorzu gepraucht haben,

dordurch den leuten ir zimer und heuser verdorben und erfault sein: und

dorumb so hat ein erberer rat geseczt, das hinfür keiner zu meister sol

auf genumen werden, er hab dan das hantwerck beweist und bewert vor

2 meisteren des selben hantwerk, die man dorumb verhoren sol vor den

herrn auf den eit, das derselb, der meister wol werden, das hantwerck

genüglichen kunn und dem wiß vor zu sein noch nottorft.

So hat ein erber rat geseczt, das die meister keinen knecht auf die

decher sullen stellen zu decken, er hab dan vor dreu jar morter gerürt.

auch so sullen dieselben knecht geloben alle jar, so die meister sweren

zu sant Walpurgen tag [1 Mai], das sie den leuten wollen getrewlichen

arbeiten und von der stat nit wollen ziehen dan mit eins pürgermeisters

laub.

Dozu hat ein erber rat geseczt, welcher meister oder knecht in den

vorgemelten geseczen fürprocht wirt, der dorinnen geprochen und nit

gehalten het, der sol auf das haus zu puß geben 2 pfunt novi ungnade.

[190^a] Diese zwei stuck gehorent dem pfenter zu.

Und ein ratte soll alle vierteil jars leut von rats wegen geben, die

solich meister und ir gesellen zu verhoren besenden, ob sie solich

gesetze überfaren oder gehalten haben, und darnach der puß nachgeen als

sich gepuret und recht ist.

Auch welich meister und gesellen solich gesetze überfaren hetten, das

dieselben die pauherren oder ir gewalt, den sie solich pewe gethan

hetten, auch melden sollen, dieselben auch zu verhoren besenden und

furpaß der puß gegen ine nachgeen als sich gepuret und recht ist.

[190^b] Von ettlichen gesetzen der gepewe halben im statbuch begriffen.

Es ist auch gesetzt, das einer den andern befriden soll in der stat wo

einer eingeet zu der rechten hant, und ob einer an den andern gestossen

hat überzwerch, das sullen sie mit einander befriden; und außwendig der

stat sol einer den andern befriden velds halben, als in dem statbuch

steet folio 156.

Es soll auch ein ieglicher man den anderen befriden in der stat als

hoch ir peder aigen geen.

Es soll ein ieglicher man den anderen befriden in den höffen und in

gerten zwelf schuch hoch.

Es soll auch ein ieder den anderen befriden in der vorstat acht schuch

hoch veldes halben.

Wer auch, ob iemant liecht oder trupfen het geen auf den anderen, das

soll er abthun, wenn er des von im ermant wirt, alle tag pei einem

pfunt haller, dann er bring es mit brieffen oder mit zeugen, das er es

durch recht haben soll. pringt er es dann, das er es durch recht auf in

haben sull, so soll er herauß auf in nichtz giessen noch werfen keinen

unflat, oder was das ist, oberseit seiner rinnen oder niderseit; als

oft er das bricht, so gibt er sechtzig haller von iedem tag.

Es ist auch gesetzt: ist, das einer pawen will mit steinwerck zwischen

im und seinem nachpauren, so soll er das seinem nachpauren anbietten

mit zweien gesworen mannen, ob er mit im pawen woll; und das soll er

im in viertzehen tagen sagen, ob er es thun woll oder nicht. will er

dann mit im pawen, so soll er den paw mit im anheben in einem halben

jare, und sullen die maur auf ir baider aigen legen und sullen auch die

maur machen drewer gaden hoch; wolt aber ir einer hoher mauren, der mag

auf seinem halbteil mauren wie hoch er will. sie mugen auch die maur

mit irrer paider willen niderer machen denn dreier gaden hoch, wie sie

wollen; als in dem statbuch steet folio hundert 57.

[191^a] Will er aber nit pawen, so soll jener ein maur auf in legen auf

rechten grunt; wolt aber jener, auf den man die maur legt, dieselben

maur kellertieff haben und bedorft ir gener nicht, der die maur legt,

so soll er sie von sein selbs gelt legen biß auf rechte kellertieff von

dem grunt, als jener die maur legen soll.

Wer auch jenen den paw anpeut, als verr der pawen will auf ir paider

aigen, alsverre soll jener mit im pawen.

Wer auch, das der ander verrer pawen wolt auf ir paider aigen, des solt

im der ander auch gehorsam sein.

Wer auch verrer pawen wolt, dann ir peder aigen geen, die der paw

antrifft, der bedarf nit kellertieff faren, aber er soll die maur sust

auf rechten und guten grunt legen; wolt aber der ander kellertieff

haben im zenutz, der soll dieselben kellertieff an der meur selber an

der hoch furen biß an den rechten grunt mit sein selbs gelt. und wer

auf den andern also legen will, der soll nicht kurtzer auf in legen

dann zwenunddreissig schuch, es sei dann mit irrer beider willen.

Wer furpaß verrer pawen wolt, den sein aigen treff an stallung,

heukamer oder was das were, der bedarf nit kellertieff faren und

soll auch ein maur neur zwaier schuch dick legen, ob er will, ob dem

ertrich und zweier gaden hoch und nicht hoher, ob er will; will der

ander hoher pawen, das mag er thun mit seinem gelt on ditz schaden.

aber wer gen einem hoff oder gen einem garten pawen wolt, der bedarf

aber nit kellertieff faren und mag eins gadems hoch pawen von rechtem

grunt, das soll dreizehen schuch hoch sein ob dem ertrich, und die

maur soll sein ob dem ertrich anderhalb schuchs dick in dem rechten,

als vor geschriben steet, welcher nicht mit dem andern pawen wolt, das

man die maur auf den anderen legt. und solt auch ein ieglicher, der

also pawen wolt, dem andern sein holtzwerck vassen in das steinwerg,

und solt auch seinem nachpauren die maur vertigen mit pogen und mit

venstern, als redlich und bescheidenlich wer. wer der ist, der den

andern den paw anpeut, als vor geschriben steet, will jener denn

nicht mit im pawen, so soll er auf in legen und soll auch jenem sein

haus untersetzen und abraumen mit sein selbs pfenning. wer aber, das

einer nicht anheim were, mit dem einer pawen wolt, so soll man im es

verkunden von gerichtz wegen [191^b] mit des gerichtz brieff; und wenn

denn der bott beredt zu den heiligen, auf welichen tag er im den brieff

geantwurt habe, von demselben tag in vier wochen kumpt er dann nicht

und verantwort sich oder ehaft not für in beredt wirt als recht ist, so

soll jener auf in legen und soll mit seinem pawe volfaren als recht ist.

Hat einer ein hoff und der ander ein nebenhaus oder ein abseitten doran

stossen und wollen die mauren miteinander, so sullen sie machen ein

maur dritthalb schuchs dick und zwei gadem hoch; wellen sie aber von

paiden teilen die hohen machen, das mugen sie woll thun. will aber

einer die maur auf den andern legen, so soll er sie auch dritthalb

schuchs dick machen und zwei gadem hoch; bedarf er ir hohir, so mag er

sie auch woll hoher machen auf seinen teill, als in dem statbuch steet

folio hundert achtundfunftzig.

Es ist auch erteilt etc. umb all graben und reihen zu Nuremberg, das

niemant kein privet dorein haben noch machen soll; wer das übervert,

der muß von iedem tag furpaß geben ein halb pfunt haller.

Es sein zu rat worden etc., das niemant kein zins nemen soll außwendig

sein haus vor dem drischeufel; wer darüber zins neme, der soll in auf

das haus antworten den losungern, und soll auch niemant auserhalben

seins haus von keiner stat, von dheiner panck, von keinem schrein noch

schragen noch von keinem andern ding, davon er zins nimpt, herfür

setzen bei einem pfunt haller, und soll auch niemant weder fewer noch

rauch haben vor seiner thür bei der vorgenanten puß.

Es haben die burger etc. wer, das zwen oder mer ein aigen mit einander

hetten, das sullen sie mit einander nit teilen, es mug dann iedem teil

werden funfundzweintzig schuch weit vorn gegen der strassen; wer aber,

das das aigen als weit nicht were, so soll einer dem andern sein teil

nicht abkaufen oder im zu kaufen geben. mochten sie aber pede uberein

nicht komen, so sollen sie das gantz eigen mit einander also gantz

verkauffen. wer aber, das sie dasselb eigen haben wolten, so sullen sie

es umb zins hinleihen, wer allermeist davon geben will; wolten sie aber

mit wilkür bei einander ungetailt [192^a] darinn sitzen, das mochten

sie woll thun.

Es haben auch gesetzt die burger vom ratte, ob das wer, das zwen oder

mer ein aigen mit einander hetten, und ob sie das mit einander teillen

wolten, welcher dann das merer teil an dem aigen hett, der solt mit

dem loß an ein ort vallen nacheinander, und haben aber an dem aigen

mer leut teil, so soll aber der merer teil des aigens pei einander

pleiben und zu einander gefallen mit dem loß, ob sie es teillen wollen.

und wer auch, das in den sachen kein stoß wurd, derselb stoß solt

steen an schöpfen und an rat, als in dem statbuch steet folio hundert

neunundfunftzig.

Es ist auch gesetzt, das niemant furpaß nicht pawen soll vor seinem

haus oder vor seinem geswell, es sei vorn oder hinten, on der burger

rat, es seien kellerhelse oder was es sei; wer das pricht, der muß ie

als oft geben funf pfunt haller an die stat und er muß dennoch den paw

abprechen. und ob vor diesem gesetz icht gepawet ist zu unrecht, das

soll darumb nicht besteen, man mug es rechtfertigen wenn die burger

wollen.

Es ist auch gesetzt, wer rinnen hat geen auß seiner kuchen oder seinem

haus und unrein wasser darauß geust und laitet, der muß geben ie von

dem tag ein pfunt haller.

Wer auch pawen will, der soll mit zigeln oder mit leim pawen, er soll

auch mit zigeln decken; wer das pricht, der gibt funf pfunt haller.

Und wer ein hultzen want macht, der soll sie gegen im cleiben, und der

an im sitzt, der soll die ander seit cleiben, ob er selbs ein want

nicht enhett, pei der vorgenanten puß.

Auch ist gesetzt, das niemant leim graben soll bei dheinem weg umb und

umb bei der stat, er grab dann zehen schuch davon, bei sechtzig haller

ie von dem tag, der do grebt oder der es heist.

[192^b] Wer pawet und ertrich außschut, der soll in acht tagen darzu

greiffen und soll das nach einander außfuren, die weil sein icht da

ist; thut er das nicht, so soll er darnach altag geben ein pfunt

haller, als im statbuch steet hundert einundsechzig folio.

Wer mist tregt an die strassen, let er in lenger ligen denn uber den

achten tag, so soll er furpaß geben zu puß von iedem tag ein pfund

haller; und wer den mist denn nimpt, der hat doran nicht missetan, es

sei in der stat oder in der vorstat.

Wer hintersessen hat oder hausgenossen, der soll haben zu seinen

hintersessen und hausgenossen ein privet; wer das pricht, der gibt ein

pfunt haller, als in dem statbuch steet folio hundert zwaiundsechzig.

Und niemant soll kein unflat in hefen oder in anderen dingen an die

straß werfen; wer so getanen unflat wirft an die strassen, der muß

geben sechtzig haller; hat der hausgenoß des nicht, so pfendt man den,

des das aigen ist.

Es gepietten auch unser herren etc., das furpaß niemant kein unflat,

wie der genant ist, in der stat noch vor der stat in den Vischpach

werfen noch giessen soll; wer das überfure und das man das mit zweien

oder dreien beweisen mocht, der must als oft er gerugt wurde, ein pfunt

newer haller zu puß geben, als in dem wandelbuch steet folio 82.

[193^b] Von dem tagwerck seil.

So hab ich, als ich paumeister worden pin, gefunden auf der Peunt ein

altz tagwerck seil, das gar von einem alten pauren, der vill jar darmit

gemessen hat, der das der stat gegunt und übergeben, als ich von dem

Gürtler bericht worden pin etc. dasselb seil hab ich im zwinger hinter

der Peunt auf der gedeckten zwingermeur zwischen dem thuren mit dem

grün G und dem thuren darnach mit dem grün H verzeichen lassen an der

prustwer gegen dem graben unter der zinnen. do hab ich vier eisen,

eins einer spann lanck, in die maur legen lassen, sein gestalt als

ein klammer, und ist ie von einem eisen zu dem anderen ein vierteil

eins tagwercks; der vierteil sein also vier noch einander, das alles

ist die leng von einem tagwerck, und halben weg dieselben leng oder

der vorgeschriben vierteil zwai ist überzwerch zu rechen die praitten

von einem tagwerck etc. will man dann das nach den schuen haben oder

rechen, so ist ie dreuhundert und zweintzig statschuch nach der leng

ein tagwerck und hundert und sechtzig statschuch überzwerch zu rechen

ein tagwerck.

Ob nun iemant an einem seil die leng nemen und abmessen wolt, so soll

man des geflissen sein, das man die leut warn, die solichs begeren,

das sie das moß mit keinem newen seil nemen, es wer dann, das das

in sunderheit darzu gemacht worden were, oder das das vor gar woll

gestreckt und der trodel darauß komen were; dann es felet sust gar

sere, das das seil auß einander geet und sunderlich, ob man damit

messen wurd auf einer wisen oder acker, die naß oder darauf der taw

lege, so geet das seil ser ein. in dem allen muß man sich versehen oder

leut, die darvon ein meß nemen wolten, darvor warnen etc.

[194^a] Von den gengen unter der vesten.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 24 / 35 段