gesellen, die sie mit ine doran pringen, demselben von seinem werk
nit geen wider seinen willen, piß sie im sein werk außgeworcht und
volbracht haben, die weil er im werkzeug zu geben hat; und desgleichen
sullen auch die knecht, die mit einem meister in ein arbeit steen, bei
demselben meister und der arbeit beleihen, biß die volbracht wirt, und
davon on willen des pauherren und des meisters nit geen on mercklich
und redlich ursach. welcher meister das überfure und von dem werck
gieng, der soll der stat zehen pfunt newer haller geben zu puß und dem
pauherren sein schaden schuldig sein ab zu legen; und welcher knecht
von seinem meister gieng, ee die arbeit volbracht wurde, der solt ein
pfunt newer haller zu puß geben und verfallen sein, und den solt furpaß
auch kein ander meister weder furdern noch aufnemen zu arbeitten.
welcher meister in darauf uffneme, so er des erinnert were worden, und
das also überfure, der sol von ieglichem tag ein pfunt newer haller zu
puß geben; und er mocht es also geverlichen halten, ine wolt der ratt
darzu straffen, nachdem und er zu ratte wurde.
Es soll hinfuro kein steinmetz, zimmerman, maurrer, decker, tuncher,
claiber und dergleichen oder iemant von iren wegen dem anderen meister,
welcher der ietzgemelten hantwerk er ist, sein knecht mit gab oder
miett oder einicherlai versprechnus oder verwennung über den hernach
bestimpten gesetzten lone uß seinem gewalt nit dingen noch abhendig
machen. und wer das überfure und darumb gerückt oder furpracht wurde,
das er solichs uberfaren het, der must als oft darumb zu puß geben
an die stat funf pfunt novi und dem clager auch sovil on genade; und
er mocht es also geferlichen halten, in wolt ein rat darzu straffen,
nachdem und er zu ratt wurde.
[187^a] Es soll auch ein ieglicher meister und werckman an sein arbeit
geen die zeit auß, so die glock achte, neunne, zehenne schlecht, alle
tag des morgens zu dem garauß und des abentz zu dem garauß davon geen,
und in der obgemelten zeit alle tag ein hore zu dem essen geen und
nicht mer.
Wenn aber die glock ailfe, zwelfe und dreuzehenne slecht, so sullen sie
dieselben zeit alle tag des morgens ein halbe hore nach dem garauß und
des abents ein halbe hore vor dem garauß zu und von der arbeit geen;
und sie mugen dieselben zeit zwo stunt zu dem essen geen und nit mer.
Und wenn die glock viertzehenne, funfzehenne und sechtzehenne schlecht,
sollen sie dieselben zeit alle tag des morgens ein stunt nach dem
garauß und des abents ein stunde vor dem garauß zu und von der arbeit
geen; und sie mugen dieselben zeit auß alle tag drei stund zum essen
geen und nit mer.
Und in solicher vorbenanter zeit und tagen soll ein ieglicher meister
und knecht zu der arbeit an geen und von der arbeit ab geen und stetigs
an seiner arbeit beleiben, in massen dann vor eigentlich die stunt
benent sind; und welcher meister das überfure, der solt alle mall
dreissig haller der stat zu puß geben, und der knecht, so oft er das
überfure, funftzehen haller.
[187^b] Wa aber einer ehaft not zu schaffen hett, das er darumb von der
arbeit must geen, der soll mit urlaub des pauherren gescheen, und soll
der meister, als vill stund er davon ist, ie von einer stunde vier
pfenning und der knecht fur ein stunde zwen pfenning am lone ab geen
lassen; und so oft einer die versaumpten stunde am lone nit abziehen
wolt, so vorgemelt ist, der solt aber der stat ein pfunt haller zu pueß
geben.
Es soll auch kein meister, er sei steinmetz, zimmerman, maurrer,
decker, tüncher und claiber ußwendig der stat die summer zeit nit
arbeitten on des rats oder burgermeisters erlaubung; welcher das
überfure, der solt die stat dreu jar meiden und nit herein komen on des
rats erlaubung.
Item und nachdem man zimmerleutten, steinmetzen, maurrern, deckern,
tunchern und kleibern, den meistern, iren gesellen und taglonern pißher
zu essen geben hat, ist ein rat doran komen und gepietten ernstlichen,
das nun hinfur kein pauherre, fraw oder ir gewalt hie in der stat den
obgemelten arbeittern nit mer suppen oder sunst zu essen und trincken
geben soll, sunder das bei dem gesetzten lone beleiben lassen. wer das
überfure, pauherr, frawe oder ir gewalt, der must von einem ieden tag
und einem ieden arbeitter besunder, als oft das bescheen wer, geben
sechtzig haller und ein arbeitter dreissig haller.
Item einem ieden zimmerman, der meister ist, so soll man zu taglone
geben von sant Peters tag kathedra [22 Febr.] biß auf Galli [16 Oct.]
vierundzweintzig pfenning und einem zimmergesellen zweintzig pfenning.
[188^a] Und von sant Gallen tag wider biß uff sant Peters tag sol man
einem zimmerman geben zweintzig pfenning, und einem zimmergesellen
sechtzehen pfenning zu taglon geben.
Und soll einem meister iede wochen zu badgelt geben vier pfenning und
dem knecht zwen pfenning.
Es soll auch kein meister noch geselle im mer zu lone geben und zu
badgelt heissen geben noch iemant anders unterweisen, denn den
gesetzten lone und badgelt, wie oben begriffen ist; wer das überfure,
der must ein pfunt haller zu puß geben.
Desgleichen wo ein pauherr, frawe oder ir gewalt mer dann den gesetzten
lone und badgelt gebe, so oft er das überfure, der oder dieselben
musten von einem ieglichen tag und iedem arbeitter zu puß geben
sechtzig pfenning.
Iedoch ob das beschee, das iemant zwen oder drei tag zu einer
bosselarbeit eins oder zweier gesellen notturftig würde und im der
meister die an sein arbeit stellt, derselbe pauherr mocht denselben
gesellen über iren gesetzten lone eines ieden tags zweier pfenning mer
geben dann iren gesetzten lone, ob er anders wolt ungeverlich.
[188^b] Wer aber sach, das derselb pawe lenger dann zwen oder drei tag
weret, so solt er nicht mer geben dann den gesetzten lone bei der
obbestimbten puß; und wer sach, das der pauherre den gesellen solichen
lone also uber acht tag geben wurde, so solten derselben pauherren und
der gesellen ir ieder geben an die stat ein pfunt novi, als oft sie
darumbe geclagt oder gerückt werden.
Und als man den meistern bißher von irs meister rechten und dargelihen
zeugs wegen schenckung oder liebung thun hat mussen, ist ein rat
doran komen und gepeut ernstlich, das man denselben meister soliche
schenckung oder liebung hinfur nit mer schuldig sein noch geben soll,
nachdem und man denselben iren lone vier pfenning hoher gesetzt hat
dann den gesellen; wer das überfure, es sei meister oder pauherre, der
mus zehen pfunt novi zu puß geben.
Auch sullen die gesworen maurrer, tuncher, decker und claiber in aller
maß des lons und badgelts halben verpunden sein zu halten als die
zimmerleut, außgenomen dem deckermeister zwen pfenning mer zu ieglicher
zeit zu taglone zu geben.
Und in aller massen sullen die steinmetzen und maurrergesellen auch
tunchergesellen, deckergesellen, die bei den deckermeistern uff dem
tach steen, und die claiber in dem lone, des badgelts und aller gesetze
halben verpunden sein als die zimmerleut, wie vor gelaut ist.
[189^a] Und was man sust taglöner, morterrürrer und hantraicher zu einem
pawe bedorfte, die mocht man bestellen uff das nechst so man kunt,
doch also, das man ine nit zu essen gebe bei der gesatzten puß.
Und also soll ein ieglicher steinmetz, zimmergeselle, maurrer, tuncher
und deckergeselle, der burger und nit meister ist, einem meister,
in des versprechnus und furderung er stee, [gehorsam] und in aller
ordenung verpunden sein, alles das zu thun, als diese gesetze außweist,
als vill in des gepürt; und soll demselben meister, der ine also
furdert, nichtz schuldig noch pflichtig sein von seiner furderung
oder arbeit wegen, dahin er ine furdert oder schicket, zu geben oder
zu schencken. und welicher meister das uberfure, der soll zwai pfunt
haller der stat zu puß geben.
Es soll auch derselben steinmetz, zimmergeselle, maurrer, tuncher
und deckergesellen ir deheiner, der burger und nit meister ist, sich
keinerlai arbeit unterwinden alle die weil im derselbe meister sein zu
arbeitten zu geben hat. ob aber derselb meister kein arbeit hette und
denselben gesellen an arbeit nit gefurdern mocht, hette dann derselb
geselle arbeit und furdrung bei einem anderen meister, so soll im sein
vörder meister das vergunnen; möcht aber derselb knecht kein meister in
der stat gehaben, der in furdert, stieß dann icht posselwerck arbeit
an ine, so soll er doch dasselb posselwerck nit arbeitten denne mit
willen und wissen seines meisters uff die zeit. derselb meister soll
im dann das vergonnen und erlauben on alle liebung und gabe so lang,
biß dieselb arbeit volbracht wirt und er wider furderung von dem oder
anderem meister gehaben mag. welicher meister das überfure und seinem
knecht also in vorgeschriben masse nicht erlauben wolt, der soll der
stat zu puß zwai pfunt haller geben.
[189^b] Und welcher steinmetz, zimmergeselle, maurrer, tuncher und
deckergeselle, wie woll er burger were, das überfure und posselwerck
wider seines meisters willen macht anders dann vorgemelt ist, der soll
von ieglichem tag sechtzig haller zu puß geben, so er darumb gerugkt
werde.
Als dan liderlich meister hie aufgenummen sein auf dem hantwerck der
decker piß her, die den morter nit gewist haben zu bereiten und die
dach in der gemein ubel gedeckt und verwarlost haben, als sie dan des
hantwerx nit noch nottorft gelernt oder gekunt haben, auch die meister
etlich untüglich knecht von irs eigen nucz wegen dorzu gepraucht haben,
dordurch den leuten ir zimer und heuser verdorben und erfault sein: und
dorumb so hat ein erberer rat geseczt, das hinfür keiner zu meister sol
auf genumen werden, er hab dan das hantwerck beweist und bewert vor
2 meisteren des selben hantwerk, die man dorumb verhoren sol vor den
herrn auf den eit, das derselb, der meister wol werden, das hantwerck
genüglichen kunn und dem wiß vor zu sein noch nottorft.
So hat ein erber rat geseczt, das die meister keinen knecht auf die
decher sullen stellen zu decken, er hab dan vor dreu jar morter gerürt.
auch so sullen dieselben knecht geloben alle jar, so die meister sweren
zu sant Walpurgen tag [1 Mai], das sie den leuten wollen getrewlichen
arbeiten und von der stat nit wollen ziehen dan mit eins pürgermeisters
laub.
Dozu hat ein erber rat geseczt, welcher meister oder knecht in den
vorgemelten geseczen fürprocht wirt, der dorinnen geprochen und nit
gehalten het, der sol auf das haus zu puß geben 2 pfunt novi ungnade.
[190^a] Diese zwei stuck gehorent dem pfenter zu.
Und ein ratte soll alle vierteil jars leut von rats wegen geben, die
solich meister und ir gesellen zu verhoren besenden, ob sie solich
gesetze überfaren oder gehalten haben, und darnach der puß nachgeen als
sich gepuret und recht ist.
Auch welich meister und gesellen solich gesetze überfaren hetten, das
dieselben die pauherren oder ir gewalt, den sie solich pewe gethan
hetten, auch melden sollen, dieselben auch zu verhoren besenden und
furpaß der puß gegen ine nachgeen als sich gepuret und recht ist.
[190^b] Von ettlichen gesetzen der gepewe halben im statbuch begriffen.
Es ist auch gesetzt, das einer den andern befriden soll in der stat wo
einer eingeet zu der rechten hant, und ob einer an den andern gestossen
hat überzwerch, das sullen sie mit einander befriden; und außwendig der
stat sol einer den andern befriden velds halben, als in dem statbuch
steet folio 156.
Es soll auch ein ieglicher man den anderen befriden in der stat als
hoch ir peder aigen geen.
Es soll ein ieglicher man den anderen befriden in den höffen und in
gerten zwelf schuch hoch.
Es soll auch ein ieder den anderen befriden in der vorstat acht schuch
hoch veldes halben.
Wer auch, ob iemant liecht oder trupfen het geen auf den anderen, das
soll er abthun, wenn er des von im ermant wirt, alle tag pei einem
pfunt haller, dann er bring es mit brieffen oder mit zeugen, das er es
durch recht haben soll. pringt er es dann, das er es durch recht auf in
haben sull, so soll er herauß auf in nichtz giessen noch werfen keinen
unflat, oder was das ist, oberseit seiner rinnen oder niderseit; als
oft er das bricht, so gibt er sechtzig haller von iedem tag.
Es ist auch gesetzt: ist, das einer pawen will mit steinwerck zwischen
im und seinem nachpauren, so soll er das seinem nachpauren anbietten
mit zweien gesworen mannen, ob er mit im pawen woll; und das soll er
im in viertzehen tagen sagen, ob er es thun woll oder nicht. will er
dann mit im pawen, so soll er den paw mit im anheben in einem halben
jare, und sullen die maur auf ir baider aigen legen und sullen auch die
maur machen drewer gaden hoch; wolt aber ir einer hoher mauren, der mag
auf seinem halbteil mauren wie hoch er will. sie mugen auch die maur
mit irrer paider willen niderer machen denn dreier gaden hoch, wie sie
wollen; als in dem statbuch steet folio hundert 57.
[191^a] Will er aber nit pawen, so soll jener ein maur auf in legen auf
rechten grunt; wolt aber jener, auf den man die maur legt, dieselben
maur kellertieff haben und bedorft ir gener nicht, der die maur legt,
so soll er sie von sein selbs gelt legen biß auf rechte kellertieff von
dem grunt, als jener die maur legen soll.
Wer auch jenen den paw anpeut, als verr der pawen will auf ir paider
aigen, alsverre soll jener mit im pawen.
Wer auch, das der ander verrer pawen wolt auf ir paider aigen, des solt
im der ander auch gehorsam sein.
Wer auch verrer pawen wolt, dann ir peder aigen geen, die der paw
antrifft, der bedarf nit kellertieff faren, aber er soll die maur sust
auf rechten und guten grunt legen; wolt aber der ander kellertieff
haben im zenutz, der soll dieselben kellertieff an der meur selber an
der hoch furen biß an den rechten grunt mit sein selbs gelt. und wer
auf den andern also legen will, der soll nicht kurtzer auf in legen
dann zwenunddreissig schuch, es sei dann mit irrer beider willen.
Wer furpaß verrer pawen wolt, den sein aigen treff an stallung,
heukamer oder was das were, der bedarf nit kellertieff faren und
soll auch ein maur neur zwaier schuch dick legen, ob er will, ob dem
ertrich und zweier gaden hoch und nicht hoher, ob er will; will der
ander hoher pawen, das mag er thun mit seinem gelt on ditz schaden.
aber wer gen einem hoff oder gen einem garten pawen wolt, der bedarf
aber nit kellertieff faren und mag eins gadems hoch pawen von rechtem
grunt, das soll dreizehen schuch hoch sein ob dem ertrich, und die
maur soll sein ob dem ertrich anderhalb schuchs dick in dem rechten,
als vor geschriben steet, welcher nicht mit dem andern pawen wolt, das
man die maur auf den anderen legt. und solt auch ein ieglicher, der
also pawen wolt, dem andern sein holtzwerck vassen in das steinwerg,
und solt auch seinem nachpauren die maur vertigen mit pogen und mit
venstern, als redlich und bescheidenlich wer. wer der ist, der den
andern den paw anpeut, als vor geschriben steet, will jener denn
nicht mit im pawen, so soll er auf in legen und soll auch jenem sein
haus untersetzen und abraumen mit sein selbs pfenning. wer aber, das
einer nicht anheim were, mit dem einer pawen wolt, so soll man im es
verkunden von gerichtz wegen [191^b] mit des gerichtz brieff; und wenn
denn der bott beredt zu den heiligen, auf welichen tag er im den brieff
geantwurt habe, von demselben tag in vier wochen kumpt er dann nicht
und verantwort sich oder ehaft not für in beredt wirt als recht ist, so
soll jener auf in legen und soll mit seinem pawe volfaren als recht ist.
Hat einer ein hoff und der ander ein nebenhaus oder ein abseitten doran
stossen und wollen die mauren miteinander, so sullen sie machen ein
maur dritthalb schuchs dick und zwei gadem hoch; wellen sie aber von
paiden teilen die hohen machen, das mugen sie woll thun. will aber
einer die maur auf den andern legen, so soll er sie auch dritthalb
schuchs dick machen und zwei gadem hoch; bedarf er ir hohir, so mag er
sie auch woll hoher machen auf seinen teill, als in dem statbuch steet
folio hundert achtundfunftzig.
Es ist auch erteilt etc. umb all graben und reihen zu Nuremberg, das
niemant kein privet dorein haben noch machen soll; wer das übervert,
der muß von iedem tag furpaß geben ein halb pfunt haller.
Es sein zu rat worden etc., das niemant kein zins nemen soll außwendig
sein haus vor dem drischeufel; wer darüber zins neme, der soll in auf
das haus antworten den losungern, und soll auch niemant auserhalben
seins haus von keiner stat, von dheiner panck, von keinem schrein noch
schragen noch von keinem andern ding, davon er zins nimpt, herfür
setzen bei einem pfunt haller, und soll auch niemant weder fewer noch
rauch haben vor seiner thür bei der vorgenanten puß.
Es haben die burger etc. wer, das zwen oder mer ein aigen mit einander
hetten, das sullen sie mit einander nit teilen, es mug dann iedem teil
werden funfundzweintzig schuch weit vorn gegen der strassen; wer aber,
das das aigen als weit nicht were, so soll einer dem andern sein teil
nicht abkaufen oder im zu kaufen geben. mochten sie aber pede uberein
nicht komen, so sollen sie das gantz eigen mit einander also gantz
verkauffen. wer aber, das sie dasselb eigen haben wolten, so sullen sie
es umb zins hinleihen, wer allermeist davon geben will; wolten sie aber
mit wilkür bei einander ungetailt [192^a] darinn sitzen, das mochten
sie woll thun.
Es haben auch gesetzt die burger vom ratte, ob das wer, das zwen oder
mer ein aigen mit einander hetten, und ob sie das mit einander teillen
wolten, welcher dann das merer teil an dem aigen hett, der solt mit
dem loß an ein ort vallen nacheinander, und haben aber an dem aigen
mer leut teil, so soll aber der merer teil des aigens pei einander
pleiben und zu einander gefallen mit dem loß, ob sie es teillen wollen.
und wer auch, das in den sachen kein stoß wurd, derselb stoß solt
steen an schöpfen und an rat, als in dem statbuch steet folio hundert
neunundfunftzig.
Es ist auch gesetzt, das niemant furpaß nicht pawen soll vor seinem
haus oder vor seinem geswell, es sei vorn oder hinten, on der burger
rat, es seien kellerhelse oder was es sei; wer das pricht, der muß ie
als oft geben funf pfunt haller an die stat und er muß dennoch den paw
abprechen. und ob vor diesem gesetz icht gepawet ist zu unrecht, das
soll darumb nicht besteen, man mug es rechtfertigen wenn die burger
wollen.
Es ist auch gesetzt, wer rinnen hat geen auß seiner kuchen oder seinem
haus und unrein wasser darauß geust und laitet, der muß geben ie von
dem tag ein pfunt haller.
Wer auch pawen will, der soll mit zigeln oder mit leim pawen, er soll
auch mit zigeln decken; wer das pricht, der gibt funf pfunt haller.
Und wer ein hultzen want macht, der soll sie gegen im cleiben, und der
an im sitzt, der soll die ander seit cleiben, ob er selbs ein want
nicht enhett, pei der vorgenanten puß.
Auch ist gesetzt, das niemant leim graben soll bei dheinem weg umb und
umb bei der stat, er grab dann zehen schuch davon, bei sechtzig haller
ie von dem tag, der do grebt oder der es heist.
[192^b] Wer pawet und ertrich außschut, der soll in acht tagen darzu
greiffen und soll das nach einander außfuren, die weil sein icht da
ist; thut er das nicht, so soll er darnach altag geben ein pfunt
haller, als im statbuch steet hundert einundsechzig folio.
Wer mist tregt an die strassen, let er in lenger ligen denn uber den
achten tag, so soll er furpaß geben zu puß von iedem tag ein pfund
haller; und wer den mist denn nimpt, der hat doran nicht missetan, es
sei in der stat oder in der vorstat.
Wer hintersessen hat oder hausgenossen, der soll haben zu seinen
hintersessen und hausgenossen ein privet; wer das pricht, der gibt ein
pfunt haller, als in dem statbuch steet folio hundert zwaiundsechzig.
Und niemant soll kein unflat in hefen oder in anderen dingen an die
straß werfen; wer so getanen unflat wirft an die strassen, der muß
geben sechtzig haller; hat der hausgenoß des nicht, so pfendt man den,
des das aigen ist.
Es gepietten auch unser herren etc., das furpaß niemant kein unflat,
wie der genant ist, in der stat noch vor der stat in den Vischpach
werfen noch giessen soll; wer das überfure und das man das mit zweien
oder dreien beweisen mocht, der must als oft er gerugt wurde, ein pfunt
newer haller zu puß geben, als in dem wandelbuch steet folio 82.
[193^b] Von dem tagwerck seil.
So hab ich, als ich paumeister worden pin, gefunden auf der Peunt ein
altz tagwerck seil, das gar von einem alten pauren, der vill jar darmit
gemessen hat, der das der stat gegunt und übergeben, als ich von dem
Gürtler bericht worden pin etc. dasselb seil hab ich im zwinger hinter
der Peunt auf der gedeckten zwingermeur zwischen dem thuren mit dem
grün G und dem thuren darnach mit dem grün H verzeichen lassen an der
prustwer gegen dem graben unter der zinnen. do hab ich vier eisen,
eins einer spann lanck, in die maur legen lassen, sein gestalt als
ein klammer, und ist ie von einem eisen zu dem anderen ein vierteil
eins tagwercks; der vierteil sein also vier noch einander, das alles
ist die leng von einem tagwerck, und halben weg dieselben leng oder
der vorgeschriben vierteil zwai ist überzwerch zu rechen die praitten
von einem tagwerck etc. will man dann das nach den schuen haben oder
rechen, so ist ie dreuhundert und zweintzig statschuch nach der leng
ein tagwerck und hundert und sechtzig statschuch überzwerch zu rechen
ein tagwerck.
Ob nun iemant an einem seil die leng nemen und abmessen wolt, so soll
man des geflissen sein, das man die leut warn, die solichs begeren,
das sie das moß mit keinem newen seil nemen, es wer dann, das das
in sunderheit darzu gemacht worden were, oder das das vor gar woll
gestreckt und der trodel darauß komen were; dann es felet sust gar
sere, das das seil auß einander geet und sunderlich, ob man damit
messen wurd auf einer wisen oder acker, die naß oder darauf der taw
lege, so geet das seil ser ein. in dem allen muß man sich versehen oder
leut, die darvon ein meß nemen wolten, darvor warnen etc.
[194^a] Von den gengen unter der vesten.