Ein erber rat hie vergunt dem jungen Frölein an seinem haus auf dem

Newenpawe, das er pawet hatt, vorn mit dem newen haus an der ein

seitten pei anderhalben schuen herauß zu füren den andern heusern

gleich, die vor do steen zwischen dem fündelhaus und im. darfur

gab er der stat zwen guldein reinisch; das geschach im funf und

[177^b] sechtzigsten jare zu sant Anthony tag [17 Jan.].

Und mer vergunt ein erber ratt dem Crafft Höfer, irher an der

Irhergassen, ein schrem ein zu fahen auch vorn an der ein seitten,

das sein haus herfur gesetzt wart dem andern haus gleich; das was pei

zweien schuen, das das alt haus hin hinder stunt an dem ein ort. darfur

gab er zwen guldein reinisch; das geschach im funf und sechtzigsten

jare.

Auch vergunt ein erberger ratt herren Hannsen, pfruntner zu sant

Laurentzen, auch mit einem ort an seinem haus, das er pawet am ecke

im Nunnengeßlein hinter sant Laurentzen, herauß zu faren dem andern

haus gleich; was pei anderhalben schuen. darfur gab er zwen guldein

reinisch; das geschach im sechsundsechtzigsten jare zu sant Endres tag

[30 Nov.].

In dem sechs und sechtzigsten jar zu sant Jacobs tag [25 Juli] vergunt

ein erberger ratte dem Anthony Küffler, gerichtzschreiber, an seinem

haus auf dem Newenpawe gegen dem graben in sein garten ein klein ort

einzufahen; darfur gab er ein guldein reinisch.

Dem Pregler am Weinmarckt hat ein erberger ratt vergunt, auß seinem

haus ein schreibstublein vorn an die gassen herauß zu machen, doch das

das fur das eck und des Heugels haus do neben nit gee.

[178^a] Ein erberger ratt hat im neunundsechtzigsten jare vergunt dem

Peringstorffer ein steinnen schreibstublein anderhalb schuch in tag

auß seinem haus pei der schiltroren in das geßlein und nit voren gegen

seinem sweher, dem Peter Horstorffer, herauß zu machen.

Mer hat ein erberger rat der paderin im Zacharas pei den Augustinern

zugeben ein statschuch am eck auf die gemein in die gassen gegen dem

Hannsen Slusselfelder herauß zu faren und also nach der snur hin hinter

an das ander steinen haus; was die snur geb und nem, dopei solt es

peleiben. darnach sie dann also gepawet hatt und der gemein mer geben

hat, dann man ir von der gemein wegen vor zugeben hat.

Auch so haben die herren und vetter zu den Augustinern geben vor

ettlichen jaren einem erbergen rat und gemeiner stat zu gut einen

flecken und ort von des Paulus Vörchtels seligen hoff, der dieselben

zeit gemeiner stat erb und des rechenmeisters erb ietzunt ist, am eck

pei dem Newenthor doselbst, dann die far ser eng und der ritt kurtz

was, hinumb gegen dem wasser hinab zu wandeln, doran die eigenschaft

derselben herren ist. fur dieselben weithaft, so sie der gemein vergunt

und zugeben haben, hat ein erberger rat inen und iren nachkomen

widergeben das flecklein und winckelen, das hinten vor irer kirchenthür

gegen Hannsen Slusselfelders haus über was, das sie dann in kurtz

eingefangen und vor irer kirchenthür ein gitter und portal gemacht

haben, als das dann ietzunt steet, und mit dem maurwerck begriffen und

umbfangen hat.

[178^b] Herren Nicklas Muffel hat man vergunt aussen vor der stat

underhalb des Werderthurleins von seinem garten doselbst ein thüll

überzwerch an den statgraben zu machen auf sein kost, dardurch die leut

gehindert und nit mer also an das wasser an dem ent auf dem graben

hinab kumen mugen; wann man nit geren sicht, das man also zu den

schoßgattern aussen komen mag, und das es als seicht zu zeitten auch

do ist, und das dem Muffel auch dester minder schaden geschee in sein

garten; alles auf eines ratz widerruffen und mit der unterscheit, das

ein paumeister ein slussel zu solichen thore hab, ob man von gemeiner

stat wegen ichtz doselbet zu thun hett, das ein paumeister dann hinein

müg.

Desgleichen ist vergunt worden den wirdigen frawen zu sant Katherein

auch geleicher weis ein tüll zu machen auf dem graben vor dem

Frawenthore unten gegen der Begnitz, da die frawen dann auch velt und

wisen haben, doran in vill schadens gescheen ist, nachdem sie sust kein

befridung darvor haben. darzu ich als ein paumeister auch ein slussel

hab, und steet alles auf eins ratz widerruffen.

Nachdem und der Muffel abging und sein gart verkauft wart, do wart mir

bevolhen mit seinem eiden zu reden, das eines ratz meinung wer, das er

solch tüll, so sein sweher gemacht het auf dem graben, wie vor steet

etc. abthun solt, desgleichen die frawen zu sant Katherein das ir auch

abthun und öffen solten. das geschach also, wie wol ich des vill mühe

hett und oft an sie peder seitten begeret, ee das geschach, das sie es

ab tetten.

[179^a] So hat die Sebolt Gralantin pei den Augustinern an irem alten

haus voren ein außladung gehabt, und als sie das ab prach, vergant ir

ein erberger rat, dieselben außladung wider zu machen, doch nit grosser

noch weitter herauß zu furen, dann die alt außladung gewest wer, das

dann also gescheen ist.

[180^a] Von geßlein und heusern, die der gemein zusteent.

Das geßlein zwischen dem Gartner und gewanthaus am Marckt das ist auch

der gemein und der stat paumeister muß die thore hinten und voren

darfur machen, wenn sein not ist. auch setzen die vischer ir prenten

dorein und geben alle jare dorauß der stat zinsmeister funfzehen pfunt

alt.

Ein geßlein und reien zwischen Fritzen Derrers und Linhart Stromers

heusern an der langen pruck hinter den Augustinern, das vorn mit einem

thurlein verspert, darvor ein mahelsloß leit, darzu der Gurtler den

slussel hat, und ob dem turlein in ein stein gehawen der stat wappen

Nuremberg ist, das ist der gemein und gehort zu der heuser keinem,

und man hat das mit willen versperrt, und geet durchauß piß hinder

hin auf den Newenpaw gegen dem siechhaus hinauß. davon hat mir im

zweiundsechtzigsten jar auf ein zeit der Fritz Derrer und Linhart

Stromer geben ir ieder zwen guldein zu stewer, das ich dasselb geßlein

durchauß ließ pflastern.

Mer ein geßlein unter der vesten pei dem Tiergarthner thore zwischen

des Pecken und des Francken haus, das ist auch der gemein.

Auch ein geßlein pei dem Wolff, kursner, unter den huttern und zwei

geßlein auf peden seitten des padhaus hinter den fleischpencken, die

hab ich verslahen lassen von schütens wegen, das iederman dorein

schütt; die dreu geßlein sein der gemein.

[180^b] So sein zwen messnerheuser in den zweien pfarren, nemlich sant

Sebolt und sant Laurentzen, die sein der statt und ist an der iedem

der stat schilt Nuremberg in stein gehawen ob der hausthur; doran der

stat paumeister aber nichtz machen bedarf, sunder die kirchenmeister

derselben pfarr sullen die pessern lassen und in wesen halten.

Und die zwai hirtenheuser, die hie sein, das ein pei dem eusern

Frawenthore, das dann allein steet, und das ander, [das] pei dem Werder

thurlein hinter der statmeur gegen dem Lauffer thore hinauf steet, die

muß der stat paumeister machen und pessern lassen, was doran pruchs

wirt, nichtz auß genomen.

Item es steet ein heuslein auf dem Newenpaw, das hab ich der stat

seger machen lassen, zunechst pei der sege, darinnen derselb stat seger

sein wonung hat und jerlichen der stat zinsmeister dorauß gibt zehen

pfunt alt zins; dasselb heuslein steet der stat zu.

Pei und an dem obgeschriben heuslein steet mer ein heuslein, das auch

der stat ist, das ließ ich der meur halben, so man pei der seg an der

Begnitz macht, abprechen und an das ent, do es ietzunt steet, setzen,

darinnen zwai gemach sein unter einem tache, darinnen die zwen thurner,

die auf dem grossen thuren im wasser auf dem Newenpaw sein, ir wonung

mit iren frawen haben und geben kein zins.

[181^a] Mer steet ein heuslein auf der gemein, das auch der stat ist,

hinter dem siechhaus an dem straffthuren, darinnen auch zwai gemach

sein unter einem tache, und den zweien thurnern auf sant Seboltz thuren

zu gehoren, die mit iren weibern ir wonung darinnen haben; und geben

auch kein zins.

Desgleichen so steet auf der vesten ein heuslein auch auf der gemein,

das der stat zu gehort, hinter sant Walpurgen kirchen, darinnen auch

zwei gemach unter einem tache sein und den zweien thurnern mit iren

frawen und kinden zu gehören, die auf dem thuren alt Nuremberg sein,

die ir wonung darinnen haben; und geben auch kein zins.

Nachdem und die schrotter iren zeug von seilen und leitern an der Eich

pei der Parfusen pruck in dasselb heuslein, das ob der trenck stund,

tetten ee und man das abprach und fur die stat setzt, darinnen ietzunt

der huntslaher sitzet, so hab ich ine im einundsechtzigsten jar zu sant

Endres tag [30 Nov.] auf dem Sweinmarckt ein heuslein machen lassen,

das mit prettern verslahen und zigeln gedeckt ist. dazu so zalln die

herren in der losungstuben der schrotter ir seil halbe, was ine der

abgeet oder der vernutzen zu den wein und pier einlegen und außziehen,

damit hat der stat paumeister nit zu thun. aber die schrotleittern und

paum vor den heusern zu dem einlegen, die muß in ein stat paumeister

bestellen und machen lassen.

So hat der leb dorpei ein sweinstall steen, der von holtz zusamen

geslossen und mit zigeln gedeckt ist, dorein er die swein spert, die er

auf der gassen vindet. denselben stall soll ein paumeister pessern und

in wesen halten.

[181^b] Pei der spitalpruck das narnheuslein gegen dem Karl Holtschuer

uber, das hat ein ratt machen lassen und nit der new spital; was aber

armer leut dorein gelegt werden, den gibt man von dem newen spital die

kost.

Item die stat hat ein vischgruben pei sant Katherein under der müll

doselbst an der Begnitz, die hat der Knopf, der stat vischer, zu

gewalt. der vischer sitzt auch dopei auf dem thore hinden am marstall

pei sant Katherein. dieselben vischgruben soll der stat paumeister auch

in acht haben und die pessern und machen lassen im wasser und darob,

wo sein not ist. die ist gantz vernewet und wider gemacht, wie sie vor

was, in dem sibentzigsten jar zu sant Bartholomeus tag [24 Aug.]

Ludwig Pfintzing, als ietzunt der stat weiermeister hat sein eigen

seegen und zeinnachen, auch wasser stifel, das alles er pessern und

machen lest und geet der stat paumeister nit an. woll hab ich ime zu

zeitten von der Peunt ein par wasserstieffel oder zwei gelihen an einer

nott.

Und so sein ettliche heuser in der Judengassen, nemlich das steinnen

eckhaus neben irrer schull gegen dem pat mit der sunnen und darzu

ein grosser hoff und ein alts hochs hültzeins haus hinden an dem

vorgeschriben steinhaus, die vor zeitten der Rappen, juden, gewest

sein, und die gemein judischeit einem erbergen ratt jerlich ein zins

darauß geben und ine ein erberger rat vergunt die zu prauchen. doran

hab ich auf ein zeit, nemlich im einundsechtzigsten jare umb sant

Jacobs tag [25 Juli] von befelhnus eins erbergen ratz ein gibel hinden

am vörder steinhaus abprechen lassen und ein tachwerk von newem darauf

machen lassen und inwendig ein abseitten, als new.

[182^a] So ist in der stat buch am hundert und dreuundneuntzigsten

platt ein prief eingeschriben über der Rapen haus die reichen

antreffent, dardurch das wasser doselbst fleust, das ein erberger rat

vergunt und zugeben hatt den Rapen, die reichen eins teils zu verpawen,

und doch ein weitten unter demselben gepewe ettlicher schu weit

unverpaut soll pleiben zu dem wasserfluß. denselben prieff villeicht

die Rapen haben.

Die Hadermüll und klingenschmitheuser und hutten mitsampt dem

herrenhaus vor dem Frawenthore ist alles eins erbergen ratz und

gemeiner stat hie, und was doran gepruchs ist ob dem wasser, und

soll der stat paumeister machen, als ich dann den klingenschmiden im

vierundsechtzigsten jare zwei newe wonheuser und ein tach hab machen

lassen. und wie man denselben klingenschmiden und auch dem Grolant die

schmeltzhutten gelassen hat sein außgeschnitten zettel vorhanden, die

Merthein Holtschuer als ein zinsmeister der stat innen hat, die dann

hernach geschriben steen.

Zu wissen, das Erhart, klingenschmit, Ditz Lobenschrott, Jacob Wenig,

Thoman Heydinger, Niclass Schwingscherlein, Heintz Klingennagel und

Ulrich Praumawer haben bestanden umb die Stromerin das unter hemmerlein

zu der Hadermüll von Michaelis schirst komende sechs jar nechst darnach

volgende ie ein jar umb achtundzweintzig guldein reinisch nach anzall

zu ieder quattemper zu bezallen, und sullen mit der ersten zallung

zu Lucie schirst antretten und die einem ratt zu Nuremberg thun,

desgleichen mit den andern zallungen. und was an der müll im wasser

zu pawen gepuret, das soll ein ratt pawen, was aber ob dem wasser zum

müllwerck gehorend zu pawen nottorft sein wurd, das sullen sie selbs

pawen. und so sie abziehen, so mugen sie das rat, nagel, zapfen, ring,

hamer, gerust in der hütt und klein hütlein im haus, ess und palg mit

ine nemen. und haben darauf, wie vor gemelt, die zins zu geben gelobt

etc. Actum am suntag nach [182^b] Elisabeth [20 Nov.] anno etc. im

dreuundsechtzigsten jare.

Es ist zu wissen, das Seitz Volckart, Linhart Newburger, Wolffgang

Steinberger und Hanns Volkart haben bestanden umb die Stromerin das

öber hemmerlein zu der Hadermüll von Lucie schirst komende siben jare

darnach volgent ie ein jar umb sechsundzweintzig guldein reinisch nach

anzall nach ieder quatemper zu bezallen, und sullen die ietzigen zins

zu Lucie nechst, desgleichen die andern zins darnach einem rat zu

Nuremberg zu antworten. und was an der müll im wasser zu pawen gepüret,

soll ein rat pawen, was aber ob dem wasser zum mülberg gehorent zu

pawen nottorft sein wirdet, sullen sie selbs pawen; und haben darauf,

wie vorgemelt, die zins zu geben gelobt. Actum am suntag nach

Elisabeth [20 Nov.] anno etc. im dreuundsechtzigsten jare.

Auch gibt Sebolt Grolant der Stromerin funftzig guldein reinisch halb

Walpurgis und halb Michaelis, die nu einem rat zu gehoren, und soll

den ersten zins auf Walpurgis schirst geben und soll die müll haben

von dem ietzgemelten sant Walpurgen tag dreu jare nach inhalt sein und

der Stromerin verschreibung, die in der losungstuben ist pei anderen

verschreibungen und brieffen die müll an rurende.

Item in dem sechsundsechtzigsten jare am neunten tag des brachmands

verhiessen der meister zwen von der andern aller wegen vor Merthein

Holzschuer und mir auf dem haus, nemlich Hanns Volkart, Linhart

Newburger, das sie weder ring, zapfen, nagel noch anders abprechen

wollen, wenn sie abziehen wolten. auf das hab ich in zu gesagt ein

newen wellpaum, den sie eingelegt haben, [183^a] zu zallen.

Von der Hadermüll wegen soll man machen lassen das prucklein, das über

das klein Begnitzlein geet pei der Snödin weierhaus, und was das also

kost zu machen das soll der mullner hinter sant Katherein in der stat

halbs zallen. das soll ein paumeister in acht haben, die weil die

Hadermüll in der stat handen ist. der Linthner hat mir auf ein zeit

sein anzall davon geben.

Item die pruck, die zu der Hadermüll ist, daruber die klingensmide

faren und geen, die soll die Hadermüll machen lassen oder wer die

Hadermüll innen hat.

So ist ein smeltzhütt vor dem Frawenthore am walde, darinnen die

fleischhacker ir sweinen smaltz und unslit außlassen. die ist des

Schönpeters des fleischhackers erbe, der gibt der stat zinsmeister alle

jare darvon vier guldein werung. die muß er selber in wesen halten,

damit hat der stat paumeister nit zu thun und ist nichtz schuldig doran

zu machen.

Mer so ist doselbst hinauß vor der stat am walde ein heuslein, dorpei

und darinnen der stat hirt, der pei dem eusern Frawenthore sitzet,

sein fiech abzeucht und das fleich darinnen aufhenckt und auch smeltzt

darinnen nach seiner nottorft. dasselb heuslein soll im ein stat

paumeister machen und pessern lassen, wes not doran ist ungeverlich;

aber sein kessel und andern sein zeug soll der hirt selber haben,

darmit hat der stat paumeister nit zu thun.

[183^b] Desgleichen des huntslahers wonnhaus und sein werckhaüslein, das

bei dem gericht steet, soll der stat paumeister auch machen und pessern

lassen, wes doran nott ist.

Bewaren soll der stat paumeister und in guter acht haben das dam,

das do ist vor der teutschen herren wisen an der Begnitz oberthalb

der Weidenmüll jenset des wassers, also das die Begnitz das dam nit

hinwasch oder durchfreß oder überfall, dardurch den teutschen herren

schaden gescheen müge. doch steet das der stat nit mer zu bewaren, dan

als ver oder weit ist von der alten prucken, die ettwan oberthalb der

müll uber die Begnitz doselbst gangen ist. von derselben prucken herauf

gegen der stat und gegen dem wasser, alsverr das doran stempt oder

stemmen mag, soll es die stat bewaren, was aber underhalb derselben

prucken gegen der Lomüll und furpaß hinab an dem wasser an demselben

dam schadens geschee, das geet die stat nit an; als dann das wasser

in kurtz vergangnen jaren oberthalb der Lomüll über das dam lieff

und durch prach, des die teutschen herren dann dieselben zeit kein

widerrede hetten und liessen das selber machen und auf ir kost die

wisen raumen.

[184^a] Von der werckleut gehorsam ob der stat amptbuch.

Wenn denn die werckleut und arbeitter gemeinlichen hie gehorsam thun

ob der stat amptbuch, das do gewonlichen ist pei viertzehen tagen nach

des wirdigen heiligtumbs weisung tag, so soll der stat paumeister auch

als pald gegenwertig sein, dann in die herren ob dem amptbuch alleweg

darzu verpotten. und ob der stat paumeister dann icht gepruchs hett an

ettlichen meistern oder gesellen oder in allen, das soll er den herren

ob dem puch zu erkennen geben, dieselben dann unter anderm woll wissen

mit in zu reden, dardurch solch geprechen gewent werden etc. auch so

sagen die herren ob dem buch den meistern allen, welcher derselben

meister do gegenwertig sein gesellen nit alle do gegenwertig het, das

die der stat gesetz und ordenung auch horen und mit andern geluben, das

dann derselben meister keiner derselben gesellen nit mer fürdern soll,

er hab in denn vor zu der stat paumeister gefurt und einschreiben und

die hernach geschriben der stat gesetz horen lassen.

[184^b] Von der steinmetzen, zimmerleut, maurrer, decker etc. und irer

gesellen gesetze und ordenung in dem stattpuche.

Als in vergangen jaren der stat gesetze und ordenung der werckleut,

nemlichen steinmetzen, zimmerleute, maurrer, decker, tüncher, claiber

und ander an meistern und gesellen verruckt und ungleich gehalten und

ine aber nach dem vergangen und sweren krieg ettliche lüftung bescheen

sind von mercklicher ursach wegen der abgangen pewen, darauß vill

irrsale und unrats zwischen ine erwachsen, dardurch die leute an iren

pewen mercklich beswert worden sint: solchs alles zu verkomen haben

unser herren vom ratte zu gemeinem nutze ein ordenung gesetzt und

gemacht, wie, welcher massen und man es mit den obgemelten arbeittern

halten soll, alsdann von stucken zu stucken hernach geschriben steet.

dieselben ordenung, auch die meister der vorgenanten hantwerck alle

jare zum newen rate, so vill der auf den aide steen, schweren und die

knecht dieselben gesetze, was der auf den aide steen, geloben sullen

stette zu halten, und die andern stucke alle, die uff gelt zu puß

gesetzt sint, auch getreulichen halten sullen bei vermeidung derselben

puß; doch alles auf eines ratz wider ruffen.

[185^a] Diese hernachgeschriben artickel sullent die meister sweren.

Zum ersten, das sie einem ieglichen, dem sie wurcken, sein werck und

sein gezeug getrewlichen bewaren, so beste sie mugen on geverde.

Es soll auch kein meister, er sei steinmetz, zimmerman, maurrer,

decker, tüncher oder claiber von seinem untertan, der sein helfer ist,

nit nemen keinerlai schenkung, gelt oder anders, und ine auch nit

unterweisen, von keinem pauherren mer zu vordern noch zu nemen, denne

den nachgesetzten lone.

Es soll auch keiner kein meister lone nemen, er sei dann vor bestettigt

zu einem meister mit der burger wort; wer das bricht, der gibt ie von

einem tag sechtzig haller, und darzu soll er ein jare von der stat

sein. und das sollen die meister alle dem pfenter rügen bei iren aiden,

ob es iemant breche.

Auch sollen alle steinmetzen und zimmerleut bei iren aiden niemant

kein pawe thun gegen der strassen noch in der Begnitz noch auch in der

stat pei der stat meur und ausserhalb der stat bei der stat greben,

es haben dann vor zum minsten zwen der stat pauleut und auch der stat

paumeister beschaut und außgemessen; sunder wa sie in der stat bei der

stat maur furpaß einicherlai paw thun, das sie dann bei iren aiden

alleweg achtzehen schuch von der statt gräben weichen und ligen lassen

sullen. und welcher im fur das zille, das die pauleut geben hetten und

obgeschriben steet, pawen ließ, der must der stat funf pfunt haller zu

geben on gnade, und dennocht solt man den pawe wider abprechen.

[185^b] Und darzu wolt ein ratt den oder dieselben gesellen, die solchen

pawe also gethan hetten, in pranger stellen ein halbe ore und ein jare

von der stat weisen, und es mocht ir einer also ferlichen handeln, in

wolt ein rat darzu straffen an leib und an gut, nachdem und sie zu ratt

werden.

Es soll auch kein maurrer keinen zigelstein noch kalck nicht

furkauffen, dann als vill einer zu stund an zu seiner arbeit bedarfe;

wer aber, das einer den zeug also nicht gar verarbeitet, so soll er den

nicht hingeben noch verkauffen, es werde ime dann vom ratt erlaubt;

alles bei seinem aide.

Es sollen auch die meister steinmetzen, zimmerman, maurrer, tüncher

und decker keinen frembden gesellen, der herkomen und nit burger ist,

uber acht tag kein arbeit hie ine thun lassen, noch in keinen uber die

zeit nit furderen bei iren aiden, es hab in dann vor derselbig meister,

der in furderen will, zu der stat paumeister gefürt und in geloben und

einschreiben lassen, alles das zu thun, als die vorgeschriben stuck und

ordenung zu erkennen geben, als ander knecht derselben handwerck, die

burger sein, getrewlich ongeverde. und das sich auch derselben frembden

keiner mit wesen hie nit nidersetzen [soll], er hab dann burgerrecht

empfangen; und unterwunde sich aber derselben frembden gesellen einer

hie arbeit on eines meisters willen oder sich zu untersteen hie nider

zu lassen unerlaubt, den sollen die meister dem pfenter fur zu pringen

schuldig sein bei iren aiden, den mag ein rat straffen, als er darumb

zu rat wirdet. doch so sollen die meister pflichtig sein, die gesellen,

die burger sein, zu furderen vor den frembden.

[186^a] Die zimmermeister, die zu dem fewer genomen werden, sullen

sweren etc. wenn ein fewer außkome, das dann ein ieglicher mit seiner

axt und peihellen zu dem fewer kome und mit allen seinem vermügen darzu

helf und thue nach eines burgermeisters, vierteilmeisters oder nach der

obersten haubtleut rat und haissen. und wenn sie also arbeiten, so soll

man ine ir arbeit woll lonen nach ratt der losunger.

Es sollen auch die meister noch die knecht weder klupfel noch spenn

noch keinerlai holtzwerk auch keinerlai eisenwerck noch anders, das

zu dem pawe gehort, von der arbeit tragen, auch in die pauherren, ir

frawen noch ir gewalt des nit vergonnen; wer das überfure und darumb

fur gevordert wurde, der must zu puß geben ein pfunt novi.

Auch so soll furpaß kein zimmerman, der meister ist, keinen furgriff

besteen, da im iemant zimmerholtz, pretter oder keinerlai ander zeug

verding. woll mag einer umb sein arbeit furgriff machen, also das er

nichtz anders verding denn die arbeit allein on den zeug, wer das

uberfure, der must von einem ieden pawe zehen pfunt novi on genade zu

puß geben; und es mocht einer so geferlich halten, in wolt der ratt

darzu straffen, nachdem und er zu ratte wurd.

Wa aber iemant ein furgriff besteet oder mit des rats erlaubung

außwendig der statt uff dem lande arbeitt, den sullen diese gesetze

nicht binden; doch das die meister, wa sie also furgriff oder arbeit

haben, den gesellen den lone und badgelt geben, wie dann nach gesetzt

ist.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 23 / 35 段