Auch wenn die losunger dann die rechnung hören wollen und die zwen

herren, von ratz wegen darzu gegeben, gegenwertig sein, und man sie

alle hinein vordert, so list der losungschreiber einer am ersten der

herren register gegen des paumeisters bergamenen zettel, waß man

sider der nechsten des paumeisters rechnung dem paumeister geben hab

von gelt auß der losungstuben, des gleichen dann in des paumeisters

rechnung auch geschriben steet gleich als in der zettel. und so man

das gleichlautent vindet und davon ein sum aufzeichent etc., so list

der losungerschreiber dann einer verrer in derselben des paumeisters

rechnung, was er mer hat eingenomen von kalck, holtzwerck, stein und

anders, das man von bette wegen und sust verkauft hat, auch von der

sege eingenomen, fur das man anderen leutten gesnitten hat etc. das

alles die losunger pede mit rechen pfenningen legen, und die zwen

herren, die von ratz wegen do pei sein, die sehen und horen auf, was

man list, und die haben auch vor in die alten rechnung des vergangen

jars und fragen dapei, worumb das ettlich sum hewer mer oder minder

treffen dann des vörderen jars; des muß dann ein paumeister unterscheit

geben.

Dornach so list man dann das außgeben nach einander von einem zu dem

andern, das dann die herren auch legen mit pfenningen; und so dann das

außgeben auch auf ein sum procht und das gegen dem einnemen angesehen

wirt und der rest gemacht, was die herren einem paumeister schuldig

sein, ob er mer hett außgeben, dann eingenomen, oder was der paumeister

noch uberichs geltz innen hab etc. darnach es sich begibt etc., so list

man dann darnach, was noch von uberichem zeug, von holtz, stein, kalk,

pretter, zigel, eisenwerck und anders vorhanden ist, das alles bezalt

und die stat do ligent hat.

[161^a] So soll ein paumeister dopei der herren an einer zettel

verzeichent geben, was man von gar alten schulden oder von schulden,

die er gemacht hat, also ob er iemant het geben von holtz, prettern,

stein, kalck oder anders, das man noch nicht bezalt hett. und so

das alles also gelesen und verhört wirt, so heissen die herren den

paumeister außtretten.

Und in solichem außtretten hab ich den herren alleweg gesagt (nit weiß

ich, wie es die andern paumeister vor gehalten haben), nachdem sie do

die rechnung kurtz verzeichent und gehort haben: ob sie in ichte pruch

hetten, des zu vill oder wenig geschriben wer, oder darinnen sie sust

leuterung bedorften, so wer ich willig inen unterscheit zu geben, dann

ich die ding alle weitter und lenger geschriben het in meinem buch;

dann man die rechnung mit dem kurtzen beschreibt, dann der ding und

stuck vill und mancherlai ist, und die rechnung dennoch gemeinlich pei

einem buch pappirs dick wirt und fur sich nimpt.

In die rechnung des außgebens schreibt man am ersten den zimmerman

mit seinen zimmergesellen, darnach den maurrer mit seinen gesellen,

dem rechet man zu alle taglöner und die pfert, die man an der arbeit

hat; darnach die pflasterer mit iren gesellen und einem karnpfert,

darnach tüncher, kleiber, Rörenheintzen etc. waß iede parthei alle

wochen gearbeit und an was enden der stat die gearbeit, gekost und

verdinet haben; darnach der Gürtler und schütmeister, was ich den geben

habe; darnach der püttner, haffner, schreiner, glaser, seger, wagner,

seiler, kandelgiesser, goltschmit und moler etc. auf welchen tag und

wie oft ich mit der iedem abgerechent habe; mer von den tieren im

statgraben, was die gekost haben; auch die nachtmeister, was die das

jar verdinet haben; darnach waß ich fur eissenwerck außgeben und wenn

und wie oft ich mit den smiden und slossern abgerechent habe; darnach

was holtzwerck ich kauft habe und wenn, auch wie oft ich mit der stat

walthawer abgerechent habe; darnach was ich für Reuhelperg, Kornperck

und pflasterstein, auch zigelstein und kalck außgeben und von iedem

gekauft und ie zu zeitten abgerechent hab; [161^b] darnach was ich zu

vorauß und trinckgelt auch für allerlei unkost sust außgeben hab;

darnach was an außstenden schulden und an parem gelt noch vorhanden

ist und wer dieselben schuldiger sein, ein ieder mit namen und zunamen

etc. die dinck werden alle auf das kürtzt in der rechnung geschriben,

das doch ietzunt und doher zu lanck wer zu schreiben. denn wenn ein

paumeister kunftiglichen [rechnung] thun wolt, so soll er an die herren

die losunger begeren, das sie im der nechsten rechnung, so vor im

gescheen sein das nechst oder das ander oder das drit jar, eine herauß

leihen, doran dann ein paumeister eigentlichen sicht, auf was furm er

sein rechnung machen und schreiben soll.

Auch so hab ich an meiner rechnung keiner nie kein abganck des geltz,

so ein paumeister ein nimpt und außgibt, gerechent, noch an das

außgeben nichtz geschriben, das mir vill oder wenig abgangen sei, wie

wol das solche rechnung an abgang mit überzellen, pösen pfenningen,

vergessen an zu schreiben etc. nit wol gesein mag. iedoch so hab ich

das albeg von meinem gelt erfult und die rechnung und sum fur voll

gemeiner stat dar gelegt.

Dan so vorderen die herren der stat paumeister wider hinein und sagen

im die zwen herren, die von ratz wegen pei der rechnung gewesen sein,

wie sie die rechnung verhort haben, das wollen sie einem erbern ratt zu

erkennen geben etc. darauf geben die losunger dem paumeister fur sein

solarium alspalt ein hundert pfunt novi. und die rechnung so ich den

herren piß her gethan hab, die hab ich allewege lassen schreiben den

Caspar Elchinger und im darvon geben acht pfunt alt allein schreibgeltz

und darzu das pappier und copert. dieselben rechnung loß ich den herren

in der losungstuben und ich behalt der ein abschrift mit meiner hent

geschriben. wenn dann also die rechnung geschicht, so gib ich dem

Meychsner, dem hausknecht, zu trinckgelt acht grosch oder sechtzig

pfenning.

[162^a] Wenn dann die herren darnach das einem erbergen ratte für

prengen, so soll ein paumeister außtretten, ob er im rat ist. dann lest

man einen paumeister wider in den ratt, so sagt im ein burgermeister,

wie die herren, so pei der rechnung gewesen sein, einem erberen ratt

woll gesagt haben, das die rechnung recht stee, oder ordenlich wider

rechent hab etc. und darauf laß in ein ratt pitten, das er wider darob

sein woll piß zu dem newen ratt; dorpei besteet es dann piß zu dem

newen ratt.

Auch hat der stat paumeister vor jaren und sunderlichen pei des Grasers

seligen zeitten mer von dem paumeister ampt gehabt an gelt auß der

losungstuben, und sunderlichen was alts holtz abgangen ist von prucken

und anderen dingen, ist alles eines paumeisters gewest; auch hat man

ettlichem ein pferlein gehalten. aber nach des Grassers seligen tod

und sider des nechst vergangen krigs und nachdem ein ratt in andere

der stat ampt auch gesehen hat, so hat man einem paumeister sein lon

gesetzt auf ein hundert pfunt novi, und die spenn und kurtz klupfel und

abholtz, das von dem newen zimmer abgeet ungeferlichen, das sament man

zusamen und fürt das mit der stat pferden dem paumeister heim; und was

von altem holtz abgeet. soll man verkauffen und der stat solich gelt

geben, das ich dann also pißher auch gehalten habe.

Nachdem und der Duwinger auf die Peunt kam pei des Colers zeitten in

des Loters des weitmessers gemach, der vor in demselben heuslein saß,

do begunt der Coler dem Duwinger, was er spen im haus prent; des hab

ich im piß her auch nit abgeslagen.

[162^b] So hat der Gürtler vorauß und alleweg gehabt von altem holtz

sein prennholtz und spen auf dem hoff, das hat er noch in seinem haus

zu prennen.

Des alten holtz verkauft man ein fuder mit dreien pferden oder mit

vieren den ziglern für sechtzig pfenning oder dapei mer oder minder

darnach es gut ist. die alten schrancken an der lantwer gab ich ie

einen umb zehen pfenning oder ein fuder pei funfundfunftzig und in

sechtzig pfenning. sust verkauft man den taglonern und andern über jar

eintzlichen vill alts holtz, das hin und her abgeet. dasselb gelt muß

der Gürtler samen und einem paumeister verrechen, das dann verrer in

der stat rechnung kompt.

Zu zeitten so lest man solichs alts holtz aufhawen und verkauffen das

also gesetzt, oder der Coler nimpt des zu seinem salpetter siden im

marstall, oder man heitzt die packöffen damit alle jar auf das minst

ein fart, das sie dester minder verderben oder schaden nemen.

Ein jar so gefellet an gelt von spen, die man auf der Peunt verkauft

und an andern enden, wo der stat zimmergesellen arbeitten, pei sechtzig

pfunt alt. solichs gelt nimpt mein hausfraw ein, das dann alleweg

die paumeisterin vor her also eingenomen haben, dapei laß ich es

auch besteen. dasselb gelt samet der Gürtler ein und gibt das meiner

hausfrawen, die im dann zu dem newen jar auch ettwas schencket als ein

hemde oder dergleichen zu liebung.

[163^a] Darnach so hab ich gelt ine einer puchsen gesamet das gantz

jare, das dann die werckleut meinen ehalten zu trinckgelt geben, wenn

man mit einem rechent, auch der stat walthawer, und wenn man ein eich

hat von Reuhelpergstein etc. als dann davoren her geschriben steet

pei iedem, was er gibt. des geltz gefellet ein jar pei zweintzig in

vierundzweintzig pfunt alt, das haben vor ettlich paumeister selber

behalten. also nim ich das selb gelt halbs oder den meisteil und teil

das ander unter mein ehalten und besunder dem knecht den meisten teil,

dann er die meisten mühe mit inen und mir darinnen hat; und mit dem

uberichen, es sei acht oder zehen pfunt, gib ich meiner hausfrawen und

loß sie darumb visch und wein bestellen, und lade darzu auf den weissen

suntag zu nacht oder den nechsten suntag darnach zu gast darzu meister

Ekarius, Hannsen Ruprecht, den Gürtler und sag ine, das ich der stat

rechnung gethan hab und geb ine do ein rechenwein.

So hat ein stat paumeister vor dem nechstvergangen krieg auch mer

gewaltz gehabt dann ietzunt, sunderlichen mit arbeit für zu geben

und machen lassen, auch wo trefflich meister herkomen, die ettwas

furhielten, den rede gestatten und zu denselben wercken greiffen, in

auch darumb thun und willen machen alles nach eines paumeisters gut

beduncken. das aber alles ist abgenomen worden, also das ein paumeister

in nichte news geen dar treffenlichs, noch kein meister umb solte oder

gelt bestellen on eines rats verwilligung etc. wol mag ein paumeister

einem ein bescheiden trinckgelt geben und versprechen, der ettwas fur

ander kan oder thut an der arbeit, dann einer mit steigen, rüsten,

zimmern, steinhawen geschickt, behenter und rustiger ist dann ein

ander. darein muß sich ein paumeister selber richten und sich des

gewaltz gleich woll nit zu vill prauchen.

In sunderheit soll ein paumeister gewarnt und des geflissen sein, das

er nichtz machen loß von gepewen auf der vesten, kleins noch groß,

[163^b] on wissen und willen der obersten herren und heuptleut, die

ie zu zeitten sein, es wer dann ob dem burckherren, thorwarten oder

thürnern an offen, glesern, leden zu flicken oder pesserung nott wer

ongeverlichen.

Auch desgleichen auf sant Sebolts und sant Laurentzen thüren, do

die sturmglocken hangen; dieselben zween thüren die stat pessern

lest und in wesen helt, was pruchs doran wer, es were an der slach

oder sturmglocken oder den thürnen, das soll auch den oberen

haubtleuten furpracht werden und nach irem ratt furgenomen werden. im

achtundsechtzigsten jare macht man unter die slachglocken auf sant

Seboltz thuren newe eichen furm und gelen pretter.

Was sust der stat krem, thuren und zinsheuser sein, die soll ein

paumeister mit dachen und decken bewaren, auch an slossen und leden

zimlich pesserung thun, und auf den versperten thuren und iren frawen

herniden ir öffen und glesser desgleichen pesseren und machen; aber

was pruchs an öfen und glessern in den anderen thurnen und der stat

zinsheusern ist, das sullen die, den dann ein zinsmeister die lest,

selber machen und pesseren lassen, das dann der zinsmeister iedem soll

sagen, wenn er ine die lest oder leicht, es wer dann, das man in sovill

und langen jaren nichtz an glesern gemacht hett und so erfault weren;

do muß sich ein paumeister selber einrichten.

Ein wildpader, der ie zu zeitten do innen in dem Wildpad ist, der lest

die wannen halb pinden, wenn sein not ist, und der stat zinsmeister

den anderen halben teil, dann die wannen sein halb der stat; damit

hat der stat paumeister nichtz zu thun. aber kurtze pretter über die

wannen soll ein paumeister darzu geben, und ob an [164^a] kessellen und

camerwenden icht pruchs wer, soll ein paumeister pesseren lassen.

Was auch in der wag an gewichten und wagen abgeet, auch in dem

gewanthaus von pöcken und prettern zu den tuchen, soll ein paumeister

machen lassen. was schregen die lederer auf irem haus haben, die machen

und pesseren sie selber, und ein paumeister hat dieselben schregen im

anfang vor jaren hinauf machen lassen.

Auch wenn das ist, das zu dem heiligtumb so vil gewants herkompt,

das dieselben unten in dem gewanthaus nit alle gesteen mugen und zu

eng ist, so hat man zu zeitten auf der wag feil gehabt. wo des not

geschee, so soll der stat paumeister pretter, pöck und stent auf der

wag zurichten lassen, darauf die leut feil mugen haben etc. auch so hat

der Petz Thürre auf dem gewanthaus ettlich tisch und anders, das zu dem

haus gehort und auch mit der stat schilt geprennt ist etc.

[165^a] Die stück soll ein paumeister in gutter acht haben.

Nemlichen und am ersten, wo der stat paumeister seiner gescheft

halben das sust gethun mag, so ist es gar nott, nutz und gut, das er

sam teglichs und oft pei den arbeittern sei, und vor zimmergesellen

maurrer, decker, pflasterer und andern etc. ie von einem zu dem andern

ab und zu gee, auch do sehe, ob sie zu rechter zeit zu der arbeit komen

und frag, wo iemant nit do wer, wo der sei, und was sie arbeitten oder

machen und wes sie bedörfen oder gepruchs haben, inne das bestellen und

zuschicken etc. das alles furdert ser wol die arbeit.

Auch soll der stat paumeister zu zeitten umb den statgraben aussen und

sunderlichen vor der stat thoren und desgleichen inwendig gerings umb

die statmeur reitten oder geen und do sehen, das man nit geferlichen

schütte zu nahent den thoren, auch das er der schrancken und prucken

vor den thoren warneme und die zollner frag, ob sie icht gepruchs doran

haben etc. auch das niemant hinter der meur geferlichen schutte oder

herauß fare mit gepewen weitter, dann der stat gesetze ausweist.

Es ist auch not, das der stat paumeister auf das minst ein mol im jare

auf den Reuhelperck selber besehe und der stat meister den maurer

und schaffer mit im neme und do besehe von gruben zu gruben, was die

steinprecher von velsen geraumpt oder vor in haben mer zu raumen, auch

das sie der vels nit unterhawen und auch die vels zu grund herauß

prechen, und das sie die schut aus iren gruben füren, und doch mit

denselben die ander vels, auch die rinnen und ausflüß des wassers

nit verschütten etc. dann es ist ser gut, das ein paumeister auch

wiß, wie es gestalt sei auf dem perg, wenn die steinprecher dann in

dem jare fur einen paumeister komen und eines anderen fels zu raumen

begeren, das er desterpaß wiße, wo er inne erlauben wolle oder nit.

wenn ich dann ie zu zeitten auf dem perg gewesen pin, so hab ich den

steinprechern dann allen [165^b] zusamen geben zu vertrincken zweintzig

oder vierundzweintzig pfenning.

Des gleichen sol ein stat paumeister auch im jare ein mol zu den

steinprechern in der heiligen gruben bei Wendelstein besehen, wenn man

der stat stein pricht, was fels sie doselbst raumen und das sie die

schut auch nit schedlichen schutten und zu velsen raumen die gut stein

geben, und das sie auch redlichen arbeitten, nochdem man ine das taglon

dorob gibt, auch das sie die wegen und fure mit den stein redlich

herein laden etc. so hab ich gemeinlichen zu sant Jorgen tag [23 Apr.]

angehaben alle jar und die steinprecher hinauß gesant stein zu prechen

ein sechs oder acht wochen.

Und der stat paumeister soll alle jar umb sant Michels tag [29 Sept.]

ee dann die kelt angeet, bestellen mit der stat slosser und dem

zuschicken einen redlichen gesellen von den taglonern, der do wisse, wo

alle thore und thurlein sperrer sitzen, und darzu bestellen ein pfunt

oder anderhalbs guts lautters paumöl auch zwen oder drei flederwisch

etc. die sollen auch pei in haben ein plossbalck und hadern und sullen

gen auf ein montag oder eritag und nit auf ein freitag oder sambstag

etc. zu allen statthoren und türlein, grossen und kleinen, an den

inneren und euseren thoren und darzu verpotten und forderen desselben

thors thorsperrer und thurlein sperrer oder ir slussel. und dann soll

der slosser dieselben sloß außsteuben, fegen und wischen so er pest

mag, und desgleichen die hocken, engel und ör an den panden und die dan

schmiren mit dem paumöl und die sloß und thore auf und zu thun ein fart

zwai oder dreu mall, also das die fertig und geng werden, und darnach

dem thorsperrer, welcher nit gegenwertig gesein mocht und des slussel

do werden, dieselben slussel alspald wider heim tragen und furpaß geen

zu einem andern thore etc. der slosser soll auch eben aufsehen und in

gutter acht haben, ob er icht pruchs sehe an den grossen und klein

thoren oder thurlein auch desgleichen an slossen und slusselen, oder

ob die [166^a] thorsperrer icht pruchs doran hetten etc. das soll der

slosser dann furderlichen der stat paumeister zu wissen thun, dardurch

das gewent oder gepessert werd etc. der ding ist not auf das minst

ein mol im jare, darzu zu sehen, die sloß rechtfertigen; dann es zu

zeitten kompt, das man pei nacht öffen muß in einer eil, und wo dann

die ding nit vertig sein, so ist man gesaumpt sunderlichen an den

durchschliffenden türlein, die durch die statthor geen, die selten

geöffent werden, und die sloß im summer voll staubs werden. auch soll

man ie kein leinöll darzu nemen, dann das legt sich an und legt sich

der staub dorein und gewint ein haut, die nit wol herab zu prengen ist

etc. und wenn der slosser die ding also außgericht hat, so gibt im der

stat paumeister ein vierteil weins oder vier grosch; dem tagloner lont

man sust an der stat arbeit etc. solicher sloß aller ist an den funf

statthoren und thürlein achtundsechtzig.

Mer sol der stat paumeister alle jar umb sant Michels tag [29 Sept.]

ee die kelt angeet bestellen mit der stat zimmergesellen oder der stat

tagloner einem, der richtig und darzu geschickt sei, und dem soll er

kauffen sechs pfunt sweinnensmaltz und den do smiren lassen die spindel

oben und unden am wasser, doran die schloßgattern hangen, also das er

die schrauben ein moll zwei oder drei stunt auf und abtreib und darob

sei, das sie durchauß gesmiret werden, und ob icht gepruchs doran wer,

das er furderlich der stat paumeister zu wissen thue. darumb darf man

einem nichtz geben mer dann sein taglon, als man im sust geb etc. der

schrauben ist oben am wasser vier und unden am wasser zwue schrauben.

Nachdem und die von Wert in dem vierundsechtzigsten jar furnamen, ir

thüll umb den marckt zu vernewen und domit herauß furen weitter dann

vor das alt thull gestanden was, nemlichen den alten schießstuben

geleich, die vor verrer fur das alt thull gingen, und sunderlichen

zwischen irem stat thor und dem [166^b] Wollenthore irem alten graben

darvor vor dem alten thüll gewest war, gantz einfingen, darauf ein

erber ratt Frantzen Rumel und mich hinauß santen das zu besehen,

nachdem das also an ein rat langt etc. das wir dann also fanden, das

sie mer dann vor eingefangen hetten. darauf was ir antwort: der marckt

hett do zwischen den zweien thören ein grosse krüm und plinten ort

hinein gehabt, zudem das sie irer ram und nottorft halben sust ser eng

hetten, so hetten sie das ungeverlichen und im pesten also gethan.

darauf mir ein erber rat befahlhe, das ich dann Albrechten Kressen irem

richter, Narcius Haller und Closs Pocken, als gemein meister, sagt,

das sie das verrer iren ratzfreunden auch zu wissen tetten und darob

weren und mit den iren auch bestellten, und das sie selber nit weitter

mit dem newen thüll herauß furen, auch sust nit herauß pautten weder

mit schießstuben zu der were noch sust on eines erbern ratz gunst und

willen. darauf so pleib das new thüll und das, das sie eingefangen

hetten also steen etc. das soll ein paumeister kunftiglich in gutter

acht und sein aufsehen darauf haben.

So soll der stat paumeister umb Michaelis oder wenn in das not bedunck

besenden alle, die meister zimmerwercks hie sein, und die außteillen

und sie bescheiden nach ratte meister Dubingers und meister Rupprechtz

allenthalben auf die prucken in der stat: also wo sich ein güß macht

oder ein wasser keme, das dann ein ieder meister mit allen seinen

gesellen kem auf die pruck und an das ent, do er hin beschieden worden

ist und do allen vleiß thu, darmit das holtz, ob im des zufluß, auß

dem wasser gezogen werd oder aber das durch die prucken leitten und

desgleichen die eisschellen auch durch leitten und darob sein, das sich

nichtz an die prucken lege, so sie pest mugen etc. und sullen auch nit

abgeen on erlaubung eines paumeisters oder des stat meisters meister

Hannsen Dubingers. wo sie dann also do arbeitten, so soll in der stat

paumeister iren taglon geben, oder ob sie nit ein tag do weren sust ein

trinckgelt geben.

[167^a] Darzu soll der statt paumeister mit der stat werckmeister dem

zimmerman, als ietzunt meister Hans Dubinger ist, bestellen, das der

zwen seiner gesellen hab, die auf in warten und das er gee ie von einer

pruck zu der andern und den andern meistern und gesellen zusprech und

seche was die thun, und wo sein am nöttigsten ist, das er mit helf

zugreiffen.

So soll der stat paumeister die andern zimmergesellen, die an der stat

arbeit sein, sust zu ieder pruck und pollwerck ein bestellen der do hab

ein schlussel zu den hocken, eisschauffellen und seile die do sein pei

den prucken an den enden als hernach steet, das er die her fur such und

gebe.

Auf dem gang hinter dem Wildpat auf der seitten gegen sant Katherein

garten sein hocken, seil und eisschauffeln, fackel zu der pruck hinter

dem Wildpat und zu dem stege am Sant.

Auf dem heimlichen gemach auf der parfusen pruck sein eisschauffel,

hocken, fackel und seil zu derselben und fleischprucken.

Auf dem narrnheuslein pei der spitalpruck sein hocken, fackel, seil und

eisschauffel zu der spital und Katherein prucken.

Auf dem heimlichen gemach auf dem Sweinmarckt sein hocken, fackel,

eisschauffel und seil zu der langen prucken pei dem Derrer.

So sein auf den zweien pollwercken unden am wasser hocken, fackel,

eisschauffel und seil zu denselben pollwercken.

[167^b] Es soll der schaffer und anschicker, als ietzunt ist Conrat

Gürtler auch ab und zugeen und besehen ob man icht eispeihel, seil oder

anders bedorft, das er das herfür gebe.

Bestellen soll der stat paumeister mit dem Löffler und soll auch die

ding selber in gutter acht haben, also wenn das wasser vor den trencken

und einritten in die Begnitz gespült und hin gefürt hat das lant vor

den prucken oder pflaster, als pei dem Karl Holtzschuer, an der Eich,

auch dem Sweinmarckt und pei der langen pruck vor Fritz Derrers haus,

auch pei en irherstegen und sust wo sein nott wer do man in die Begnitz

riet etc. das der Löffler dann die klein stein, das hert ding, das

er von den pflasterern sust außfuren muß, an die selben ent fur und

die einriett darmit erheb und gründt; wiewol des die mullner nit gern

sehen, iedoch ist des nott, wann zu zeitten grosse locher und gruben

vorn an den antritten und trencken werden, wenn einer hinein will

reitten, das das pfert über den kopf einem nit hinein felt, das hab ich

gesehen.

Wo dann also die Begnitz wechst, es sei summer oder winter zeit, so

soll der Gurtler furderlich die ketten furslahen an der Begnitz, das

niemant darein reit zu trencken, dem schaden mocht gescheen; nemlich

pei der spitalpruck, pei der parfussen pruck und pei dem Derrer an der

langen pruck etc. der ding dann der Gürtler sere geflissen ist und nit

versaumpt.

Im vierundsechtzigsten jare so hab ich nach ratte meister Hansen

Duwingers bestellt und die hernachgeschriben meister beschiden auf die

hernachgeschriben prucken, wo sein not thun wurt, [168^a] mit iren

gesellen dohin zu komen, das ich dann oft sider vernewet hab, nachdem

die leut absterben; allein ist das die meinung davon:

Auf die pruck hinter dem Wildpat: meister Ulrich Regauß, meister

Burckart Planck.

Auf den steg peim Schießgraben: meister Jacob Steffan, meister Fridrich

Knaur.

Auf die spital und sant Katherein pruck: meister Hannsen Kaltenhauser,

meister Endres Hoffmüllner, meister Conrat, hutter.

Auf der parfussen pruck: meister Hanns Glanster, meister Eckhart

Hatzler.

Auf die fleischpruck: meister Herman, kuffner, und meister Ekarius.

Auf die pruck pei dem Derrer: meister Ulrich Wollfart, meister Heinrich

Schober.

Auf Closs Tyllmans pollwerck: meister Wilhelm, schreiner, meister

Heinrich, decker.

Auf des Engelhartz pollwerck: meister Cunrat Müllkuntz, meister Hanns,

kuffner.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 21 / 35 段