man dan den pach herwider ein lassen lauffen und den obgeschriben
Vischpachmeistern dann geliben und zugeben zwen püttel, die dann mit
ine auf zweien seitten am pach in der stat umbgangen sein mitsampt
einem schreiber, den sie darzu namen und von den leuten einsamenten
das gelt, das sie dann also eingesament haben (von einem zwen, drei,
vier, funf, sechs, siben [pfenning], darnach sie die leut an der
vermuglichkeit erkannt oder gesehen haben, aber ferbheuser, pirprewer,
lederer, weschin und pader haben ieder zwen groschen geben) und mit
den pütteln darumb gepfent. des geltz ist ie ein jare pei dreuhundert
oder vierdhalbhundert pfunt alt ungeferlichen gefallen, darvon sie dann
soliche taglon, holtz und stein bezalt haben. auch haben sie drei und
zwen püttel mit sampt einem schreiber von dem gelt gezert drei oder
vier tag, wenn sie also nach dem gelt umbgangen [154^b] sein und sust
nit. darvon so haben sie dann auch den putteln und einem schreiber, der
mit gangen ist und die absentes angezeichet hat, ein trinckgelt geben;
aber sie selber haben davon nichtz gehabt dann einer vier oder funf
mol etc. und des Vischpach geltz sein sie, dieselben Vischpachmeister,
gefreiet gewest, also das sie nichtz geben haben.
Auch haben die Vischpachmeister einen eigen gesellen bestellet und
geben dem alle jare pei acht pfunden alt, der alle tag auf das minst
ein mol des tags am Vischpach auf und abe gee in der stat und do sein
aufsehen habe, das niemant den pach verlichen versetze oder aufswell
anders, dann das er dennoch überfall und auch nit auf das pflaster
stemme, das auch niemantz nichtz von schaffen oder andern dingen in
pach legt, oder wessern noch einquellen, was er des darinnen vindet
herauß werf und das den leutten untersage, wo sie des nit abgeen, das
er sie dann pfendt und soliche schaff und anders neme und laß mit im
reden.
Niemant soll auch kein heimlich gemach in den Vischpach leitten noch
auf zehen stat schuch auf das minst hinzu nit haben; wer das überfür,
der must geben alle tag ein pfunt haller, als in dem statbuch steet
folio hundert und sechtzig.
Ein erberger ratt hat im sechsundsechstzigsten jare zu sant Michels
tag zu hertzen genomen, das man also ettwevil und lange jare her
am Vischpach also gepessert und geflickt hat, das aber doch nit
verfencklich und verhaft gewest ist, wie wol das an gelt auch nit
zu gangen ist etc. also hat man mir als einem paumeister befolhen,
kunftiglichen noch Kornpergstein zu gedencken und bestellen, das des
Vischpachs in der stat alle jar einen ort mit Kornperckstein gemacht
und besetzt werd; und nachdem [155^a] das mer kost, so sollen alle die,
die vor ein pfenning geben haben, zwen pfenning, und die einfluß haben,
vier pfenning geben. darauf dann die schrift wirt auf der cantzellen
gelesen zu sant Laurentzen als hernach geschriben steet:
»Nachdem man den Vischpach jerlichen abgeslagen und die scheden und
geprechen, der ettwan weit und lanck, verkumen und gepessert, und das
gelt von den leutten, die daran und darumb gesessen, noch ir ieglichs
vermugen und pesserung desselben Vischpachs genummen und eingesammet
hat; wann aber solicher pesserung mit santstein nit verfencklichen
sunder unverhaft und kurtzlichen abnemen sein will, so ist ein rat umb
gemeins nutz willen daran komen und will denselben Vischpach von heut
über acht tag aber abslagen und den hinfur nit mer mit santstein sunder
mit Kornpergstein pessern und machen, und das gelt von allen den, die
an und umb denselben Vischpach sitzen, es seien eigen hausgenossen oder
insessen, was sie vormals geben haben hinfur zwifach, und von den, die
von demselben pach ein oder zufluß haben, vierfach nemen.«
»Es wollen auch dieselben unser herren vom ratte, so man solichs gelt
sammen und einpringen will, sich ein ieder, den das berürt, doheim
vinden loß, und das gütlich unverzogenlich außricht und bezall; wann
wer des nit tet, den wurt man fur solich gelt pfenten, und es mocht
sich iemant so ferlichen darinnen halten, in wolt ein rat darzu
stroffen, nachdem er zu ratte wurde. auch alle die, die prücklein vor
iren heusern haben über den Vischpach, sullen die selber aufheben und
abtragen lassen auf das, das man desterpaß darzu gesehen und darunter
geraumen mug; darnach so wisse sich meniglich zu richten. auch welliche
die weren, die umb ein taglon an dem Vischpach wolten helfen raumen
und fegen, die sollen als von morgen montag über acht tag früe zu dem
garauß mit iren schauffeln komen, und sich pei dem weissen thuren
vinden lassen.«
[155^b] Als die Vischpachmeister solichs vernamen, kamen sie und
prachten mir eine eisne püchsen, darinnen pei ailfthalb pfunt alt
geltz, das in der püchsen des alten eingenomen geltz was etc. und
begerten darauf urlaub von mir und meinten, ich solt nun furpaß das
dinck außrichten etc. also sagt ich ine, ich het nit urlaub zu geben
und patt sie auf das aller freuntlichst, das sie also lenger mit mir
ob den dingen sein wolten, des ich sie dann noch pißher alle jare kaum
über pitten kan, das sie mir also darzu helfen.
Und also wird ich pei dreien wochen vor sant Michels tag mit den
Vischpachmeistern eins, auf welche wochen man den pach mocht abslahen.
darinnen muß man bedencken, das man ein gantze wochen fur sich neme,
auch das das geschee vor sant Michels tag, so ist das wetter allweg
wermber und der tag pei einer zimlichen leng, dann er ist nach sant
Michels tag; dann man des pachs nit wol geratten mag in der stat, also
waß er über acht tag aussen ist, so schreit iederman dorüber. wenn wir
uns dann also einer zeit vereinen, do preng ich das an ein ratt, das
ein ratt auch sein willen darzu geb und darzu leihe zwen püttel, die
das Vischpach gelt helfen einsamen und der einer die vorgeschriben
zettel auf der cantzel less zu sant Laurentzen; doch hab ich die zu
zeitten einen schreiber lesen lassen. das soll gescheen alspald man
den segen zu unser lieben frawen mess geben hat und die schuler in
der kirchen herab sten und man umbgeen will, in der weil sich derselb
priester im sagerer ab tut und ee man den weichprunnen gibt etc. so ist
das meinst folck in der kirchen. das hab ich ettliche jare her also
bestellt zu thun.
Darnach von demselben suntag über acht tag so hab ich bestellt mit
der stat pflasterer zwen oder drei und in darzu des Gürtlers pfert
mit einem karrn und hawen und schauffeln gelihen; dorpei ist auch der
gesell, der des schutzpretz wart und den schlussel darzu hat pei des
Ammans weier. dasselb pret lest man dan fur vallen und verlegt das
hinden [156^a] mit einem karrn vol wasens, die man darzu aufhawen und
füren muß. das geschicht also allewegen nach mittag, das man den pach
also versetzt, so verlauft in der nacht das wasser überall.
Am selben suntag, so man den pach versetzet, so hat der Weyller,
lederer, der ein Vischpachmeister, allweg bestellt, das nach der vesper
oder umb zwei gen nacht der krottenmullner ein slegel gezogen hat ob
seiner müll, dardurch der pach in die Begnitz felt an demselben ent,
und hat dopei zwen tagloner bestellt, die im Wert und also unter dem
gewelb ob der Kröttenmüll gestürt haben, damit der pach das meist kott
in die Begnitz gefurt hat, dan an demselben ente unter dem gewelb der
pach wol acht schue tieff ist und als mit kott, das über jar in pach
kumpt, allenthalben an dem ent verlegt und do ligent pleibt, das man
dann nach rat der müllner und werckleut hat gantz außgeschut und darauf
gepruckt und den poden durchauß im Wert erhaben piß zu der Almusenmüll
hinauf, auch den slegel verschut, dann ein rechte mördersgrub und
höll doselbst under dem gewelb und prucken, das woll acht schue tieff
und pei hundert schuen lanck was an dem ent, also das man desselben
stürens noch slegelziehens kunftiglichen nit mer bedarf.
Darnach am montag früe so sein die drei Vischpachmeister pei dem
weissen thurn und bestellen do ein achtzehen oder zweintzig lederer
und ander gesellen umb ein taglon. als nemen dann der Vischpachmeister
ieder ein sechs oder siben derselben gesellen zu im, und die zwen
der Vischpachmeister heben dann an zu fegen am Vischpach pei dem
weissen thuren, der ein die Preittengassen, der ander die gassen
über den Rossmarckt und fur sant Laurentzen hinumb auch piß an die
Pfandsmitgassen, und der ein dann furauß die Fleischgassen an die
statmaur, der ander mit sein gesellen vom weissen thurn hinauß und
hinder dem teutschen haus herumb und darnach die öberen und underen
Ledergassen und auf das letzt im Wert das kott piß auf den pretterten
poden allenthalben auß dem pach auf haufen zu slahen. wenn sie pede
[156^b] die zwen Vischpachmeister dann also in der stat geraumpt haben,
darzu sie auf das minst zwen tag haben müssen, so gen die pede dann
mit iren gesellen fur die stat und heben an voren am statt graben und
werfen und raumen das kott auch auß, das in dem jare darein gerunnen
ist, also fur den Tafelhoff und durch den underen und oberen Galgenhoff
pieß hinauf an das schutzpret pei des Ammans weier etc. auch soll man
alle jare in denselben greben hinauf die stauden, so in und über den
Vischpach hangen und gewachsen sein, abhawen, dann im winter so legt
sich der schnee darauf und druckt sie in pach und gefreust dann also;
doran swellt sich dann der pach und lauft auß, das sust nit geschicht.
So hebt der drit Vischpachmeister mit sein sechs oder siben gesellen
an auch an demselben vorgeschriben montag und hat im darzu vorbestellt
zwen maurrer mit einem steinkaren und anderm irem zeug und püst ettlich
new stein ein allenthalben in der stat am pach, wo sein not thut und
die alten erfault und schaden genomen haben, zu zeitten ein hundert
sechtzig und viertzig stein, darnach sein not thut. solich stein die
haben die Vischpachmeister umb sant Jacobs tag ie zu zeitten füren und
hawen lassen, aber sider man den pach mit Kornpergstein macht, so püst
man mit den alten stein, die man aufhebt und sust verkauft, die püst
man also ein, wo sein nott ist. wenn dan soliche pesserung in der stat
geschicht, so flicken sie dann vor der stat am pach hinauf piß zu dem
schutzprett an des Ammans weierhaus hinauf; wo sein not ist so legt man
das auß mit holtz und slecht darfur eichen pfell, oder ettlichen enden
versetzt man das mit quadern vor der stat. auch mit den dingen hat der
drit Vischpachmeister auch zu thun vier oder funf tag, darnach ein jare
der arbeit minder oder mer ist, dann das ander.
Welche heuser aber so nahent dem Vischpach steen, als dann des alten
Marx ferbhaus pei dem weissen thuren und der teutschen herren maur,
die hinden umb iren hoff geet, daran der Vischpach herlauft,[157^a] und
die vier heusser, dozwischen der Vischpach von der öberen Ledergassen
an die underen Ledergassen lauft, auch das reich almussen von ir müll
wegen, als vill sie des berürt, und darnach under derselben müll
ettliche heuser im Wert, die alle sein schuldig das und sovil auf der
seitten gegen in sie des berürt selber zu underfaren, zu pesseren und
zu machen von ir heuser und gemeurs wegen.
Vor der stat ist desgleichen wo heuserund leut doran stossen haben, die
mussen das so vill und sie das berürt selber machen lassen; wann die
Vischpachmeister nit mer machen, dann das die gemein ist antreffent etc.
Mer muß man dann haben iemant, der das kott, das also in der stat auß
dem pach außgeworfen worden ist, fürderlich außfürt; der hebt dormit
an am erittag, dann das kott muß vor ein tag ein wenig über trucken,
so mag man das dester paß geladen. und man muß das bestellen zu über
eillen mit der fur, also das er auf das minst drei wegen und vier pfert
hab, das allewegen zwen wegen geen und das man einen alle die weil
lade, das das kott in den acht tagen auß gefürt wert; dann was des
do ligent pleibt, wenn man den pach lest wider lauffen, so keren und
werfen die leut des vill wider ine pach, das sust nit geschicht.
So nun verlossen ist, den pach mit Kornpergstein zu besetzen, wie vor
steet, do hab ich mich ettliche jar her darzu gericht und doran ie ein
stuck pessern und vernewen lassen, und desgleichen mit dem poden auch
mit eichen prettern, wo sein nott ist gewest. mit solicher arbeit haben
sich die ding verzogen, das der pach ie zu zeitten lenger den acht tag
aussen ist gewest. so und man aber an die schait des pachs an [157^b]
der Pfandschmidgassen komen ist, so mag man den pach an derselben ent
einem versetzen, und im jare, wenn man will und geschickt ist, mit
Kornpergstein an dem anderen ent arbeitten, also das der pach dennoch
herein geet. das hab ich mit der stat steinmetzen, zimmergesellen und
taglönern also machen lassen ettlich jare.
Wenn man dann also vertig ist, so lest man den pach wider lauffen und
wurft die wasen, so man hinter das schutzprett pei des Ammans weier
geworfen hat, herauß und zeucht das schutzprett gantz auf und lest
den pach mit vollem wasser ein gute vierteil einer stund, und lest
dann dasselb schutzpret fur und dardurch lauffen sovil und man dann
gewonlichen sust über jar oder nach der zeit lauffen lest; so treibt
der erst schuß alles das, das in der zeit in pach komen ist, die weil
er ist aussen gewest, vor im hinweck -- das schmecket ser unsauber.
Darnach und der pach dann also wider in die stat geet, so geen die
drei Vischpachmeister umb nach dem gelt von haus zu haus auf zweien
partheien, und was man in dann ie gegeben hat, das haben sie genomen
und eingesament und dann darvon außgeben, was auf den pach gangen
ist, und darvon niemantz mer kein rechnung durfen thun etc. noch dem
aber ich also zu den dingen komen pin, hab ich die ding also mit irem
der Vischpachmeister guten willen furgenomen also, das sie noch auf
zwo partheien geen, auf dem einteil der Vischpachmeister einer, auf
dem andern teil zwen, und iede parthei haben einen schreiber, der hat
einen karnyr, darinnen ettliche pergamenen zetteln mit snürlein auch
darpei kreiden und röttelstein und ein new register; der schreibt in
das register ein ieden hausherren und in sunderheit die hausgenossen
alle an, wie die heissen mit namen und zunamen, auch was ieder geben
hab und an was gassen er sitz und auf welchen tag man das gelt geben
hab. darpei hat iede parthei einen püttel; wer sein gelt nit gibt, den
pfendt man, und an dasselb pfant bint der schreiber ein zettellein,
darauf steet geschriben, wie der oder die heissen, des dasselbe pfant
ist, und waß dasselb pfant stee. nach dem selben register dann [158^a]
wol zu rechen und zu überslahen ist, was von gelt gefallen ist.
dieselben register noch also vorhanden sein von einem ieden jare, die
weil ich dopei gewesen pin. auch so hab ich den Vischpachmeistern
zu zeitten zugeschickt einen knecht mit einem korbe, der die pfant
hat getragen. auch haben sie allwegen das alt register des voderen
jars auch pei ine, darnach sie sehen, was einer vor geben hab etc.
darnach sie sich auch dester paß gerichten mugen, also was einer von
alter her geben hat, der muß ietzunt dasselb zwifach, und die einfluß
haben, vierfach; dann die kartheuser geben nichtz, auch die vier
heuser zwischen der oberen und unteren Ledergassen, do zwischen der
pach hinlauft, darumb, das sie den pach an demselben ent selber machen
müssen. auch gibt der almussen und krottenmüllner nichtz, und darzu die
drei Vischpachmeister geben auch nichtz an dem pach.
Solchs umbgeen nach dem gelt wert pei vier tagen. dieselben drei oder
vier tag essen die drei Vischpachmeister, zwen schreiber und zwen
püttel mit einander, alle tag zwai mall ir einem, und dingen sich an
zu einem wirte; sust haben die Vischpachmeister nichtz darvon dann
die malle. wenn sie dann also gar außgangen sein, so komen sie die
Vischpachmeister alle drei mitsampt den schreibern und püttelen und
prengen mir solch gesament gelt und pfant, auch die register. des geltz
ist pei sechshundert pfunt alt ongeverlichen zu gemein jaren.
Von dem gelt geet ab am ersten, das man außgeben muß, das der Vischpach
kost zu fegen pei vierunddreissig pfunt alt, und dasselb kott auß zu
füren pei zweiundviertzig pfund alt; so verzeren sie, wenn man das gelt
ein prenget, pei zweiunddreissig pfunt alt; so gibt man den schreibern
und pütteln iedem ein tag dreissig pfenning, macht pei sechtzehen pfunt
alt; mer dem knecht, der des Vischpachs wart über jare, zwelf pfunt
alt; den pflasterern am pach zu ze pflastern, wo man den geflicket
hat, pei dreissig pfenning: das alles macht pei hundert viertzig pfunt
alt, die auf das minst alle jar darauf geen, also pleibt des geltz
über pei vierhundert sechtzig pfunt alt, von dem solt [158^b] man den
pach mit Kornperckstein machen. und was ich über das, so alle jare
davon gefellet, außgeb, das solt die gemein kunftiglichen bezallen.
also hab ich ettliche jar her pei funfthalbhundert und vierhundert,
und ettliche jare pei vierdhalb hundert quader Kornpergstein versetzt,
die allein der gemein zu gerechent worden sein; und die ich unter die
prucklein und in den zwinger versetzen hab lassen; die hab ich nit
darzu sunder der stat gerechent. der obgeschrieben stuck steins eins
pei dreissig pfenning kost also rauch, so kost eins zu hawen pei zwelf
pfenning, also geet nun darauf mit dem versetzen und die grunt mit
eichen prettern zu pessern, die alten stein ab zu raumen, das alles
ich mit der stat arbeitter, steinmetzen und maurrer alle jar piß her
machen hab lassen und über das gelt, so davon gefallen ist, ein gepust
ettlich hundert pfunt novi, als das in mein rechnung, so ich davon
verzeichent hab, sich erfindet. nach dem man aber ettliche jar her hat
zwue zeil stein aufeinander setzen müssen, das hat vill kost, das aber
nun am lant nit mer bedarf des, sunder die dinck sich hinfur fast mit
einer zeil an der höch begeben, und auch das man mit der arbeit also
gemach thun muß, darmit man solich außsteent gelt wider ersparen und
einprengen mug in kunftig zeit von jaren zu jaren.
Die Vischpachmeister haben bestellet den tauben Öttlein, das er des
pachs über jar gewart hat. dem haben sie ein jar geben acht pfunt alt;
aber ietzunt hab ich ine einen bestellet, der heist Heintz Lechner,
dem muß ich ein jar geben zwelf pfunt alt, das er alle tag auf das
minst ein fart doran auf und ab gee. solcher 12 pfunt gib ich ime alle
goltfasten dreu pfunt alt.
Man lest den Vischpach ie zu zeitten an unsers herren leichnams abent
hinter dem Peßler vor dem pat zum Strosack versetzen und lest in
lauffen ein stunt oder anderhalbe umb des Peßlers haus und also gegen
der langen prucken und verrer durch die Schustergassen in die Begnitz
pei den sattlern an der fleischprucken.
[159^a] Ein hüll hinder sand Klaren kirchoff hat man von gemeiner stat
wegen ie zu zeitten fegen lossen einen paumeister. die hab ich im zwai
und sechtzigsten jar lassen trucken außschopfen und das kott herauß
werfen piß auf den poden, der ist geprettert, und [hab den] patknechten
im Sundergew darvon geben ir sechs gesellen sechs pfunt alt und
achtundzweintzig pfenning.
Zu dem heiligtum oder sust wenn herschaft kerkomen soll, so versetzt
man den pach gern unden an der Fleischgassen und man lest den Vischpach
gern durch dieselben hüll lauffen ein stund oder zwue und fullt
die hüll von fewers wegen, auch darumb, das das wasser nit als übel
schmeckt; das dann sust sere schmeckt, wenn das also lang steet,
sunderlich im summer.
Wenn man den Vischpach abslecht, den raumen und pessern will, wie
voren geschriben steet, so sollen die zwen pachmullner, nemlich der
almusenmüllner und der in der Krottenmüll, umbgeen in der stat und
vor der stat piß zu des Ammans weier, und wo sie sehen, das iemant
verporgenlich oder offenlich rören in den Vischpach gelegt hett,
dardurch man wessert, oder dem pach das wasser sust abgieng, so sollen
die müllner dieselben rören oder rinnen außgraben; und wo die iemant
hett über die, die hie vorn geschriben steen und zu gegeben sein, und
der nit abthun wolt, so solt man doran pfenden alle tag umb ein pfunt
haller; darzu soll ein statt paumeister den müllnern beholfen sein etc.
[159^b] Von der gehorsam des paumeisters, wenn und wie er auch rechnung
thut.
Der stat paumeister thut alle jare zu dem newen ratt von seines ampts
wegen gehorsam in der ratstuben in gegenwertigkeit eines erbergen ratz,
und so man den ait im stat buche folio dreuzehene also gelesen hat;
so stet darinnen: das kein paumeister nichtz hinleihen soll von gelt
noch anderem der stat zeug on wissen und willen eines erbergen ratz
etc. des begert dann ein paumeister lüftung, dann man zu zeitten der
stat walthawer, auch auf pflasterstein, auf kalck und sust ettlichen
werckleuten auf ir arbeit gelt leihen; auch zu zeitten so pittet einer
umb einen schütkaren, einen nideren wagen, ein hoyer etc. zu leihen
ungeverlichen, oder einem zurindet latten, ein pretten, zwei dreu
pretter, spünt etc. des ein paumeister einem umb sein gelt nit wol
versagen kan. das man das alles kund oder mug an einen rat prengen, wer
ser müsam; dar innen wirt dann einem paumeister geluft, also was er von
zeug hinleich, das man das verpfendt. dorein muß sich ein paumeister
selber richten; aber wo einer ein winten oder krieg oder solicher seil,
die man dann nit als gantz wider gibt, entlehen wolt, desgleichen umb
sein gelt holtz, pretter oder ander zu einem gantzen paw haben wolt:
das alles weis ich an einen erbergen ratt, was man mich dann heist
darleihen oder geben, das thue ich gern.
So hat der stat paumeister einen bergamenen zettel, die man im alleweg
nach seiner rechnung in der losungstuben vernewet. doran schreibt man
alleweg, wie vill geltz der paumeister einnimpt auf der stat pew; die
gegenzettel behelt der stat paumeister in seiner gewalt. so schreiben
die herren das in der losungstuben in ire register auch ein. wenn es
dann zu der rechnung kompt, so legt ein paumeister dieselben sein
zettel dar, die wirt nach der herren register abgelesen und ein sum
darauß aufgezaichent etc. alles nach pfund novi gerechent.
[160^a] Süst was dann der stat paumeister ein nimpt von kalck, alts und
newes holtzwerck, stein und anders, das ein paumeister den leutten zu
zeitten nit wol umb ir gelt versagen mag, dasselb soll ein paumeister
in seiner rechnung auch fur einnemen darlegen und beschriben geben.
Mer der stat paumeister tut alleweg gewonlichen sein rechnung in den
ersten vier oder zehen tagen der vasten. und wenn er rechnung thun
will, so soll er sich des mit den herren in der losungstuben ein acht,
zehen oder vierzehen tag vor unterreden und vertragen, auf welchen
tag sie sich darzu mussigen wollen, solche rechnung zu hören; und auf
welchen tag sie im dann zusagen, darnach und darauf soll sich ein
paumeister mit seiner rechnung schicken, das er auf die zeit fertig
domit sei.
Wenn er dann weiß auf welchen tag die rechnung sein soll, so soll ein
paumeister vor drei, vier oder sechs tag das einem burgermeister und
einem erbergen rat zu erkennen geben und pitten einen burgermeister,
das er im wöll iemant zu beschaiden von eines erberen ratz wegen, der
pei der rechnung auf die zeit sei etc. demnach so gibt ein ratt darzu
gewonlichen zwen der elteren herren, die dann einem paumeister benent
werden. die muß dann darnach nach dem ratt ein paumeister auch pitten,
das sie sich auf denselben tag darzu mussigen wöllen, die rechnung zu
verhören.
Ein paumeister soll auf den tag und man die rechnung hören will zu den
losungern geen, wenn sie nach mittag in die stuben geen, und die do
fragen zu welcher zeit sie die rechnung [160^b] verhören wollen. das
soll er dann zu stunde den zweien herren, die im von ratz wegen zu
beschiden sein, zu wissen thun, und sie abermals pitten auf dieselben
stund do zu sein.