Solche arbeit ist gescheen dann in acht tagen ungeverlichen. so hat

man dan den pach herwider ein lassen lauffen und den obgeschriben

Vischpachmeistern dann geliben und zugeben zwen püttel, die dann mit

ine auf zweien seitten am pach in der stat umbgangen sein mitsampt

einem schreiber, den sie darzu namen und von den leuten einsamenten

das gelt, das sie dann also eingesament haben (von einem zwen, drei,

vier, funf, sechs, siben [pfenning], darnach sie die leut an der

vermuglichkeit erkannt oder gesehen haben, aber ferbheuser, pirprewer,

lederer, weschin und pader haben ieder zwen groschen geben) und mit

den pütteln darumb gepfent. des geltz ist ie ein jare pei dreuhundert

oder vierdhalbhundert pfunt alt ungeferlichen gefallen, darvon sie dann

soliche taglon, holtz und stein bezalt haben. auch haben sie drei und

zwen püttel mit sampt einem schreiber von dem gelt gezert drei oder

vier tag, wenn sie also nach dem gelt umbgangen [154^b] sein und sust

nit. darvon so haben sie dann auch den putteln und einem schreiber, der

mit gangen ist und die absentes angezeichet hat, ein trinckgelt geben;

aber sie selber haben davon nichtz gehabt dann einer vier oder funf

mol etc. und des Vischpach geltz sein sie, dieselben Vischpachmeister,

gefreiet gewest, also das sie nichtz geben haben.

Auch haben die Vischpachmeister einen eigen gesellen bestellet und

geben dem alle jare pei acht pfunden alt, der alle tag auf das minst

ein mol des tags am Vischpach auf und abe gee in der stat und do sein

aufsehen habe, das niemant den pach verlichen versetze oder aufswell

anders, dann das er dennoch überfall und auch nit auf das pflaster

stemme, das auch niemantz nichtz von schaffen oder andern dingen in

pach legt, oder wessern noch einquellen, was er des darinnen vindet

herauß werf und das den leutten untersage, wo sie des nit abgeen, das

er sie dann pfendt und soliche schaff und anders neme und laß mit im

reden.

Niemant soll auch kein heimlich gemach in den Vischpach leitten noch

auf zehen stat schuch auf das minst hinzu nit haben; wer das überfür,

der must geben alle tag ein pfunt haller, als in dem statbuch steet

folio hundert und sechtzig.

Ein erberger ratt hat im sechsundsechstzigsten jare zu sant Michels

tag zu hertzen genomen, das man also ettwevil und lange jare her

am Vischpach also gepessert und geflickt hat, das aber doch nit

verfencklich und verhaft gewest ist, wie wol das an gelt auch nit

zu gangen ist etc. also hat man mir als einem paumeister befolhen,

kunftiglichen noch Kornpergstein zu gedencken und bestellen, das des

Vischpachs in der stat alle jar einen ort mit Kornperckstein gemacht

und besetzt werd; und nachdem [155^a] das mer kost, so sollen alle die,

die vor ein pfenning geben haben, zwen pfenning, und die einfluß haben,

vier pfenning geben. darauf dann die schrift wirt auf der cantzellen

gelesen zu sant Laurentzen als hernach geschriben steet:

»Nachdem man den Vischpach jerlichen abgeslagen und die scheden und

geprechen, der ettwan weit und lanck, verkumen und gepessert, und das

gelt von den leutten, die daran und darumb gesessen, noch ir ieglichs

vermugen und pesserung desselben Vischpachs genummen und eingesammet

hat; wann aber solicher pesserung mit santstein nit verfencklichen

sunder unverhaft und kurtzlichen abnemen sein will, so ist ein rat umb

gemeins nutz willen daran komen und will denselben Vischpach von heut

über acht tag aber abslagen und den hinfur nit mer mit santstein sunder

mit Kornpergstein pessern und machen, und das gelt von allen den, die

an und umb denselben Vischpach sitzen, es seien eigen hausgenossen oder

insessen, was sie vormals geben haben hinfur zwifach, und von den, die

von demselben pach ein oder zufluß haben, vierfach nemen.«

»Es wollen auch dieselben unser herren vom ratte, so man solichs gelt

sammen und einpringen will, sich ein ieder, den das berürt, doheim

vinden loß, und das gütlich unverzogenlich außricht und bezall; wann

wer des nit tet, den wurt man fur solich gelt pfenten, und es mocht

sich iemant so ferlichen darinnen halten, in wolt ein rat darzu

stroffen, nachdem er zu ratte wurde. auch alle die, die prücklein vor

iren heusern haben über den Vischpach, sullen die selber aufheben und

abtragen lassen auf das, das man desterpaß darzu gesehen und darunter

geraumen mug; darnach so wisse sich meniglich zu richten. auch welliche

die weren, die umb ein taglon an dem Vischpach wolten helfen raumen

und fegen, die sollen als von morgen montag über acht tag früe zu dem

garauß mit iren schauffeln komen, und sich pei dem weissen thuren

vinden lassen.«

[155^b] Als die Vischpachmeister solichs vernamen, kamen sie und

prachten mir eine eisne püchsen, darinnen pei ailfthalb pfunt alt

geltz, das in der püchsen des alten eingenomen geltz was etc. und

begerten darauf urlaub von mir und meinten, ich solt nun furpaß das

dinck außrichten etc. also sagt ich ine, ich het nit urlaub zu geben

und patt sie auf das aller freuntlichst, das sie also lenger mit mir

ob den dingen sein wolten, des ich sie dann noch pißher alle jare kaum

über pitten kan, das sie mir also darzu helfen.

Und also wird ich pei dreien wochen vor sant Michels tag mit den

Vischpachmeistern eins, auf welche wochen man den pach mocht abslahen.

darinnen muß man bedencken, das man ein gantze wochen fur sich neme,

auch das das geschee vor sant Michels tag, so ist das wetter allweg

wermber und der tag pei einer zimlichen leng, dann er ist nach sant

Michels tag; dann man des pachs nit wol geratten mag in der stat, also

waß er über acht tag aussen ist, so schreit iederman dorüber. wenn wir

uns dann also einer zeit vereinen, do preng ich das an ein ratt, das

ein ratt auch sein willen darzu geb und darzu leihe zwen püttel, die

das Vischpach gelt helfen einsamen und der einer die vorgeschriben

zettel auf der cantzel less zu sant Laurentzen; doch hab ich die zu

zeitten einen schreiber lesen lassen. das soll gescheen alspald man

den segen zu unser lieben frawen mess geben hat und die schuler in

der kirchen herab sten und man umbgeen will, in der weil sich derselb

priester im sagerer ab tut und ee man den weichprunnen gibt etc. so ist

das meinst folck in der kirchen. das hab ich ettliche jare her also

bestellt zu thun.

Darnach von demselben suntag über acht tag so hab ich bestellt mit

der stat pflasterer zwen oder drei und in darzu des Gürtlers pfert

mit einem karrn und hawen und schauffeln gelihen; dorpei ist auch der

gesell, der des schutzpretz wart und den schlussel darzu hat pei des

Ammans weier. dasselb pret lest man dan fur vallen und verlegt das

hinden [156^a] mit einem karrn vol wasens, die man darzu aufhawen und

füren muß. das geschicht also allewegen nach mittag, das man den pach

also versetzt, so verlauft in der nacht das wasser überall.

Am selben suntag, so man den pach versetzet, so hat der Weyller,

lederer, der ein Vischpachmeister, allweg bestellt, das nach der vesper

oder umb zwei gen nacht der krottenmullner ein slegel gezogen hat ob

seiner müll, dardurch der pach in die Begnitz felt an demselben ent,

und hat dopei zwen tagloner bestellt, die im Wert und also unter dem

gewelb ob der Kröttenmüll gestürt haben, damit der pach das meist kott

in die Begnitz gefurt hat, dan an demselben ente unter dem gewelb der

pach wol acht schue tieff ist und als mit kott, das über jar in pach

kumpt, allenthalben an dem ent verlegt und do ligent pleibt, das man

dann nach rat der müllner und werckleut hat gantz außgeschut und darauf

gepruckt und den poden durchauß im Wert erhaben piß zu der Almusenmüll

hinauf, auch den slegel verschut, dann ein rechte mördersgrub und

höll doselbst under dem gewelb und prucken, das woll acht schue tieff

und pei hundert schuen lanck was an dem ent, also das man desselben

stürens noch slegelziehens kunftiglichen nit mer bedarf.

Darnach am montag früe so sein die drei Vischpachmeister pei dem

weissen thurn und bestellen do ein achtzehen oder zweintzig lederer

und ander gesellen umb ein taglon. als nemen dann der Vischpachmeister

ieder ein sechs oder siben derselben gesellen zu im, und die zwen

der Vischpachmeister heben dann an zu fegen am Vischpach pei dem

weissen thuren, der ein die Preittengassen, der ander die gassen

über den Rossmarckt und fur sant Laurentzen hinumb auch piß an die

Pfandsmitgassen, und der ein dann furauß die Fleischgassen an die

statmaur, der ander mit sein gesellen vom weissen thurn hinauß und

hinder dem teutschen haus herumb und darnach die öberen und underen

Ledergassen und auf das letzt im Wert das kott piß auf den pretterten

poden allenthalben auß dem pach auf haufen zu slahen. wenn sie pede

[156^b] die zwen Vischpachmeister dann also in der stat geraumpt haben,

darzu sie auf das minst zwen tag haben müssen, so gen die pede dann

mit iren gesellen fur die stat und heben an voren am statt graben und

werfen und raumen das kott auch auß, das in dem jare darein gerunnen

ist, also fur den Tafelhoff und durch den underen und oberen Galgenhoff

pieß hinauf an das schutzpret pei des Ammans weier etc. auch soll man

alle jare in denselben greben hinauf die stauden, so in und über den

Vischpach hangen und gewachsen sein, abhawen, dann im winter so legt

sich der schnee darauf und druckt sie in pach und gefreust dann also;

doran swellt sich dann der pach und lauft auß, das sust nit geschicht.

So hebt der drit Vischpachmeister mit sein sechs oder siben gesellen

an auch an demselben vorgeschriben montag und hat im darzu vorbestellt

zwen maurrer mit einem steinkaren und anderm irem zeug und püst ettlich

new stein ein allenthalben in der stat am pach, wo sein not thut und

die alten erfault und schaden genomen haben, zu zeitten ein hundert

sechtzig und viertzig stein, darnach sein not thut. solich stein die

haben die Vischpachmeister umb sant Jacobs tag ie zu zeitten füren und

hawen lassen, aber sider man den pach mit Kornpergstein macht, so püst

man mit den alten stein, die man aufhebt und sust verkauft, die püst

man also ein, wo sein nott ist. wenn dan soliche pesserung in der stat

geschicht, so flicken sie dann vor der stat am pach hinauf piß zu dem

schutzprett an des Ammans weierhaus hinauf; wo sein not ist so legt man

das auß mit holtz und slecht darfur eichen pfell, oder ettlichen enden

versetzt man das mit quadern vor der stat. auch mit den dingen hat der

drit Vischpachmeister auch zu thun vier oder funf tag, darnach ein jare

der arbeit minder oder mer ist, dann das ander.

Welche heuser aber so nahent dem Vischpach steen, als dann des alten

Marx ferbhaus pei dem weissen thuren und der teutschen herren maur,

die hinden umb iren hoff geet, daran der Vischpach herlauft,[157^a] und

die vier heusser, dozwischen der Vischpach von der öberen Ledergassen

an die underen Ledergassen lauft, auch das reich almussen von ir müll

wegen, als vill sie des berürt, und darnach under derselben müll

ettliche heuser im Wert, die alle sein schuldig das und sovil auf der

seitten gegen in sie des berürt selber zu underfaren, zu pesseren und

zu machen von ir heuser und gemeurs wegen.

Vor der stat ist desgleichen wo heuserund leut doran stossen haben, die

mussen das so vill und sie das berürt selber machen lassen; wann die

Vischpachmeister nit mer machen, dann das die gemein ist antreffent etc.

Mer muß man dann haben iemant, der das kott, das also in der stat auß

dem pach außgeworfen worden ist, fürderlich außfürt; der hebt dormit

an am erittag, dann das kott muß vor ein tag ein wenig über trucken,

so mag man das dester paß geladen. und man muß das bestellen zu über

eillen mit der fur, also das er auf das minst drei wegen und vier pfert

hab, das allewegen zwen wegen geen und das man einen alle die weil

lade, das das kott in den acht tagen auß gefürt wert; dann was des

do ligent pleibt, wenn man den pach lest wider lauffen, so keren und

werfen die leut des vill wider ine pach, das sust nit geschicht.

So nun verlossen ist, den pach mit Kornpergstein zu besetzen, wie vor

steet, do hab ich mich ettliche jar her darzu gericht und doran ie ein

stuck pessern und vernewen lassen, und desgleichen mit dem poden auch

mit eichen prettern, wo sein nott ist gewest. mit solicher arbeit haben

sich die ding verzogen, das der pach ie zu zeitten lenger den acht tag

aussen ist gewest. so und man aber an die schait des pachs an [157^b]

der Pfandschmidgassen komen ist, so mag man den pach an derselben ent

einem versetzen, und im jare, wenn man will und geschickt ist, mit

Kornpergstein an dem anderen ent arbeitten, also das der pach dennoch

herein geet. das hab ich mit der stat steinmetzen, zimmergesellen und

taglönern also machen lassen ettlich jare.

Wenn man dann also vertig ist, so lest man den pach wider lauffen und

wurft die wasen, so man hinter das schutzprett pei des Ammans weier

geworfen hat, herauß und zeucht das schutzprett gantz auf und lest

den pach mit vollem wasser ein gute vierteil einer stund, und lest

dann dasselb schutzpret fur und dardurch lauffen sovil und man dann

gewonlichen sust über jar oder nach der zeit lauffen lest; so treibt

der erst schuß alles das, das in der zeit in pach komen ist, die weil

er ist aussen gewest, vor im hinweck -- das schmecket ser unsauber.

Darnach und der pach dann also wider in die stat geet, so geen die

drei Vischpachmeister umb nach dem gelt von haus zu haus auf zweien

partheien, und was man in dann ie gegeben hat, das haben sie genomen

und eingesament und dann darvon außgeben, was auf den pach gangen

ist, und darvon niemantz mer kein rechnung durfen thun etc. noch dem

aber ich also zu den dingen komen pin, hab ich die ding also mit irem

der Vischpachmeister guten willen furgenomen also, das sie noch auf

zwo partheien geen, auf dem einteil der Vischpachmeister einer, auf

dem andern teil zwen, und iede parthei haben einen schreiber, der hat

einen karnyr, darinnen ettliche pergamenen zetteln mit snürlein auch

darpei kreiden und röttelstein und ein new register; der schreibt in

das register ein ieden hausherren und in sunderheit die hausgenossen

alle an, wie die heissen mit namen und zunamen, auch was ieder geben

hab und an was gassen er sitz und auf welchen tag man das gelt geben

hab. darpei hat iede parthei einen püttel; wer sein gelt nit gibt, den

pfendt man, und an dasselb pfant bint der schreiber ein zettellein,

darauf steet geschriben, wie der oder die heissen, des dasselbe pfant

ist, und waß dasselb pfant stee. nach dem selben register dann [158^a]

wol zu rechen und zu überslahen ist, was von gelt gefallen ist.

dieselben register noch also vorhanden sein von einem ieden jare, die

weil ich dopei gewesen pin. auch so hab ich den Vischpachmeistern

zu zeitten zugeschickt einen knecht mit einem korbe, der die pfant

hat getragen. auch haben sie allwegen das alt register des voderen

jars auch pei ine, darnach sie sehen, was einer vor geben hab etc.

darnach sie sich auch dester paß gerichten mugen, also was einer von

alter her geben hat, der muß ietzunt dasselb zwifach, und die einfluß

haben, vierfach; dann die kartheuser geben nichtz, auch die vier

heuser zwischen der oberen und unteren Ledergassen, do zwischen der

pach hinlauft, darumb, das sie den pach an demselben ent selber machen

müssen. auch gibt der almussen und krottenmüllner nichtz, und darzu die

drei Vischpachmeister geben auch nichtz an dem pach.

Solchs umbgeen nach dem gelt wert pei vier tagen. dieselben drei oder

vier tag essen die drei Vischpachmeister, zwen schreiber und zwen

püttel mit einander, alle tag zwai mall ir einem, und dingen sich an

zu einem wirte; sust haben die Vischpachmeister nichtz darvon dann

die malle. wenn sie dann also gar außgangen sein, so komen sie die

Vischpachmeister alle drei mitsampt den schreibern und püttelen und

prengen mir solch gesament gelt und pfant, auch die register. des geltz

ist pei sechshundert pfunt alt ongeverlichen zu gemein jaren.

Von dem gelt geet ab am ersten, das man außgeben muß, das der Vischpach

kost zu fegen pei vierunddreissig pfunt alt, und dasselb kott auß zu

füren pei zweiundviertzig pfund alt; so verzeren sie, wenn man das gelt

ein prenget, pei zweiunddreissig pfunt alt; so gibt man den schreibern

und pütteln iedem ein tag dreissig pfenning, macht pei sechtzehen pfunt

alt; mer dem knecht, der des Vischpachs wart über jare, zwelf pfunt

alt; den pflasterern am pach zu ze pflastern, wo man den geflicket

hat, pei dreissig pfenning: das alles macht pei hundert viertzig pfunt

alt, die auf das minst alle jar darauf geen, also pleibt des geltz

über pei vierhundert sechtzig pfunt alt, von dem solt [158^b] man den

pach mit Kornperckstein machen. und was ich über das, so alle jare

davon gefellet, außgeb, das solt die gemein kunftiglichen bezallen.

also hab ich ettliche jar her pei funfthalbhundert und vierhundert,

und ettliche jare pei vierdhalb hundert quader Kornpergstein versetzt,

die allein der gemein zu gerechent worden sein; und die ich unter die

prucklein und in den zwinger versetzen hab lassen; die hab ich nit

darzu sunder der stat gerechent. der obgeschrieben stuck steins eins

pei dreissig pfenning kost also rauch, so kost eins zu hawen pei zwelf

pfenning, also geet nun darauf mit dem versetzen und die grunt mit

eichen prettern zu pessern, die alten stein ab zu raumen, das alles

ich mit der stat arbeitter, steinmetzen und maurrer alle jar piß her

machen hab lassen und über das gelt, so davon gefallen ist, ein gepust

ettlich hundert pfunt novi, als das in mein rechnung, so ich davon

verzeichent hab, sich erfindet. nach dem man aber ettliche jar her hat

zwue zeil stein aufeinander setzen müssen, das hat vill kost, das aber

nun am lant nit mer bedarf des, sunder die dinck sich hinfur fast mit

einer zeil an der höch begeben, und auch das man mit der arbeit also

gemach thun muß, darmit man solich außsteent gelt wider ersparen und

einprengen mug in kunftig zeit von jaren zu jaren.

Die Vischpachmeister haben bestellet den tauben Öttlein, das er des

pachs über jar gewart hat. dem haben sie ein jar geben acht pfunt alt;

aber ietzunt hab ich ine einen bestellet, der heist Heintz Lechner,

dem muß ich ein jar geben zwelf pfunt alt, das er alle tag auf das

minst ein fart doran auf und ab gee. solcher 12 pfunt gib ich ime alle

goltfasten dreu pfunt alt.

Man lest den Vischpach ie zu zeitten an unsers herren leichnams abent

hinter dem Peßler vor dem pat zum Strosack versetzen und lest in

lauffen ein stunt oder anderhalbe umb des Peßlers haus und also gegen

der langen prucken und verrer durch die Schustergassen in die Begnitz

pei den sattlern an der fleischprucken.

[159^a] Ein hüll hinder sand Klaren kirchoff hat man von gemeiner stat

wegen ie zu zeitten fegen lossen einen paumeister. die hab ich im zwai

und sechtzigsten jar lassen trucken außschopfen und das kott herauß

werfen piß auf den poden, der ist geprettert, und [hab den] patknechten

im Sundergew darvon geben ir sechs gesellen sechs pfunt alt und

achtundzweintzig pfenning.

Zu dem heiligtum oder sust wenn herschaft kerkomen soll, so versetzt

man den pach gern unden an der Fleischgassen und man lest den Vischpach

gern durch dieselben hüll lauffen ein stund oder zwue und fullt

die hüll von fewers wegen, auch darumb, das das wasser nit als übel

schmeckt; das dann sust sere schmeckt, wenn das also lang steet,

sunderlich im summer.

Wenn man den Vischpach abslecht, den raumen und pessern will, wie

voren geschriben steet, so sollen die zwen pachmullner, nemlich der

almusenmüllner und der in der Krottenmüll, umbgeen in der stat und

vor der stat piß zu des Ammans weier, und wo sie sehen, das iemant

verporgenlich oder offenlich rören in den Vischpach gelegt hett,

dardurch man wessert, oder dem pach das wasser sust abgieng, so sollen

die müllner dieselben rören oder rinnen außgraben; und wo die iemant

hett über die, die hie vorn geschriben steen und zu gegeben sein, und

der nit abthun wolt, so solt man doran pfenden alle tag umb ein pfunt

haller; darzu soll ein statt paumeister den müllnern beholfen sein etc.

[159^b] Von der gehorsam des paumeisters, wenn und wie er auch rechnung

thut.

Der stat paumeister thut alle jare zu dem newen ratt von seines ampts

wegen gehorsam in der ratstuben in gegenwertigkeit eines erbergen ratz,

und so man den ait im stat buche folio dreuzehene also gelesen hat;

so stet darinnen: das kein paumeister nichtz hinleihen soll von gelt

noch anderem der stat zeug on wissen und willen eines erbergen ratz

etc. des begert dann ein paumeister lüftung, dann man zu zeitten der

stat walthawer, auch auf pflasterstein, auf kalck und sust ettlichen

werckleuten auf ir arbeit gelt leihen; auch zu zeitten so pittet einer

umb einen schütkaren, einen nideren wagen, ein hoyer etc. zu leihen

ungeverlichen, oder einem zurindet latten, ein pretten, zwei dreu

pretter, spünt etc. des ein paumeister einem umb sein gelt nit wol

versagen kan. das man das alles kund oder mug an einen rat prengen, wer

ser müsam; dar innen wirt dann einem paumeister geluft, also was er von

zeug hinleich, das man das verpfendt. dorein muß sich ein paumeister

selber richten; aber wo einer ein winten oder krieg oder solicher seil,

die man dann nit als gantz wider gibt, entlehen wolt, desgleichen umb

sein gelt holtz, pretter oder ander zu einem gantzen paw haben wolt:

das alles weis ich an einen erbergen ratt, was man mich dann heist

darleihen oder geben, das thue ich gern.

So hat der stat paumeister einen bergamenen zettel, die man im alleweg

nach seiner rechnung in der losungstuben vernewet. doran schreibt man

alleweg, wie vill geltz der paumeister einnimpt auf der stat pew; die

gegenzettel behelt der stat paumeister in seiner gewalt. so schreiben

die herren das in der losungstuben in ire register auch ein. wenn es

dann zu der rechnung kompt, so legt ein paumeister dieselben sein

zettel dar, die wirt nach der herren register abgelesen und ein sum

darauß aufgezaichent etc. alles nach pfund novi gerechent.

[160^a] Süst was dann der stat paumeister ein nimpt von kalck, alts und

newes holtzwerck, stein und anders, das ein paumeister den leutten zu

zeitten nit wol umb ir gelt versagen mag, dasselb soll ein paumeister

in seiner rechnung auch fur einnemen darlegen und beschriben geben.

Mer der stat paumeister tut alleweg gewonlichen sein rechnung in den

ersten vier oder zehen tagen der vasten. und wenn er rechnung thun

will, so soll er sich des mit den herren in der losungstuben ein acht,

zehen oder vierzehen tag vor unterreden und vertragen, auf welchen

tag sie sich darzu mussigen wollen, solche rechnung zu hören; und auf

welchen tag sie im dann zusagen, darnach und darauf soll sich ein

paumeister mit seiner rechnung schicken, das er auf die zeit fertig

domit sei.

Wenn er dann weiß auf welchen tag die rechnung sein soll, so soll ein

paumeister vor drei, vier oder sechs tag das einem burgermeister und

einem erbergen rat zu erkennen geben und pitten einen burgermeister,

das er im wöll iemant zu beschaiden von eines erberen ratz wegen, der

pei der rechnung auf die zeit sei etc. demnach so gibt ein ratt darzu

gewonlichen zwen der elteren herren, die dann einem paumeister benent

werden. die muß dann darnach nach dem ratt ein paumeister auch pitten,

das sie sich auf denselben tag darzu mussigen wöllen, die rechnung zu

verhören.

Ein paumeister soll auf den tag und man die rechnung hören will zu den

losungern geen, wenn sie nach mittag in die stuben geen, und die do

fragen zu welcher zeit sie die rechnung [160^b] verhören wollen. das

soll er dann zu stunde den zweien herren, die im von ratz wegen zu

beschiden sein, zu wissen thun, und sie abermals pitten auf dieselben

stund do zu sein.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 20 / 35 段