zwerch über die stroß lauft und erstlich auf des Ammans grunth und
durch sein wisen kompt etc. ist ettwan gewest ein kleines werlein und
petwerck von holtz gemacht, das noch aber schadpar und pös ist, darüber
dasselb Lanckwasser auf des Ammans grunt und poden felt; das hat ettwan
der Starck und soll auch der Amman noch machen lassen, das er aber nit
meint zu thun, sunder die stat süll das pessern und machen lassen.
Auch dienet dasselb obgeschriben werlein darzu, wenn das ist, das der
Amman an seinem weier etwas machen, pawen oder vischen will, so soll
der Amman das Lanckwasser an demselben ente schutzen und versetzen und
das Lanckwasser leitten durch ettlich alt greben, die doselbst sein,
die er raumen und das wasser dordurch in sein kleins weierlein füren
[soll]. und von dannen in denselben greben lauft der pach neben der
fleischhacker smeltzhtütten auf die stroß und zu dem obern Galgenhoff
zu, do kompt der pach wider in den alten fluß, also das das Lanckwasser
oder Vischpach ie in alleweg herein gee. als er dann des gegen einem
erbergen rat verschriben ist zu thun etc.
[147^a] Der Amman soll auch sein slegel am weier nit ziehen, er so
hab dann vor das Lanckwasser oder Vischpach herumb pracht, das es
forderlich lauff in dem graben zu dem obern Galgenhoff und wider in des
Vischpachs und den rechten fluß komen sei; dann wo er des nit thet,
ee er den slegel am weier gezogen het, so geschehe ein saumnuß, dann
er bedarf zwen tag darzu, ee er das Lanckwasser an dem obgeschriben
werlein recht versetzt und hinumb in den greben prengt, und das sich
dieselben greben mit wasser verflissen und auß trencken, das es
furderlich von stat gee. darumb soll der Amman den slegel nit ziehen
on wissen eins paumeisters, der soll dann darzu sehen oder schicken,
ob der pach herumb gee oder nit. des ist der Amman also gen einem rat
verschriben, er und die, die das weierhaus innen haben gehabt biß here.
Mer soll der stat paumeister in gutter acht haben und dorinnen sich
erfaren, ob das were, das Peter Mendel und der Geuder iren weier
abliessen und vischten oder gevischt hetten, so wirt derselb weier gar
lang nit voll, also das das Lanckwasser gar lang nit in des Ammans
weier kompt; wo dann der Amman sein slegel auch zug und zu solicher
zeit auch vischen oder ettwas an seinem weier machen wolt, das precht
schaden, dann der Vischpach gar müsam oben umb des Ammans weier in des
Lanckwassers fluß zu prengen ist. wiewoll der Amman des verschriben
ist, das er in alle weg den pach herein geen muß lassen, so ist doch
gut, das sich ein paumeister erfare und mit dem Mendel und Amman
bestell, das ie einer ein kleine zeit vor und der ander nach ir sach
furnemen, dardurch der pach nit gehindert wert; dann man sein nit
geratten mag in der stat.
So ist der Amman schuldig die prucken zu machen und in wesen [zu]
halten, so uber sein weier vorn über das güßpett geet, also das man
darüber faren, reitten und gen mug. und ob iemant dardurch schaden
gesche, das solt er außrichten.
[147^b] Auch ist der Amman mer verschriben und des gleichen sein
vorfodern, die das weierhaus piß her inngehabt haben, das dann ein
zinsmeister der stat in seinem puch hat verzeichent und das in guter
acht haben soll, als hernach geschriben stet:
Zu wissen, das Fritz Amman sich gegen dem erbern rate zu Nürmberg
verschriben hat, das er sein weier zu dem weierhaus, des Starcken
weierhaus genant, woll bewaren und versorgen, also das er nit abprech
und niemant kein schade davon geschee; ob aber darvon pruch oder
einicherlai schade geschee, da got vor sei, so hat er zu einem vorpfant
sein haus, das hinden an Steffan Kolben haus stösset, am Milchmarckt
gegen Jorg Zenners haus über gelegen, einem ratt für dreuhundert
guldein verpfendt, die solten als dann dem ratt verfallen sein, solich
schaden dormit abzulegen, als denn des ein brieffe in der losungstuben
vorhanden ist. das soll also ein ieder zinsmeister in acht haben und ie
zu zeitten fragen, ob das gemelt haus unverkümert und iemantz anders
versetzt oder verkauft sei, und ob das also verkauft oder in ander hent
komen wer oder wurde, daran zu manen, das wider solich vermechtnus
dem ratt umb dreuhundert guldein in der stat auf gewisen erbstucken
geschech.
Item der Amman noch sein gewalt sol auch mit dem Lanckwasser nit
wessern noch das sust abslagen pei einem pfund newer heller, als oft
das geschech. das soll ein paumeister in guter acht haben.
[148^a] Von dem Vischpach und den prucklein darüber.
Als nun der Vischpach und das Lanckwasser in des Ammans weier kumpt,
wie vorn geschriben stet, also ist nun ein schutzpret gemacht in einem
gerinn und graben oberhalb des rechen am selben weier auf der seitten
gegen der stat. mit demselben schützprett versetzt man den pach, wenn
sein not tut, oder lest sein vill oder wenig herein lauffen durch
dasselb schutzprett. [dasselb schutzprett] und gerinn pei demselben
prett soll der stat paumeister machen und in wesen behalten, also das
der Amman nichtz damit zu thun hat. zu demselben pret hat der Gurtler
den slussel, dann es ist verspert. darzu so soll bestellen der stat
paumeister einen gesellen und dem ein trinckgelt geben alle jare, der
des pachs warneme an demselben ent und schutzpret mit aufziehen und
niderlassen, darmit des pachs nit zu vill oder wenig herein gee; wann
wenn sein zu vil ist, so lauft er auß vor der stat in die stroß pei
dem Galgenhoff und in der stat an der Kottgassen und Preittengassen,
auch am Kornmarckt, und stembt auf das pflaster und spület das auß
etc. ist sein dann zu wenig, so klagen die zwen müllner in der Krotten
und Almussenmüll, also das man darmit ein moß halten muß, wo die pech
dann pede so groß sein, und das man des pachs doch neur ein nottorft
herein lest. was dann uberichs wassers in weier ist, das fellt über
das güßpett und über das wer hinab hinter dem Siechgraben und lauft
also pei der Snödin weierhaus in die Pegnitz; es wer dann, das man des
Vischpachs dem Gnotzamer vergünt zu der Faltznerin hamer, wie vor steet.
Es soll auch derselb geselle, dem ein paumeister den pach bevilcht,
sehen zu den dreien gittern, die vor der truhen auf dem graben als
der pach in die stat kumpt, und im zwinger, auch hinnen an der hochen
statmaur sein, die man auf und nider ziehen und lassen mage etc. darzu
der Gürtler die slüssel hat, wenn man des pachs vill oder wenig herein
lest, das er dann mit denselben gittern auch darob sei, das die auf
das wasser und nit darinnen oder zu ser darob steen, auch das sich
nichtz doran lege oder swelle etc. dem gesellen gibt man ein jare davon
vier pfunt alt; und des wart ietzunt der Spenkuntz, dem hab ich das
befolhen, dem ich auch solch vier pfunt gib zu sant Thomas tag [21
Dec.].
[148^b] So ist ein pös prücklein zu nechst bey dem obgeschriben
schutzprett über den Vischpach. desselben prucklein ist der stat
paumeister nit schuldig zu machen, und ich hab auch nie nichtz doran
machen lassen, dieweil ich paumeister gewesen pin, sunder ich hab
vernomen, das die fleischhacker von irs viechs wegen, das sie do in
den walt treiben, das ettwan gemacht haben, und der Amman das auch zu
zeitten gepessert hab sider her etc. wiewol in einem alten puchlein
steet, das in der losung stuben ist, das das weierhaus dasselb
prucklein machen soll etc. dann es ist noch ein pös prücklein.
Der pach lauft auch herein also piß zu dem obern Galgenhoff; do geet
über den Vischpach ein prucklein, wann ein stroß da fur geet gein
der smeltzhütten und zu des Mendels weierhaus und also in den walt
doselbst. dasselb prucklein sullen die pauren von dem oberen Galgenhoff
machen und der stat paumeister nit, das ine Peter Mendel auf ein zeit
also von ratz wegen gesagt hat. wol hab ich denselben pauren mit altem
holtz ein stewr darzu gethon von der stat wegen etc.
Von dem öberen Galgenhoff geet der pach zu dem anderen Galgenhoff und
do zwischen ist ein prucklein über den pach auf der stroß, die do von
der stat hinauß geet gein Korenberg, Wendelstein und Rott etc. dasselb
prucklein ist der stat paumeister schuldig zu machen und in gutter
acht zu haben, wann es ein lantstroß ist und vill reittens und farens
darüber geet etc.
Fürter so geet der pach darnach durch den underen Galgenhoff und als
mitten pei der Zigelgassen vor des Grubers hoff und heusern über.
do leit ein prunnrören gegen der stat, dardurch das wasser von dem
Vischpach lauft in der zigler hüll; doch ist dieselb rören vermacht und
auch [149^a] verspert, also das nichtz dardurch lauffen noch gen mag,
man öffen dann denselben zapfen; darzu hat der Gürtler den slüssel.
und wenn das ist, das die zigler vor der stat im summer oder sunst
im jare nit wassers haben und sie dann das der stat paumeister zu
wissen thun, so lest man in des wassers zu geen durch die obgeschriben
rören und rinnen, die hinden an den rören ligen verdeckt von dem pach
piß in der zigler hüll. dieselben rören und rinnen dann der stat
paumeister allwegen gemacht und in wesen gehalten haben und noch also
halten mitsampt dem schutzprett dopei etc. und man versetzt den pach
auch doselbst mit einem klein prett, das kaum eins schuchs hoch ist,
dardurch der pach ein wenig stembt an demselben ent, und doch dennoch
über das schutzpret überfelt etc. und wenn sie die zigler also wassers
bedorfen, so soll man in das geben ein stund oder zwue und den andern
tag aber sovil, wo so grosse dürren ist; dann die müllner an dem
pach, als der almussen und krottenmüllner des nit gerotten mügen, und
sunderlich wenn solich dürren ist, so ist des wassers überall wenig; wo
aber der Vischpach groß ist, so mag man in destermer wassers zu lassen
geen. darinnen muß sich ein paumeister selber wissen zu richten nach
dem pesten etc.
Zu dem undern Galgenhoff sein ettwen vill prücklein über den Vischpach
und sunderlichen ein prücklein mitten im dorf pei der vorgeschriben
prunnrören an der Zigelgassen; der aller keins ist der stat paumeister
schuldig zu machen, sunder dieselben prücken sein die pauren doselbst
schuldig zu machen.
Ferrer geet also der pach vor dem underen Galgenhoff hinden und neben
fur den Tafelhoff und doselbst pei dem Tafelhoff geet ein prücklein
über den Vischpach auf der stroß gegen dem walde und gein Pillenreut
etc. dasselb prücklein das ist der stat paumeister schuldig zu machen.
[149^b] Auch ist der stat paumeister schuldig zu machen das prücklein
über den Vischpach aussen am statgraben zunechst vor der truhen, als
pach über den statgraben herein in die stat lauft.
Item das prücklein innen an der hohen statmeur, darüber man feret über
den Vischpach, das ist auch der stat paumeister schuldig zu machen.
Die erbergen herren und geistlichen veter von den kartheusern die
haben ein rören unter dem obgeschriben prücklein ligent, dardurch das
wasser auß dem pach in iren garten und ettlich zellen geet, des in
dann ein erberger rat lange jare her vergunt hat und noch gann etc.
dann das wasser neur hinein stembt in ir closter und kein außfluß hat
stettiglichen.
So haben die frawen von sant Claren oben an der Fleischgassen ein
heuslein pei zehen schuhen in ein vierung über den Vischpach gestellet
und also lange jare her pracht, dorinnen man in wescht, das in also auf
eines rats widerruffen zu gegeben ist.
Item das prücklein am ent der geistlichen frawen von sant Claren stadel
und gartenmeur, das über den Vischpach geet oberthalb des Sündergeus,
das soll der stat paumeister machen.
Item so haben die geistlichen frawen von sant Claren oberthalb des
prückleins pei viertzig schuen ein rören ligent auch in dem Vischpach,
dardurch sie das wasser in iren garten und closter leitten, das in dann
auch von einem erbergen rat also vergunt ist.
[150^a] In dem Sundergew hat der pader mer zwu rören, die auß dem
Vischpach geen in sein patstuben, die er auch vor langen alten jaren
also herpracht und gehabt hat.
Zwei schutzpretter sein mer do gemacht im Vischpach an demselben ent,
darzu der Gürtler die slüssel hat. wo sein not thut, do got vor sei, so
mag man das wasser des pachs leitten in die hüll pei sant Claren und
verrer zu dem Frawenthore, und mit dem andern schutzpret mag man das
wasser leitten von dem Sündergew an dem alten statgraben hinab piß fur
sant Katherein in die Begnitz hinab etc. und die vorgeschriben zwei
schutzpret soll der stat paumeister machen lassen.
Mer ist ein prucklein um alten stat graben über den Vischpach pei dem
pat, gnant im Sundergew, das auch der stat paumeister ist schuldig zu
machen.
So ist inwendig an der stat alten hohen statmaur ein prucklein über den
Vischpach pei der meister Lorentzen hoff, als man zu den korenheusern
hin ab geen will; dasselb prucklein ist auch der stat paumeister
schuldig zu machen.
Und mer ist ein news prucklein an der Pfandschmitgassen vor dem Gumbler
über den pach gemacht worden im achtundsechtzigstem jare; das hab ich
von eines gemein nutz wegen [150^b] do machen lassen, das soll auch
kunftiglich ein stat paumeister machen lassen.
Pei dem Gumbler an der Pfandsmitgassen do ist ein prucklein neben dem
prunnen gegen der Preittengassen hinab doselbst über den Vischpach,
das auch der stat paumeister machen soll lassen. so hat der Gumbler in
seinem haus ein schutzpret ligent, darmit man den pach an der schait
pei seinem haus versetzen mag, also ob fewer außkeme, do got vor sei,
und das man des pachs an einem ent alles bedorft, auf welcher seitten
das were, so ist das selb prett gerecht, an der scheit des pachs
doselbst das wasser damit zu versetzen.
In der Preittengassen vor des Heimvogels ferbers ferbhaus ist ein
schutzprett im vergunt in pach fur zu setzen, dardurch das wasser stemb
und durch ein rören, die er do hat in den Vischpach; das wasser lauft
in sein verbhaus und in sein ölle, doch nit anders, dann wenn er verbt,
sust hat er des kein recht an demselben ent den pach zu versetzen.
Dergleichen hat mer des Hirßfogels verbhaus an der Preittengassen
doselbst auch ein schutzpret, das im zugeben worden ist fur zu setzen,
wenn sie verben wollen, dann er auch ein rören auß dem Vischpach in
sein verbhaus und öll gelegt hat, das im dann zu geben ist, den pach zu
versetzen, wenn er verbt und sust nit.
Ein prucklein, das do vor des Hirßfogels verbhaus über den Vischpach
geet; dasselb prucklein ist der stat paumeister schuldig machen zu
lassen.
[151^a] Vor dem weissen thuren das prucklein, das do geet uber den
Vischpach, der do kumpt durch die Preittengassen herab, das soll auch
der stat paumeister machen lassen.
Mer ein prucklein heroben an der Pfandsmitgassen, wider zuruck
anzufahen, das gewelbt oder mit schalen verlegt und dorauf gepflastert
ist, vor des Wagners pirprewers haus, das auch der stat paumeister
machen soll lassen.
Ein prucklein vor der Pfandsmitgassen am eck vor dem haus mit den
rotten köpfen, das auch gewelbt oder mit schalen belegt ist und darauf
gepflastert, das soll auch der stat paumeister machen lassen.
Aber ein langs prucklein vor des Wernitzen haus pei sant Laurentzen,
das mit preitten Kornperck schalen überlegt ist; das sein vor zeitten
zwai prucklein gewest, soll der stat paumeister auch machen lassen.
Item das prucklein über den Vischpach underhalben hern Frantzen Rumels
seligen haus an der zwerchgassen, die von Wilhelm Rumels hinter haus
überzwerch durch das ander geßlein geet an die Kotgassen; dasselb
prucklein soll auch der stat paumeister machen lassen.
[151^b] Hinter dem Peßler pei der Störrin am Kornmarckt hinterhaus
doselbst ist ein prucklein über den Vischpach, das auch der stat
paumeister machen sol lassen.
Pei dem selben prucklein ist ein schutzprett, das do hat der
Schmidtmer, verber, in seinem haus ligent. und wenn das ist, das fewer
auß kem, do got vor sei, oder zu unsers herren leichnams tag am abent,
wenn man die gassen will saubern, so lest man den pach do vorsetzen,
das er mug gelauffen fur Kristan Weyssen haus und also verrer durch die
Schustergassen und Huttergassen fur das haus zu der rotten thür in die
Begnitz doselbst. doch soll man des pachs domit sust nit versetzen, das
ist im gesagt.
So ist ein prücklein darnach über den Vischpach pei des Ungerleins haus
am Kornmarckt, das auch der paumeister machen soll lassen.
Das prücklein pei dem weissen thuren über den Vischpach, als die pede
fluß doselbst wider zusamen komen und ein fluß haben; dasselb prücklein
auch der stat paumeister machen soll lassen.
Furpaß mer ist ein prucklein pei des Marx des verbers eckhaus pei dem
weissen thuren, haben ettwan die Vischpach meister lassen machen.
so hab ich zu zeitten auch alte pruckhöltzer darzu geben, damit das
prücklein gepessert worden ist, nachdem und ein gemein stroß do hinder
geet.
[152^a] Vor demselben prucklein neben dem weissen thuren, do schait sich
der pach, also das ein dritteil des pachs hinauß durch den zwinger
und über den statgraben in den alten spital, und von dann durch der
teutschen herren hoffe und garten also hinter irem hoffe pei dem
Elwanger, verber, wider auf die gemein, und also umb iren hofe wider
uber den stattgraben und durch den zwinger doselbst gegen der öberen
Ledergassen wider herein in die stat kompt. das selb dritteil des
Vischpachs und wassers mussen die teutschen herren auf ir selbs kost
und on der stat schaden nemen an der schait, wie oben steet, und also
den über den graben hinauß und wider herein über den graben und durch
die zwinger antworten, alles auf ir kost. was auch schadens an dem
maurwerck geschicht des statgraben, darauf die rinnen ligen, darinn
der pach hinauß und wider herein gett, das alles sullen die teutschen
herren machen lassen on der stat kost. darzu sullen sie auch die zwei
prücklein legen lassen und in wesen halten, die über den Vischpach
geen pei irem hoff, eins als der pach hinauß und das ander als der
pach wider herein geet in die stat. als dann des alles ein abrede
gescheen ist am sambstag vor Ambrosy [2 Apr.] nach Cristi gepurt
vierzehenhundert und im funfunddreissigsten jare durch ettlich herren
des ratz mit dem commenter und spitalmeister, die dann die zeit lebten,
den allen got gnedig sei, als im statbuch steet an dem hundersten und
sechtzigsten plat.
Als der Vischpach hinten auß der teutschen herren garten kumpt, do hat
Hanns Elwanger der verber auch ein rören in Vischpach ligent und auch
ein kleins schutzpret dorpei, damit er den pach versetzen mag, das
das wasser im auch in sein verbhaus geet. doch soll er des pachs nit
versetzen, anders dann wenn er verbt und sust nit, alles ongeverlichen.
Mer hat der jung Marck ein verbhaus hinter dem teutschen hoff und hat
auch ein rören, die in den Vischpach gelegt ist, darzu ein schutzpret
dorpei, das er fursetzt, wenn er verbt, dardurch das wasser stempt und
durch die rören in sein verbhaus lauft. doch soll er des [152^b] pretz
nit fursetzen anders, dann wenn sie verben und sust nit; das ist auch
also vor alter herkomen.
Nachdem also der Vischpach, der dritteil, pei dem weissen thuren hin
aus lauffen soll, wie vor steet, und die zwen dritteil desselben pachs
pei dem weissen thuren fur des alten Marx, verbers, haus hinumb gegen
der öberen Ledergassen lauffen, also ist in des selben alten Marx
verbhaus auch ein kurtze roren gelegt, dardurch das wasser in sein
verbhaus geet; darzu hat er ein schutzpret, das er fursetzt wenn man
ferbet. das ist im also vergunt fur zu setzen doch nit anders, dan wenn
er ferbet und sust nit.
So geschicht es zu zeitten, das man in dem obgeschriben des alten Marx
ferbhaus verbet, und so der pach dann sust klein ist, das dieselben
gesellen im verbhaus den fluß, der zu dem teutschen haus hinaus geen
solt, versetzen sie pei dem weissen thuren, also das nichtz hinauß geen
mag, sunder das wasser alles fur desselben Marx ferbhaus geen muß,
das aber nit recht ist und nit sein soll; und ich hab das auch oft
selber auf reissen lassen und das dem pfenter gesagt darob zu sein, das
solichs nit mer geschee, dann die teutschen herren das sere anten und
nit unpillich.
Ein prucklein ist uber den Vischpach, als er herwider über den graben
von dem teutschen haus kumpt gegen der oberen Ledergassen. dasselb
prucklein auch die Vischpach meister pißher gemacht und in wesen
gehalten haben, also das es der stat paumeister nichtz angeet.
[153^a] Kein haut sullen auch die lederer in den Vischpach legen, es
kum denn der pach her wider ein von dem teutschen haus, alle tag pei
sechtzig heller puß, die im statbuch steet und darauf gesetzt ist.
Mer geet der Vischpach also durch die oberen Ledergassen und überzwerch
der nideren Ledergassen an die hinderen Ledergassen; und als er
überzwerch der vorderen Ledergassen geet, do leit ein prucklein über
den pach, dasselb prucklein soll auch der stat paumeister machen lassen.
Und an der hinderen Ledergassen do leit ein prücklein über den
Vischpach als man in die Almussenmüll fert; dasselb prucklein soll der
almussmüllner machen und nit der paumeister.
Als der Vischpach durch die Almussenmül kumpt, so ist hinter derselben
müll ein gewelbte pruck über den pach vor dem newen geßlein, das man
neur der Almussenmüll hat gemacht. dasselb gewelbe soll der stat
paumeister halbs und das reich almussen halbs machen, alsdann im
dreuundsechtzigsten jare zu sant Nicklas tag [6 Dec.] mir Philipp
Birckamer von des almussen wegen das halbteil außgericht hat, was man
die zeit daran pesseren und machen ließ.
Nachdem und der Vischpach lauft von der Almussenmüll durch den oberen
wert in die Krottenmüll und also in die Begnitz fellet, ist vor der
Kröttenmüll ein gewelb über den pach, darüber man fert; dasselb gewelbe
soll die stat machen und bewaren lassen.
[153^b] Item waß sust mer prucklein uber den Vischpach geen vor der
stat und in der stat vor den heusern allenthalben, die geen der stat
paumeister nit an, und der bedarf der stat paumeister auch nit machen
lassen.
So muß nun des pachs auch eben war nemen hinnen in der stat und
zuvoraus im winter, das man des nit zu hoch loß auf schutzen, oder
die lederer mit iren heutten icht ein stemmung machen, oder das icht
pretter und waschpenck im pach sein, oder die prucklein, [die] vor den
heusern an ettlichen enden sein und zu nider ligen, an dem und anderem
sich der pach leicht zu sere stemmen mag und außlauffen und ein eis
machen, das vill schadens geschicht, und sunderlich, wenn eisschellen
im pach geen, das sich die vorauß an den gittern über den eusseren
statgraben icht anlegen oder swellen, dardurch der pach über die truhen
in [den] statgraben fellt, das dann wol gescheen ist, das dann sere am
gemeur und grünten schaden thut: das alles soll ein paumeister mitsampt
dem Gürtler und vorauß der knecht, so ein paumeister zu dem pach
bestellt, als vor steet, in gutter acht haben etc.
[154^a] Von abschlahung und pesserung des Vischpachs.
Man hat von eines erbergen ratz wegen, und also vor langen jaren
herpracht, allwegen drei redlich menner gepetten, als ietzunt sind
Heintz Unger, pirprew, Cristan Lössel, ferber und Erhart Weyler,
lederer, das die von gemein nutz wegen zu dem Vischpach gesehen haben,
und alle jare umb sant Michels tag [29 Sept.] den pach mit gunst und
wissen eines erberen ratz haben lassen versetzen und abslahen pei des
Ammans weier, wie vor steet etc. und wenn man den also hat wollen
abslahen, so hat man das allewegen acht tag vor auf der cantzel zu sant
Laurentzen verkundt durch ein puttel auf das, das sich die verber,
lederer und ander am pach darnach wissen zu richten. und sie haben dann
denselben pach allen durch die stat auß und also vor der stat piß zu
des Ammans weier an das schutzpret lassen außwerfen und raumen. und
dann bestellt man, dasselb kott und ertrich, was des in der stat ist
gewest, auß zu furen vor die thore; was aber vor der stat ist gewest
hat man auf den rangen am pach ligen lassen. auch haben dann dieselben
Vischpachmeister den pach mit Reuhelperckstein in der stat pessern und
flicken lassen, und ie zu zeitten ein jare ein hundert minder oder mer
quader verflickt, auch am grunt und podem mit eichen prettern in der
stat belegt, und vor der stat haben sie den pach mit holtz und pfellen
darfur geslagen und auß geladen, auch an ettlichen enden mit stein
versetzt, das der pach in seinem wesen beleib und nit auß lauft.