zins und gult aus heusern hie in der stat und auch güttern auf dem
lande, die do gehören zu wege und stege, dieselben damit zu pessern.
wann aber der stat paumeister sunst vill und mancherlai zu thun hat,
auch wenn ein paumeister also ettwas machen oder pessern ließ an stege
oder wege, das dann abnam und wider schadpar wart, als soliche dinck
mit prucken und anderem nit ewiglich geweren mag, wolten ettlich leut
das darfur haben, der stat paumeister und gemeine stat wer das schuldig
wider zu machen. auf das so hat ein erber ratte in vergangen jaren das
befolhen gehabt Conrat Paumgartner dem eltern und Hannsen Höltzeln
seligen und nach der peder abganck das befolhen dem Philip Birckamer,
der solich zins und gult ein nimpt und davon ausgibt, also das der stat
paumeister nichtz mer darmit zu thun hat etc.
[138^a] Von greben an der Fürreut.
Nachdem man vor jaren die greben an der Fürreit von eines erbergen rats
wegen dem Fritzen Peyern einem alten soldner und diener befolhen hat zu
besehen, also das die alle jar gefegt und ausgeraumpt werden, dadurch
das wasser von der stroß gee und die wege im winter nit als tieff weren
etc. und nachdem derselb Peyer abgangen ist und die greben ettliche
jar darnach lang ungeraumpt pliben und verwachsen waren, dardurch vill
clage von der lantschaft und frembden furleutten und die zu der stat
wanderten gewesen ist etc. also hab ich ettliche jare her von gemeiner
stat wegen einen bestellt, genant Hanns Hetzel von dem Steinpühel und
dem gegeben alle jar zehen pfunt alt, das er ob denselben greben
gewest ist an der Fürreit, die sich anheben, und das wasser kumpt
von der Santreut, Gigitzenhoff, Galgenhoff, Steinpühel, Gostenhoff,
Sinterspühel zu den Höfen zum Ley zu, also das er die pauren und ander
die ir wissen und felt doran ligent haben, darzu gemüssigt hat, wenn
sie das grummat hinein pracht haben alle jare, das sie dann dieselben
greben haben mussen außwerfen und raumen siben schuch weit. was dann an
der gemein stroß gewest ist oder die greben doran gestossen haben, des
nit vill ist, das hab ich von gemeiner stat wegen raumen und außwerfen
lassen. welcher dann nit fegen wolt dem gepot er pei vier pfunten und
setzt im des ein zeit, als siben oder acht tage, fegt er dann nit, so
must er mir den pfenden und mit denselben pfanden faren und die nach
meinem rate wider geben, darinnen ich im dann den ruck gehalten habe.
doch redt ich selber sovil mit den leutten, wo sein not thet, also das
wenig leut gepfendt wurden, das nichtz heist.
Demnach da man merckt, das die dinck also recht tetten, warde mir von
einem erbergen rat befolhen, das ich dergleichen im Knoblachs lande
auch iemant bestellen solt zu den greben zu sehen, die von dem Ketzers
hoff hinab zu der grossen und klein Reut und auch fur und durch den
Than und also hinab gegen Poppenreut zu etc. demnach hab ich bestellt
Heinczen Rodner von Sweinaw, dem gib ich alle jare sechtzehen pfunt
alt, und des zill und jare [138^b] oder bestellung ist alleweg zu
sant Walpurgen tag, also das er mir der greben an der Fürreit und
im Knoblachs land warten soll, die alle jare zu raumen und darinnen
niemantz schonen, und was er von leutten pfendt, darmit soll ers halten
und nemen, was ich sprich, das er dann also thut; dann der Hetzel und
ander seiner gescheft halben der ding nit lenger warten wolt.
So hab ich nach abgang meines vettern Bertholt Tuchers seligen funden
geschriben in einem desselben meines vettern buch ein schrift, die
do auch antrifft die greben an der Fürreit. dieselb schrift dann do
hernachgeschriben steet von wort zu wort also lautent:
Auf montag nach Galli [18 Oct.] anno etc. 45^{to}.
Item es ist von rats wegen bevolhen Bertholt Nutzel und Bertholt Tucher
zu lugen und besehen von des wassers wegen zwischen sant Lienhart und
dem Gostenhoff, das so groß was und in siben jaren nit darzu gelugt was
worden, das man den erbgraben gefegt und geraumpt het, und waren alle
zettel verloren. darumb hab ich Bertholt durch eins gemein nutz willen
new zettel lassen machen und das in das buch geschriben von und wer
fegen soll und raumen ee und ein gefrust oder eis keme.
Item wir haben den alten Hassen darzu gepraucht, der hat die vor alten
zeitten beritten und außgericht, und im zugeschoben Fritzen Peyrn, und
wo ine das zu schwer wurde oder die leut widerrede hetten, so wolten
wir pede oder unser einer mitreitten, das geraumpt und gefegt wurde.
und sint das die person auf die zeit, die raumen und fegen sullen:
[139^a] Zu dem ersten zu dem Lay:
Item Contz Weißlock, Hanns Ritter, Herman Weißlock, Hanns Weißlock.
Zu den Hoffen:
Item Contz Reck, Contz Krell, Herman Krell, Hanns Reck, Contz Weißlock,
Hanns Gebhart, Heintz Weyler.
Zu dem Hoffe:
Item Müllheintz, Ullein Stud, Hanns Stud, der jung Henslein Schmidt,
Heintz Waibel zu Leuchendorf gesessen.
Zu Sinterspühel:
Item Müllfritz in der stat pei dem Frawenthore gesessen.
Zu Nuremberg:
Item Bertholt Nützel, der Eissenwanger, die Heldin, Contz Goller, Fritz
Schneider, Fritz Negelein, der alt Pley zu dem Gruntliß, Hanns Pawer,
Heintz Kob.
Zu dem Gostenhoffe:
Item Heintz Hülwant, Ott Stemp, die Forchenpergerin, die Gasperin, die
alt Reckin, Mognolt, die Schmidin, Herdegen, Rößner, Contz Mon, der
Grunther, der selbher zum Steinpühel Swygershoff genant, die teutschen
herren.
Item Cristen Imhoff von des wegen Sweinaw.
Zu dem Steinpühel:
Item Ott Wyler und Contz Fuglein miteinander.
Item Heintz Grym und der Furrer miteinander.
Item die fündel und der Fürer gemein.
[139^b] Item Eberhart Crafft und die fündel miteinander.
Item der Hetzel mit Eberharten Crafft.
Item Ott Wyler mit Eberharten Crafft.
Item Herman Contz und Ott Wyler.
Item Herman Contz und Heintz Cristen.
Item Ott Wyler und die gantz gemein sullen mit einander fegen von der
nutzung wegen.
Auch ist den armen leutten verkundet, das niemant auf des reichs poden
kein were oder aufhebung des wassers machen soll; wer das überfüre, den
wolt ein rat darumb straffen.
[140^a] Von der lantwer umb die stat.
So ist in dem nechst vergangen Nuremberger krieg oder reis ein
lantwer mit schrancken auf peden seitten umb die stat gemacht worden
und dapei an den strossen, so durch dieselben lantwer gingen, hüt-
oder wachheuslein und gatter oder schneller darvor gemacht, die man
versperren mocht nemlichen an den enden als hernach geschriben steet.
Am ersten so was der zaun gemacht jenset Wert uberzwerch von der
Begnitz an zeheben, die an dem marckt zu Werd hingeet; derselb
zaun zwischen dem enspen und den wisen doselbst piß an das klein
Begnitzlein, das an der Snödin weierhaus hinfleust, ging, und alsdann
derselb zaun noch geet.
So was von derselben Snödin weierhaus oben am eck auf der höch gegen
dem Turrenhoff uberzwerch der strossen ein graben aufgeworfen und
schrancken dorhinter, dardurch ein umbgender gatter zu der fare
gemacht, den besloß man mit einem gutten mahelsloß; der gatter was nit
stetigs offen.
Mer so was von dem Durrenhoff oben auf der hoch umb des Drechsels felt,
von dem Durrenhoff gegen dem Siechgraben zu der kirchen alles mit
slechten förhen schranken vermacht und kein graben darvor aufgeworfen,
und doselbst in der thieffen, als die fur oder stroß durch den
Siechgraben geet, do was ein umbgeender gatter, den besloß man mit
einem gutten mahelsloß; und der gatter was auch nit stetigs offen.
[140^b] Und auf der hoch hinten von dem Siechgraben piß an die pruck,
die uber das güspet an des Ammans weier geet, do was auch von förhen
holtz schrancken gemacht und ein graben davor aufgeworfen. so was vor
derselben prucken ein umbgeenter gatter zu der fur, den besloß man mit
einem gutten mahelsloß. dopei was ein hütheuslein, darinnen stetigs
schutzen waren und die stroß in acht hetten.
So was von derselben prucken und hütheuslein piß an den graben,
darinnen der Vischpach auß des Ammans weier herein gegen der stat
fleust, auch schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen.
Mer was von denselben obgeschriben schrancken auf dem rangen und
graben, darinnen der Vischpach herein fleust, an demselben pach ob und
ab gegen dem oberen Galgenhoff von vörhen holtz schrancken gemacht, und
pei dem oberen Galgenhoff was ein umbgeender gatter über den Vischpach
gegen der fleischhacker smeltzhütten am walde, den gatter verspert man
mit einem mahelsloß; der gatter was auch nit stetigs offen.
Auch was das enspen, das jenset des Vischpachs und auserhalb
der lantwer ist, hinter dem oberen Galgenhoff auf peden seitten
verschranckt, das niemant darüber mocht.
Mer so was von dem oberen Galgenhoff und dem obgeschriben versperten
gatter auf dem rangen und graben des Vischpachs [141^a] aber mer
schrancken gemacht, die nit verre hinter dem öberen Galgenhoff doselbst
überzwerch über ein wisen gingen gegen dem Liechtenhoff zu der
lantstroß zu. doselbst an der stroß stunt ein hüttenheuslein, darinnen
stettigs schutzen waren, die ein umbgeenden gatter uber die stroß
doselbst hetten, den sie mit einem gutten mahelsloß sperten und die
stroß in acht hetten an dem ent. doselbest auch schrancken gemacht und
ein graben darvor aufgeworfen was über dir stroß piß an einen alten
erbgraben, der do ist an demselben ente.
Von der obgeschriben Kornberger stroß was auf dem rangen und graben, so
doselbst vor und durch die wisen und an der Furreit hinab geet, alles
verschranckt mit vörhen schrancken holtz.
An der Zigelgassen was uber die stroß doselbst ein umbgeender
schrancken gemacht, der auch mit einem guten mahelschloß verspert und
nit stettigs offen was.
Von dannen so gingen die schrancken am graben der Fürreit hinab zu
der stroß, die hinter dem Steinpuhel gein der Santreut geet. do was
ein hüttheuslein, darinnen auch stettigs schutzen waren und einen
umbgeenden gatter über die stroß hetten, den sie sperten mit einem
guten mahelsloß und die stroß in acht hetten.
So gingen die schrancken von dannen an dem graben der Fürreit hinab zu
und an sant Linhartz steig. doselbst auf dem steig was ein hütheuslein,
darinnen auch stetigs schutzen waren [141^b] und die einen umbgeenden
gatter über die stroß hetten, den sie sperten mit einem gutten
mahelsloß, und die stroß an dem ent in acht hetten.
Von dannen gingen die schrancken überzwerch des Nützels wisen und
hinten an dem Sinterspühel, do was kein graben vor aufgeworfen.
So was zu dem Sinterspühel im dorf auch ein hüttheuslein und stettigs
schutzen darinnen, die ein umbgeenden gatter über die stroß hetten, den
sie sperten mit einem guten mahelsloß und dopei die stroß in guter acht
hetten.
Mer so waren schrancken von dem Sinterspühel neben der stroß umb des
Eisenwangers wisen am zaun pieß an das ecke, und von dem ecke derselben
wisen waren schrancken und ein graben darvor überzwerch der velder und
ecker hinter dem Gostenhoff aufgeworfen und gemacht piß an die stroß
gen den Höffen. do was ein hütheuslein, darinnen auch alleweg schützen
waren, die ein umbgeenden gatter über die stroß gegen den Höfen hetten,
den sie mit einem gutten mahelschloß sperten und der stroß war namen
an dem ent.
Von der obgeschriben stroß gen Höffen so gingen schrancken und darvor
ein aufgeworfen graben überzwerch der velder hinab auf die stroß,
die gen Fürt oberhalb des Wilboltz pründlein geet, do dann auch ein
hutheuslein was, darinnen stettigs schutzen waren und ein umbgeenden
gatter hetten über die stroß, den man mit einem guten [142^a] mahelsloß
versperren mocht; und die schutzen hetten auch die stroß in acht an dem
ent.
So giengen schrancken und ein aufgeworfener graben darvor von der
obgeschriben stroß pieß an das ecke des gartens hinter des Bartholmeus
Hirßvogels garten. an demselben garten hinab gegen dem Humpfleins hoffe
was kein schrancken, aber von dem andern ecke desselben obgeschriben
garten piß an die wisen hinab hinter dem Humpfleins hoff do was ein
graben aufgeworfen und schrancken dorhinter gemacht. und von demselben
ent an den zaun, der umb dieselben wisen geet, do gingen schrancken
hinumb umb den zaun piß an die Begnitz pei dem Wilboltz prundlein.
Mer so was auf der andern seitten der stat hinter sant Johanns vor
der Begnitz und der Endres Stromerin wisen hinauf an den Sandperck
und also umb sant Johannes auf an die stroß, die gein Fürt geet, do
waren zencket schrancken und ein graben darvor aufgeworfen, auch
doselbst an der stroß ein hüttheuslein hinter sant Johanns, darinnen
stetigs schutzen waren, die einen umbgeenden gatter über die stroß
hetten, den man mit einem guten mahelsloß sperren mocht, und dapei
hetten die schutzen auch die stroß in gutter acht an dem ent. auch
so waren zencket schranken und ein graben darvor aufgeworfen von der
obgeschriben stroß hinter sant Johanns gemacht piß an des Peter von
Watz garten doselbst uberzwerch der ecker.
Mer so waren zencket schranken und ein grab darvor aufgeworfen von des
Thiroltz garten an dem ecke piß an des Fritzen Ernsts gartenzaun an das
ander ecke doselbst.
[142^b] So was hinten an Fritzen Ernsts garten hinter den siben creutzen
über die stroß, die gen Vach geet, ein umbgeender gatter gemacht, den
man verspert hett mit einem guten mahelsloß; aber derselb gatter was
nit stettigs offen.
Auch so was von dannen umb dasselb enspen ein graben vor dem gartenzaun
doselbst aufgeworfen, aber kein schranck was doselbst piß an die stroß
gen dem Thann, die was verschranckt und ein hüttheuslein do pei,
darinnen alleweg schutzen waren, die einen umbgeenden gatter über die
stroß hetten, den sie mit einem mahelsloß sperren mochten und der stroß
dopei war namen.
So was in dem klein geßlein, das gen der klein Reut geet, ein
umbgeender gatter über die stroß, den man verspert mit einem gutten
mahelsloß und auch nit alleweg offen was.
Die gassen zwischen des Prophetten und Hannsen Herls garten hinter der
vesten gegen dem Luginslant hinab, die was gantz verschranckt, das
niemant do auf noch ab mocht faren noch reitten.
Auch die gassen pei des Reuhels garten hinab gegen dem Froschturren was
auch gantz verschranckt, das niemant do auf noch ab komen mocht, faren
noch reitten.
[143^a] Die gassen und stroß hinter Albrecht Kressen garten hinab gegen
dem Judenpühel zu die was auch verschranckt und doselbst über die
stroß ein umbgeender gatter, den man verspert het mit einem gutten
mahelschloß; und der gatter was nit stettigs offen.
Auf der stroß gen dem Schoppershoffe was an der gassen auf dem eck, so
man doselbst auf den Judenpühel gen will, ein hütheuslein, darinnen
auch stetigs schutzen waren, und hetten ein umbgeenden gatter über die
stroß, den man mit einem gutten mahelsloß sperren mocht, darzu dieselb
stroß auch über und über verschranckt was mit zwifachen zenckenden
schrancken.
Mer auf der stroß gen dem Megeldorf was oben von dem zaun, als der
steig gen dem Schoppershoff geet, angehaben und ein graben aufgeworfen,
darzu zencket schrancken darhinter aufgericht überzwerch des enspens
doselbst piß an die stroß gen dem Megeldorf, do was ein hütheuslein,
darinnen stettigs schützen waren und ein umbgeenden gatter hetten über
die stroß, den sie mit einem guten mahelsloß sperren mochten, und der
stroß doselbst war namen.
Von der obgeschriben stroß gegen der Begnitz hinab waren auch zencket
schrancken gemacht und ein graben darvor aufgeworfen piß zu des
Ketzels hoff, der vor Wert leit, doselbst auch ein hütheuslein und ein
umbgeender gatter über die stroß, darinnen die von Wert auch stettigs
leut hetten; den gatter mocht man sperren mit einem guten mahelsloß.
von dannen ist nit sere verr an die Begnitz, das was auch also
verschrancket.
[143^b] So hetten die von Wert iren marckt gerings umb von einer
seitten des wassers zu der andern mit zwifachen zenckenden schrancken
verschranckt und einen guten graben zwischen denselben schrancken und
irem tüll, so umb den marckt geet, aufgeworfen.
So was inwendig der lantwer und sünderlichen vor den statthoren an
manchen enden auch schrancken gemacht, nemlich vor dem Frawenthore
zwifach vor einander zencket schrancken, des gingen die eusser geleich
voren an der zigeler hoffreit herumb von einer seitten des statgrabens
zu der ander, und des gleichen so was vor dem Spitaler thore auch
zwifach vor einander zenckent schrancken, des gingen die eusser gleich
voren an dem Gostenhoff herumb von einer seitten des statgrabens an die
ander. so waren schrancken unden an der Begnitz von des Grassers garten
oberhalb der Weidenmüll piß an die Begnitz underhalb des dams, das umb
der teutschen herrn wisen geet. so waren vor dem Newentore und hinter
dem heiligen creutz auf peden seitten und gegen der Weidenmüll hinab
auf und über die drei stroß schrancken gemacht. mer vor dem Tiergartner
thore zwischen Fritzen Ernsts und des pfarrers garten, auch zwischen
des Heynickens und dem eck garten doselbst über auch schranken. so was
in dem geßlein hinter Linhart Grolantz garten gegen den Leimgruben
hinab ein schneller gemacht, der was verschlagen. so was das klein
geßlein hinter des Behams garten voren gantz verschrancket. so waren
vor dem Lauffer thore auch zwifach vor einander schrancken, des gingen
die eusser von der stat graben vorn an des Linhart Grolantz garten und
verrer von der Lorentz Schurstabin garten an des Jorg Mendels garten
also über die stroß gen dem Schoppershoff, und des gleichen von des
Behams garten gegen des Walter garten über die stroß gen dem Megeldorf
auch schrancken. auch so was das geßlein verschranckt vor Werte,
dardurch der fußsteig geet von dem Werder thürlein gen dem Megeldorf,
der oberhalb Wert will hin gen.
[144^a] Als ich paumeister warde, do wurde mir bevolhen, die schrancken
und greben an der lantwer, auch die andern schrancken in wesen zu
halten umb die stat, die ich dann oft hab pessern und die greben auß
werfen lassen pies in das sechsundsechtzigst jar umb aller heiligen
tag. do wurden die schrancken umb den Thürrenhoff und also umb und an
der Furreit herab und hinter dem Gostenhoff sere abnemen und faul und
gingen vast dernider, also das arm leut der vil hin trugen, und darumb
verkauft ich der vill den ziglern und anderen von dem Galgenhoff,
Stein und Sinterspühel und von dem Gostenhoff etc. und gab in ie ein
schrancken und stock umb siben, acht und zehen pfenning, darnach
ettlicher gut was, oder ein fuder für funfundfunftzig und sechtzig
pfenning. des gleichen hielt ich es mit den schrancken in sant Seboltz
pfarr.
Darnach in dem neunundsechtzigsten jare umb pfingsten waren die
eusser schrancken vor den thoren etlich ser faul und abnemen, das ich
dann an einen erbergen rat pracht ob man dieselben schrancken wider
vernewen solt. ward verlassen, das ich kunftiglichen vor allen thoren
die nechsten schrancken an den thoren solt in wesen halten, und die
andern alle lassen abgeen, die ich dann eintzlichen hab lassen abgen
allenthalben umb die stat etc.
[144^b] Von dem Vischpach wo der entspringt.
Item der Vischpach entspringt oberthalb im wald ob dem dorf zu
Vischpach und lauft also durch den walt herein gegen der stat her zu
und nemlich neben dem alten weier, der oben vorn im wald leit und der
Peßlerin ist. und wenn man den Vischpach zu sant Michels tag ie zu
zeitten fegen und pessern will und abslecht und dann die Peßlerin zu
zeitten pittet, ein erberger rat ir des pachs zu vergünnen, den auf
der Faltznerin hamer zu leiten, und wo in ir dann ein rat vergunt, so
slecht man den pach ab pei demselben obgeschrieben alten weier, doneben
er her leuft, sust kan man den pach nirgen paß abslagen. also leuft der
pach dann do durch oder underhalb des wers an dem selben weier und fur
den Zerzagels hoff und also durch vier weier ie von einem in den
andern, ee und er zu der Faltznerin hamer kompt.
So hat auch der Teuchler und sider ettlicher hamermeister mer einem
erbergen ratte mussen sweren fur sich und iren gewalt, das sie des
Vischpach nit abgraben und auf der Faltznerin hamer leitten wollen etc.
dann es ist zu zeitten gescheen und der pach pei nacht aussen pliben,
das doch nit sein soll. das soll auch ein paumeister kunftiglich in
acht haben, wo ein newer hamermeister auf den hamer kompt, das der
swere oder einem paumeister eitz weis gelobe fur sich und sein gewalt,
des pachs nit ab zu slagen noch abgraben.
Der Vischpach lauft also von und neben dem obgeschriben alten weier
herab gegen dem Siechgraben und hinter des Ammans weierhaus lauft der
pach überzwerch die stroß, die von Feucht her zu der stat geet, und
lauft also an derselben kere durch ein prucklein, das hat zwen steinen
füß und ist mit prückholtzern belegt; das ist das erst prucklein
über den Vischpach, das der stat paumeister muß machen lassen und in
wesen halten etc. der pach lauft also von der stroß durch ein [145^a]
kleines wisslein und vellet uber ein werlein und güßpettlein, das der
Amman machen soll, und geet in den grossen weier, der umb des Ammans
weierhaus geet.
Auch wenn der Amman an seinem weierdam ettwas zu machen hat, oder
vischen will, so versetzt er den Vischpach pei dem obgeschriben
prucklein und lest in lauffen durch ein santgraben hinter dem
Siechgraben hinab, und also kompt der pach pei der Snödin weierhaus in
das klein Begnitzlein. aber es ist grosser schade do pei, denn der pach
füret vil santes mit im in de Begnitz an demselben ent.
Es soll auch der Amman noch sein gewalt mit dem Vischpach noch
Lanckwasser nit wessern noch sust nirgen abslahen pei einem pfund newer
haller als oft das geschicht. das sol auch ein paumeister in gutter
acht haben.
Wenn der Amman an seinem weier oder tham ettwas pruchs oder do vischen
will, dordurch er den slegel ziehen muß, das soll er der statt
paumeister vor zu wissen thun; und wo er also den slegel in seinem
weier auf zeugt, so geet der Vischpach nit in die stat. so ist der
Amman schuldig den Vischpach zu nemen vorn am walde pei dem steinnen
creutz und den do überzwerch über die stroß, die gen Feucht geet, in
einen alten verwasten graben zu leitten, auch den selben graben auß
zu werfen und den recht zu fertigen, dardurch der Vischpach völliglich
mug gelauffen also uberzwerch der stroß, die gein Feucht von der
stat hinauß geet, und also abe seinem weierhaus hinumb mug komen
in des Lanckwassers fluß. dennocht soll er den slegel nit ziehen,
das Lanckwasser gee dann vor in die stat, als do hernach pei dem
Lanckwasser steet. wo dasselb Lanckwasser so groß ist und herein get
[145^b] so darf der Amman des Vischpachs nit abslahen pei der marter
vorn im walde, als oben steet, sunder er mag den versetzen pei dem
vorgeschriben prucklein und den lassen lauffen durch den Siechgraben
hinab zu der Snödin weierhaus zu. oder ob die Peßlerin darumb peet, so
mocht man den pach oben im walde abslahen und auf iren hamer lassen
lauffen, wer der minder schade an der Begnitz.
So ist im neunundsechtzigsten jare zu sant Jacobs tag [25 Juli] von den
elteren herren verlassen, das mir dann herr Hanns Coler angesagt hat,
wen das ist, das des Ammans weier hinder dem Siechgraben über das werr
fellt, so ist dem Nicklass Gnotzamer vergünt und erlaubt, den Vischpach
oben im walde abzuslahen und durch die vier weier, wie vor steet,
auf der Faltznerin hamer ze leiten, den er dann kauft hat. doch soll
er des pachs dennoch an laub und wissen eines paumeisters nit nemen,
auch des nit lenger halten, piß des Ammans weier wider nachsitzet und
nimmer überfellt; so soll er den pach wider geen lassen. das soll ein
paumeister in gutter acht haben.
Demnach hat der Gnotzamer im vorsaum am walde im Vischpach ein
schutzprett machen lassen auf sein kost und ein greblein, das zwerch
über die stroß, die gen dem Zerzagelshoff und sust do fur in walt geen,
graben lassen, dadurch im der Vischpach furderlich in den undern weier
auf den hamer geet, also das er nimmer durch vier weier hinab geen und
die füllen darf, als vorgeschriben ist.
Mit einem sloß ist dasselb schutzprett versperret, darzu ich als der
stat paumeister den schlüssel hab. wenn dann der weier überfelt und
mich der Gnotzamer des ermant und man dann des wasser sust nit zu not
bedarf, so leihe ich im den schlüssel und loß [146^a] ine fursetzen, das
im der Vischpach zu geet ein weil, wie vorn steet.
Nachdem aber ein versetzung, wie oben steet, nit recht thun wolt, so
hat der Gnotzamer oben im walde ein newes güßpettlein und schutzprett
darfur auf sein kost machen lassen under dem öbern der Peßlerin weier
und das auch verspert und mir den schlüssel geben, und wirt damit
gehalten, wie oben steet geschriben.
[146^b] Von dem Lanckwasser wo das entspringt.
Das Lanckwasser entspringt und fleust von manchen enden verrer oben im
walde zusamen und kompt also erstlich in des Peter Mendels und Geuders
grossen weier und von demselben des Peter Mendels weier kompt das
Lanckwasser durch den rechen herab geflossen piß in des Ammans weier,
der umb sein haus geet.