Hanns Graser seliger auf die zeit der stat paumeister hat alwegen geben

von dem prunnen auf der vesten zu fegen mit leuten und pferden, wenn

sein not ist gewesen, zehen pfunt alt. ich hab sein aber die zeit, die

ich pißher paumeister gewesen pin, zwai male fegen lassen, als hernach

geschriben stet.

Zu sant Urbans tag [25 Mai] in dem sibenundsechtzigisten jare ließ

ich den Hübner, maurrer, den prunnen auf der vesten fegen. der feget

doran acht stunt mit dreien pferden und dreien gesellen zu im und der

ritt get in das schloß piß fur den kellerhals, darzu lehe ich im ein

reitleinne von sechunddreissig klofter lanck und ein leittern von

sechtzehen sprusseln. und der prunn hett funftzehen schuhe wasser, und

schöpft in trucken; davon gab ich im und sein gesellen sechtzehen pfunt

alt.

Item in dem neunundsechtzigisten jare am freitag nach Dionisy [13 Oct.]

feget man aber den prunnen, davon gab ich aber sechtzehen pfunt alt dem

Hübner, wann ein katz hinein gefallen was.

Auch hat der stat paumeister allewegen den prunnen unter altem

Nuremberg, dem thuren, beseilt und fegen lassen. nachdem aber die

nachpauren doselbst ein prunnen zunechst underhalb des Luginslants

unter einem haus nit prauchen, hat man dieselben nachtpaurn geschriben

und geordent, zu dem prunnen unter alt Nuremberg zu geben, und darzu

prunnmeister gesetzt, die also kunftiglich denselben prunnen unter alt

Nuremberg in wesen halten sullen, des sich dann dieselben nachtpaurn

also unterwunden und angenomen haben.

[130^a] Es hat auch der stat paumeister zu beseillen den prunnen pei dem

eusern Frawentore an des Widersteins haus, der halber auf der gemein

steet. und wenn demselben prunnen nott ist zu fegen, so soll es der

stat paumeister halbs und der Widerstein das ander halbteil zallen, das

ist iedem teil umb dreissig pfenning.

Mer hat der stat paumeister den prunnen auf der Peunt zu versorgen, und

wenn dem not ist zu fegen, soll es der stat paumeister halbs zallen und

der Rothan das ander halbteil, oder wer denselben garten innen hat etc.

darvon gibt man alleweg dreu pfunt alt zu fegen, zalt der paumeister

halbs und der Rothan halbs.

Nun auch den prunnen hinten im rathaus den helt der hausknecht in wesen

mit fegen und seillen, und nimpt das gelt doselbst auß der losungstuben.

So hab ich den prunnen zu dem Scheffhoff auf ein zeit lassen

auswechseln von eins ratz befelhnus wegen, und ließ darzu ein newes

prunnrat und eimer machen.

Und den prunnen im wald auf der hochen heide auf der straße gegen dem

Heroltzperg hab ich zu zweien mollen lassen pessern und rechtfertigen

von eines gemein nutz wegen, nachdem und ein grosse lantstroß do fur

geet, und der prunn darauf des reichs poden ist und sich sein sust

niemant annimpt. das ist alleweg mit zweien oder dreien taglon zu

pessern gewest.

[130^b] Ich hab auch lassen flicken und pessern den prunnen zu der

Puchenklingen am Reuhelperg an den stein und staffeln die hinab geen,

die erfault und zu erfroren waren etc.

Den prunnen pei dem Wiltpat soll ein paumeister in wesen halten und den

fegen lassen wenn sein not ist. den hab ich in zehen jaren ein moll

fegen lassen und dreu pfunt alt davon geben im sibenzigsten jare am

sambstag nach Walpurgis.

[131^a] Von gelt zu schöpfbrunnen in der stat.

Desgleichen sein ettliche heuser hie, die do zinsen zu ettlichen

schöpfprunnen hie in der stat; dieselben zins dann die öbristen

prunnmeister, als ietzunt ist Bertholt Pfintzing, Gotlieb Volckamer

und Erasem Schurstab, in verzeichnus haben. solich zins nemen ein die

prunmeister, die dann durch die obersten prunnmeister zu denselben

prunnen, darzu das gelt geschickt ist, gesetzt sein.

[131^b] Von dem rören porzeuge.

Ein hütten ist im zwinger auf dem Newenpawe, darunder ein schragen zu

gericht ist, darauf man die prunnrören port, die man dann lange jar her

unter der hent also geport hat und den leutten sawer worden ist. also

hab ich im zweiundsechtzigsten jar zu sant Laurentzen tag mit einem,

der von Hertzogaurach herkam, genant Hanns Tölzer ein mülner, bestelt,

der mir einen schragen und gerust auf sein kost macht und herpracht,

als das dann ietzunt noch steet under derselben hutten, doran man sider

gesehen auch das etwaß gepessert hat; darfür ich im gab mit sechtzig

rören, thenner und fiechter, die er mir selbander erstlich hie auf sein

kost doran port, die rören ließ ich im furen darzu und gab im dorfur

dreizehen halben guldein reinisch.

So kam ein jude her im zweiundsechtzigisten jar, genant Josep von

Ulm, der dann auch ein porzeug zu rören furgab zu machen auf der stat

kost, das einer als vill rören ein tag port als sust zwen gesellen

zwen oder drei tag poren solten, und begert an einen erbergen ratte,

das zu gestatten und befelhen zu machen, wo das nit recht teet, so

wolt er denselben kost leiden und selber bezallen, tet das recht, so

gert er, das ein erberger rate im das burgerrecht schencket. demnach

und von befelhnus eines erberen rats ließ ich zu den dingen greuffen

und im zwinger zwischen dem Spitaler und Frawenthore der thüren einen,

so in stat graben geen, tieffer pei zwelf schuen graben und mit stein

unterfuren, auch das geruste von holtz machen, das alles pei funftzig

guldein kost. in des starb der Jude zu Stockarten und steet das werck

noch also in demselben thuren und thut alles recht, dann der negwer wil

an der schneiden nit recht thun, nachdem man den nit ausziehen solt,

das er die spen woll fallen lassen, dann der negwer gerichtz übersich

zu gericht ist.

Auch soll ein paumeister allewegen auf das minst der prunnrören ein

hundert oder anderhalbhundert haben geport und im weier oder statgraben

auf dem Newenpawe ligen, dann wo sie nit im [132^a] wasser ligen, so

verdürben sie, dann man der alle tag bedarf ein zu püssen zu den

prunnen der stat. darzu bedarf man ir süst in der gemein zu prunnrören

und in die bade; die mag ein paumeister woll einem vergünnen und

geben umb sein gelt, eine umb acht groschen oder sechtzig pfenning

ungeverlichen, dann man hat sust keine hie dann was ir der paumeister

hat. aber vorauß so soll der stat paumeister des geflissen sein, das

er keine gebe oder verkauff auß der stat zu füren on laub eines erbern

rats, und sunderlichen wo man sie auß der stat und gepiette füren wolt.

So sollen die heringerin die rören an der Eiche, die in zu irem

wessern vergunt ist, selber machen lassen und in wesen halten mit den

kesten und der prucken do vor; damit hat ein paumeister nichtz zu

thun, wie woll ich es ine zu lieb das alles vernewen hab lassen im

neunundsechtzigsten jare. dorfur haben sie mir und nemlich die Hanns

Schelhamerin von ir aller wegen das gelt wider geben, was das alles

gekost hat etc.

[132^b] Von prucken, stegen und weren oder güßpetten in der stat.

Item die zwen stege, die an peden seitten vor den schoßgattern oben am

wasser als es in die stat fleust von dicken dilln gemacht sein, darauf

man zu den gattern komen mag, die soll ein paumeister auch machen und

in wesen halten wenn sie schaden nemen.

Die dillen, darmit man die Begnitz versetzt oder swelt, wenn sein not

geschicht, vor den vorgeschriben zweien stegen, die ligen oben auf

denselben gengen ob den schoßgattern, do haben sie ire beheltnus.

Pei Wilhelm Derrers haus und garten doselbst geet über die Begnitz

ein pruck obenthalb der müll am Sant. dieselben prucken mitsampt dem

werr zwischen des newen spitals heussern und dem klein werrlein hinter

der Plaich doran stossent soll derselb müllner machen und in wesen

behalten, damit hat ein paumeister nit zu thun, anders dann das klein

werlein hinten an der Pleich soll ein paumeister machen, als vor steet.

Zwen stege, die vor ein ander von dem Schießgraben am Sante auf die

Schütte zu geen, die soll der stat paumeister machen und pessern

lassen.

Und desgleichen soll der statt paumeister pessern lassen und in wesen

halten das werr, als vill und des der statt zusteet, das [133^a] do ist

hinter der Pleich zwischen des müllners werr am Sant und der Pleich,

darüber das wasser fellet, wenn do güß sein. das ist zu bewaren mit

rauhen wedellen und esten, die man einlegt und die beswert mit erden

und alten quadern und wacken, die sust zu nichte tügen.

Des gleichen soll ein paumeister die verdeckten pruck hinter dem

Wildpat auch machen lassen und in wesen behalten.

Auch den stege und das were ob der müll hinter sant Katherein zwischen

dem klein werlein, das ob den prunnrören hinten an dem manghaus leit,

das soll dann ein paumeister bewaren als vorgeschriben steet. denselben

stege und were soll der müllner auf sant Katherein müll machen lassen

und geet der stat paumeister nit an mer, dann das klein werlein ob den

prunnrören, das soll ein paumeister machen lassen.

So soll der stat paumeister den stege machen lassen pei dem winckler an

der Ledergassen über die rinnen doselbst. den ließ ich vernewen in dem

einundsechtzigsten jare in sant Gallen tag [16 Oct.]; darzu komen zwen

pretten, einer viertzig schuch lanck.

Item sant Katherein und die spitalprucken soll der statt paumeister

machen lassen.

Item die zween stege die hinten aus dem newen spital über die Begnitz

gen, die soll der new spital machen lassen und gen der stat paumeister

nit an.

Item der parfusen prucken sol der stat paumeister machen lassen.

[133^b] Item desgleichen die fleischpruck soll der stat paumeister

machen lassen mit sampt dem klein prucklein ob der trenck, das gegen

dem pathaus hinab geet. darzu soll der paumeister machen die pruck

zwischen der fleischhacker schlachhaus und der gepflasterten pruck

doselbst.

Das slachhaus auf der Begnitz vor dem alten flaischhaus, das

mit schinteln gedeckt ist, das gehort dem gemein hantwerck der

fleischhacker zu zu machen und in wesen zu halten, also das der stat

paumeister gantz nichtz doran machen bedarf weder in dem grunt mit

pfellen noch sust ob der erden etc. aber die prucken, die do ist

zwischen dem slachhaus und dem alten fleischhaus, auch die pruck vor

dem slachhaus und der kandelgiesser ganck, die ist der stat paumeister

schuldig zu machen und in wesen zu behalten.

Auch was sie pöser rimen, doran sie das fleisch hencken, unter dem

alten und newen fleischhaus haben, soll in der stat paumeister machen

und pessern lassen; aber mit iren pencken und stocken darvor damit hat

ein paumeister auch nichtz zu thun, noch auch mit dem prucklein, dorauf

sie ir wampen und fleck waschen, das macht auch das hantwerck der

fleishhacker und nit ein paumeister.

In dem funfundsechtzigsten jare in der vasten do ließ ich von befelhnus

eines erbern rats und von pete wegen der hernach geschriben person

ein dollen von dem kasten und dem heimlichen gemach, das hinter des

Gartners, Techelmeyers, Weinmans und des Appothekers heusern was,

machen von stein und mit Kornperg schallen gedeckt von iren heusern

zwerch uber die gassen und also durch das fleischhaus in dem mitteln

gang durchauß piß an die Begnitz alles auf derselben nachtpauren kost.

die zeit ließ ich in dem slachhaus ir heimlich gemach verkeren und

ein kemerlein, auch den steg und prucklein, darauf sie die wampen und

flecke waschen, das alles die nachtpauren zalten und mir pei sibentzig

guldein gaben fur alle ding. das alles geschach mit eines erbergen rats

erlaubung und mit gunst eines gemeinen hantwercks der fleischhacker.

Item den stege hinder den fleischpencken gegen den schleiffredern sol

der stat paumeister halben und die mullnerin dapei halben machen, als

da voren auch steet.

Ein pruck, die hinten auß der mul hinter den fleischpencken zwischen

dem heimlichen gemach und den schleuffheusern doselbst hinauß auf den

Sweinmarckt geet, das ist ein gunst und kein recht; wann die Pfennin,

mülnerin, auf ein zeit die verpandt und gedeckt wolt haben, das ward ir

in einem erberen ratt abgeslagen nemlich im sechsundsechtzigsten jare

umb sant Jörgentag.

Darzu soll die mulnerin noch ir erben das new heuslein, das voren

zwischen irem mülhaus und dem steg am wasser steet, künftiglich nit

hoher pauen, dann doselbst ettwen newer ein vischstuben gewest ist, und

ein kleins gemechlein darauf, das auf ein zeit in das wasser viel,

also wolt ir ein erber ratt nit hoher das vergunnen zu pauen, darumb

müst sie das flach tach darauf setzen, damit sie pei der hoch pleib.

dieselben alten hoch ir ein erber ratt durch Heinrich Meyßner und mich

furgeben hiessen.

Auch die waschpanck doselbst zwischen denselben vorgeschriben newen

heuslein und dem steg, die solt do pleiben. wiewol sie die mülnerin

do nit geren hat, so wil sie ein erberger ratt haben, das die leut do

waschen, doch das niemant do leugen oder fewer schüre, das ist dem

pfenter und leben bevolhen zu weren. das soll der stat paumeister auch

in acht haben und die waschpanck halbe und die mülnerin das ander

halbteil machen.

Und dieselb mülnerin ist auch schuldig denselben steg, der pei irer

müll gegen den sleiffern hinüber geet, und die füll oder ladung, die

zwischen irer müll und dem newgepautten heuslein doselbst steet und ist

etc. das alles sol sie halbs bezallen, was pruchs doran ist oder der

stat paumeister doran machen lest, das sie dann mer dann ein moll mit

mir hat helfen machen und iren halben teil doran bezalt.

Item das were zwischen den zweien müllnern hinter den fleischpencken

sullen dieselben zwen müllner kunftiglichen pessern und in wesen halten

und die stat nit.

Item das güspette und spunt an dem seutümpfel sol der stat paumeister

pessern lassen und in wesen halten als dann vorn im buche steet.

Mer soll der stat paumeister machen lassen und in wesen halten das

güspett, das do ist unterhalb des wers zwischen dem newen fleischhaus

und der müll, die im wasser steet doselbst, also wenn güß sein und das

wasser uberfelt, das es dann nit als sere spüll, als es sust theet

etc. darumb hab ich im dreuundsechtzigsten jare ein spunt über und

über slachen lassen mit dennen pfellen und ein eichen holtz darauf

zogen und dorhinter mit thaugrass und rauchen wedelen ein gelegt und

die mit alten quadern und wacken beswert, darauf das wasser von dem

were scheust und nimmer als ser spult, als es vormals gethan hat. doch

soll man das güspett nit uber den spunt erhohen mit den esten oder

quadern, das wasser stieß sust die quader uber den spunt auß und were

alles vergebens, kost, mühe und arbeit. aber an demselben werr bedarf

der stat paumeister nichtz machen lassen, sunder die mulner auf peden

seitten sullen dasselb werre in wesen halten, wiewol dasselb werre von

der stat arbeittern im anfang auf der mulner begeren von Hannsen Coler,

die zeit paumeister, gemacht worden ist, so haben doch die mulner auf

peden seitten ir ieder sein anzall doran geben und bezalt.

Item die langen verdeckten prucken und die pruck pei dem Derrer soll

auch der stat paumeister machen lassen, aber das prucklein über die

trenck gegen dem Derrer über gegen denselben heusern, das geet der stat

paumeister nit an sunder die, die auf derselben seitten sitzen und

heuser do haben, die sullen dasselb prucklein machen lassen.

Item den stege pei dem leben sol der stat paumeister auch machen lassen

und in wesen halten.

Item die steinen pruck auf dem Newenpaw soll der stat paumeister mit

pflaster und sust bewaren lassen. darauf hat ein erber ratt dem Endres

Zeringer vergunt ein marter zu setzen, doch das er kein schilt doran

mach, das dann Heinrich Meißner und ich im von ratz wegen gesagt haben.

darüber er schilte an die marter macht, und nachdem das an einen rate

langt, ward dem Meißner und mir aber befolhen, dem Zeringer zu sagen,

die schilt von der marter ab zu thun, das mir im dann gesagt haben. und

aber die schilt darnach lang stunden und sie der Zeringer nit ab teet,

also ist man über die schilt mit einer praun farb gefaren; ob das der

Zeringer bevolhen oder wer das gethan hab das weiß got woll.

Item das were zwischen den undern zweien müllnern nemlich des Thoman,

müllners, und des Trubachers müll sullen dieselben [134^a] zwen müllner

machen lassen und in wesen behalten, auch desgleichen den steg, der vor

iren müllen her get von einer zu der andern, sullen sie auch machen

lassen und die stat nit.

Item so machen die irher ir prucken, steg und hütten selber. darmit hat

der stat paumeister nit zu thun.

Item desgleichen fassen die irher den rinch und rinnen, die von irer

gassen und gegen iren stegen in die Pegnitz geet; darzu hab ich in zu

zeitten alte pruckholtzer geben, damit sie die rinnen außgefuttert

haben etc.

[134^b] Von den waschpencken in und vor der stat, die ein paumeister

soll machen lassen.

Item die waschpenck oberhalb Wilhelm Derrers garten am Sante zu ende

des grossen steinen flugels an der Begnitz doselbst.

Item die waschpenck underhalb der müll am Sante an der Begnitz.

Item die waschpanck am steige am Sante vor dem Schießgraben an der

Begnitz.

Item die waschpanck pei dem newen spital vor des Karl Holtzschuers haus

an der Begnitz.

Item die waschpanck hinter dem Wiltpat an der Begnitz.

Item die waschpanck pei sant Katherein underhalb der müll an der

Begnitz.

Item die waschpanck hinter den fleischpencken machen die müllner halbe

mit der stat paumeister.

Item die waschpanck auf dem Sweinmarckt an der Begnitz.

Item die waschpanck pei dem siechhaus an der Begnitz.

Item die waschpanck underhalb der segmüll auf dem Newenpawe an der

Begnitz.

Item die waschpanck vor der stat an der Haller wisen an der Begnitz.

[135^a] Von dem wege und prucken umb die stat.

Wenn der weg durch den Than pös wirdet, so hat man den ie von stege und

wege gelt wider machen lassen, als dann der Holtzel seliger, do ich

erst paumeister ward, thet, und fieng es an also: er patte ein erbergen

ratte umb holtz darzu zu erlauben, das ließ er mit wissen des amptmans

sant Sebolts walt hawen, do in derselb amptman hin weist. darnach lech

im der amptman ein seiner reittenden knecht, der der paurschaft do umb

vor dem wald und sunderlichen den, die den weg ser und sam teglichs

prauchen, auf ein tag auf gepietten, den hinter der stat sitzen,

die patte er von eines rats wegen auch zu faren und zu frun. wenn

dann solich holtz gefürt ward, so bestellet der Holtzel leut, die das

einlegten, den lont man darumb. was er dann darzu bedorft von hawen,

schaufelen, schutkarren, das lech ich im von gemeiner stat wegen darzu

auf silberene pfant als andern leutten.

Das steinen prucklein, das do ist aussen am dorf zu dem Than, das soll

machen der Elßner und der Rodner von den güttern, darauf sie sitzen und

die do ligen hinter dem Gruntherrn zu dem Thanne.

Zu dem Meilmanshoff das prucklein soll machen die gemeine doselbst.

Item die pruck zu Buch soll machen die gemein doselbst.

Nachdem und oft ein hüll und pöser wege ist in den zeun und gerten

vor der stat herdiesset des Thans pei Fritzen [135^b] Herlles garten,

den hat der Höltzel seliger auch lassen prucken und vernewen als ein

pfleger steg und weg. und in sunderheit so ist ein erbgrab durch

desselben Fritz Herls zeun und garten durch auß und also ferrer hinter

des Herels garten durch ein rangen als auf der seitten gegen Fürt

hinab, denselben graben soll der Herl alle jar raumen und der ander

hinter im desgleichen, dardurch das wasser von der stroß an dem ent

lauft, so wirt der weck nit als tieff. dan des Herels vater hat auf ein

zeit ein erbprieff gehabt, darinnen gestanden ist, als mir der Gürtler

sagt, das er denselben graben pflichtig ist zu raumen und das wasser

do durch soll leitten von der stroß; aber derselb briefe hat mir nie

mügen zu sehen werden, wie woll ich des vil müe gehabt hab pei seinem

sun, der sagt, er wiß von keinem briefe; doch ist er nit in abrede und

bekennt, das er den graben nit verschutten und auch raumen soll, wenn

sein not tut. das soll ein paumeister in acht haben.

Fürder herein pei des Schinheintzen garten ist zu zeitten pöser wege,

den hab ich durch die kerner, die in der stat auf dem pflaster faren,

erschütten und erhohen lassen mit allerlai erden, die sie sust fur

das thore furen müssen. so hat auf ein zeit Philip Pirckamer als

ein pfleger steg und weg geltz mit frun der paurschaft zu dem Than,

klein und grossen Reut, Meilmanshofe, Loe etc. den erbgraben lossen

außwerfen, der umb des Fritzen Ernsts garten am zaun hinab geet gegen

Poppenreutter wege, darinnen das wasser auch von der stroß kumpt und

sich in demselben graben verleuft, der in vill jaren nie gefegt ist

worden. das tetten pei viertzig menner in einem tag; der iedem ließ der

Birckamer geben zwai röcklein; darzu leg ich von gemeiner stat wegen

ettlich hawen und schauffeln.

Auch die prucken zu Fürt soll ein zöllner doselbst zu Fürt machen und

in wesen halten.

[136^a] Ein stat paumeister soll in gutter acht haben und pesseren

lassen die steinnen pruck zu dem Doß pei Snigling, wo sein not were,

als ich dann in dem fünfundsechtzigsten jare ettlich pesserung unden

auf und in dem waser an den anfengen mit Kornperck stein auß gewechselt

und mit eissen klamern vergossen und gepunden, wo sein not was und das

wasser außgespult hett.

Auch den weg und steige, der do von dem heiligen creutz gein sant

Johanns geet und gepflastert ist, den hat alleweg ein paumeister ie

zu zeitten, so er schadpar ist gewest, pessern und flicken lassen am

pflaster und stocken, das man nit darauf fare.

Das pflaster, das zwischen dem Newenthore vor der stat und dem heiligen

creutz ist, das soll der stat paumeister pessern lassen und in wesen

behalten.

Zu dem Megeldorf die pruck süllen die gemein doselbst machen und

pessern lassen, darzu haben sie alle jare von dem rathaus zwen guldein

reinisch ewigs geltz, die Philipp Birckamer ein nimpt mit anderem gelt,

das zu weg und steg gehoret. es hat auch der Höltzel zu zeitten doran

von stege und weggelt pessert, des gleichen hat Philipp Birckamer auch

gethan, das im aber von eins erbergen ratz wegen undersagt worden ist,

also das er den pauren die zwen guldein alle jar darzu geb und loß

sie die prucken selber machen und furpasser pessern, als in dann vor

jaren durch Peter Mendel auch von ratz wegen gesagt ist, das man dann

kürtzlich geschriben funden hat auf dem rathaus.

[136^b] Item die pruck zu Wert und die stege piß zu der Schnödin

weierhaus die machen die von Wert und geen der stat paumeister nit an.

Pei des Schnöden weierhaus das prücklein über das klein Begnitzlein

das soll machen den halben teil, wer die Hadermüll innen hat, und der

mullner pei sant Katherein hinden in der stat den anderen halbteil, als

dann hernach pei der Hadermüll geschriben steet.

Und den weg durch Sweinaw und zwischen Schweinaw und sant Lienhart

den hat Philipp Birckamer als ein pfleger mit dem stege und weg gelt

pesseren und machen lassen und darzu kauft ettlich peusch wachalter und

mit frun der paurschaft do umb feltstein in die löcher furen lassen,

darzu ich auch mit reten zu zeitten geholfen hab von eines gemeinen

nutz wegen.

Item den steig zwischen sant Lienhart und dem Gostenhoff den soll man

von sant Lienhartz gotzhaus wegen in wesen halten und machen lassen.

Item das steinen prucklein zwischen sant Lienhard und dem Gostenhoff

soll man auch von sant Lienhartz gotzhaus wegen machen lassen und ein

paumeister hat damit nit zu thun.

Item das prucklein zu dem Sinterspühel sullen die pauren doselbst

machen lassen, das hat ine Peter Mendel von ratz wegen gesagt. ich hab

ine zu zeitten alles holtz darzu zu stewer gehen.

[137^a] So hat Philipp Birckamer innen als ein pfleger steg und wege

gelt zwei eigne gütter zu Hausen pei Zenn gelegen, gibt das eine vier

sümmer korns, zwei sümmer habern, ein halb pfunt haller Michaelis, ein

halb pfunt eier zu ostern, acht pfingstkess, acht weinachtkess, vier

herbsthüner und zwu vasnachthennen; das ander gibt zwai summer korns,

vier pfingstkess, zwei herbsthüner und ein vassnachthennen. davon soll

man pessern und in wesen halten allein die drei prucken; die pruck zu

Reichelstorff, die pruck zum Stein, die pruck zum Altenperg, darzu der

Birckamer dann an iedem ende sein sunder pruckmeister hat, die darauf

sehen, und wenn etwas nott ist, so thun sie im das zu wissen etc.

[137^b] Von stege und wege gelt.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 17 / 35 段