zu dem heiltum und ettlich tag davor auf der vesten alle kuffen und
schaff des Kressen oder eins burggrafen, die anders geprennt sein von
der stat wegen, desgleichen dem Haugen sein kuffen pinden, des gleichen
auf der Peunt, alle wasser vaß auf den kerren und kuffen zu dem fewer
und heiltum, auch in allen fewrhütten alle schaff [60^b] nemlich bei
dem Tiergartner thore, Luginslant, innern Lauffer thore, im Marstall,
auf der Peunt, pei dem innern Frawenthor, innern Spittallerthor und dem
Irhertürlein.
Wo dann ein mercklicher tag sust im jare her verrempt oder vill
herschaft sust herkomen solt, so soll der stat paumeister ettlich tag
vor zu allen kuffen, wasser vassen und fewer schaffen sehen lassen,
und die pinden und vertigen lassen, dadurch kein pruch doran sei, der
gehindern mocht.
Die wannen in dem Wilpat auf der Schüt, die sein alle halb der stat
hie, und halb des wilpaders der dorinnen ist, und was also pruchs
daran ist, das soll der wilpader halbs zallen, so zalt das ander halb
teil der stat zinsmeister und nit der stat paumeister, als nach altem
herkomen.
Nun also wenn ein paumeister mit der statt püttner rechen will, so
soll der püttner einem paumeister beschriben geben, was er von newen
gemacht oder sunst gepunden hab zu der stat nottorft sider der nechsten
rechnung etc. so gibt im ein paumeister zu trinckgelt ie von sechtzig
pfenning ein haller oder von vier pfunt alt drei haller.
So ist ein püttner zu der Leynburg, genant Paulus Haß, der hat lange
zeit und noch wenn man seiner arbeit bedarf, einem paumeister [61^a]
geben ie ein gesetz schaff, das sein sechs stuck, fur drei groschen,
und ein morter schaff und gelten fur zwen pfenning, auch ein morter
zuber fur zwelf pfenning, das alles ist föllig und gut gemacht. was
derselb Paulus Haß also einem paumeister herein zu der stat nottorft
füret und gibt, das lest der amptman des walds durchgeen; wo er aber
solliche arbeit sust herein furet zu verkauffen, so pfenten ine die
knecht und amptman doran, wo sie des gewar werden etc.
[61^b] Von dem schreinner.
Auch so soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem
schreinner, der zu der stat nottorft mach wes dann not sei, als der
meister Ulrich Kawr lange zeit und ietzunt Herrman Wagner, schreinner,
in das vierd jare auch thut. so hat eines schreinners lon und arbeit
kein bestimpt noch gesetzt gelt, dann es ist allerlai kleins und
mancherlai arbeit von fenster ramen zu pesseren und etlich new zu
machen, und allerlai posselwerk. und wenn ein paumeister im jare dann
mit im rechent, so soll er einem paumeister beschriben geben, was und
wohin er ein iedes stück gemacht hab. so gibt man sein knechten zu
trinckgelt ie von einem pfunt novi zwen pfenning oder drei haller. der
schreinner soll auch niemantz nichts machen auf der stat kost on wissen
und heissen eines paumeisters oder schaffers.
[62^a] Von der stat seiler.
Mer soll ein paumeister bestellen einen seiler, der zu der stat
nottorft mach und gebe wes not ist, auch das er gute arbeit mach darmit
man bewart sei, und die auch in gleichem gelt geb, als dann ietzunt
meister Mertein in der Eisgruben ettwan vill jar her getan hat. und
sünderlich so haben des seilers arbeit eines teils gesetzt gelt nach
altem herkomen, als hernach steet, und alles von seinem zeug fur
hanf und arbeit etc. was aber kein bestimpt gelt het, muß sich ein
paumeister selber einrichten.
Item von rangseilen, eselseilen, lein, zugseilen, alles von newen
geschwungen seinem zeug, ie von einem zentner schwer gemacht viertzehen
pfunt alt, und zu zeitten sechtzehen pfunt alt, zweintzig pfunt ein
zentner schwer.
Fur die mangseil, auch von geschwungem newem seinem zeug,
dreitzehenthalb pfunt alt einen zentner schwer.
Mer hat man geben von kriegseillen, die von gehecheltem zeug gemacht
sein, ie für ein pfunt acht pfenning.
Für ein newes eselseil von seinem zeuge 35 pf.
Von eselseillen, zugseilen auf thürnen den thürnern zu ir speis und
holtz etc. die man von alten der stat seillen mit newen des seillers
zeug über zeugt, ie von einem zentner schwer acht pfunt alt und 9 und
10 pfunt alt.
Fur sechsklefterige seil zu den schnellern unter die thör, ie drei oder
vier pfenning für ein klafter.
Für ein hengseil vier pfenning ein klafter.
Für dreuzehen klefterige seil zu den schlachglocken sant Sebolts und
sant Laurentzen, ie für ein klafter vier pfenning.
[62^b] Fur einen sillstrank sechs pfenning.
Fur ein afterstrank drei und vierdhalben pfenning.
Haller und pfenning strick auch in irem gelt.
Fur ein klafter glöckelseil den thürnern ein pfenning, und fur zwue
klaftern drei haller.
Fur ein klewel rebseil, das ist lank sechtzig klafter, zwelf und
vierzehen pf.
Fur drei klafter rötelschnür den zimmerleuten und pleischeit snür den
steinmetzen ie fur ein 1 pfenning.
So sol ein paumeister sich alle wege versehen, das er allerlai seil ein
nottorft gemacht hab do ligent, wenn man etwaß zu der stat nottorft
bedarf, das der zwei oder dreu do sein.
Es soll auch ein paumeister ein fürsorg do ligent haben zehn oder
funftzehn zentner hanfs, ob pruch geschee oder theurer wurd, das man
dann zu der stat nottorft versorgt were. ein zentner hanfs gilt bei
zehen, ailf und zwelf pfunden alt darnach er gut ist.
Hanf und allerlai seil groß und klein seien auf der Peunt in dem mittel
langen hauß in einer versperten kamern, darzu der Gürtler die schlüssel
hat.
[63^a] Auch soll der seiler niemantz nichtz geben auf der stat kost on
wissen und willen eines paumeisters oder schaffers.
Wenn ein paumeister mit dem seiller dann also rechent, so soll der
seiller einem paumeister eigentlich beschriben geben, was er von
seillen und strengen zu der stat nottorft geben hab oder an was ent.
und wenn die rechnung also geschicht, so gibt man seinen knechten zu
trinckgelt von einem pfund novi drei schlecht haller ongeverlichen.
So hat man der stat seiller alleweg vergündet zu arbeitten in dem
zwinger, der do ist zwischen dem Tiergarten und dem Newenthor, dorinnen
er noch also arbeit unter der verdachten meurren doselbst, wann es ist
kein zeug in demselben zwinger als in den andern etc. so geet er in dem
vorwerck vor Tiergartner thore auß und ein in demselben zwinger, und
hat auch ein aigen schlüssel darzu zu demselben thore.
[63^b] Von pesten seillen zu dem prunnen auf der vesten.
Mer hat man vor zeitten geben für zwai pesten prunnseil zu dem
radprunnen auf der vesten und fur ein ein kleines prunnseil zu dem
prunnen unter alt Nüremberg pei dreuundzweintzig pfunt alt, aber die
grossen seil giengen nit lenger dann pei sechtzehen oder achtzehen
wochen. so hab ich, die weil und ich paumeister gewesen pin, ie fur
zwei pesten prunn seil zu dem prunnen auf die vesten, der eins pei
achtundzweintzig klafter lanck ist, und fur zwai pesten prunnseil
zu dem prunnen pei dem eusern Frawenthor, der an des Widersteins
haus steet, geben sechsundviertzig pfunt alt zehen pfenning, und
rechen der klein seil eins für fünf grosch und der grossen eines für
zweiundzweintzig pfunt alt etc. derselben grossen seil am ratprunnen
auf der vesten geet ein pare pei anderthalb jaren, aber man muß ie
warten und sie umbkeren wenn sein nöt ist etc. soliche seil hab ich
machen lassen Eckart Steinpach den seiller, der hat mir der dreu pare
gemacht solicher grossen seil.
Derselben grossen pesten prunnseil soll alleweg ein pare auf der vesten
im sale an einem rick oder stangen hangen und warten; wenn man dann die
anhengt soll man als palde ein ander pare an die stat auf die vesten in
sale hencken.
Und wenn dann also not ist, die newen seil ein zu ziehen aber die seil
umb zu keren, so soll der stat paumeister zwen zimmergesellen hinauf
senden und ine haller strick oder rebsnür geben zu den seillen, das sie
die seil einziehen; darzu sollen inen die thorwarten im sloß helfen.
und wenn sie ein newes par seile einziehen, so soll man das alt pare
seil auf die Peunt füren lassen.
[64^a] So soll der burkherre auf der vesten und die thorwarten in
gutter acht haben, die seil und das rat an demselben prunnen, ob icht
pruchs doran were, das sie das der stat paumeister zu wissen thun etc.
[64^b] Von der stat schlötfeger.
Auch so hat der Steinlinger seliger, als er paumeister ward, ein abrede
gehabt mit dem Thauben Öttlein, dem schlöt und rauchloch veger, und
den bestellt zu der stat schleten also, wenn er zwenunddreissig feget
und außkeret, so soll im ein paumeister geben acht pfunt alt. also ist
derselb Thauben Öttlein noch an dem ampt und ich halt es also mit ime
nach altem herkomen.
Derselb schlötfeger soll kein schlöt fegen, er thue es dann mit wissen
und gehaiß eines paumeisters, dann man lest auf der stat kost niemant
sein schlöt fegen dann auf den peden vesten, auch allen thürnern auf
den versperten thürnen und iren weibern herniden, des gleichen auf dem
rathaus allenthalben und im loch, allen thorwarten auf den prücken, auf
der Peunt, im Marstall, auf den stroffthürnen und im Schießgraben,
auch dem nachrichter, leben, huntschlaher, den zweien stathirten, in
den gefencknussen und auf dem thuren neben dem Marstall.
Was süst schlett auf andern thürnen umb die stat und süst in der stat
zinsen sein, der lest man kein fegen, dann der stat zinsmeister soll
die selben thüren und herberk mit der unterscheid verlassen, das
man ir keinem weder gleser, öffen noch schlett machen, pessern noch
fegen lest, dann das ein rat sider und als pald nach dem krieg also
fürgenomen hat etc. und vor nit also gewest ist.
Es soll auch der stat schlöttfeger auß der stat nit ziehen noch
außwendig arbeitten on wissen und willen eines paumeisters.
[65^a] Zu sant Gallentag [16 Oct.] thut der schlötfeger gemeinlich
einem paumeister gehorsam und gelobt im wider ein jare hinfür; so gibt
im ein paumeister zu leikauf zwelf oder viertzehen pfenning.
So ist in dem neunundsechtzigisten jare hie gewest zu sant Laurentzen
tag [10 Aug.] ein schlottfeger, genant Endres Dür von Nördling, den
ließ ich 85 schlett fegen allenthalben, der sie dann ser sauber macht
und keiner leitter bedorft. darvon gab ich im vierundzweintzig pfunt
alt.
[65^b] Von der stat schleiffer.
Auch soll ein paumeister sein abred haben mit einem schleiffer irgen
in der stat do es gelegen ist, der do die gesellen fürder vor andern
leuten und in gut schneiden mach, als dann der Stockel, schleiffer,
ettwan vil jar here und noch schleift den zimmergesellen an der stat
arbeit. dem hat man nach altem herkomen geben und gibt zins noch ie
von hundert schneiden, die er macht, fünf grosch oder fünfunddreissig
pf. mit dem schleiffer soll ein paumeister alle jar auf das minst ein
moll oder zwir abrechen und inen bezallen, und dann sein knechten zu
trinckgelt geben ein vierteil weins, das sie die gesellen dester ee
fürderen wenn sie komen etc. darzu soll ein paumeister bestellen, das
die zimmergesellen an der stat arbeit ein kerben haben, doran sie die
schnit schneiden so oft sie schleiffen lassen; desgleichen soll der
schleiffer auch ein kerben haben dergleichen, doran man solich schnit
schneidt.
Ich hab gemeinlichen ein jar müssen zallen pei fünf hundert schnit, die
man überall geschliffen hat den zimmergesellen mit peiheln, hobeleisen
und anderm etc.
Nun hab ich ein schliffstein auf der Peünt im werckhaus lassen zu
richten, darauf sie zu zeiten einer dem andern auch helfen mügen iren
zeug zu schleiffen, also das sie nit alleweg auf die schleiffmüll
lauffen dürfen etc.
[66^a] Von der stat nachtmeister.
Ein paumeister soll auch acht haben, weliche die redlichsten
nachtmeister hie sein, das er dieselben dann für andere prauch, wo er
dann der bedarf, alsdann der Jorg Lobensin ettwan vill jar her der stat
gearbeit hat und noch thut.
So muß man alle jar das heimlich gemache im loch dem lochhütter raumen
lassen, und das soll ein paumeister in acht haben, das es geschee in
der kelt und zu zeitten, so der lochhüter am minsten gefangen hab, oder
dem lochhüter am ebensten sei. es ist bißher gewonlich gescheen alleweg
zwischen weiennachten und unser lieben frawen tag liechtmess. wenn sie
das raumen, so gibt man inen nach altem herkomen acht pfunt alt und ire
recht darzu, zwue maß weins, vier maß piers und kess und prott, auch
schebe und stro und liecht, das kost auch bei sibentzig pfenning. das
verrichten sie alleweg in einer nacht und ee.
Auch so soll ein paumeister in acht haben und alle jar die gemeinen
heimlichen gemach, die auf der Pegnitz sein do die mann und frawen auf
geen, einß raumen und saubern lassen, alleweg umb Martini ee und die
kelt angeet so mügen sie es recht saubern und gewinnen. dovon gibt inen
ein paumeister sechtzig pfenning. der gemache und heuslein ist eines
hinter dem Wildpat, eines pei dem Schießgraben, eines pei der Mang,
eines pei der parfüsen prücken, eines auf dem Sweinmarckt, eines pei
der steinen prücken, eines bei dem Irhertürlein.
Item im zweiundsechtzigisten jar am sambstag nach Elisabeth hab ich von
dem gemach im Schießgraben geben ein nacht von vierhundert und zehen
schaffen zu tragen auf den stege doselbst ie von zweien schefflein
drei haller, und für ire recht, wein, piere, prott, liecht, stro etc.
[66^b] bei fünftzig pfenning.
Item im dreuundsechtzigisten jare vor Walpurgis hab ich von dem gemach
im gewanthaus geben anderhalb nacht von vierhundert schefflein ie von
einem ein pfenning, und für ire recht etc. pei fünftzig pfenning.
Item im dreuundsechtzigisten jare nach Walpurgis hab ich von
sechsundviertzig gemachen geben, die auf der vesten und also gerings
umb die stat von den thürnen und der innern statmeur in die zwinger
geen allenthalben, das ein zu graben dorpei und zu raumen, die
sider, als man zelt nach Cristi gepurt im 45 jar, der minderen zall
nit geraumt wären worden und sere unlustig in zwingern darvon was,
desgleichen bei den thoren in vorwercken, gab ich ie von einem in das
ander zwenunddreissig pfenning und sechtzehen pf. hinüber padgeltz.
Item man gibt in dem gemach auf der Peunt zu raumen ie von einem
schefflein drei haller nach altem herkomen und ire recht etc. im
fünfundsechtzigisten jar nachsten umb liechtmess hab ich in geben von
980 schefflein doselbst ie von dreuen schefflein fünf haller.
Item im sibenundsechtzigisten jare zu sant Paulus bekerung tag hab ich
in geben von vierhundert und zehen schefflein von des Holpers haus und
heimlichen gemach ie von einem schefflein ein pfenning und ire recht
etc.
Item im sibenundsechtzigisten jar am freitag vor Lucie hab ich von
dem gemach pei dem weissen thurn, darauf die thürner und die leüt im
werckhaus dorpei geen von fünfhundert und viertzig schefflein ie von
einem schefflein ein pfenning und ire recht geben.
Item im achtundsechtzigisten jar zu sant Dyonisientag hab ich von dem
gemach in dem Marstall von vierhundert und neuntzig schefflein ie von
einem ein haller geben und ire recht etc.
Item im achtundsechtzigisten jar am pfintztag nach Othmari hab ich von
dem gemach im gewanthaus von dreuhundert und sechtzig schefflein ie von
zweien schefflein drei haller geben und ire recht etc.
[67^a] Item im sibentzigsten jar zu sant Gallen tag hab ich von dem
gemach auf der Pleich geben ein halben tag zu raumen, das trugen sie
pei dem tage auf den stege etc. dreu pfunt alt für alle ding.
Dorpei so soll ein paumeister in guter acht haben, wenn das ist das sie
außfüren und in das wasser schütten, und dann zu zeitten geschicht,
das es ansetzt in der Pegnitz, oder das das wasser als klein ist oder
mit eis überlegt ist, also das die Pegnitz das kott nit alles verzern
mag, das sie dann ein paumeister besende, und weliche parthei dann
unter den nachtmeistern das also uberfürt haben, das ine ein paumeister
ernstlich befelhe, das sie gedencken und raumen und das kott zu ziehen
in der Pegnitz, darmit das das wasser das verzere; und wo sie des nit
fürderlich tetten, das ein paumeister durch den pfenter bestelle sie zu
pfenten, dann solich kott ser ubel schmeckt und grausam sicht, das also
leit, das das wasser nit verzeren mag.
So sein vier thürn zwischen dem Frawen und Spitalerthore an der eusern
hochen stat meur, darinnen die nachtmeister unden iren zeug und kerren
haben, und sein gemeinlich in iedem thurn zwen meister mit irem zeug.
derselben meister ieder dem paumeister alle jare zu zins gibt zwen
kreutzkess zu sant Walpurgen tag; wo sie die auf die zeit nit bezallen,
so mag inen ein paumeister wol die thüren versperren lassen so lang,
piß sie die zins zallen dem paumeister. sust geben sie nichtz von den
thürnen, alles nach altem herkomen.
Auch so thüren die nachtmeister von sant Walpurgen tag [1 Mai] piß auf
sant Michelstag [29 Sept.] in der stat kein gemach raumen on erlaubung
eines ratz. darzu erlaubt es ein rat nit gern in [67^b] solicher zeit,
es thet dann so grosse not, also das einem ein gemach ubergieng,
aufprech oder an einem pawe irret, so derlaubet man in ie zu zeitten
zwue drei stunt oder ein halbe nacht auf das lengst und nit mer. das
soll ein paumeister in acht haben, das er in nichtz erlaub on wissen
und willen eines ratz oder bürgermeisters. nachdem der ding so vill an
einen rat und bürgermeister gelangen, hat ein rat das gesetzt auf einen
paumeister die ding zu erlauben doch nit on merklich ursach, und das
ein paumeister daruber schick oder selber gehe und das sech was noet
oder nit nöt sei, das er sich darinnen wiß denn zu halten etc.
[68^a] Von eichen pantnageln und kleibzwecken.
Der stat paumeister soll auch geflissen sein, das er alleweg auf ein
fürsorge hab ettlich hundert eicher pantnagel, groß und klein, auch
eichen kleibzweck. die machen die zimmergesellen gern im winter in iren
stuben und geben hundert pantnagel fur zehen und zwelf pfenning, und
die kleibzweck für zehen und fünftzehen pfenning ein tausent, darnach
sie sein, von irem holtz etc. aber nachdem zu zeitten ettlich abgeng
von eichen stümellen abgeen, die hab ich mitsampt newem eichen holtz
schneiden lassen nagels leng, und der stat zimmergesellen die heim
geschickt, zu den ich mich versach, die gut nagel machten. darfür gib
ich in, so ich ine das holtz gib, ie für ein hundert pantnagel vier
pfenning und für ein tausent kleibzweck siben pfenning, von der stat
holtz etc. und von einem hundert leittersprüssel zu fewerleittern zwelf
pfenning, von der stat holtz.
[68^b] Von leinöl.
So soll der stat paumeister auch allewegen pei im haben einen zentner
oder zwen leinöls, das man zu wagenschmir und küt, auch sünst zu
öltrencken und mancherlai sachen bedarf. sünderlichen muß man haben ein
jar bei zwei schaff schmir zu wagen und kerren, darzu man des öls und
unslit, das man darzu kauffen muß, vil vernützt etc. des alles hab ich
ie uber das ander jar ein dünn, die bei zweien zentnern swer ist, kauft
zu sibenthalben pfenning und sechs pfenning drei ört. dasselb öl thut
man auf der Peunt in einen trock, der darzu gehort und gemacht ist; das
kauff man umb aller heiligen tag [1 Nov.]. auch soll man sich versehen,
das es abloß und laüter und nit dick oder voll kötz sei, dann doran
geet sünst vill ab etc.
[69^a] Von wagenschmiere.
Der wagensmire muß man haben ein jare pei zweien schaffen, ein summer
und ein winter schaff, die lest man ie zu zeitten machen alte weiber,
die sie den pfragnern auch machen; darzu gibt man iren allen zeug und
ie von einem schaffe zu machen pei siben und acht pfenning. so hab
ich sie zu zeitten kauft also gemacht und für ein pfunt geben sechs
pfenning, darnach das unslit und öl tewr ist. die bestellet man eins zu
mitfasten und das ander zu sant Gallen tag.
[69^b] Von pessen.
So muß man bestellen und auch ein jar haben pei fünftzig oder sechtzig
pessen, darnach man vill zu mauren hat. die pessen nützen die maurrer
auf der meur am ersten, wenn die dann stumpfet werden, so gibt man sie
den pflasterern und den deckern, die nützen sie das pflaster damit auß
zu keren, so machen die decker kleine pessenlein darauß, darmit sie ire
dach auß keren und ir gelten. die pessen hat mir einer, genannt Fritz,
zu Zyrndorf gemacht und die auf die Peunt bracht, ie zwen für drei
haller, und ein für einen pfenning zu zeitten etc.
[70^a] Von fackelen.
Der stat paumeister soll alleweg ein hundert oder dreuhundert fackelen
vor handen haben die gut sein, und wie woll der vill auf der Peunt
sein und so alt sein, das sie nit mer prünnen wollen, dann der kin
verdort und verdorben ist. dieselben fackelen hab ich lassen zufellen
und die mit newen holtz lassen spicken und vernewen, und der fackel
iedem vierteil und fewrmeister zehen heim geschickt von befelhnus eines
erbern ratz, ob fewr auß keme, do got vor sei, das man dann domit
pei dem fewer in den gassen gesehen müg. was ir dann also abgeen und
verprent werden, so soll inen ein paumeister andere schicken. so hab
ich geben Weierhennsel ie für ein newe fackel drei, fünfthalben und
ie zu zeitten fünf pfenning, und von der alten einer zu vernewen drei
pfenning, alles von seinem holtz, dann er macht sie gut etc.
[70^b] Von den püchsenschützen.
Auch haben die püchsenschützen ein heuslein pei sant Johanns steen, das
ich im zweiundsechtzigistem jar umb Laurenty dohin setzen ließ, wann es
stunt vor unten am Santeperg doselbst. darzu haben sie die schlüssel.
auch ließ ich ine die steinen stetten dapei alspalde auch machen
von befelhnus eines erbergen ratz, darzu kamen pei dritthalb hundert
quader. das alles soll ein paumeister auch künftiglichen pessern lassen
und in wesen behalten.
So macht man den püchsen schützen ir schirm auf der Peunt, was sie der
bedürfen oder zuschiessen uber jare, doch also wenn der Winckler das
heist oder sicht, das sie der nottorftig sein. darfür geben sie nichtz,
dann der stat meister dem zimmerman geben sie, die schützen, acht
pfenning. und bedürfen ir ein jare pei siben oder acht paren, dann man
ine gewönlichen zwene mit einander macht.
[71^a] Von dem Schießgraben.
So hat ein ziler im Schießgraben am Sante sein herwerk vergebens und
gibt kein zins, und darumb so darf im ein paumeister nichtz flicken
lassen an öffen und glesser, es wer dann, das ettwas als gantz erfaulet
und abgangen wer, müst man das vernewen und in wesen haben. auch so
verleicht ein erberger rat dieselben herwerk einem ziler, wie woll
man das helt nach eines grabenmeisters, der dann einer des ratz ist,
und nach der schützen rat, welicher tüglich darzu sei. auch so hat
der ziler ein langes seil und eichen pflocken, wenn man auf den wisen
scheüst, das er das für mag ziehen, das im ein paumeister also in wesen
haben soll, das das alleweg vorhanden sei. was dann gepruchs an der
steten, oder deck darüber, oder gelenter zu den weinstöcken ist, das
soll der stat paumeister machen lassen.
Was in dem oberen gemeinen Schießgraben an den steten und dem zaun,
so darumb geet, gepruchs ist, das soll der stat paumeister denselben
schützen zimlich pessern und machen lassen und in wesen halten.
[71^b] Von dem lochhütter.
In das loch macht man dem lochhüeter wes im not thut von schlossen auch
von kübeln zu den prysaunnen und ander nottorft in die cappelen zu der
marter gehörent. so hab ich zu zeitten newe kötzen und peltz hinein
kauft und machen lassen den gefangen, damit vor kelt zu behalten, und
auch eissen pfannen zu den kölen, wenn der lochhütter reucht oder süst
so kalt ist, das ers den gefangen mit kölen zusetzt.
Auch so kauft der lochhüter sein kölen selber auf dem marckt, der er
ein jar pei dreuen oder vier fuder haben muß, darvon er auch gibt den
scharwachtern unter dem rathaus und den gerichtzschreibern in das
gericht. dieselben kolen bezallen im die herren auß der loßung stuben
und geet einen paumeister nit an, desgleichen mit dem holtz, das lest
im ein amptman des waldes sant Laurentzen pfarr mit fron herein füren,
im und dem hausknecht, und gibt in auch schleißholtz zu ir nottorft ine
beiden.