Item fur ein tausent gewelbstein mit segspenn geprennt in der größ als

die messingslaher stein sein. zu der losung stuben siben und zweintzig

pfunt alt.

Item fur ein karren fuder scherm und estrich stein acht pfenning, aber

ietzunt zehen und zwelf pfenning.

Und das alles ist der kauf auf den zigel hutten on die fure. will

sie aber einer gefuret haben, so muß er 45 pfenning oder mer fur ein

tausent geben, darnach und ers weit gefurt will haben in der stat etc.

[50^b] Nun steet aussen an dem vorwerck des innern Frawentors oben in

die stein gehawen die groß, so die maurrer und die gewelb stein, zigel

stein, auch die preis und dach zigelstein haben sullen. der model und

form geleichen hat man auf der Peunt von eisen und holtz gemacht,

dornach die zigler vor der stat die zigel machen sullen. wo dann die

zigelschawer sehen, das sie, die zigler, dem zigelwerck ab prechen und

kleiner machen, so vinden sie auf der Peunt die rechten muster, darnach

sie der zigler model und zigelwerck recht fertigen mugen.

[51^a] Von dem eisenwerck in dem innern schloß der festen.

Nachdem und Hanns Rumel seliger am Marckt hat gehabt ein zehenten

zwischen Röttenpach und oberhalb Wendelstein, der dann vor dem heiligen

reich gewident und zu lehen geet, und also herkomen ist, das ein

ieder der inen innen hat, alle schloß und eisenwerck in der innern

purk der vesten hie zu Nuremberg darvon pessern und in wesen halten

soll, wenn und wie oft das nott geschicht. wann man aber lange zeit

von dem zehenten nit gewist hat anders, dann soliche pesserung vor

des Rumels haus am Marckt gescheen solt, also hat einer, genant der

Steffan Feuchter, ietzunt denselben zehenten innen, als des brief in

der losung stuben ligen, und auch in der stat buch am vierden plat nach

dem plat, doran steet hundert neun und neuntzig geschriben. nachdem

nun aber Steffan Feuchter auch abgangen ist, hab ich besant sein hauß

frawen Margreth Steffan Feuchterin hinter Sebolt Rietter zu Rottenpach

gesessen, die nit in abrede ist das auß zu richten und sich gutlich mit

mir darumb zu vertragen, was ich umb solich pesserung des eisenwercks

im schloß außgeben hab.

Derselb zehent gibt Margrethen der Steffan Feuchterin alle jar fur

alle ding, als des ein brief vorhanden ist, den die Feuchterin innen

hat, funf sümer korns Nuremberger maß, darumb in der Steffan Feuchter

ettlichen pauren vererbt hat.

[51^b] Und ein zinsmeister soll die ding in seinem zinspuch auch

beschriben haben und ein paumeister zu zeitten manen an solich gelt

einzupringen, das man außgibt von dem eisenwerck im schloß und vesten.

[52^a] Von dem eisenwerck der schlosser und smide.

Es soll der stat paumeister geflissen sein, das er aufs minst ein

pfunt oder zwai schinn allerlai eisens, von werckeisens, rat, deuchel,

groß und klein, auch stürcz und schloß plech, auch allerlai negel groß

und klein, ein sechtzig oder sibentzig tausent nagel, alles zu der stat

nottorft pei im ligent hab, und das alles also einkauf und bestell so

er nechst mug, nachdem man der stat schlosser und schmid alles eisen

zu der stat arbeit geben muß darzu. so bedarf man des jars auch vill

und mancherlai nagel zu der stat nottorft. so ist ein gewelb hinten

unter dem rathaus mit dem N bezeichent, dorzu der stat paumeister und

schaffer den schlüssel haben, darinnen man solichs news eisen und nagel

hat zu der stat nottorft; was aber von altem eisen ist das hat man auf

der Peunt in einer sundern kamer.

Bestellen soll auch der stat paumeister einen guten schlossermeister,

der wol arbeitten kun, auch geschickt sei mit guten und getrewen

knechten und einen bescheiden redlichen lön neme, und der sich auch

sunst nit vil ander arbeit under fahe, dormit er der stat arbeit dester

paß gewarten müg, alsdann ietzunt meister Ulrich Hufnagel, schlosser,

pei zweiunddreissig jaren getan hat und noch thut.

Darpei soll der stat paumeister bestellen einen guten schmit, der zu

allerlai grober arbeit geschickt sei, als wegen, kerrn und ander der

stat nottorft wiß zu machen, und auch getrewlich mit der stat eisen,

das man einem unter die hent gibt, umbgee, und ein bescheiden lon neme,

alsdann Contz und Michel die Zincken gepruder pei sant Claren pei

vierunddreissig jaren gethan haben und noch thun.

So gibt ein paumeister der stat slosser und schmit alles eisen- [52^b]

werck selber, also das sie allein ir arbeit dorauf legen, was zu der

stat nottorft gehort etc. doch soll der schlosser noch schmit nichtz

machen, abprechen noch anschlagen on laub und wissen eines paumeisters

und schaffers, alles ongeverlichen.

Auch soll ein paumeister alle goltvasten oder so oft des not thut mit

der stat schlosser rechen. alsdann soll der schlosser geschriben geben

einem paumeister, was er gemacht hab sider der nechsten rechnung und

wohin das komen oder angeschlagen worden sei, auch was oder wie vill

eisens zu ieder arbeit komen sei ongeverlichen. was dann der schlosser

also arbeit und macht, das soll er alles zeichen mit einem stampf, do

Nuremberg auf steet, den im ein paumeister machen soll lassen auf das,

das man wiß, das soliche arbeit der stat zu gehöre. nun hat soliche

arbeit alle kein gesetzten noch bestimpten lon anders dann, das sich

ein paumeister mit sampt dem schaffer selber muß dorein richten nach

dem pesten, dann der arbeit ist vill und mancherlai etc. als das in

meinen büchern geschriben stet, was ich im fur sein arbeit gerechent

und geben hab.

Nun des gleichen soll ein paumeister mit der stat schmit auch halten,

und der schmit hinwider mit einem paumeister alle rechnung, und mit dem

zeichen auf alle ding etc. die dann zeichens werd sein.

Mer so ist allen schlossern und iren gesellen hie auf dem hantwerck

verpotten, das ir keiner an der stat thoren, thurnen, kremen, gewelben

und an alle dem, das der stat zinst oder zugehoret, nichts machen

sullen, groß noch klein, und sunderlichen an schlossen und schlusseln

etc. dann allein der stat schlosser, der dann von einem paumeister

darzu bestelt ist, soll das machen. doch soll derselbe stat schlosser

dennoch [53^a] nichtz machen, weder er noch sein knecht, zu oder an der

stat arbeit, on laub auch wissen und willen eines paumeisters, alles

ongeverlichen.

Wo aber ein paumeister als vill oder nöttige arbeit zu machen hett, so

mocht er woll einem anderen schlosser oder schmit auch etwas zu machen

geben oder machen lossen, also das man an einen mann oder zwen nit

gepunden ist.

So hab ich das werckeisen kauft das groß ie ein pfunt umb

sechsundzweintzig guldein reinisch, und das rateisen ein pfunt umb

sibentzehen guldein reinisch, und ein pfunt groß deuchel eisens umb

neununddreissig und viertzig guldein reinisch, und ein pfunt deuchel

des klein eisens umb sechsundzweintzig guldein reinisch und ein zentner

stabeisens und löbnisch eisens umb ailif und zwelf pfunt alt etc.

stürcz plech zu schlossen ein zentner umb sechtzehen pfunt, und dopei

ein pfunt stahels.... pf., groß eisen stangen sibentzehen schuch lang

dreier finger preit eines fingers dick zu viertzehenhalb pfunt alt ein

zentner zu der losungstuben.

Die pünnagel hab ich ie kauft zu viertzehen, funftzehen und 15-1/2

pfenning ein hundert, und die halb oder spangen negel zu 10-1/2 und

zwelfthalben pfenning. nachdem aber eisen aufschlecht, hab ich die

pünnegel woll kauft zu sechtzehen, sibentzehenhalb und achtzehen

pfenning und die halb nagel zu zwelf pfenning ein hundert etc. was

man dann sunst grosser oder kleiner negel bedarf, die loß ich selber

schmiden von der stat eisen hie ein schmit.

[53^b] Es hat des schlossers arbeit kein bestimpten noch gesetzten

lon als voren steet, also das sich ein paumeister selber dorein

richten muß. ich hab im bezalt fur rören, püchsen zu dem schön

prunnen, die er macht von seinem eisen, ie 35 pfenning fur eine, und

fur ein setzpüchsen 20 pfenning; hat man vor jaren fur eine 24 und

achtundzweintzig pfenning und fur ein setzpuchsen achtzehen pfenning

geben. so gib ich im von einer seg zu feillen funf pfenning und von

einem schlechten schlussel zu machen sechs pfenning. so lest ime der

schlosser uber sechtzig pfenning oder dreu pfunt alt nit ab prechen an

seiner rechnung.

Nun wenn ein paumeister also rechent mit dem schlosser, so gibt

ein paumeister des schlossers knechten fur ein trinckgelt ie von

einem pfund alt ein haller oder von einem pfund novi zwen pfenning

ongeverlich, dann des schlossers knecht sere lauffen mussen mit klein

dingen oft zu pesseren und an zu schlahen an manchen enden. darnach die

rechnung ist, darvon gibt der schlosser des paumeisters eehalten zwen

oder drei groschen trinckgeltz, darnach auch die rechnung ist.

Auch wenn ein paumeister dann mit dem schmid rechent, gibt man sein

knechten von zweien pfund alten ein haller oder von einem pfunt

novi ein pfenning oder drei haller trinckgeltz, dorein muß sich ein

paumeister richten; aber an seiner rechnung lest er im nit ein pfenning

abprechen der ietzig schmit.

Mer so hat des smits arbeit, als Contz und Michel die Zincken ettwen

vill jar her an der stat arbeit gemacht haben, in etzlichen stucken ein

gesetzten lon gehabt, als hernach steet:

[54^a] Vom ersten einen newen nideren wagen mit aller seiner zugehorung

zu beschlahen vierdhalbs oder vier pfunt alt; ist ein newer wagen aber

mit altem eisen beschlagen, hat man geben zwai pfunt alt.

Von einem newen druhen karren zu beschlagen 35 und viertzig pfenning.

Von einem newen schüt karren zu plechen und die rat zu pinden 32 pf.

Von einem newen stein karrn zu beschlahen viertzig und funfundviertzig

pf.

Von einem newen rade zu beschlahen zwelf und funftzehen pf.

Von einem newen pflaster hamer zu machen viertzehen pf.

Von einem pflaster schlegel zu stecheln zwelf und viertzehen pfenning.

Von einem perck eisen und steinext öer zu stecheln acht und 10 pfenning.

Von einem pflasterhamer und störchsschnabel desgleichen zu stecheln

acht und zehen pfenning.

Von einer püchsen zu einem pflaster stössel new zu machen 20 pf.

Von einer radwer an das rat zu beschlagen acht pfenning.

Von einer sleipfenketten und ortscheit zu beschlahen siben pfenning.

Von einer newen kellen sechs pf.

Von einem schellhamer zu stechelen sechs pf.

Von einem schuch an einem eichen pfoll vier pf.

Von einem steinkeil zu schweissen drei haller und 2 pf.

Fur ein lumer ein haller und ettlich zu dreien hallern.

Von hundert spitzen den steinmetzen zwelf pfenning und auch 13 pf.

[54^b] So soll der schmit einem paumeister auch alleweg geschriben

geben was er gemacht hab sider der nechsten rechnung als der schlosser

thut etc. und soll auch nichtz machen on wissen eines paumeisters und

schaffers.

So hab ich ein jar her mussen haben pei zweintzig tausent spitzen den

steinmetzen.

Item nachdem und meister Ulrich Huffnagel, der stat schlosser, in dem

sechsundsechtzigisten jar abgangen ist, hat er mir vor in seinem leben

und kranckheit gesagt und angezaigt auf mein begeren Jorgen Beireutter

zu der stat schlosser zu nemen, darmit sei die stat versehen vor allen

anderen. demnach hab ich den genomen. aber des lons halben ist er nit

als gleich als der Huffnagel seliger. das alles in mein bücheren und

sein rechnung gesehen wirt, dann des so mancherlai ist, das man des

jars machen und pesseren muß, das es alles zu lank were do her zu

schreiben.

Auch hab ich geben dem smit von Alttorf fur ein segplat von der stat

eisen acht pfunt alt.

Item ich hab auch geben hie dem schersmit auf dem Newenpaw, meister

Hannsen von Hohenstat, ie fur drei segpletter dreissig und auch

viertzig pfunt alt von seinem eisen, und von einem segplat zu richten

uber ruck sechsthalbs pfunt alt.

Item ein pogenschloß zu den gassenketten funf gross, oder siben schloß

fur ein guldein reinisch von der stat eisen.

[55^a] Auch nachdem und Kuntz und Michel die Zincken geprüder und schmit

bei sant Claren gesessen abgangen sein, hab ich sider allerlai machen

lossen den Peter Schmidt, auch doselbst bei sant Claren gesessen, der

aber auch des lons wie vor steet von allen stucken nit nemen will,

nachdem die kollen tewer sein, also das ich mit im uberkomen muß wie

ich mag, als man das dann vindet in meinen bücheren und registeren an

seinen rechnungen.

So hab ich im geben ie von einer klafter der newen gassenketten von der

stat eisen zu machen sibenunddreissig pfenning, und von einer ketten an

zu schlahen und zu hencken in stein und holtzwerck mitsampt den kloben

und hocken, die zu einer ketten gehoren, von der stat eisen darzu

zu machen, sie sei lanck oder kurtz, ie von einer ketten zu hencken

funfundviertzig pfenning. so hat er ie auß einem zentner stabeisens,

den ich umb ailf und zwelfthalb pfunt alt von dem Kressen an der

Lauffergassen kauft, gemacht bei vier klafter ketten; und derselben

gassenketten hat er gemacht in kürtz, die man angeschlagen hat, hundert

und einundachtzig klafter.

[55^b] Von dem wagner.

Mer soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem

wagner, der zu der stat nottorft mach, wes dann nott sei, als dann

ietzunt einer, genant meister Jorg, in das 27 jar getan hat und noch

thut, und sitzet bei sant Claren neben der stat Peunt. und nach altem

herkomen so haben seine dink vast ein gestimpt gelt was er macht;

wiewol er ietzunt claget nachdem, das eichen holtz ser theur ist, so

hat er mich doch nit gehöcht und ist das der alt lon.

Item von nideren wagen, steinkaren, truhen und schütkeren reder, ie von

einem rat funfunddreissig und viertzig pfenning.

Von einem newen truhen karen on die reder, darzu man im die pretter

gibt 60 pf.

von einem newen truhen karrn mit reder und allen dingen 5 pfunt alt.

von einem hinter grossen waltpflug gestelle dreu pfunt alt 2 pf.

von einem stein karen gestelle funfunddreissig und viertzig pf.

von einem vorder wagen gestell 35 pf.

von einem gestell zu einem nidern einrussen wagen 42 pf.

von einer leitter auf ein nider wagen drei grosch.

von einem newen nideren wagen mit aller zugehorung acht pfunt alt.

von einem wetter zu einem wagen 15 pf.

von einer ext ein zulegen 12 und 13 pf.

von einer deichsel einzulegen 12 pf.

von einem newen paumen in schüt und truhen kerren 12 pf.

von einer felg in ein alt rate einzulegen 6 pf.

[56^a] von einem kipfstock 6, 7 und 8 pf.

von einer schall 6 und 7 pf.

von einer lenckwit 7 pf.

fur einen kammer wagen leitterlein 14 und 16 pf.

von einem stössel den pflasterern 15 pf.

von einem karren zu pessern 7 pf.

von einem rate zu verzwicken 4 pf.

von einer speichen ein zulegen 2 pf.

von einer kipf oder helb etc. 3 haller.

fur ein wagen wag mit zweien ortscheitten 9 pf.

fur ein einlutz ortscheit 2 pf.

von funf hundert speichen auß zu hawen von der stat holtz, von

hunderten sibenundzweintzig pfenning.

Warzu dann ein paumeister der stat wagner das holtz gibt, so soll der

wagner so vil dester minder lons nemen, dann der vorgeschriben lon ist

fur holtz und arbeit.

Dorpei soll ein paumeister bestellen und do ligent haben zu der stat

nottorft allerlai wagenholtz als felg, außgehawen speich, nabholtz,

lenckwit und dergleichen ein nottorft, und das ie alles zu wedel

gehawen sei.

So soll der wagner einem paumeister beschriben geben, wenn er rechen

will, was er gemacht hab sider der nechsten [56^b] rechnung, das soll

der schaffer alleweg auch mercken, was er im zu machen geben hab

etc. und der wagner soll auch nichtz machen niemant, er werd es dann

geheissen von einem paumeister oder schaffer ongeverlichen.

Nun wenn also die rechnung geschicht, so gibt im ein paumeister zu

trinckgelt sein knechten ie von sechtzig pfenning ein haller, oder

von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller, dorein sich

ein paumeister selber richten muß. so lest im der wagner an seinem

vorbestimpten lon nichts ab prechen etc.

[57^a] Von dem haffner.

Desgleichen soll der stat paumeister bestellen ein haffner, der zu der

stat öfen besech und mach allenthalben, sunderlichen auf dem rathaus,

auf den beden vesten allenthalben, desgleichen auf allen versperten

thürnen darauf turner sein, darzu derselben thurner ir weibern

herniden, und auf der Wessel, Mang, Pleich, [den] thorwarten vor allen

thor, in der wag, auf der Peunt, im loch, tuchhaus, Schießgraben,

Marstall; auch des reichs amptleutten, als lebenzuchtiger, stathirten

und huntschlaher etc. aber was sunst der thürn umb die stat sein,

darauß man zins gibt, darzu soll der haffner nirgen kein öffen machen

noch flicken; es sei dann [das] im einer ein vorzeichen pring von

der stat paumeister oder schaffer, oder das der haffner das von dem

paumeister oder schaffer geheissen werde ongeferlichen etc. als ietzunt

Heinrich Linthner in das vier unddreissigst jar getan hat und noch thut.

Nun haben sollich offen kein bestimpten noch gesetzten lon, dann das

machen doran ist ungleich, sunderlichen der grün offen macht man selten

gantz new von kachelen, allein das man sie von newen setzt mit newen

und alten kachelen. gibt man von einem dreu, vier un funf pfunt alt,

darnach er ist, und von einem gantz newen grün offen pei zweintzig

pfunt alt; aber die weissen offen, der am meisten sein, macht man zu

vier, funf und sechs groschen ein ofen, und von einem [zu] flicken gibt

man siben pfenning durcheinander, wie das ist, wo er neur einem ein

kachel einsetzt, oder einen offen ein wenig verstreicht, so muß man im

geben siben pfenning; machen die weitten geng die hochen stigen auf die

thuren. so soll der haffner keinem mer dann in dem jar ein flicken oder

machen thun on laub eines paumeisters.

Wenn der stat paumeister also mit der stat haffner rechen will als

umb weihennachten nach alter gewonheit, so soll der haffner [57^b]

beschriben einem paumeister geben, was er newer offen und wo oder wenn

er sie gesetzt hab, desgleichen von flicken, wie vill oder wem er

geflickt hab, und ein iedes in seinem gelt verzeichent geben.

So soll der stat paumeister geflissen sein, wem er vergünt ein ofen

zu machen, das derselb den offen selber nit ab prech, sunder der stat

haffner den offen abprechen loß ob es not ist, auf das, das der haffner

sech, wie groß der offen vor gewest sei etc.

Auch soll der stat paumeister der stat haffner unterrichten, das er die

offen mach als sie vor gewest sein, und kein gantz abprech der lenger

steen mocht, und sich an der, die in den thurnen sein, rede nit keren,

sunder pleiben loß was pleiben mug, und sich verantwort auf einen

paumeister, was der mit im schaff das woll er thun und nit anders; es

wolt dann einer einen offen selber zallen, mocht im ein haffner woll

machen umb sein und nit der stat gelt.

Es gibt denn ein paumeister des haffners knechten zu trinckgelt wenn

man mit dem haffner rechent, wie woll die sum geltz der offen pei

dreuzehen und viertzehen pfunt novi ein jar ungeverlich treffen, aber

nachdem die thüren hoch und des steigens vill ist, hab ich inen ie

geben zu einer rechnung acht gross. so lest im der haffner an seiner

rechnung nichtz abprechen, das ichtzit sei etc. den vorgeschriben

bestimpten lon.

Ist sach, wo die leut in den thurnen ir alt öffen selber sullen [58^a]

abprechen, und wissen, das man inen new öffen setzen soll, so schonen

sie der alten kachel nit, und prechen der ettliche, die man woll wider

ansetzen mocht, das soll man den leuten untersagen, wenn sie die offen

abprechen, das sie der kachel schonen am abprechen und am waschen. mer

soll der stat haffner keinem kein hellhaffen noch rorren einlegen, es

woll in dann einer oder eine selber zallen von irem gelt, oder hieß ine

das in sunderheit ein paumeister.

Item der kauf der verglasten knopf auf die thuren und ercker umb die

stat ist fur einen thurenknopf funfundviertzig und funftzig pfenning,

und fur einen erckerknopf dreissig pfenning und vier grosch, darnach

sie sein, also das sie vorauß ser woll geprennt und verglast auch unden

an hüten weit sein und woll decken, auch das man gut starck scheft

darein prengen mug.

[58^b] Von dem glasser.

Darzu soll ein paumeister haben zu der stat nottorft ein glasser,

darmit man versorgt sei, und der auch woll arbeitten künde und gute

arbeit mach umb ein redlich gelt. derselb glasser soll von einem

paumeister im anfang unterricht werden, das er niemantz nichtz mach on

wissen und willen eines paumeisters oder des schaffers, es wer dann,

das im iemant ettwas zu machen geb, das er selber zallen wolt, das

mocht der glasser woll annemen zu machen, oder auf der stat kost nit

etc. als dann vill jar der Pregelhan und ietzund meister Hanns N. unter

dem ratthaus in das vierde jar gemacht hat.

So macht oder lest machen ein paumeister alles glasswerck auf dem

ratthaus, auf den peden vesten, auch auf allen versperten thürnen und

thorn, darauf thurner sein, desgleichen iren frawen herniden, mer auf

der Mang, Pleich, [den] thorwarten vor allen thoren, auf dem tuchhaus,

schießgraben und in der wage, der Peunt, im Marstall, Wessel, im loch,

dem lebenzuchtiger, stathirten und huntschlaher, iedem nach seinem

stant.

Auch so hat das glasswerck kein gesetzten lon, darzu macht man nit vill

newß glasswerckes. ich hab pißher geben ie von hundert newer scheiben

einzusetzen acht pfunt alt zehen pfenning, oder von einer scheiben

einzusetzen als einitzlichen zwen pfenning; mer von hundert rautten

von newem einzulegen dreu pfunt alt, und von einem schlechten pauren

glass vier pfenning. sust ist des flickens vill und an manchen enden,

dorein muß sich ein paumeister selber richten. auch soll der glasser

einem paumeister eigentlichen beschriben geben, was und wohin er

glesser gemacht oder gepessert habe.

[59^a] So rechent man gemeinlichen umb weiennachten alle weg ab mit dem

glasser alle jar, und trift sein rechnung pei funftzehen und sechtzehen

pfunt novi ongeverlich. darzu lest er im uber sechtzig pfenning oder

dopei nicht abprechen; so hat er kein knecht dem man trinckgelt geben

darf.

Hab ich gekauft scheibenglass zu funfthalben guldein ein tausent und

darvon verglassen lassen die zwue newen krigstuben, die cantzley und

losung stuben, und dem glasser davon geben zu versetzen fur sein plei

und arbeit vier pfunt alt von einem hundert scheiben.

[59^b] Von dem püttner.

Ein stat paumeister muß haben einen püttner zu der stat nottorft

allerlai zu machen und pinden, als dann ietzunt ist meister Wilhelm,

der dann pei zwelf jaren her zu der stat arbeit gearbeit hat. dem

püttner ist sein lon meist bestimpt, was man von einem ieden zu machen

gibt nach altem herkomen, als hernach steet. was aber da nit bestimpt

ist, muß sich ein paumeister selber einrichten.

Item fur ein newe feurkuffen 75 pfenning. fur ein newe heiltum

kuffen 60 pf. fur ein newe heiltum kuffen von der stat holtz 32 pf.

fur ein new küfflein auf die Pleich 35 pf. fur ein new küfflein auf

die Pleich von der stat holtz 14 pf. fur ein newen kalck zuber 10

und 12 pf. fur ein newß eichen wasser vaß 3 pfunt alt. fur ein newe

wasser stutzen 6 pf. fur ein newe wasser schuffen 4 pf. fur ein

newe wasser gelten zum heiltum 3 haller. fur ein newen kübel unden

in Luchinslant 14 pf. fur ein morter schaff und gelten new gemacht

2 pf. fur ein kübel und deck von viechtem holtz in das loch 30 pf.

fur ein hoyer pogen 2, und ie fur 4 pogen 7 pf.

[60^a] fur die grossen kuffen auf der Pleich zu pinden 3 und 5 groschen.

für ein wasser vaß zu pinden und einen newen poden ein zusetzen 21 pf.

für ein wasser vaß, heiltum und fewer kuffen zu pinden 14 und 10 pf.

für ein kalckzuber zu pinden 5 pf., und von newen zu setzen einen

kalckzuber und zu pinden 8 pf.

fur ein morter, fewerschaff, schuffen und gelten zu pinden von einem 1

pf.

fur alle schaff in den hütten zu dem fewer gehorent zu pinden, von

einem schaff 1 pf.

Man gibt auch Sebolten Kressen alle wegen zu sant Walpurgen tag [1 Mai]

ein gesetz schaff auf die vesten, das sein sechs schaff in einander

steend, das gröst als ein südschaff, das kleinst ein geeltlein, und ein

solich gesetz schaff kost pei vier groschen. aber es haben furgenomen

die obersten heuptleut herre Nicklas Muffel, herre Hanns Coler und

herre Jobst Tetzel und befolhen, dem Kressen zweintzig liderein eimer

hinauf zu geben auf die vesten, das ich dann also getan hab und die

schaff ab geprochen, dann die nach altem herkomen hinauf geben wurden,

ob fewer außkeme, do got vor sei, das ein burkherre dann kleine schaff

dobei hett etc. aber der Kreß hat durch die obgeschriben herwider zu

weg bracht, das man im die schaff noch geben soll zu Walpurgis.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 9 / 35 段