darnach sie sein, zwai stuck für drei quader oder dreu stuck für vier
quader oder vier stuck für funf quader, und ie fur ein quader ailf und
zu zeitten zwelf pfenning für pruch und fure herein.
Der stat paumeister mag auch selber woll stein nach dem taglon prechen
lassen, alsdann auch vor zeitten woll gewesen ist; aber es ist nit
vorteils doran, man kompt der stein sunst gleich als nohent und vill
neher, darumb ist es darvon komen.
Auch so machen sie am Reuhelperg fulstein, die furen sie auch her zu
der stat und setzen heuflein dorauß vor Frawenthore, und geben ie ein
heuflein umb sechtzig pfenning, dreu oder vier pfunt, darnach sie groß
sein, oder ein karren fuder mit einem pferde umb oder auf dem perg in
der gruben fur funf pfenning, oder als vil pfert einer an einen wagen
spant und fulstein von dem perg füret, alle wegen funf pfenning auf ein
pfert.
So steet außen an dem rathaus neben des Sebolt Grolantz des goltschmits
schmitten ein eissen in die maurren gemacht, [41^b] das hat die leng von
einem quader, und das selb eissen halbs ist die dicken und preitten
eines quaders am Reuhelperg, darnach man dan die quader prechen und
eichen soll. desselben eissens leng der stat meister an einem stab
haben soll, wenn er die stein eichen will der stat.
[42^a] Von dem Kornperg stein zu prechen.
Wenn dann ist, das der stat paumeister Kornperck stein bedarf
quaders größ zu grunten in das wasser oder sunst zu pawen. und
nachdem dieselben perckleut am Kornperck gemeinlich alle nach
mullwerg arbeitten und solich stein quaders größ theur schatzen und
geben, hat man in vergangen jaren auf des reichs poden im walde bei
Kornperger stroß, am Höhelstein genant, ein gefaren und do stein zu
der stat nöttorft prechen lassen. und [het] aber vill zwitrecht von
den Seckendorfern, darumb kam ein erber rate daran und kauft den
Seckendorfern ir gerechtigkeit ab am Kornperg, also das der perck nun
gemeiner stat zu Nuremberg ist, und des herr Hanns Coler von eines
erbern ratz wegen ein oberster perckrichter ist. gleichwoll geben
dieselben pergleut sollich stein teur, und darumb hat man am Höhelstein
vill stein prechen lassen, des dann die perckleut auch nit haben können
weren. und nachdem aber derselb stein schallig und gelessig worden
ist, und aber ein erber rat in mittler zeit auch auf des reichs poden
im walde zwischen Wendelstein und Röttenpach vorgunt hat den gotzhaus
pflegern zu der newen kirchen zu allen heiligen stein zu prechen,
darmit sie dann die kirchen doselbst gemacht und volpracht haben und
kein steins mer darzu bedorfen, hab ich mich von gemeiner stat wegen
derselben heilling gruben und steinpruchs unterfangen, und darinnen
raumen und ein heuslein darzu pawen und setzen lassen, darinnen die
steinprecher iren zeug behalten, auch darinnen spitzen und ligen mugen,
wo man stein do prechen wolt lassen, als ich ir dann in dem jare
ietzunt pei dritthalb hundert stuck prechen ließ und die hinder das
Wilpat und auf den Newenpaw furen ließ, wo man der bedorft, das man die
do funde.
Nun so gab ich denselben steinprechern einem ein tag sechsundzweintzig
pfenning und ettlichem zwenundzweintig pfenning, einem knecht oder
pößler achtzehen pfenning, und iedem zwen pfenning badgeltz. man hat
inen ettwan minder geben, aber nachdem die arbeitter aufschlagen, hab
ich die auch nit neher mugen gehaben. darzu muß man inen leihen allen
zeug domit sie arbeitten von [42^b] zwispitzen, keillen, hemern.
Mer gab ich von den stein auß der heiligen gruben herein in die stat
zu furen ie auf ein pfert funftzehen pfenning, das ein fart thet, oder
auf ein fuder mit vier pferden sechtzig pfenning, und befalch den
steinprechern, das sie die wegen redlich und mit guten fudern lueden.
Ich kan aber nit woll wissen, was man der Kornperg stein ein jare
bedarf, dann man der mer ein jare dann das ander bedarf, darnach man am
wasser vill zu maurren hat. auch verkauft man die fulstein daussen in
der gruben, ettliche furen sie selber herein fur die stat im winter, so
sie sunst nit anders zu furen haben.
So hab ich sider her ettliche jar vill stein in derselben gruben
prechen lassen zu dem Fischpach, nachdem mir denn von einem erbergen
ratte befolhen ist von jaren zu jaren den Fischpach zu besetzen
mit Kornperg stein durchauß. und hab den steinprechern geben den
vorbestimbten lon und der fure zu zeitten zwelf pfenning auf ein pfert
von einer fart, aber nit alle wegen, darnach die furleut weil haben.
und mich kost ein stuck groß oder kleins, dicks und düns, das dann
ungeverliche stuck sein, also rauch bei achtundzweintzig und dreissig
pfenning, mit abraumen in der grub und allen dingen herein.
Der Kornperk stein hab ich ettliche jar her, und mir der Fischpach
befolhen ist worden zu besetzen mit den stein, ein jare [43^a] bei
vierhundert stucken prechen lassen auß der heiligen gruben.
Es soll auch der stat paumeister alle weg haben hundert oder mer
Kornperg schalen, die do ligen ob man der bedorft. solich schalen
brechen sie am Kornperg und geben die zu 15, 16 und 18 pfenning,
darnach sie groß sein. so kompt woll ein zeit, das man ir am Kornperg
nit gehaben mag, also das es am fels darnach nit geschick ist, darumb
ist gut, das man ir do ligent hab 100 oder anderhalbhundert auf ein
fursorg.
Item im funfundsechtzigsten jar zu sant Maria Magdalena tag [22 Juli]
kauft ich zwen Kornperger grosser steiner trog, wiewoll man der die
zeit nit bedorft. aber nachdem die perckleut im fordern Wernloch
vil jar her und noch lang kunftiglichen zu solichem vels nit mer
komen mochten, hab ich die bestellt. die kosten mit allen dingen,
geöltrenckt, piß an die stat, als sie dann ietzunt steen auf der Peunt,
einer funfundsechtzig pfunt novi.
[43^b] Von den pflaster stein.
Auch soll der stat paumeister sich versehen mit pflaster stein, also
das man der ein nottorft hab, dann der alten stein im pflaster vill
abgeen, also das man vill newer stein in einem jare ein pussen muß. wo
man dann newe pflaster macht oder machen wurd, must man ir vorauß haben.
Pflasterstein pringt man von dem rechten Kornperck und legt die vor
der stat bei dem gericht nider. darnach so sullen sie die pauren und
perckleut von Kornperck oder von Wendelstein, wes dann solich stein
sein, aufsetzen hauffen weis, also das ein ieder hauf stein sol lanck
sein zehen stat schuch, und hoch siben stat schuch, und dick 5 stat
schuch; und sullen also ongeverlich gesetzt sein, das sie nit löcher
darinnen inwendig geferlich setzen: auch hat der zollner unter dem
Frawenthor ein stangen, die geprent und zehen schuch lanck ist, darnach
sie dieselben hauffen stein setzen mugen.
Wenn sie dann solich hauffen stein auf gesetzt haben und verkauffen
wollen, so soll die der stat paumeister besehen und die stangen an
lassen schlagen; welcher hauf dann nit die rechten leng, groß oder
dicken hett, oder sunst geverlich gesetzt were, denselben hauffen solt
ein paumeister darnach bezallen.
Die paurn oder perckleut wollen es aber abnemen mit den stein hauffen
zu setzen, sunder sie wollen sie neur ribsweis verkauffen und clagen,
sie konnen ir nit gesetzen, und haben die leut auch der muß nit. dorein
mag sich dann der stat paumeister selber richten, also das er die stein
dester neher kauft von inen umb des [44^a] willen, das sie des setzens
vertragen sein.
Nun ist der kauf gemeinglich zehen und ailf pfunt alt fur ein gesetzten
hauffen, wenn das gut hert stein sein, und ie herter stein das sein, ie
lieber sie ein paumeister kauffen soll. was solich stein kosten, sein
sie paß feiler dann weich stein, dann die weichen am stossen und faren
alle zuprechen und zumülmen sich; wo man dann soliche pflaster wider
auf prechen soll und pessern, so geet vill ab, das die herten stein nit
thun und sich hinwider setzen lassen.
Wenn der stat paumeister also der stein kauffen will und schawen,
soll er den Löffler oder Gürtler zu im nemen auf das, das die wissen,
weliche stein der stat zu steen. die soll ein paumeister dann zeichen
und pflocken darumb schlagen drei oder vier, so sehen die ander
steinprecher und karrenleut woll, das die der stat sein, und ledt
niemandt davon wo die pflocken steen.
Man pringt auch fur das thore vill weicher stein, die zu pflastern in
der stat nit tuglich sein, es wolt sie dann einer in ein hoffe oder
dennen, daruber man nil vill fert. solich stein gibt man auch darnach
an gelt zu acht und zu neun pfunden ein hauffen.
So pringen sie auch vill gewelb stein, die auch nit von dem hertzten
sunder war prait als schalig sein. dieselben stein sein tuglich zu
gewelben, keller und heimlich gemach und anders [44^b] unter der erden.
solich stein setzen sie nit oder gar selten auf, sunder sie geben sie
hin ribsweis, als sie die schlechtz von dem wagen werfen uber einander.
Auch was man stein also vor dem thore kauft, die muß der kauffer selber
lassen herein furen, wo er die hin haben will, und im ist die der
verkauffer nit schuldig zu antworten weitter, es werd denn mit sunderen
worten bedingt etc. man hat ettwan geben fur fure, was man umb dreissig
pfenning kauft hat, do hat man vier pfenning von geben; aber man muß
ietzunt 6, 7 pfenning geben, darnach man sie auch einem weit furen muß.
Der stat paumeister mag auch zu zeitten woll ettlichen gelt auf
solich pflaster stein leihen, wo er gewiss leut hett, auf das, das
eim paumeister solich stein als pald wurden zu sein handen als andern
leuten, dann sie sunst die stein verkauffen und geben mugen wem sie
wöllen.
Ich hab pißher mussen haben ein jare allein zu flicken, an newe
pflaster zu machen pei 30 und 36 hauffen pflaster stein. und wenn ich
ir einem hab abkauft fur funftzig oder sechtzig pfunt alt stein, minder
oder mer etc. hab ich iren knechten und knaben, die solich stein herein
furen, zu trinckgelt geben 6, 8, zehen und viertzehen pfenning auf das
meist ongeverlich.
[45^a] Item so gibt man ein karren fuder alter pflaster stein fur 15
und sechtzehen pfenning; darfur sein sie zu kauffen und zu verkauffen
einem paumeister.
[45^b] Von dem kalk.
Es hat auch gemeine stat Nuremberg zu der Leynburg zwen kalcköfen, die
do steen auf des reichs podem vorn am walde und unten am perg zu der
Leynburck, der ein zu den Stegen, der ander zu dem Hopfgarten genant.
dieselben kalcköfen dann noch vorhanden [sein]. wiewoll sie ietzunt
scheinen vere von dem walde ligent, so kumpt das also zu, das man
so sere darumb geholtzt hat, die gemein von der Leynburg und ander
umbsteende dorfer, das es also weit umb die öfen worden ist. auch steen
die öfen weit einer von dem andern darumb: nachdem man das holtz zu
dem kalck mit laub eines obersten amptmanns hawen muß, wo er dann das
erlaubt und es derselben öfen am nechsten ist, do furt man das holtz
zue.
Nun wenn denn der stat paumeister kalcks bedarf zu der stat nottorft,
den muß er allewege ein jar vor bestellen, also das er zu dem öbersten
amptman des waldes in sant Laurentzen pfarr geen, oder schick zu ime
den schaffer in gegenwurtigkeit des amptmans knecht, und ime do zu
erkennen geben und laubs begeren zu funf, sechs oder acht öfen kalcks
zu holtzen, darnach ir ein paumeister bedarf und vill oder wenig
kalcks in den hütten ist, oder groß gepew vor augen hat. do muß sich
ein paumeister selber einrichten, das dopei ein gemein mit kalck auch
vorsehen werde.
Wenn dann solichs dem amptman furpracht wirt, so fragt der amptman,
wer das holtz hawen werde. so soll im ein paumeister das zu erkennen
geben und den oder die nennen, mit den er das verlassen oder bestellt
hab zu hawen. so weist innen dann der amptman in ein huet und bescheit
ine der erbforster oder seiner knecht ein zue, der inen weis, wo er das
hawen soll. do soll jener oder die dann hawen und sunst nirgen, und
darzu hinders und vorders holtz nemen und auch nit hawen kein junge loo
fiechten.
[46^a] Also was man holtz zu kalcköfen hawen und fellen will, das
muß gescheen in dem meien oder auf das lengst im andern meien des
monscheins, die weil das holtz im saft ist, auf das, das es durr werde
und die rinten lös auf das nechst jare hinumb auf liechtmess, so man
dann anhebt kalck zu prennen. und nachdem die paumeister vor zeitten
mit zweien oder dreien ie zu thun gehabt, und das gelt vor hinauß auf
solichs holtz zu hawen und fur die kalcköfen bestellt zu füren und
gehen haben, das dann zu zeitten durch derselben armut und laßheit
versaumpt und mit gehawen noch gefurt wart, auch durch dieselben
zu zeitten geschalckt wart, also das sie nach loe hieben und darzu
dasselb holtz zu und fur ir eigen kalcköfen furten, dardurch der stat
paumeister gesaumpt wart.
Darumb hat ein erberger rat furgenomen im pesten, wenn der stat
paumeister einem verdingt das holtz zu der stat kalcköfen zu hawen oder
furen, der dann im selber sunst auch kalck prent, als ir dann vill ist
zu der Leynburg, derselb soll der stat paumeister sein trew geben und
darauf sweren zu got und den heiligen, das er kein holtz woll hawen
zu den kelcken, die dann einem paumeister zu gehoren, dann wo ine der
erbforster und des amptmans knecht, der dann die zeit in die huet
gehort, hinweissen. do mag er woll hawen doch also, das er noch sein
gewalt seinen nutz mit dem holtz noch loe nicht suchen, und das sunst
nirgen furen dann für der stat kalcköfen in keinerlai weisse on alles
geverde. einen solichen ait hat mir Linhart Greussel gesworren, dem ich
dann ettwann vill holtz zu hawen angedingt hab.
Ist es aber, das im einer selber nit kalck prennt, dem dann der stat
paumeister also verdingt holtz zu der stat kelcken zu hawen oder furen,
der darf des vorgeschriben aides nit sweren, dann ein solicher minder
schalcken mag vor den erbforstern oder amptmans knechten, dann ob er im
selber auch holtzet.
[46^b] So muß man der stat zu einem offen kalckes haben zweintzig
grosser tenner paum, die thun pei zwelf fuder holtz, eines fuders
minder oder mer ungeverlichen. das holtz hawet man dann zu schrötten
pei funf oder siben scheit lank. wenn sie dann das fur die öfen
pringen, so schrotten sie das holtz und macken klupfel dreier oder
dritthalber scheit lang darauß, und was dann so groß und dick von holtz
ist das kleubet man, und prennen dann das also. fur ein solichen offen
oder fur sovil fuder holtz hat man nach altem herkomen geben ailf pfunt
alt fur hawen und furlon, gantz fur den offen geantwort. aber nachdem
und die welde ser verhawen sein und man solich holtz von weitter hin
zue furen muß, als der amptman dann des zu hawen kein laub in der nehe
da umb mer geben will, so muß ich ietzund fur ein offen holtz geben
dreitzehen halbs pfunt alt und vierzehen halbs pfunt alt.
Man pricht den kalckstein oben auf dem perg zu der Leynburck auß
eckeren, die die pauren doselbst umb und auch zu der Leynbruck oben
auf dem perg haben, und man gibt ie fur den pruch allein zu einem ofen
kalck dreu pfunt alt nach altem herkomen; das besteet noch also darpei.
Zu einem offen kalcks muß man auch haben pei viertzehen fuder derselben
stein, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. fur ein solichen
offen oder fur sovil stein fuder gibt man nach altem herkomen ailf
pfunt alt, also das man solich stein gantz zu dem kalck offen antwort.
solich stein muß man auch im summer auf dem perg prechen und herab
füren, dann man der im winter nit prechen noch herab pringen mag.
[47^a] Ein stat paumeister hat vor zeitten mit einem, genant der
Leyrer, zu der Leynburg gesessen, vill zu thun gehabt und dem
gemeinlichen vor andern verdingt, kalckstein zu der stat öffen zu
antworten, nachdem derselb Leyrer mer dann ander leut auf und am perg
der Leynburck hat gehabt. und nachdem er aber der stat paumeister
dringen und hochern wolt, bestellt ein paumeister auf ein zeit von
anderen auch stein, das dann den Leyrer verdröß und wolt nit gestatten,
das man solich stein uber sein ecker und felt, das er am perg het,
furen solt. dardurch der stat paumeister, die zeit Lucz Steinlinger
seliger, bewegt ward, und im zweiundfunftzigsten jare mit gunst eines
erbergen ratz hie zu Nuremberg, auch mit hilf und anzaigen alter
paursleut zu der Leynburg und da umb, ein alten gemeinen erbweg, der
dann vor vill jaren von dem perg herab gieng, suchten und funden.
denselben weg der Steinlinger seliger ließ wider vermarcken, verstein
und verrein, auch außwerfen und machen, das er wider zu faren docht,
und nam des ein kuntschaftbrief unter des gerichtz insigel hie zu
Nuremberg. derselb brief dann in der losung stuben sein soll, ist mir
gesagt worden von dem Gurtler. ich hab darnach suchen lassen, aber die
losunger haben noch bißher [des] nit vinden kunnen und sagen, nachdem
sie noch vill brief haben, die nit registriret sein, darunter derselb
brief sein mocht, wissen sie des ietz und nit zu vinden etc. denselben
gemeinen erbweg soll der stat paumeister kunftiglichen in acht haben
und den zu zeitten pessern lassen, damit er nit abgee.
So hab ich bißher ettliche jare mit dem Lienhart Greussel hinter Niclas
Grolant zu der Leynburck gesessen, allein zu thun gehabt und dem
angedingt holtz und stein, auch fur pruch am perg geben müssen, nachdem
und alle ding aufschlagen und inen der amptman verweist, 26-1/2 und 28
pfunt alt zu einem offen kalcks etc. der mir dann gehalten und damit
nit also ser gesaumpt hat, als vor geschehen ist.
[47^b] Wenn man nun also holtz und stein pei und vor den kalcköffen
hat, so muß man haben einen redlichen gesellen, den muß der stat
paumeister in sunderheit darzu bestellen, der den kalckoffen setzen
kan von den kalckstein und dann under schür und den kalck recht kün
prennen. dem hat man vormals geben ie von einem offen vier pfunt alt,
aber iezund muß ich einem geben fünf pfund alt umb des willen, das er
die schrött kleiben muß vor den öfen, das vor nit gewest ist, dann man
ietzund nimmer nach loe sunder das grobst ungeschlachtz holtz zu den
öffen furen und hawen muß. derselb kalckprenner bestellt auch daussen
die fur und wegen, die den kalck herein furen; darvon gibt man im
sechs pfenning auch nach altem herkomen etc. umb des willen, das er in
die dorfer do umb leuft und wegen außpringt. des gelobt er also einem
paumeister.
Man gibt von einem summer kalcks herein zu furen in die stat ietzunt
zwelf pfenning und zu zeitten dreizehen, darnach und die pauren nottig
arbeit auf dem felde haben. man hat aber vor jaren minder zu furen
geben, die weil das kalck summer auch kleiner was dann es ietzund ist.
Also wenn dann ein offen kalcks der stat herein kumpt, gibt man den
kalckmessern, der dann zwen sein darzu, von dem offen kalcks ab zu
messen sechtzig pfenning, sein sei vill oder wenig im offen gewest.
aber sunst auf dem marckt gibt der kauffer und verkauffer ieder ein
pfenning von einem sümmer zu messen.
Gemeiniglichen so prennt man in der stat kalck öfen einem auf einmall
achtunddreissig summer ungeverlichen. sünst sein woll ettlich kalcköfen
eines teils daussen, die der pauren [48^a] sein, darin man pei sechtzig
sümmer und mer auf ein moll prennt oder prennen mag.
Nun wenn das ist, das der kalck als tewer ist, und nachdem die pauren
mit dem kalck, den sie zu der stat furen, sere auf ein ander halten und
einer des andern schont, darmit sie denselben iren kalck auf das höchst
mochten an werden etc. so mag der stat paumeister ein ofen, zween oder
drei mer und minder auf den marckt prennen und hingehen lassen, darmit
man den kalck in gleichem gelt behalten müg von der gemein wegen.
Und was man dann also kalcks auf dem marckt verkauft, so sol der stat
paumeister dem erbforschter von geben ie von einem ofen drei groß, in
des huet man dasselb holtz gehawet hat, darmit derselb kalck geprennt
worden ist. was kalcks aber ein paumeister in die hütten schüt oder
sunst zu der stat nottorft herein füren lest, darvon bedarf man den
erbforstern nichtz geben. das ist nemlich aufkomen und vor zeitten nit
gewest, das hat inen aber ein erber rat auf ir anpringen und klagen
zugeben pei Lienhart Grolantz amptmans zeitten.
Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er die
kalckhütten im Marstall, der dann drei ist, mit kalck nach nottorft
vorsehe, dormit gemeine stat versorgt und versehen sei. wo dann also
zu zeitten einem ein sümmer oder zwei auf das maist also zurint, oder
zu zeitten einem an eim heimlichen gemach, an einem ofen oder schloett
pruch geschicht und kein kalck herein geet, so mag ein paumeister
einem woll damit helfen umb ein zimlichs gelt auß der stat [48^b]
hütten, alles nach altem herkomen. doch so soll der stat paumeister des
geflissen sein, das er kein kalck fur die stat geb und sunderlichen,
der auß der gepiet gefuret werd, on laub eines erbern rats oder eines
burgermeisters, dann die amptmansknecht des waldes pfenden doran und
ist wagen und pferd verloren. wenn man den kalck prennt mit holtz, das
des reichs ist, das sol man nit auß der piet furen, doch ist genad in
allen dingen. sie wollen auch doran pfenden, wenn einer kalck auf dem
marckt kauft, der erst herein kumpt, wo der auß der gepiet gefurt wirt,
so sagen sie fur des reichs als ire recht lauten etc. aber wenig werden
gepfendt. was kalcks man also auß der hutten verkauft, den soll ein
paumeister alleweg vor ab lassen leschen, und den melbsweis verkauffen
nach dem meß das darzu gehoret; davon soll der kauffer das meß gelt
allein zallen, von einem sümer zwen pfenning, und der paumeister gibt
nichtz.
So hat man ettwan vill jar her gegeben: für ein sumer kalcks auß der
hütten zwenundviertzig pfenning, aber ietzund hab ich darmit auf
geslagen und gib den umb funftzig pfenning, nachdem und er auch mer
kost zu bestellen, dann er vor oder ettwan gethan hat etc. und hab des
aber domit auf geslagen und gib inen ietzunt umb sechtzig pfenning ein
sümer auß der stat hutten.
Es hat auch Lutz Steinlinger seliger vor zeitten von befelhnus eines
erberen rats hie erfaren, wo die pauren zu der Leynburg so sere auf
slagen wolten und den kalck als teur achten, so vindt man zu Erenhoffen
woll kalckstein zu prechen, auch vindet man holtz und fure doselbst umb
in den dörfern, als zu Wellentzleitten und zu Weisenprunn. das soll ein
paumeister in acht haben kunftiglichen.
Ich hab auch pieß her ein jar dem andern zu hilf mussen [49^a] haben zu
der stat nottorft zu vermauren an den kalk, den ich von pette wegen
sunst eintzlichen verkauft, pei hundert zweintzig ine 30 sümer kalcks
alle jare.
Zu zeitten wenn ein paumeister den Löffler schicket gen der Leynburg
von kalcks wegen oder sunst zu der stat öfen zu sehen, gibt man im
alleweg funftzehen pfenning nach altem herkomen.
So prennt man auch kalck zu Deinswanck, des mir einer, genant Fritz
Müllner, vill herein pracht hat, dem ich dann sechsundfunftzig pfenning
und zu zeitten sechtzig pfenning fur ein hieigs sümer geben hab.
derselb kalck wirt am leschen vill weisser dann der von der Leynburg
oder Dieppelsdorf etc. dazu wirt er melreicher. und ich hab versucht
und eigentlich gemessen, das alle weg acht meß oder sümer des von
Deinswanck als vill thun, als neun meß oder sümer des andern kalcks
thun. wenn man den lescht, so vindet mans am melbe. und ist zu mauren
gar gut und zu tünchen, und zu weissen noch vill pesser etc.
[49^b] Von dem parstein.
Auch so soll ein paumeister alleweg do ligent haben ettliche metzen
parsteins zu der stat nottorft, als ich dann des pei anderthalb hundert
metzen von Contzen Schilher von Virnsperg und Fritzen Snürer zu acht
und neun pfenning ein metzen gekauft und do ligent hab.
[50^a] Von zigel, maurrer und dachstein.
Do pei so soll sich ein paumeister versehen mit allerlai zigel und der
ein zimlich nottorft pei im ligent haben, ob ichtzit fur viell, das er
mit zigelen geschickt sei und sunderlich mit tach zigeln. und wie der
kauf nach altem herkomen und ietzunt ist, steet hernach geschriben.
Item fur ein tausent maurrer stein, gewelbstein, hacken, zigel und
preis neun und zehen pfunt nach altem herkomen. aber ietzunt nachdem
das holtz teurer ist kost ein tausent zwelf, dreizehen pfunt alt und
viertzehen pfunt, auch sibentzehen pfunt alt, wenn man sie einem herein
fürt.
Fur ein tausent dach zigel, geschlossens werck, hocken und preis
viertzehen pfunt alter; ietzunt muß man fur ein tausent achtzehen pfunt
alt geben.
Fur ein tausent flacher dach zigel achtzehen und zweintzig pfunt, die
sein aber sere abgangen.
Fur einen kellzigel siben pfenning und fur einen treufzigel zwen
pfenning, das ist lang zeit also gewest und steen noch in dem gelt.