Nach endung solicher rechnung soll der stat paumeister fragen den

walthawer, was er noch gehawens zimmers auf dem walde ligent habe, und

aldo mit der stat werckmeister und schaffer rettig werden, was der

walthawer biß auf die nechsten goltvasten mer hawen und fellen sulle,

auf das, das man mit allerlai holtz versehen und verhanden sei auf der

Peunt und im walde, doch das man das eltzt umber mer verarbeit, auf

das, das es nit erspöre oder erfaul; do muß sich ein stat paumeister

selber einrichten nach dem pesten. in dem walde leit aber das zimmer

gar vill lenger auf den spennen, wenn es beschlagen und gewalthawet ist

wider auf der Peunt oder im zwinger, es were dann gedeckt, das man doch

auch nit alles gedecken kan.

Es soll der stat paumeister des gefliessen sein, das er mit dem

walthawer bestell, das er ein viertzig dürrer segpaum auf den winter

habe, nachdem und ein paumeister gemeinlich ein sege hat, die im

pretter schneidt. ein soliche sege must feiern im winter pei den grün

segepaumen, wo man nit durrer hett, dann die grün segpaum gefriesen

[33^a] und lassen sich nit schneiden im winter.

So mag der stat paumeister dem walthawer woll gelt leihen auf das

gefellt holtz im wald oder sunst auf fur von holtz, das er herein

antwort, von einer goltfasten zu der andern, und das ie mit ime

abrechen, dann ein walthawer des von einer rechnung zu der andern sunst

nit zu verlegen hat. darumb thut nott, das der walthawer getrew und

frum sei, als am ersten steet.

Es hat auch der stat paumeister gewalt, das er mit der stat walthawer

mag hawen lassen, was holtz er zu der stat notturft bedarf, on allein

vorhen prunroren holtz, das dann nirgen dann in der meil steet, das

soll der paumeister an einen erbern ratte pringen und do eines urlaubs

begern, dann der oberst amptman des nit zu erlauben hat on ein ratte,

alles nach altem herkomen.

Item so ist darnach am mitwochen nach sant Katherein tag [28 Nov.] im

vierundsechtzigisten jar in einem erbern rat verlassen, das der stat

paumeister gewalt hat, und solich vorhen rorenholtz mag hawen lassen

doch mit wissen und nach rate eines obersten amptmans, also das er

furpaß nit alleweg an ein rat komen darf, ist gescheen in Rupprecht

Hallers und Anthoni Paumgartners frag als burgermeister zu den zeitten.

Nun auch so hat alles reisholtz, als vorhens, thenes, fiechtes wedel

zu hawen im zu nemen des monscheins und alles laub [33^b] holtz, als

eichen, büchen, bircken im abnemen des monscheines.

Mer so ist alles holtz im jare nimmer pesser zu hawen und das leichter

wird dann im meien, auch im mertzen und in sant Giligen mon schein am

ab und zu nemen eines iedes wedels am holtz.

Der walthawer hat auf der Peunt ein stall, dorein er seine pfert, wenn

er hinnen ist, stellt, und hat darpei sein eigen habern und heu; das

hat im der stat paumeister alle weg begünt und günt im des noch, also

das er das von keinem rechten hat.

Auch so gibt der stat paumeister des amptmans knechten auf sant

Laurentzen wald zu weihennachten fur ein trinckgelt und opfergelt,

wenn sie das holen, funf oder sechs groschen; aber es ist in kurtz her

verpotten worden, und gib ine nichtz mer.

Bißher so hab ich auch ein jare dem anderen zu hilf mussen haben, die

weil ich paumeister gewesen bin, an allerlai zimmerholtz und latten,

on die zeungerten, astellen und thangraß oder reisech pei vier tausent

stemmen oder paumen.

[34^a] Es soll auch der stat paumeister des gefliessen sein, das er

keinerlai holtzwerck und sunderlichen prunroren fur die stat auß der

piet nit furen noch geben soll on wissen und willen eines erbern ratz

und amptmans.

Und was der stat walthawer also zimmers zu der stat nöttorft hawet,

das muß er selber herein auf die Peunt oder in zwinger oder in andern

enden, do man sein in der stat bedarf, antworten. darfur gibt ime der

stat paumeister nach altem herkomen fur hawen und zu fueren fur ein

iedes holtz, als hernach steet geschriben.

[34^b] Item fur ein lengwit vier pfenning.

von einem eichen afterschlag oder wipfel, der zehen oder 11 schuch lank

ist, zehen pfenning.

von einem eichen afterschlag und pfell stangen 18 schuech lank 15

pfenning.

von einem eichen schirm pfoll, der 14 schuch lang ist, 21 pf.

von einem eichen pfalholtz, das 20 schuch lanck ist, 38 pf.

von einer eichen, [die] zweintzig oder 21 schuch lanck ist, 26 pfenning.

von einem pruckpfall, der 30 schuch lanck ist, dreu pfunt alt.

von einem eichen seulholtz, das 10 schuch lang ist, 28 pfenning.

von einem eichen seulholtz, das groß und 14 schuch lang ist, 4 pfunt

alt.

von einem eichen geswell, das 14 schuch lang ist, 24 pf.

von einer eichen nabstangen, die 24 schuch lang ist, 18 pf.

von einem gelenter holtz 24 schuch lang 28 pf.

von einem eichen gelenter holtz, das 30 schuch lang ist, 35 pf.

von einem eichen thanpaum, der 30 schuch lang ist, 56 pf.

von einem eichen goch 36 und 40 schuch lang 6 pfunt.

von einer rauhen aichen 30 schuch lang 60 pf.

von einer eichen maurlatten zum kornhaus 36 schuch lang 3 pfunt.

von einer grossen rauhen eichen, die 28 oder 30 schuch lang ist, funf

pfunt oder sechs pfunt alt.

von einer eichen, die 40 schuch lang ist, zu der leittern auf dem

sünbeln thurren dreu pfunt alt.

von einem eichen rinnholtz 35 schuch lang zum fleischhaus 4 pfunt alt.

von einem eichen goch, das zwenundzweintzig und vierundzweintzig schuch

lang ist, 75 pfenning.

[35^a] Item fur ein geschock latten 3 pfunt alt oder ie fur ein 3

heller.

fur ein tennen latten von sant Lorentzen walde ein pfenning zu hawen,

drei heller zu fueren, facit 5 haller.

fur ein pruckholtz, das 16 oder 18 schuch lang ist, 4 pf.

fur ein pruckholtz, das klein und doch 22 oder 24 schuch lang ist, vier

pfenning.

fur ein gemeins pruckholtz, das 21 oder 22 schuch lang ist, 5 pf.

fur ein pruckholtz, das 24 schuch lang ist, 6 pf.

fur ein pruckholtz, das 26, 28 und 30 schuch lang ist, 7 pf.

fur ein pruckholtz, das 24 und 30 schuch lang ist und spunt größ hat,

11 pf.

fur ein pruckholtz, das dreissig und 34 schuch hat und 2 dinst thut zu

der pruck hinter dem wildpat, sein grosser dann spunt 20 pf.

fur ein klein spuntholtz, das doch 24 schuch lang ist, 7 pf.

fur ein gemein spunt, der 24 schuch lang ist, 10 pf.

fur ein gemein rechen, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.

fur ein rechen, der 30 schuch lang ist und pesser dann die ersten, 24

pf.

fur ein rechen, der 47 und 50 schuch lang ist, zum kornhaus zu langen

panten 40 pf.

fur rechen zu dem kornhaus, [die] 17, 26 und 37 schuch lang weren,

durch einander zu 26 pf.

fur ein prettlein, das 27 schuch lang ist, zu der dachung der stat

meurn 15 pf.

fur ein gemein sparren, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.

fur ein sparn, der 46 schuch lang ist, 30 pf.

fur ein sparren, der 60 schuch lang ist, 75 pf.

fur ein viechtein seulholtz, [das] 24 schuch lang ist, 24 pf.

fur ein staffelholtz, das 28 schuch lang ist, 45 pf.

fur ein holtz 30 schuch lang, das kleiner dann staffelholtzel ist, 35

pf.

fur ein segpaum, der 24 schuch lang, der forhen, viechtein oder tennen

ist 50 pf.

fur ein segpaum, der 24 schuch lang ist, viechtein und groß darnach

ist, die man verren von hin holen muß, 60 pf.

fur ein afterschlag von den segpaumen auf die pruck zu dillen 5 groß.

fur ein vorhein zu spunten und tillen 26 schuch lang zu der losung

stuben 50 pf.

fur ein forhen afterschlag zu spunten in die newen cantzley 24 schuch

lang 18 pf.

[35^b] fur ein afterschlag, der forhen, tennen oder viechtein und astig

ist, auf die pruck zu tillen geschnitten wirt und ist 22 und 24 schuch

lang, 24 oder 30 pf.

fur gemein pretten, der einer 40 schuch lang ist, 40 pf.

fur ein pretten, der 50 schuch lang ist, 50 pf.

fur ein pretten, ein spangen, ein lemholtz, ein durchzuk, der eins 60

schuch lang ist, als im kornhaus, 75 pf.

fur ein spangen, die 68 schuch lang ist, als im Schiesgraben, 4 pfunt

alt.

fur ein durchzuck, der 50 schuch lang ist, als in der wag, 10 pfunt alt.

fur ein tennen, viechtein oder forhen rorren paum 20 und 22 schuch lang

20 pf.

fur ein viechten krumling 10 schuch lang zu einem winden rat 40 pf.

fur ein gezenckten schrancken, der gut ist, 42 pf. und 52 pf.

fur ein paum, der 22 schuch lang ist, den ein legern für die keller 7

pf.

fur ein tennen, holtz das 30 schuch lang ist, zu der trenck am

Schweinmarckt 10 pf.

fur ein tennen rauchholtz, das 30 schuch lang ist, fur ein ladung 45 pf.

fur ein poltzholtz, das 50 schuch lang ist, zu dem Thiergartner thurren

gibt man 75 pf.

fur ein viechten gut holtz, das 30 schuch lang ist, zu schneiden und

untergelegt im zwinger unter ein hütten 3 pfunt.

fur ein viechten rinn holtz 35 schuch lang oben durch das schlachhaus 4

pfunt alt.

fur der linten eine auf der Schütt 3 pf., zu graben und zu furen 3 pf.

fur ein püttenpaum oder schintelpaum, der 24 schuch lang ist, 70 pf.

fur ein linten, die 20 schuch lank ist und klefterich ist, 60 pf.

fur ein winden paum, der 30 schuch lang ist, 60 pf.

fur ein rauche viechten aufs Hallers wisen und vor Werde ins wasser 38

und 32 pf.

fur ein rauchen tennen tanpaum zu der spital pruck 30 pf.

fur ein fuder vörher, viechter oder tenner pfelholtzer und afterschleg,

3 zu einem fuder, auch fur ein fuder vörhen wipfel und ein fuder

reisechs den tiern in stattgraben und sunst raucher eeste hinter die

ladung, iedes mit 3 pferden gefurt, 45 pf.

fur ein fuder leitter paum, fewerhacken paum und ein fuder bucher

hebrigel, auch fur ein fuder lenckwit, der iedes mit 3 pferdengefurt,

60 pf.

[36^a] fur ein fuder viechter eeste mit einem pferde 30 pf.

fur hundert wachalter puschel zu hawen drei groschen und zu furen

herein 3 groschen.

fur ein hundert eicher oder pucher rade schauffel 5 pfunt alt und 2 und

5 heller.

fur ein eichen schauffel pant zu dem segrat oder einem malrat, ie fur

eins 1 pf.

item fur hundert hagenpucher kamen zu dem segrat 32 pf.

Item was holtz aber keinen namen hat oder hie vor nit bestimpt ist und

doch gehawen und zu der stat notturft herein gepracht wirt, darein muß

sich ein paumeister selber richten nach ratte des werckmeister des

zimmermans, wie er dem walthawer das bezall.

Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er alleweg gegen

dem winter 5 oder 6 schock latten auf der Peunt hab, dann man kan der

im winter nit gehawen und sunderlich vörher latten, dann die springen

ab am fallen. so ist mancherlai, das furfellt, ee der winter vergeet,

darzu man latten bedarf.

So soll der stat paumeister auch bestellen im summer mit der stat

walthawer dreu oder vier fuder mies, der lanck sei und trucken ein kum,

des man zu dem Vischpach und sust im jare zu mancherlai bedarf. des hat

bißher kost ein wagen fuder mit einem pferd zu reiffen und furen 45, 50

und 48 pf. den sol man dann an der sunnen woll derren und dann irgen

legen, das er trucken lieg uber jare.

[36^b] Es hat auch ein erber rat in kurtzen jaren furgenomen und mir

bevolhen, kein prucken mer mit pruckholtzern zu belegen, sunder die

mit astigen tillen und swarten zu belegen, das man dann ettliche jar

her also gethan hat. wo das ee gescheen wer, so het man vill junges

holtz erspart, dan man auf ein prucken pei zwaihundert pruckholtzer hat

mussen haben, die sein bei zwaien jaren gelegen. so muß man ietzunt pei

zwelf afterslegen haben, der einer pei sechs tillen und zwue swarten

gibt zu einer prucken, die auch bei zwaien jaren ligen; aber die

swarten ligen darauf pei einem jar, so muß mans anders leisten.

So soll der stat paumeister sam teglichs gedencken, wo er rechtz kaufs

hinter eichen pretter und eichen ramrigel und eichen rinholtzer und

pretter zu dem Fischpach uber den statgraben, auch püchen mangpretter,

das alles zu wedel gehawen wer, bekomen mocht; dan dieselben ding

vernutzt man teglichs zu schoßgattern und andern dingen, die abgeen, so

kan man dann als jehling nit darhinter komen, wenn man solicher ding

bedarf. auch ist hinter solich lang eichen rigel, als ir noch ettlich

vorhanden sein, nit mer zu bekomen in gleichem gelt als man dann die

gezeugt hat.

Item es ist einer, genant Ulrich Volck, von dem Entenberg, dem hab ich

vill eichens und püchens holtz abkauft, alles geschnitten, das er mir

dann herein geantwort hat, als er vor jaren dem Graser seligen und

andern paumeistern auch vill gegeben hat.

Item fur ein eichen pret, das 16, 18 und 20 schuch lang ist, 18, 20 und

21 pfenning, darnach die pretter sein.

Item fur ein halbs eichens Vischpach einholtz, das außgee und 26 schuch

lang ist, als die aussen uber den statgraben ligen, 14 pfunt alt, und

fur die seitten oder poden pretter eins darzu, auch 26 schuch lanck,

4-1/2 pfunt alt.

[37^a] Item fur ein püchen mangprett einer spann dick und 32 schuch

lank, zweier schuch vorderlich preitte, 18 pfunt alte. dünne püchen

pretter, einer zwern hent dick, zwen und dreissig schuch lang, 10 pfunt

alt.

Item fur püchen vierkluftige holtzer, eins 20 schuch lang zu spindeln

zu den schoßgattern und waltzen in die mang, 48 pf.

Item so hab ich geben von einer waltzen in die mang zu machen von

der stat holtz 4 groß. ich hab ir von Weissenpurck ein fart lassen

herpringen, 9 waltzen kosten 2 guldein reinisch und sechs groß. so hab

ich ir von Augspurk lossen her furen, waren hagen püchen waltzen 12,

kosten eine 60 pf., und 15 pf. eine her zu füren.

Item fur ein püchen stangen den schrottern zu iren leittern 7 pf.

Item fur ein eichen geschnitten ramrigel, 30 schuch lang, 6 groß; fur

ein solichen rigel, der 20 schuch lang ist, 28 pf.

[37^b] Von wintfellen auf dem walde und holtz stossen.

Item nachdem und im dreu und sechtzigisten jare am mitwoch und

pfingtztag auch freitag nach sant Valentins tag [16-18 Febr.] der

groß wint ettwo vill thenner, viechten und forher paumen auf sant

Seboltz walde nider wurf umb Kalckreut, im Keiersperg, im Kalck, im

Mistelperg etc. also ward mir von einem erbern ratte befolhen, mit

den vier gesworen walthawern und iren helfern auf demselben walde

furderlichen zu bestellen, das dieselben wintfellen gepletzt und von

inen gezeichent wurden, nachdem und solich wintfell nach waldes ordnung

frei und nit pfantpar wern, auf das, das solich wintfell niemant

hinfurt; den ein ratte die zeit in meinung was, solich holtz zu der

stat nottorft selber zu geprauchen. darauf bestellet ich, das in den

nechsten vier wochen darnach durch die vier gesworren walthawer zuhawen

[werde] das hernach geschriben zimmer, darvon ich ir einem selber 24

pf. und irer gesellen einem 16 pf. den tag geben must etc. und nach

außgang der vier wochen, und solich hernach geschriben zimmerholtz

von in gewalthawet und gezimmert wurde, do gelanget an ein rat, wie

solichs der wurm angriffen het und in dem eingang des mertzen, do es

nit wedel hette, gefallen wer, wiewol die gesworen walthawer im anfang

darwider waren etc. auf das ward mir wider bevolhen, solch zimmerholtz

an kein gepewede der stat zu prauchen, sunder dasselb holtz schneiden

und die prucken in der stat damit zu belegen lassen, und furpaß stöß

auf dem wald von dem uberichen gefallen holtz, das nit gezimmert oder

gewalthawen were, setzen lassen, und solich stöß herein den burgern

in die stat in ein gemein zu verkauffen ie ein stoß umb 5 pfunt alt,

und doch keinem uber 5 stoß nit geben, also das sie die vor liechtmess

schirst im vierundsechtzigisten jar auß dem wald fürten. das ich also

thet, als dann auch hernach geschriben steet, wiewoll sich die pauren

darpei nit saumpten und solich wintfell auf hieben und die schrötweis

hinfurten zu irer nottorft, nachdem und das kein pfandpar holtz was.

Item am ersten hieben die walthawer auf 32 pretten von 50 und 60

schuhen lang, mer zwaihundert 20 pretten von 40 und 45 schuhen lanck,

hundert und 7 pretten von 30 schuen lanck, mer hundert zweintzig rechen

sparren und spuntholtzer von 24 und 30 schuhen, hundert 40 seulholtzer

30 schuch lanck, mer dreuhundert [38^a] vierundzweintzig segpaum und pei

hundert vörher rorenpaum.

Item des obgeschriben holtz kame mit frun herein 90 segpaum und pei 40

grosser und kleiner holtzer, mer pei hundert förher rorenpaum.

Item so ließ ich zwaihundert 14 stöß holtz auf dem wald hawen und

setzen, und gab von einem stoß dreu pfunt alt zu hawen, verkauft ein

auf der walstat umb 5 pfunt alt. was also darauf gieng und ich außgab

und ein nam, des alles hab ich ein rechnung in die losungstuben geben,

und der auch noch ein abschrift behalten, die das lenger dann do innen

helt.

[38^b] Von dem Reuhelperg stein zu prechen.

Die steinprecher auf dem Rauhelperg thun alle jare zu dem newen ratte

ob der stat amptbuch gehorsam, was der ist, die do stein an dem perck

brechen, also das sie alle stein an rechter leng, das ist drei stat

schuch, auch legers dick und preit, das ist ander halb schuch in dem

stab, den ein erber rat darzu geordent und geben hat, prechen wollen,

auch soliche stein nirgen anders dann zu und in die stat auf ein eiche

geben, und wo der stat paumeister zu der stat nottorft stein bedarf,

das sie ime dann die vor meniglich geben und zu geen lassen, auch das

sie den abraum nit schedlich schutten und damit die fels verlegen,

auch das ir keiner uber drei wochen auß seiner gruben on laub der

stat paumeister nit arbeit; welicher also uber die zeit auß seiner

gruben were und nit leut darinnen hett, die stein prechen, der solt

furpaß seine recht oder gerechtigkeit verloren haben, alles nach altem

herkomen und das also des pergs recht ist etc. alsdann ir ettlicher

sich mit mir umb solich ubertrettung hat mussen vertragen und wandeln.

Wenn dann die steinprecher also gehorsam getan haben, wie oben steet,

so soll ine der stat paumeister geben zusamen allen sechtzig pfenning

zu verdrincken, ir sei vill oder wenig. auch so sol der stat paumeister

alle wegen gegenwertig sein, wenn die berckleut also gehorsam thun.

So nun die steinprecher also ein fels zu grunde auß brechen und ein

newen abraum thun wollen, so sullen sie vor zu der stat paumeister

komen und inen pitten umb ein abraum, und do pei fur halten, wo und an

welichem end am perg das sie das fur nemen wolten. alsdann soll der

stat paumeister der stat werckmeister den maurrer hin auß senden und

das schawen lassen und von dem meister vernemen ob das schedlich sei

oder nit, do sie es meinen fur zu nemen, [39^a] nachdem man ettlich

fels und went am perg lange zeit geheit und behalten hat zu der stat

nottorft, die auch den steinprechern gemeinglich allen woll wissent

sein: das ein in der alten burger gruben, das ander an der langen

want, die unter augen steet, als man kumpt gegen aufgang der sunnen

in die newen burgers gruben; das drit der fels, der do steet zwischen

sant Laurentzen und Hanns Mans und seiner gesellen gruben. an den

dreien enden hat man klein abraum und guten stein und hat die fels vor

des Grassers seligen zeitten untz her gemeiner stat geheiet und vor

behalten, ob etwas fur viell, das man zu not stein bedorft. das soll

ein paumeister kunftiglich in acht haben, niemant darein zu erlauben on

laub eins erbergen ratz.

Auch wo aber die steinprecher sunst am perg ine furnemen ein abraum zu

thun, do es unschedlichen wer, so das der stat meister gesehen het, so

soll ine der stat paumeister des vergönnen mit der unterscheide, das

sie mit der schut den perg oder ander fels do pei nit verschutten, und

darzu soll ein paumeister der stat meister ie uber viertzehen tag ein

fart hinauß senden, das er zusehe das sie nit schedlicher schutten.

auch das sie die stein niemant versprechen, sunder wo der stat

paumeister des fels oder stein bedarf, das sie im den vor meniglich

geben; wo aber ein paumeister der stein nit bedorft, so mugen sie die

woll geben wem sie wollen, doch neur in die stat auf ein sich und auß

der piet sunst niemant geben etc. auch sullen sie solichen stollen und

fels, so sie geraumt haben, zu grunt herauß prechen und hinab komen,

als ferre sie können und mugen vor wasser.

Dem nach wo der stat paumeister den steinprechern also erlaubt ein

fels, und der zu grunt herauß kumpt und sie dann wider komen und an

demselben ende aber peten umb ein abraum, das steet dann zu einem

paumeister, ob er ine an dasselbe oder ander ent erlauben will, dann

kein steinprecher am Reuhelperg kein erb gerechtigkeit nit hat. so soll

im der stat paumeister nit mer [39^b] versprechen noch erlauben dann

so vill ir einer ein abraum fur sich nimpt, wenn das zu grunt herauß

kompt, so hat das sein ende und der steinprecher nichtz mer do [zu

thun].

Es soll auch kein steinprecher dem andern kein fels oder gruben noch

erb gerechtigkeit am perg nit verkauffen, wie wol sie das vor jaren

vill getan haben, das dann vil zurüdung am perg gemacht hat, das einer

dem andern so nahent pei im nit wolt lassen arbeitten. und wolten sich

do sunder gerechtigkeit understeen, des doch nit ist, dann der perck

ist gemeiner stat Nuremberg und nit ir mer dann ein gunst, so vill sie

des erlaubung von der stat paumeister haben.

Nachdem also alleweg ir zwen oder drei zusamen setzen und mit einander

abraumen, arbeitten und steinprechen, und dann zu zeitten geschicht,

das ir einer am perg nit mer arbeitten will, oder zu zeitten ein ander

arbeit mit laub eines stat paumeisters auf dem land hat oder einer von

todes wegen abgeet, ein solicher oder sein erben, den dann ein abraum

ettwaß gekost hat, ee sie zu stein komen sein, der mag solichen sein

kost, so er darauf gelegt hat, sein gesellen oder einem andern am perg

woll verkauffen und umb ein zimlichs anschlagen. das soll doch nit

gescheen dann mit der stat paumeisters wissen und willen.

Wenn dann die steinprecher also stein zu der stat pewen und nottorft

der stat paumeister geben und zu furen lassen, dieselben stein soll

denn der stat werckmeister, der maurrer, allewegen uber viertzehen tag

eigentlichen abzellen und eichen in den stab, der darzu gehort, pei

seinen trewen, so er der stat paumeister gegeben hat, und dann das

furpaß einem paumeister zu sagen und zu wissen thun, wieviel [40^a]

guter quader das sein, und wievil derselben quader dieser oder gener

geantwort hab, und wohin man soliche quader gefurt hab an was ent

zu der stat nottorft. was dann also ein stat meister dem paumeister

ansagt, das soll der stat paumeister den steinprechern bezallen.

Auch wenn der stat meister, der maurrer, denn also geeicht hat und der

stat paumeister das ansagt, so gibt ime ein paumeister ie von hundert

guter quadern vier und zweintzig pfenning eichgeltz, als vill hundert

der ist. dovon gibt der stat meister zu trinckgelt des paumeisters

eehalten acht pfenning von iedem hundert, alles nach altem herkomen.

Mer gibt ein paumeister den furknechten ie von hundert guten quadern

sechs pfenning trinckgelts, als vill hundert der ist, die sie an der

stat arbeit gefurt haben.

So hab ich bißher ein jare dem andern zu hilf, die weil ich paumeister

gewesen bin, mussen haben bei funf tausent quaderstein Reuhelpergs.

Wenn also ein eich ist, so sullen die steinprecher auf denselben tag

der stat paumeister ein püschel eichens laubs in sein haus schicken, ob

man das anders im jare gehaben mag, pei der steinwegen einem, die die

stein also herein füren, alles nach altem herkomen.

[40^b] Nachdem und ein erberger ratte hat furgenomen und verpotten,

kein eichens laub mer zu hawen noch herein zu tragen, und mir aber

die steinprecher im zweiundsechtzigisten jare an dem heiligen pfingst

obent [5 Juni] ein püschel eichens laubs santen auf ein eich nach

altem herkomen, also komen des Lienhart Grolantz, die zeit amptmans

des walds Sebaldi, forstknecht an die steinwegen und pfendten ein von

des eichen laubs wegen, das er fürt, und der amptman wolt nit minder

denn zweintzig pfunt alt haben, und wolt auch solichs alts herkomens

und gerechtigkeit eins paumeisters und die ungeverlichkeit der ding

fur kein entschuldigung haben, wie woll ich im sagt, das ichs von

meinem gelt nit geben wolt, sunder wo er des ie nit geratten wolt,

so nem ich das gelt auß der losungstuben, und gebe ims und ließ ins

wider hinauftragen, und half alles nit. also sant ich im am suntag

vor sant Margrethen tag [11 Juli] zweintzig pfunt alt, des behielt er

dreissig pfenning und sendet mir das ander wider. also schicken mir die

steinprecher noch eichens laub, und zu zeitten pirckens, linthes und

anders, also das sie doch die alten gewonheit noch halten.

Die steinprecher mussen alle stein selber herein antworten zu der stat

nottorft, also das der stat paumeister mit der fure nichtz zu thun hat,

und zalt ine fur pruch und fur fure als hernach steet.

Item fur ein quader, das drei schuch lanck, anderhalb schuch dick und

hoch ist, vier pfenning fur den pruch und siben pfenning zu zeitten

acht pfenning fur die fure; facit ein quader ailf pfenning und zu

zeitten zwelf pfenning.

Fur ein pfeiler stuck vier und zweintzig und achtundzweintzig pfenning,

dornach es preit und dick ist, fur pruch und fur fure.

[41^a] Fur ein sturtzen, die sechs schuch lanck, ein schuch dick, zwen

schuch preit ist, dreissig pfenning und zwenunddreissig pfenning fur

den pruch und für die fure.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 7 / 35 段