Bestellen soll der stat paumeister mit den pflasterern, wo man roren

legt zu den fliessenden prunnen, das man dasselb ertrich woll stöß,

das man auf die roren wurft, und das man das pflaster darauf ein wenig

höher ziech, dann es setzt sich alle weg gern an den enden auf die rörn

und gewint ein teiche, wo man das nit verkumpt.

Zu zeitten, so der stat pflasterer ob den rörn zue pflastern, sullen

sie geflissen sein, das sie alleweg wo spünt in die rörn sein, das sie

an dem Rörnheintzen woll erfaren, das sie dann oben im pflaster am tag

ein preitten pflaster stein legen, den man auß den anderen gesehen und

dar pei gewissen mug, das ein spunt oder die rörn do ligen, das ist gar

nütz etc.

[15^a] Von dem stössel.

Auch so mussen die pflasterer haben einen gesellen der inen nachstöst,

der ist vor alleweg gewest, und ist noch einer von den stercksten

taglonern, und hat auch einem paumeister gelobt und gehorsam gethon mit

andern taglonern. einem solichen stössel hat man bißher geben und gibet

ims noch, wenn er steest, von sant Gallentag biß auf sant Peters tag

stulfeier zwelf pfenning, und von sant Peters tag biß wider auf sant

Gallen tag viertzehen pfenning ein tag. nachdem man aber andern iren

lon gepessert hat, hab ich im die summer zeit sein lon zwen pfenning

gepessert, und gib im sechtzehen pfenning ein tag, aber im winter

pleibt es bei den zwelf pfenning. wenn aber er an der stat arbeit ist

und nit steest, nachdem man nit allweg pflastern mag, so gibt man

im als vill als sunst einem tagloner, und alle wochen zwen pfenning

badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

Von der pflasterer knecht.

Mer mussen die pflasterer haben knecht, die inen furlegen und auf

hawen, auch die stein zu schlahen etc. solich knecht man ine von den

schwechsten, die dann gelubt sein an der stat arbeit, zuschick, einem

ieden der auf dem stull arbeit ein knecht, als vil der ist ongeverlich.

solichen knechten gibt man von sant Gallentag piß auf sant Peters tag

stul feier zehen pfenning, und von sant Peters tag piß auf sant Johanns

tag vor der lateinischen pforten ailf pfenning, und von sant Johanns

piß wider auf sant Gallen tag zwelf pfenning alle tag ir iedem zu

taglon, wenn sie arbeitten pei den pflasterern, und alle wochen einem

zwen pfenning padgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen einen

pfenning padgeltz.

[15^b] Von ler gesellen der pflasterer.

Ob ein pflastermeister einen gesellen lernen wolt, das mag er wol thun,

aber nit anders dann mit der stat paumeister gunst und willen, also das

derselb gesell vor ettliche zeit furgelegt und nach gestossen hab. ein

sollicher ler geselle soll vor einem paumeister geloben der stat getrew

zu sein und schaden bewaren, auch [das er] auf das minst dreu jare,

die nechsten, an der stat arbeit und sunst nirgen arbeitten wolle. dem

soll denn ein paumeister geben das erste halb jar viertzehen pfenning,

das ander halb jar sechtzehen oder achtzehen pfenning darnach er es

verdient, und nach außgang des jars gantzen lon wo ers verdien kan.

So muß man den pflasterern und ihren helfern allen werckzeug dar

legen und leihen, darmit sie arbeitten, nichtz außgenomen, nach altem

herkomen.

Und wo man aber ein pflasterer zu fur dinge und uberhaubt hin lassen

will, gibt man ie von einer rutten, die hat dreizehen stat schuch und

mit gerechent in ein vierung nach der ruten, ein ruten uber zwerch und

ein ruten nach der leng, do gibt man von sechtzig pfenning allein zu

machen, und man muß den pflasterern darzu von sante und stein allen

zeug zu der hent darzu antworten.

Nun pflastert man gewonlichen von einem hauffen stein, der recht

gesetzt ist, zwue ruten, es wer dann, das man die stein als gar klein

schlug, dar pei dann auch nit nutz were, so pflasterent man weitter

domit.

[16] Von der pflasterer pferde.

Auch so mussen die pflasterer haben einen mit einem pferde und karren,

der inen zu der hent furet stein und sante und auch von inen furt den

abraum und anders etc. als dann ietzunt der Heintz Löffler in das

neunundzweintzigst jar thut und noch verte. mit dem oder einem solichen

ein paumeister umb weihennachten auch sein abrede haben soll, das er

das kunftig jar an der stat arbeit, und sunderlich den pflasterern zu

furen und beleiben, und auch der stat nutz und fromen getrewlichen

furdern und schaden bewaren woll. und nachdem die pflasterer im winter

nit allwegen zu arbeitten haben, wo man dann sein zu der stat nottorft

mit dem pferde bedarf, das er dann auch willig und gehorsam sei, und

des soll er der stat paumeister also geloben.

Im sol der stat paumeister darumb zu taglon geben von sant Gallen tag

biß auf sant Peters tag stulfeier sechsundzweintzig pfenning und von

sant Peters tag biß wider auf sant Gallen tag dreissig pfenning alle

tag wenn er arbeit, und alle wochen zwen pfenning badgeltz und von

einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz. darzu so sol man

ime ein truhen karren leihen von der stat kerren einen, der starck und

gut auf das pflaster sei, alles nach altem herkomen.

Darnach in den weihennacht feiertagen soll der stat paumeister

gedencken umb ein deckermeister oder umb zwen mit iren helfern, darnach

und man vill zu decken hat das kunftig jare. und wiewoll man ettwan dem

deckermeister vorauß gegeben hat, und in sunderheit ich einem meister

von Bamberck, genant meister Hanns Zwycker sechsundzweintzig pfunt

novi ein jar gab, der aber neur [16^b] zwue stunde im tag die summer

zeit von der arbeit abgieng, so hab ich ietzunt ein meister, genant

meister Ulrich Pfewffer, gehabt und dem acht und viertzig pfunt alt

zu vorauß geben. und nachdem man lange zeit her einem deckermeister

allwege zwen pfenning mer gegeben hat dann sunst einem zimmerman oder

anderm werckmeister hie in der stat, wo sie iren werckzeug darlegen

oder darleihen, dapei hat es ein erber rate noch also beleiben lassen

nach altem herkomen.

[17^a] Von dem deckermeister.

Wiewoll die decker gemeinglich zu dem newen rat ob der stat ampt buch

gehorsam thun, iedoch so soll der stat deckermeister geloben der stat

paumeister und sein trewe geben, das er das kunftig jar an der stat

arbeit beleiben und der stat nutz und fromen getrewlich furdern und

schaden bewaren wolle, auch das er und sein gesellen, die unter im

sein, darzu halt, das er und sie zu rechter zeit zu und von der arbeit

geen, auch getrewlich und redlichen arbeitten, und der stat iren zeug

getrewlich bewaren, der inen unter die hent gegeben wirt, auch kein

holtz, pretter noch anders von der arbeit nit tragen und sich auch

sunst keiner andern arbeit unterwinden on wissen und willen eines

paumeisters, alles ongeverlichen.

Nun darumb soll der stat paumeister einem deckermeister zu taglon

geben, wenn er arbeit und deckt, von sant Gallentag piß auf sant

Peters tag stulfeier zwenundzweintzig pfenning, wo er sein werckzeug

selber hat, und von sant Peters piß wider auf sant Gallen tag

sechsundzweintzig pfenning. wo man im aber den werckzeug dar legt und

leicht als an der stat arbeit, so sol man im allweg zwen pfenning zu

ieder zeit minder geben dann den vorgeschriben lon, und alle wochen

vier pfenning baldgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen zwen

pfenning badgelts. und man legt inen dar allen zeug von zugen, hacken,

gelten, leittern, on allein kellen und deckhemerlein nit, das haben sie

selber.

Auch darzu hat man alleweg einem deckermeister gelihen, die weil er an

der stat arbeit gewesen ist, den turn an der stat maur mit dem roten

F bezeichent hinder sant Claren, daran der Vischpach herein geet,

darinnen ein meister vergebens gesessen ist, und noch also gehalten

wirt nach altem herkomen. man hat vor jaren vier pfund alt zins auß

demselben thuren gegeben.

[17^b] Darauf hab ich meister Hannsen Goller zu dem meister rechten

geholfen, der dann vor lange jar ein tagknecht pei der stat

deckermeister und anderen gewest ist, der mir gelobt hat vier jar

zu der stat arbeit, die nun auß sein. also hab ich ine in dem

achtundsechtzigisten jar wider bestellt die nechsten funf jare der

stat deckermeister zu pleiben, des hab ich ime zu vorauß versprochen

die funf jar alle jar acht pfunt alt und den vorgeschriben thuren und

herberck. doch steet das absagen an der stat paumeister.

So soll der paumeister alle dache auf thurnen, statmauren, heusern,

kremen und andern dachen, die der stat zu steen, keins außgenomen, in

guter acht haben und die alle decken und pesseren lassen so oft das

nött thut.

[18^a] Von dem dagknecht.

Nun des gleichen muß ein ieder deckermeister haben ein dagknecht, den

dann der stat paumeister auch bestellen soll und gelub von ime einnemen

nach verhorung der nachgeschriben artickel. und nachdem man nach altem

herkomen einem dagknecht geben hat im summer achtzehen pfenning und

im winter viertzehen pfenning als den zimmerleuten und steinmetzen

gesellen, also hat man inen iren lon ietzunt auch gemert als hernach

steet.

Es soll der stat dagknecht geloben der stat paumeister und sein trew

geben, das er das kunftig jar an der stat arbeit beleiben und der stat

nutz und fromen getrewlich furdern und schaden bewaren wolle, und zu

rechter zeit von und zu der arbeit geen und getrewlich arbeitten, und

kein holtz noch anders von der arbeit nit tragen auch sich sunst keiner

arbeit unterwinden noch machen on wissen und willen eines paumeisters.

Im soll darumb ein paumeister geben zu taglone, wenn er arbeit, von

sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stul feier alle tag sechtzehen

pfenning, und von sant Peters tag biß wider auf sant Gallentag

zweintzig pfenning ein tag und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und

von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

So hab ich bißher kein redlichen dagknecht umb den lon mug gehaben, und

hab dapei einem zu vorauß und trinckgelt mussen geben ein jar bei vier

pfund alt und zu zeitten sechs pfunt alt.

[18^b] Von dem morter rürrer.

Auch muß ein decker und tagknecht haben einen morter rurrer, doran dann

vill leit. do soll der stat paumeister bestellen den pesten so er ine

gehaben mag, und wie wol man ettwann kein vorauß geben hat, iedoch so

hab ich einem die nechsten zwei jar sechs pfunt alt ein jar geben. auch

hat man vormals nach altem herkomen geben die summerzeit funftzehen

pfenning und im winter zwelf pfenning ir einem zu taglon. so man aber

andern iren lon gemert hat, so hab ich den auch gemert, dann ich sunst

kein gehaben mocht.

Es soll der morter rurrer, der der stat decker sein zeug rurren soll,

der stat paumeister geloben und sein trew geben, das er das kunftig

jare an der stat arbeit pleiben wolle und zu rechter zeit zu und von

der arbeit geen, auch den morter und zeug getrewlich und redlichen

arbeitten und rurren nach unterweisung seins meisters, und der stat

iren zeug auch getrewlichen bewaren, der im unter die hent gegeben

wirt, auch kein holtz noch anders von der arbeit nit tragen, und sich

auch sunst keiner andern arbeit unterwinden dann mit wissen und willen

eins paumeisters, alles on geverlichen.

Darumb soll der stat paumeister einem morter rurrer zu taglon geben,

wenn er arbeit und morter rurret, von sant Gallen tag piß auf sant

Peters tag stullfeier alle tag dreizehen pfenning, und von sant Peters

tag wider auf sant Gallen tag sibenzehen pfenning und alle wochen zwen

pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning

badgeltz.

[19^a] Wenn dann der deckermeister dagknecht und morter rurrer also

gehorsam thun der stat paumeister, so soll inen ein paumeister geben

zwue oder drei maß weins zu leikauffe.

[19^b] Von der decker knecht.

Es mussen auch der stat decker, dagknecht und morter rurrer haben

knecht und hantreicher, die inen zutragen und hantreichen. derselben

knecht sol in ein paumeister vor den taglonern, die sunst an der

stat arbeit gelobt sein, zuschicken zwen oder drei als vill sie der

bedorfen. solichen taglönern und hantreichern soll man geben von

sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier zehen pfenning,

und von sant Peters tag biß auf sant Johanns tag vor der lateinischen

pforten eilif pfenning alle tag zu taglon, und von sant Johanns tag biß

wider auf sant Gallen tag zwelf pfenning alle tag zu taglon, wenn sie

arbeitten pei den deckern, und alle wochen zwen pfenning badgeltz, und

von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

[20^a] Von des deckers pferde.

Auch mussen darzu der stat decker haben einen mit einem karren und

pfert, der inen zu furt zigel, sande und zeug, wo sie decken, als dann

ietzund thut der knab und Gürtlers pferd in das achtzehest jare, und

noch vert. und nachdem man aber nit alleweg zu decken hat, wo man dann

solchs des Gürtlers knaben mit dem pfert bedarfe sunst zu der stat

nottorft ettwas zu furen, das soll er thun und willig sein. darumb ich

ime gib, als im die andern paumeister auch haben geben, alle tag wenn

er arbeit, winter und summer, ein und zweintzig pfenning ein tag und

alle wochen zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien

tagen ein pfenning badgeltz. darzu furet er einen von der stat truhen

karren, den man ime leicht nach altem herkomen.

Hette aber der Gürtler kein pfert, so must der stat paumeister sünst

einen gesellen und pfert bestellen, der auf die decker wartet und inen

zu furet wes sie bedorften etc.

[20^b] Von dem tünchermeister.

Nach dem allen soll der stat paumeister einen redlichen tuncher meister

bestellen und mit ime sein abrede haben, ob man sein das kunftig jare

icht bedorfe, das er dann gewertig sei mit allen seinen gesellen. und

zu vorauß auf das minst soll ein tünchermeister der stat paumeister

vorsehen mit einem redlichen tuncher gesellen, der getrew und richtig

sei mit der arbeit, des man gemeiniglich alle jar bedarf zu stuben auf

den versperten turnen und herniden zu weissen, verstreichen, und zu

zeitten der stat pöden zu verstreichen und estreichen zu pesseren.

Demnach dann tuncher meister und ir gesellen in dem lon als zimmer

und maurrer meister und ir gesellen alleweg herkomen und gewesen

sein, und ein erber rat aber denselben iren lone gemert hat, so hat

man den tunchermeistern und iren gesellen iren lone auch gemert, also

das man einem tunchermeister zu taglon geben soll, wenn er arbeit und

sein eigen werckzeug hat, von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag

stullfeier zweintzig pfenning, und von sant Peters tag piß wider auf

sant Gallen tag vier und zweintzig pfenning, und alle wochen vier

pfenning badgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen zwen pfenning

badgeltz.

Einem tuncher gesellen soll man desgleichen von sant Gallen tag piß auf

sant Peters tag stullfeier sechtzehen pfenning zu taglon geben, und von

sant Peters tag piß wider auf sant Gallen tag zweintzig pfenning, und

alle wochen zwen pfenning und von einem, zweien oder dreien tagen ein

pfenning badgeltz.

[21^a] Was man aber estrich schlaher bedarf, die mag der stat paumeister

bestellen, so er nechst mag, oder von seinen gelobten taglonern doran

stellen, ob die anders tugenlichen darzu sein.

So hat ein tünchermeister, der also zu der stat arbeit verpflicht und

gewertig ist, nach altem herkomen piß her alleweg gehabt einen thuren,

dorein er unten sein eigen rigel und rust pretter behalten und verspert

hat, als dann meister Niclas Schleicher der tuncher noch innhen hat an

der hochen stat maur bei der Walk, der do gezeichent ist mit dem rotten

p etc. darauß er der stat paumeister alle jare zwen kreutzkess gibt zu

Walpurgis [1 Mai].

[21^b] Von der stat pfert.

Mer soll der stat paumeister mit einem, dem er getrawen mag, bestellen

zwai pfert und ein knecht, der darmit fare und auch darpei helf zu

greiffen mit auf und abladen an allerlei, darzu man sein bedarf an der

stat arbeit das zukunftig jare, und das soliche pferde auch sittig

seien und in kerren und entzen wegen zihen. und wo man aber eines

pferdes allein bedarf, also das sie an zweien enden musten sein und von

einander gesetzt wurden, darzu darf jener der sie stelt an der stat

arbeit nit zwen knecht haben, sunder ein paumeister soll ein knecht

zu dem einen pferde schicken, der darmit fare. wo man aber ir beder

bedarfe, do soll jener der sie stellt ein knecht zu haben, der dann

alle morgen auf die Peunt damit kum, auch willig und gehorsam sei einem

schaffer und anschicker, an was arbeit man ine schickt zu furen, das

er das thue und auch zu rechter zeit zu und absetz von der arbeit als

ander arbeitter, alles ongeverlichen.

Einem solichen, der pfert an der stat arbeit leicht und stellt, dem

gibt man auf ein pfert von sant Gallen tag piß auf sant Peters tag

stull feier alle tag sechsundzweinzig pfenning, und von sant Peters tag

wider piß auf sant Gallen tag acht und zweintzig pfenning zu taglon.

und wenn man der pfert eines oder zwai bedarf, so soll jener des sie

sein einen knecht darzu stellen; demselben knecht gibt man keinen

lon, sunder man gibt ime wenn er damit fert alle wochen zwen pfenning

badgeltz und von einem, zweien oder dreien tagen einen pfenning

badgeltz, alles nach altem herkomen.

Darauf hab ich ietzund ettliche jare her von Peter Funcken, der stat

walthawer, bestellet zwai pfert, die er mir leichet mit sampt seinem

knecht, oder er fert selber darmit hinnen, wenn ich der zu der stat

nottorft bedarf, umb den obgeschriben lone.

[22^a] Auch so hat der Gürtler ein gutz karren pfert in kurtz kauft,

darzu ich der stat tagloner ein alle tag leihe, der darmit ferte am

stein karren und an ander der stat nottorft. darvon gib ich ime von

sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier sechsundzweintzig

pfenning ein tag, und von sant Peters tag biß wider auf sant Gallen tag

achtundzweintzig pfenning zu taglon.

[22^b] Von dem schütmeister.

Der stat paumeister soll auch bestellen ein schütmeister, der der

schut allenthalben wart vor den thoren und ine der stat, als dann vor

alter herkomen ist. und ein solichen schutmeister hat man zu zeitten

auch gefurdert an der stat arbeit, doch das er unter sein stunden, die

einer sunst feiert, der schut gewart hat, damit der stat arbeit nit

versaumet gewest ist, als ich dann ietzunt im andern jare den Cuntz

Künnen schutmeister bestellt und noch habe, der dann auch einer von den

gelubten taglonern ist.

Nun soll der schutmeister der stat paumeister geloben und sein trew

geben, das er das kunftig jare der schut getrewlichen warten, auch alle

tag auf die schut gen woll und do die schut und hauffen eingleichen und

auch nirgen lassen schutten, dann wo ine der stat paumeister hin weist

schutten lassen. und wo man also keller oder anders grüb oder außfuren

wolt, do soll ein schuttmeister hin geen und inen sagen, wo sie solich

erden oder schut hinfuren sullen, es sei in oder vor der stat; und

welicher aber an andere ende also geverlich schuttet, es were in die

Begnitz oder sunst an andere ende, dann dohin ine der schutmeister

geweist hett, den soll der schutmeister pfenden oder außsetzen ein

pfert und das gen einem füterer stellen und furpaß der stat paumeister

das zu wissen thun.

Ein schutmeister soll darzu unter den thoren mit den zollnern

bestellen, wo die kerner also schut vor das thore furen, das sie das

nit geferlich schutten, desgleichen mit dem sande den sie herein furen

nit geferlich graben. wo die zollner das geware wurden, das sie das der

stat paumeister oder schutmeister zu wissen thun.

[23^a] Es soll auch der stat paumeister auf das minst ein moll im jare

zusamen vordern lassen alle kerrner und gertner, die also hie auß

furen, auch den maurrern und deckern und andern sande zufuren, und

inen sagen in gegenwurtigkeit des schutmeisters, wo sie hin schutten

sullen und sunst nirgen. auch dobei ine ernstliche sagen, das sie den

sant, den sie herein in die stat furen, graben, do es nit schedlichen

sei, sunderlichen den stroßen nit zu nahent graben; welicher doran also

bedretten oder der stat paumeister furpracht wurd, der must solich

graben wider auß schutten und den sande vor einem andern thor holen,

domit er die gruben wider auß schuttet, als man dann woll ettlichen vor

den funfen gestraft hat zu meinen zeitten.

Nun auch so soll der stat paumeister dem schuttmeister geben alle

wochen zu lone von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stul feier

sechsundzweintzig pfenning, und von sant Peters tag stulfeier biß wider

auf sant Gallen tag dreissig, alles nach altem herkomen.

Auch darzu so hat ein schutmeister innen den thuren auf der Pleich mit

dem ploben E bezeichent, dorinnen er sein wonung hat vergebens und zins

frei sitzet, alles nach altem herkomen.

[23^b] Von dem parlierer.

So hat man vor zeitten an der stat arbeit, die weil man funf oder sechs

geende winden het, gehabt und bestellt ein parlierer, der auf der maur

was, das einem stat werckmeister allein zu schwer was allenthalben

zu sein bei den maurrern. eim solichen parlierer hat man ein jar bei

achtzehen pfunt alt zu vorauß gegeben und darzu sein taglon als einem

andern steinmetzen. do ist es nun von komen und abgangen.

Iedoch nachdem meister Hanns Rupprecht der stat meister dem Ulrich

Mülner vor andern in seinem abwesen die arbeit und gesellen empfilcht,

hab ich bißber demselben Ulrich Mülner zu vorauß und trinckgelt geben

ein jare vier pfunt alt etc.

[24^a] Von dem anschicker.

Und des gleichen hat man gehabt ein anschicker, die weil der tagloner

pei hundert oder zwai hundert mer und minder gewesen ist. derselb

anschicker also ob den taglonern unter einem werckmeister gewesen ist

und die leut angeschrien und angeweist zu arbeitten; einem solichen hat

man auch ein vorauß des jars geben und darzu sein taglon. auch hat zu

zeitten ein sollicher anschicker pfert gehapt an der stat arbeit, doran

er auch etwas gehabt hat; do ist es auch nun von komen etc.

[24^b] Von dem prucken meister.

Mer hat man etwan einen zimmergesellen gehabt und bestellt ein jar,

dem hat man zu vorauß geben acht pfunt alt. der hat unter sein zeitten

gewart zu den prucken in der stat und die pruck holtzer wider recht

ein zogen und geslicht, wenn sie sich verzugen. das ist nun abgangen

und davon komen; wenn aber solichs ietzunt nöt ist, so soll der stat

paumeister einen von den zimmergesellen von der stat arbeit hinumb

senden, der zu den prucken sehe und solich holtzer allenthalben

schlicht und recht ein ziech etc.

[25^a] Von dem zu und ab geen [von] der arbeit.

Hiernach steet geschriben, wenn man zu und von der arbeit gen soll nach

altem herkomen.

Wenn es den tag achte oder neunne schlecht, so sol man des morgens an

der arbeit sein wenn es den garauß schlecht, und zu dem eßen darvon

geen wenn es treu schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es viere

schlecht, und des nachtz wenn es den garauß schlecht wider darvon geen.

Auch wenn es den tag zehenne schlecht, so sol man des morgens an die

arbeit geen zu dem garauß, und zu der suppen darvon geen wenn es zwai

schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es dreu schlecht, und zu

dem mittag moll wider darvon geen wenn es sechse schlecht, und wider zu

der arbeit geen wenn es sibenne schlecht, und des nachtes zu dem garauß

wider darvon geen.

Nun auch wenn es den tag ailfe schlecht, so soll man des morgens an die

arbeit geen zu dem garauß, und zu der suppen darvon geen wenn es zwai

schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es dreu schlecht, und zu

dem mittag mall wider darvon geen wenn es sechse schlecht, und wider

zu der arbeit geen wenn es sibenne schlecht, und des nachtes ein halbe

ore vor dem garauß wider dar von geen.

[25^b] Mer wenn es den tag zwelfe oder dreuzehenne schlecht, so soll man

des morgens an die arbeit geen zu dem garauß, und zu der suppen darvon

geen wenn es dreu schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es viere

schlecht, und zu dem mittag mall wider darvon geen wenn es sibenne

schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es achte schlecht, und des

nachts wenn es eins gen nacht schlecht wider darvon geen.

So es den tag viertzehenne schlecht, so soll man des morgens an die

arbeit geen wenn es eins auf den tag schlecht, und zu der suppen darvon

geen wenn es dreu schlecht, und wider zu der arbeit wenn es viere

schlecht, und zu dem mittag mall wider darvon geen wenn es sibenne

schlecht, und wider zu der arbeit geen wenn es achte schlecht, und zu

der vesper zeit wider darvon geen wenn es zehenne schlecht, und wider

zu der arbeit geen wenn es ailfe schlecht, und des nachts wenn es eins

gen nacht schlecht wider darvon geen.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 5 / 35 段