[6^a] Nu uber das alles so hat ein erberger ratte einem werckmeister

und stat zimmermann ab zu sagen und urlaub zu geben, wenn ein rate will.

Ob nu der stat meister ein ler gesellen haben wolt, des hat man biß her

dem zimmermeister nit günnen wollen, doch wo im der stat paumeister

eines vergönnen wolt, solt man im uber ein nit vergönnen, und dem das

erst halb jare sechs pfenning minner zu taglon geben dann der andern

zimmergesellen einem, und hinfur, darnach sich einer pessert oder an

neme, so mocht im ein stat paumeister den lone pessern etc. auch soll

ein solicher im anfang geloben die nechsten dreu jare an der stat

arbeit zu bleiben.

Denn nach solcher bestellung der stat werckmeister und schaffers soll

der stat paumeister mit denselben meistern und schaffer rettig werden

und für augen nemen die steinmetzen maurrer und zimmergesellen, die das

vergangen jar an der stat arbeit gewesen sein, welche gesellen er nun

hinfür bei der stat arbeit behalten oder urlauben woll, oder was er von

newen gesellen das künftig jar zu der stat arbeit also prauchen woll.

Wer denn sach, das der stat paumeister mer steinmetzen oder

zimmergesellen an der geurlaubten oder abgangen stat oder zu den alten

nötturftig wurde, so sollen die werckmeister und der schaffer fragen

unter den gesellen allenthalben nach redlichen gesellen und vorauß

wo man die, die burger hie weren, gehaben mocht, sollen sie einem

paumeister furhaben und zu pringen von anderen.

[6^b] Zu sant Niclas tag [6 Dec.] oder den nechsten suntag vor oder

nach ongeverlichen, wenn es der stat paumeister fugsam oder eben ist,

so soll er fur sich vorderen und besenden durch sein schaffer solich

steinmetzen maurrer und zimmergesellen, die er das kunftig jar zu

der stat arbeit prauchen will, und inen dann in beiwesen der beder

werckmeister und des schaffers das buch und die hernach geschriben

artickel lesen, ir iedweder teil sovil und sie das berurt und

antreffend ist; und wie wol sie gemeinlich zu dem newen ratt ob der

stat amptbuch mit andern gesellen gehorsam thun, iedoch sullen sie der

stat paumeister und der stat werckmeister geloben als hernach steet.

Auch alsman bißher nach allem herkomen ettwen vil jare den steinmetzen,

maurrern, zimmergesellen etc. die summerzeit achtzehen pfenning und

im winter viertzehen pfenning zu taglon geben hat, wann aber der

guldein gestigen ist und grosse clag von den erbeittern was, das sie

solichs lonnes nit zu komen mochten, darbei sie die pauhern auch sere

ubernomen, hat ein erberger rate furgenomen im vierundsechtzigisten

jare zu dem newen rate und iren lon erhöchet zu ieder zeit umb zwen

pfenning, doch das man inen nit zu essen geben soll etc. und do man

inen vor drei pfenning badgeltz geben hat, sol man iren nun hinfur zwen

pfenning geben zu badgelt.

[7^a] Von den steinmetzen und maurrer gesellen.

Es sullen die steinmetzen und maurrer gesellen der stat paumeister und

der stat werckmeister geloben und ir trew geben, das sie das jar hinfur

an der stat arbeit beleiben und der stat nutz und fromen getrewlich

furdern und schaden bewaren wollen, und zu rechter zeit zu und von der

arbeit geen, und darzu getrewlichen und redlichen arbeitten und der

stat iren zeug getrewlichen bewaren, der inen unter die hent gegeben

wird. auch sullen sie kein holtz, pretter noch anders von der arbeit on

laube nit tragen, und sullen irem meister oder wem er das unter inen in

seinem abwesen beviligt gehorsam und gefolgig sein, was der mit inen

schaft zu thun, das sie des willig und gehorsam sein. auch soll ir

keiner in der zeit an keiner andern arbeit nit arbeitten dann an der

stat pewen, es sei im dann von einem paumeister vor erlaubt. und ob ir

einer oder mer in der jarsfrist einem paumeister nit fugsam oder eben

were, so mag im ein paumeister woll urlaub geben wenn er will.

Jeder steinmetz und maurrer soll auch sein steinaxt, richtscheit,

winckelmas und andern sein zeug selber haben.

So sol inen darumb der stat paumeister zu taglone geben wenn sie

arbeitten, von sant Gallen tag [16 Oct.] piß auf sant Peters tag

stulfeier [22 Febr.] sechtzehen pfenning ein tag, und von sant Peters

tag piß hinwider auf sant Gallen tag zweintzig pfenning ein tag, und

alle wochen, wenn sie arbeitten, ir iedem zwen pfenning badgeltz, und

von einem, zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

Wer aber sach, das ir einer oder mer Kornperck stein hieben, derselben

soll man alle tag drei pfenning mer geben, denn den obgeschriben lone

zu ieder zeit; das geschicht darumb, das die stein hert sein und sie

iren zeug sere darauf verderben und hin slagen.

[7^b] Der stat paumeister soll inen leihen, wenn sie maurren oder

löcher prechen, zwispitzen und steinexte oder stecheisen, auch

setzeisen und hamer und kellen, alles von der stat zeug.

Nachdem sie in dem winter zu zeitten oder sunst im jare veieren müssen

wettershalben, so mag sie ein paumeister woll furderen, an stein

furgriff zu hawen, und inen geben ie von einem quader Reuhel pergs zu

bescheitten und bosset zu hawen drei pfenning nach altem herkomen.

Auch nachdem und die steinmetzen und maurrer gesellen also gelobt

haben, so soll inen und irem meister der stat paumeister zu vertrincken

und leikauf geben nach altem herkomen vier pfunt alt, ir sei vill

oder wenig; es wer dann, das sie in dem vergangen jare icht redlicher

pew volpracht oder gemacht hetten, so mag inen ein paumeister das

trinckgelt pessern und für sloßwein ein sechtzig pfenning mer geben,

darnach die arbeit gewesen ist und es die gesellen verdient haben etc.

so hab ich die jar, die ich pißher paumeister gewest pin, über zehen

gelubt steinmetzen nit vill gehabt. von dem trinckgelt geben die

gesellen des paumeisters knecht ein möß weins.

Mer soll der stat paumeister den steinmetzen und maurrergesellen zu

sant Peters tag stullfeier fur ein trinckgelt inen allen zusamen

sechtzig pfenning und darnach zu sant Oswaltz tag [5 Aug.] aber inen

allen zusammen sechtzig pfenning zu vertrincken nach dem alten herkomen

geben.

[8^a] So gibt die gemein judischeit auch hie den steinmetzen und

maurrern gesellen an der stat arbeit alle jar dreu pfunt alt zu sant

Walpurgen tag [1 Mai] trinckgeltz auf das, wo sie zu irer arbeit im

jare komen, das sie die steinmetzen und ir gesellen dann unbeschrihen

und unangelangt lassen.

In soll auch der stat paumeister zuschicken einen von den gelubten

taglonern, der inen ir steinexte, zwispitz und meisel zu dem schmide

trag und die spitzen lasse, wenn des nöt ist, und inen dann solichen

iren zeug wider zu der arbeit pring nach altem herkomen.

Demselben spitz und exte trager soll der stat paumeister befelhen, das

er eigentlich darob sei, das solich spitzen vor der schmiten alspald

eigentlichen angeschriben werden, ee und er dann von danne geet, und

das er auch in guter acht hab, waß und wie vil der sei zu ieder zeit,

auf das, das nichtz vergessen oder geschalckt werde.

Was man dann solcher spitzen den steinmetzer macht, die soll der stat

paumeister dem schmit bezallen, also das es die steinmetzen und maurrer

nichtz angeet.

Ein obgeschribener spitztrager soll auch in guter acht haben, was

schafe, zuber, schuffen, stutzen und anders bei den maurrern zulechsent

oder die raiffe abspringen, das er soliche schafe und gefeße dann auf

hebe und zu der stat puttner trag und bestell, das die wider gepunden

werden, darmit sie nit gar zufallen und vergeen etc. und das er auch

des abentz so man abgeet [8^b] von der arbeit den zeug auf hebe und

beware, das nichtz verloren werde von steinext, hebeisen, setzeisen,

hemer, kellen, schafe, zange, rigel, besen etc.

Ob nu sache were, das frembde gesellen von steinmetzen oder

maurrergesellen her kemen oder hie fur wanderten und zu der stat

werckmeister dem maurrer kömen und ine umb furderunge petten, den

dann derselb meister verrer an der stat paumeister weisen wurd: einem

solchen gesellen mocht der stat paumeister wol furderung zu sagen ein

acht tage oder viertzehen tage oder piß auf den nechsten lone, darnach

und im ein paumeister das vergünt, darmit ie ein solicher wandergeselle

ein zerung verdienen möcht, damit er verrer keme. und einem solichen

gesellen, der also frembd herkompt, dem soll der stat paumeister

zeug leihen von steinexten und wes er bedarfe. do pei soll sich ein

paumeister versehen, das im nit einer den zeug hintrage oder versetz,

oder das im solich gesellen icht sunst zugeschoben oder zugeschickt

sein, kuntschaft oder anders zu treiben.

Auch wo einer stat paumeister so vil arbeit zustunde und zu machen

het, als das er mit den gelobten steinmetzen und maurrern die ding so

furderlich nit machen noch zu ende pringen mocht, so mocht der stat

paumeister pitten oder gepietten den andern meistern hie in der stat,

das sie selber oder aber ir einer ein zwen oder drei gesellen der

stat paumeister leihen ein acht oder viertzehen tag oder drei wochen,

darnach und ir der paumeister bedarfe, dordurch soliche arbeit gemacht

wurdet der stat. darumb solt inen der stat paumeister iren taglone

geben als andern.

[9^a] Von den zimmer gesellen.

Die zimmergesellen sullen der stat paumeister und der stat werckmeister

geloben und ir trew geben, das sie das jar hinfur an der stat arbeit

beleiben auch der stat nutz und fromen getrewlichen furdern und schaden

bewaren wollen, und zu rechter zeit zu und von der arbeit geen, und

darzu getrewlichen und redlichen arbeitten und der stat iren zeug

getrewlichen bewaren, der inen unter die hent gegeben wurt, von zeug

und von holtz. auch sullen sie kein holtz, pretter noch anders von der

arbeit on laub nit tragen, und sullen irem meister oder wem er das

unter in in seinem abwesen befilligt gehorsam und gefolgig sein, was

der mit inen schaft zu thun, das sie des willig und gehorsam sein. auch

sol ir keiner in der zeit an keiner andern arbeit nit arbeitten dann

an der stat pew, es sei im dann von einem paumeister vor erlaubt. und

ob ir einer oder mer in der jarsfrist einem paumeister nit fugsam oder

eben were, so mag im ein paumeister woll urlaub geben wenn er wil.

Es soll auch ein ieder zimmer gesell sein schrott und wurckpeihel, auch

sein zwerwoffen und andern zeug selber haben.

Wo sie aber ettwas altz flicken, abprechen oder machen sullen,

dorinnen sie ir schrottpeihel nit geren verderben, do soll in der stat

paumeister der stat schrottpeihel eins oder zwai darzu leihen.

Inen soll darumb ein paumeister zu taglone geben, wenn sie arbeitten,

von sant Gallen tag piß auf sant Peters tag stulfeier sechtzehen

pfenning ein tag, und von sant Peters tag piß hinwider auf sant Gallen

tag zweintzig pfenning ein tag, und alle wochen, wenn sie arbeitten, ir

iedem zwen pfenning badgeltz, und von einem, zweien oder dreien tagen

ein pfenning badgeltz.

[9^b] Nachdem und die zimmer gesellen also gehorsam [gethan] und gelobt

haben, so soll inen und irem meister der stat paumeister zu vertrincken

und zu leikauf geben nach altem herkomen vier pfunt alt, ir sei vil

oder wenig; es were dann, das sie in dem vergangen jar icht redlicher

pewe gemacht und volpracht hetten, so mocht inen ein paumeister das

trinckgelt woll bessern mit ein sechtzig pfenning, darnach und die

arbeit gewest ist und es die gesellen verdient haben. so hab ich die

jar, so ich paumeister gewesen pin bißher, bei zehen gelübter gesellen

alle jar gehabt. von dem trinckgelt geben die gesellen des paumeisters

knecht ein möß weins.

Mer soll der stat paumeister den zimmergesellen zu bescheiden einen von

den gelobten taglönern, der die spenn unter den fussen zusamen rech und

von inen auß den fussen trag, wo sie zimmern oder arbeitten, nach altem

herkomen.

Auch soll der stat paumeister den zimmergesellen geben zu sant Peters

tag stulfeier fur ein trinckgelt inen allen zusamen sechtzig pfenning

und darnach, wenn sie den heiltumstull wider abprechen auf dem Marckt,

sechtzig pfenning, und zu sant Oswalts tag aber inen allen zusamen

sechtzig pfenning trinckgeltz, alles nach altem herkomen.

Zu sant Lucien tag [13 Decemb.] soll der stat paumeister mit der stat

werckmeister und dem schaffer zu rat werden und fur sich nemen die

taglöner, die das vergangen jare an der stat arbeit gewesen sein,

welche er nun hinfur bei der stat arbeit behalten oder urlauben woll,

oder was newer taglöner er das kunftig jar bestellen woll. und welche

er dann also vermeint zu bestellen, die soll ein paumeister besenden

auf den nechsten suntag nach Lucie oder wenn es einem paumeister eben

ist, und do in gegenwurtigkeit der stat werckmeister, sunderlich dem

maurrer, inen das buch und die artickel lesen und horen lassen, als

hernach geschriben steet.

[10^a] So und als man bißher den taglonern nach altem herkomen ettwen

vill jare die summer zeit zehen pfenning und im winter acht pfenning

und neun pfenning geben hat den, die mit der schauffel arbeitten, nun

aber der gulden gestigen ist und man den zimmerleuten und steinmetzen

iren lone erhocht hat, hab ich den taglonern an der stat arbeit iren

lon auch erhocht und gib inen zu ieder zeit eins pfenning mer dann man

vor alter geben hat.

[10^b] Von den taglönern.

Die tagloner sullen der stat paumeister auch der stat werckmeister

dem maurrer und dem schaffer geloben und ir trew geben, das sie das

jar hinfur an der stat arbeit beleiben, auch der stat nutz und fromen

getrewlichen furdern und schaden bewaren wollen, und zu rechter

zeit von und zu der arbeit gen und darzu getrewlichen und redlichen

arbeitten, auch der stat werckzeug, der inen unter die hent gegeben

wirt, wider aufheben und den getrewlichen antworten dohin dann ieder

beschiden wirt. und sullen auch der stat werckmeister und anschicker

oder wem es der stat paumeister befilht gehorsam sein, was die mit

iren schaffen oder an was arbeit man sie schickt zu tun, das sie des

willig und gehorsam sein. auch soll ir keiner kein holtz, pretter noch

anders von der arbeit on laub nit tragen. auch soll ir keiner die zeit

an keiner andern arbeit nit arbeitten dann an der stat pew, es sei im

dann von einem paumeister vor erlaubt. auch ob ir einer oder mer einem

paumeister in der jars frist nit fugsam oder eben wer, so mag im ein

paumeister urlaub geben wenn er will.

Es soll auch ein ieder tagloner der an der stat arbeit ist sein aigne

schauffel haben.

Inen soll auch der stat paumeister darumb zu lon geben, wenn sie

arbeitten allein mit der schauffel, von sant Gallen tag biß auf sant

Peters tag stulfeier neun pfenning ein tag, und von sant Peters tag

piß auf sant Johanns tag vor der lateinischen pforten [6 Mai] zehen

pfenning ein tag, und von demselben sant Johanns tag piß wider auf sant

Gallen tag ailif pfenning ein tag, und alle wochen, wenn sie arbeitten,

zwen pfenning badegeltz und von einem, zweien oder dreien tagen ein

pfenning badgeltz.

[11^a] Aber wenn das ist, das die tagloner bei den maurrern oder an

andere arbeit geschickt werden, dann do sie slechtz mit der schauffel

am schuß arbeitten, an was arbeit das ist, so soll inen ein paumeister

geben ir iedem alle tag wenn sie arbeitten eines pfenning mer dann den

obgeschriben lone. das sein oder heissen uberig pfenning nach altem

herkomen und gewonheit.

Das aber sach wer, und die tagloner geschickt wurden an den hoyer pfell

zu schlagen oder im kalck, des ab zu leschen, was der weren, den soll

ein paumeister geben zu ieder zeit alle tag, wenn sie arbeitten, zwen

pfenning mer dann den ersten gemein obgeschriben lone.

Nun auch welicher dann singt an dem hoyer unter den taglönern dem soll

ein paumeister geben alle tag, wenn man pfell schlecht, drei pfenning

mer dann den ersten gemeinen obgeschriben lone.

Wo man dann maurret und die winden von stat ruckt, welcher dann schreit

von den tagelonern, dem gibt man ein pfennig, welicher dann das winden

seil einzeucht, oder so man den zaum nider leget und die winden ab will

heben, der hinauf steiget, dem gibt man zwen pfenning.

Ist sach nachdem und die tagloner also gelobt und gehorsam gethan

haben, [11^b] so soll inen der stat paumeister zu trinckgelt und

leikauf geben vier pfunt alt; ir wer dann so gar vill, so mag inen

ein paumeister das trinckgelt woll pessern und ettwas mer geben ein

sechtzig pfenning nach alter gewonheit. so hab ich die jar, die ich

bißher paumeister gewesen bin, pei dreissig und sechsunddreissig

tagloner ie ein jare gehabt etc.

[12^a] Von dem hoyermeister.

Darnach so soll der stat paumeister bestellen den hoyermeister, der

dann gewonlichen einer von den gelubten zimmergesellen als ietzunt

Conrat Schuchster ist, der dann mit rusten, pfell zu slagen und zu

gewinnen, geschickt sei, auch ob den taglonern am hoyher sei, das

sie zu rechter zeit zu und von der arbeit geen, auch getrewlichen

und redlichen arbeitten. demselben hoyermeister soll ein paumeister

geben alle jar, wenn er arbeit, den lon, den man sunst einem zimmer

gesellen gibt, und an was arbeit inen ein paumeister schickt, des soll

er willig und gehorsam sein. auch gelobt ein hoyermeister mit andern

zimmergesellen wenn die geloben etc. dorzu so soll im ein paumeister

einpinden, die vorgeschriben artickel bei derselben seiner gelüb zu

halten, alles ongeverlichen.

Und als man bißher eim hoyermeister und insunderheit dem obgeschriben

Cuntz Schuchster alle jar fur ein forauß und trinckgelt hat geben

sechtzehen pfunt alt etc. und nachdem ich aber demselben Cuntz

Schuchster nun zu der wache und vergeben herberck auf und bei dem

polwerk unten am wasser in sant Laurentzen pfarre auf dem Newenpawe

geholfen hab, hat er mit willen derselben sechtzehen pfunt alt acht

pfunt alt nachgelassen und darbei zugesagt, nit minder alles das zu

thun als ein hoyermeister und er bißher getan habe etc.

[12^b] Von dem rörenmeister.

Zu sant Thomas tag [21 Dec.] soll der stat paumeister besenden den

rorenmeister, als ietzunt ist meister Heinrich Scharpf. der sol einem

paumeister geloben und sein trew geben, das er der stat nutz und

fromen getrewlich furdern und iren schaden bewaren wolle, auch das er

das zu kunftig jar ob dem schönprunnen und rören auch an andern der

stat arbeit, woran man ine schickt, getrewlichen sein und redlichen

arbeitten wolle, und das er den kosten am schön prunnen alle wegen uber

vier wochen und im summer öfter abschlaich und außwasch, desgleichen

die trog bei den fleischpencken. und sol das alleweg thun auf ein

eritag und nit auf ein freitag oder sambstag, nachdem man des wassers

zu fischen, paden und ander notturft mer auf die tag bedarf dann

auf den eritag. und er soll sich auch sunst keiner andern arbeitten

untersten noch machen, es sei im dann vor von einem paumeister erlaubt.

auch sol er der stat iren zeug getreulichen bewaren, den er unter

handen hat, und darvon nichtz hinleihen noch geben on wissen und willen

eins paumeisters. auch sol er kein holtz, pretter noch anders von der

arbeit on laub nit tragen one allein, was er von alten erfaulten prunn

rören auß wurf, die mag er heim furen oder darmit tun und lassen was er

will, alles ongeverlichen.

Nachdem und man dem Rorenheintzen, sider herr Hanns Coler paumeister

gewest ist, geben hat die summer zeit funftzehen pfenning und im winter

zehen pfenning zu taglon, und aller ander arbeitter lon gepessert

ist, hab ich mit dem Rorenheintzen auch uberkomen und auch sein lon

gepessert als hernach geschriben steet.

Rorrenheintzen dem soll der stat paumeister geben, wenn er arbeit, es

sei am schönprunnen oder an ander arbeit der stat nottorft, nachdem und

er nit alleweg an dem schönprunnen zu arbeitten hat, von sant Gallen

tag piß auf sant Peters tag stullfeier alle tage zwelf pfenning, von

sant Peters tag wider auf sant Gallen tag sechtzehen [13^a] pfenning ein

tag zu taglon, und alle wochen zwen pfenning badgeltz und von einem,

zweien oder dreien tagen ein pfenning badgeltz.

Im soll auch der stat paumeister darzu alle jare fur ein vorauß und

trinckgelt geben sechtzehen pfunt alt, als man im dann ettwann vill jar

her geben hat, wiewoll man dem Abschrot vor zeitten vill ein grossern

vorauß und gelt hat mussen geben, der doch minder arbeit thet mit der

hent.

Wenn der Rorenheintz dann also gelobt hat, so sol im ein paumeister

geben zu leikauf drei oder vier groschen.

So hat der Rorenheintz ein kemmerlein in dem geßlein zwischen dem

gewant haus, und des Gartners haus am Fischmarckt, darinnen er sein

pfannen, spunt, extlein, hebeisen, hoyer, hadern und andern sein zeug

hat, dorzu er allein einen schlüssel hat. aber darnach macht man einem

kandelgiesser ein kram an des Heintzen kemmerleins stat und macht

dem Heintzen ein kemmerlein zu seinem zeug in das geßlein am alten

fleischhaus hinden gegen dem radhaus uber, doselbst bei der kutlerin

stege, do es noch also ist.

Es soll darnach der stat paumeister durch sein schaffer besenden die

pflasterer meister und die auch wider bestellen zu der stat arbeit das

zukunftig jare, dann man der auf das minst zwen, die auf den stullen

arbeitten, haben muß uber jar allein zu flicken und im wesen zu halten

das alt pflaster allenthalben in der stat.

[13^b] Auch nachdem und man den pflaster meistern, die auf den stullen

arbeitten, ettwen vill jar her die summer zeit zweintzig pfenning und

im winter achtzehen pfenning zu taglon gegeben, darzu auch mercklich

vorauß als acht und neun guldein ir einem ein jar gegeben hat, dann man

ir wenig findet und nit wol gehaben mag, und aber ein erberger rate

andern arbeittern iren lone gemert hat, also hat man den meistern, die

auf den stullen sitzen und arbeitten iren lone auch gemert. und wiewoll

sie allwegen zu dem newen rate ob der stat amptbuch gehorsam thun,

iedoch sullen sie einem paumeister auch geloben als hernach steet.

[14^a] Von dem pflastermeister.

Der pflastermeister und sein gesellen die pei ime auf den stullen

arbeitten sullen der stat paumeister geloben und ir trew geben, das sie

das zukunftig jare an der stat arbeit beleiben, auch der stat nutz und

fromen getrewlichen furdern und schaden bewaren wollen, und zu rechter

zeit zu und von der arbeit geen, auch getrewlichen und redlichen

arbeitten, und umb die locher im pflaster nit mer noch weitter auf

prechen denn sein nöt ist, darzu niemant uber vier schuch zu seinem

haus nichtz machen, es wolt dann einer selbs bezalen; auch der stat

iren zeuge getrewlichen bewaren, der inen unter die hent gegeben wirt,

und auch niemant auf der gemein in der stat kein newe rinnen furen noch

stellen, noch das pflaster erhohen, auch kein eckstein einsetzen; auch

kein holtz noch anders von der arbeit nit tragen, dorzu auch ir keiner

in dem jare an keiner andern arbeit nit arbeitten denn an der stat

arbeit, alles on wissen und erlaubung der stat paumeister ongeverlichen.

Nun darumb soll inen der stat paumeister zu taglone geben, wenn sie

arbeitten, von sant Gallen tag biß auf sant Peters tag stullfeier

zweintzig pfenning dem meister und einem gesellen auf dem stull

sechtzehen pfenning ein tag, und von sant Peters tag biß hinwider auf

sant Gallen tag vierundzweintzig pfenning einem meister und zweintzig

pfenning einem gesellen auf dem stull ein tag, und alle wochen vier

pfenning einem meister zwen pfenning einem gesellen, und von einem,

zweien oder dreien tagen zwen pfenning einem meister und ein pfenning

einem gesellen auf dem stull zu badgelt geben.

So hab ich bißher, die weil ich der stat paumeister gewesen pin, zwen

pflasterer und zu dem meisten teil drei auf den stullen gehabt. wenn

sie denn also gehorsam thun, so soll inen ein paumeister zwu oder drei

maß weins zu leikauf geben.

[14^b] Ich hab in dem sibenundsechtzigisten jare einen pflastermeister,

genant Jacob Pewllnschmidt, herpracht und ine zehen jare bestelt und

im versprochen den vorgeschriben lon, als einem meister, und alle jare

darzu zu vorauß sechtzehen pfunt alt zu geben. und das absagen steet an

dem paumeister, des hat er also gelobt.

Es soll kein pflasterer hie meister recht arbeitten oder meister lon

nemen on wissen und willen der stat paumeister, der sol vor wissen, was

einer kan und wo er gelernt und wie lang einer gepflastert hab und wem.

Als man durch den spitalhoff und müntzhoff geet, ist der stat

paumeister des pflasters nit schuldig zu pessern, sunder der newspital

soll das in wesen halten.

Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg · 第 4 / 35 段