ist, Brüder, ein Mönch boshaft und folgt dem Triebe böser
Regungen. Wenn aber, Brüder, ein Mönch boshaft ist und dem
Triebe böser Regungen folgt, so ist das eben ein Ding, das
sich misslich geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch
brüstet sich und verachtet die anderen. Wenn aber, Brüder,
ein Mönch sich brüstet und die anderen verachtet, so ist das
eben ein Ding, das sich misslich geltend macht. Weiter sodann,
Brüder: ein Mönch ist zornig und zornverzehrt. Wenn aber,
Brüder, ein Mönch zornig ist und zornverzehrt, so ist das eben
ein Ding, das sich misslich geltend macht. Weiter sodann,
Brüder: ein Mönch ist zornig und aus Zorn feindsälig. Wenn
aber, Brüder, ein Mönch zornig ist und aus Zorn feindsälig,
so ist das eben ein Ding, das sich misslich geltend macht.
Weiter sodann, Brüder: ein Mönch ist zornig und flucht aus
Zorn. Wenn aber, Brüder, ein Mönch zornig ist und aus Zorn
flucht, so ist das eben ein Ding, das sich misslich geltend
macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch ist zornig und lässt
zornverwandte Worte hören. Wenn aber, Brüder, ein Mönch zornig
ist und zornverwandte Worte hören lässt, so ist das eben ein
Ding, das sich misslich geltend macht. Weiter sodann, Brüder:
ein Mönch fährt auf eine Ermahnung gegen den Ermahner los.
Wenn aber, Brüder, ein Mönch auf eine Ermahnung gegen den
Ermahner losfährt, so ist das eben ein Ding, das sich misslich
geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch beleidigt auf
eine Ermahnung den Ermahner. Wenn aber, Brüder, ein Mönch auf
eine Ermahnung den Ermahner beleidigt, so ist das eben ein
Ding, das sich misslich geltend macht. Weiter sodann, Brüder: 96
ein Mönch widerspricht auf eine Ermahnung dem Ermahner. Wenn
aber, Brüder, ein Mönch auf eine Ermahnung dem Ermahner
widerspricht, so ist das eben ein Ding, das sich misslich
geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch zieht den
Ermahner von einem ins andere, schweift vom Gegenstande ab und
legt Verdrossenheit, Hass und Misstrauen an den Tag. Wenn aber,
Brüder, ein Mönch den Ermahner von einem ins andere zieht, vom
Gegenstande abschweift und Verdrossenheit, Hass und Misstrauen
an den Tag legt, so ist das eben ein Ding, das sich misslich
geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch giebt auf eine
Ermahnung Verstöße nicht zu. Wenn aber, Brüder, ein Mönch auf
eine Ermahnung Verstöße nicht zugiebt, so ist das eben ein
Ding, das sich misslich geltend macht. Weiter sodann, Brüder:
ein Mönch ist häuchlerisch und neidisch. Wenn aber, Brüder,
ein Mönch häuchlerisch ist und neidisch, so ist das eben ein
Ding, das sich misslich geltend macht. Weiter sodann, Brüder:
ein Mönch ist eifernd und selbstsüchtig. Wenn aber, Brüder, ein
Mönch eifernd ist und selbstsüchtig, so ist das eben ein Ding,
das sich misslich geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein
Mönch ist listig und gleißnerisch. Wenn aber, Brüder, ein Mönch
listig ist und gleißnerisch, so ist das eben ein Ding, das sich
misslich geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch ist
störrisch und eitel. Wenn aber, Brüder, ein Mönch störrisch
ist und eitel, so ist das eben ein Ding, das sich misslich
geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch hat nur für das
vor Augen Liegende Sinn, greift mit beiden Händen zu, lässt
sich schwer abweisen. Wenn aber, Brüder, ein Mönch nur für
das vor Augen Liegende Sinn hat, mit beiden Händen zugreift,
sich schwer abweisen lässt, so ist das eben ein Ding, das sich
misslich geltend macht. Das nennt man, Brüder, Dinge, die sich
misslich geltend machen.
»Fordert aber, ihr Brüder, ein Mönch nicht auf[10]: ›Warnen
mögen mich die Ehrwürdigen, ich bedarf ihrer Verwarnung‹, und
es steht günstig um ihn, günstige Dinge machen sich geltend, er
ist geduldig und nimmt eine Belehrung geziemend auf, so können
ihn eben die Ordensbrüder wohl einer Warnung oder Belehrung
werth halten, können eine solche Person vertrauten Umgangs
würdig erachten.
»Welche Dinge nun, Brüder, machen sich günstig geltend? Da ist,
Brüder, ein Mönch nicht boshaft, folgt nicht dem Triebe böser
Regungen. Wenn aber, Brüder, ein Mönch nicht boshaft ist, dem
Triebe böser Regungen nicht folgt, so ist das eben ein Ding,
das sich günstig geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein
Mönch brüstet sich nicht, verachtet nicht die anderen. Wenn
aber, Brüder, ein Mönch sich nicht brüstet und die anderen
nicht verachtet, so ist das eben ein Ding, das sich günstig
geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch ist nicht
zornig, nicht zornverzehrt. Wenn aber, Brüder, ein Mönch
nicht zornig ist und nicht zornverzehrt, so ist das eben ein
Ding, das sich günstig geltend macht. Weiter sodann, Brüder:
ein Mönch ist nicht zornig, nicht feindsälig aus Zorn. Wenn
aber, Brüder, ein Mönch nicht zornig ist und nicht feindsälig
aus Zorn, so ist das eben ein Ding, das sich günstig geltend
macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch ist nicht zornig,
flucht nicht aus Zorn. Wenn aber, Brüder, ein Mönch nicht
zornig ist und nicht flucht aus Zorn, so ist das eben ein
Ding, das sich günstig geltend macht. Weiter sodann, Brüder:
ein Mönch ist nicht zornig, lässt keine zornverwandten Worte
hören. Wenn aber, Brüder, ein Mönch nicht zornig ist und keine
zornverwandten Worte hören lässt, so ist das eben ein Ding, das
sich günstig geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch
fährt nicht auf eine Ermahnung gegen den Ermahner los. Wenn
aber, Brüder, ein Mönch auf eine Ermahnung nicht gegen den
Ermahner losfährt, so ist das eben ein Ding, das sich günstig
geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch beleidigt nicht
auf eine Ermahnung den Ermahner. Wenn aber, Brüder, ein Mönch
auf eine Ermahnung den Ermahner nicht beleidigt, so ist das
eben ein Ding, das sich günstig geltend macht. Weiter sodann, 97
Brüder: ein Mönch widerspricht nicht auf eine Ermahnung dem
Ermahner. Wenn aber, Brüder, ein Mönch auf eine Ermahnung
dem Ermahner nicht widerspricht, so ist das eben ein Ding,
das sich günstig geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein
Mönch zieht den Ermahner nicht von einem ins andere, schweift
nicht vom Gegenstande ab und legt nicht Verdrossenheit, Hass
und Misstrauen an den Tag. Wenn aber, Brüder, ein Mönch den
Ermahner nicht von einem ins andere zieht, vom Gegenstande
nicht abschweift, keine Verdrossenheit, keinen Hass und kein
Misstrauen an den Tag legt, so ist das eben ein Ding, das
sich günstig geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch
leugnet nicht auf eine Ermahnung Verstöße. Wenn aber, Brüder,
ein Mönch auf eine Ermahnung Verstöße nicht leugnet, so ist das
eben ein Ding, das sich günstig geltend macht. Weiter sodann,
Brüder: ein Mönch ist frei von Häuchelei und Neid. Wenn aber,
Brüder, ein Mönch frei ist von Häuchelei und Neid, so ist das
eben ein Ding, das sich günstig geltend macht. Weiter sodann,
Brüder: ein Mönch ist frei von Eiferung und Selbstsucht. Wenn
aber, Brüder, ein Mönch frei ist von Eiferung und Selbstsucht,
so ist das eben ein Ding, das sich günstig geltend macht.
Weiter sodann, Brüder: ein Mönch ist frei von Listigkeit
und Gleißnerei. Wenn aber, Brüder, ein Mönch frei ist von
Listigkeit und Gleißnerei, so ist das eben ein Ding, das sich
günstig geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein Mönch ist
frei von Starrsinn und Eitelkeit. Wenn aber, Brüder, ein Mönch
frei ist von Starrsinn und Eitelkeit, so ist das eben ein Ding,
das sich günstig geltend macht. Weiter sodann, Brüder: ein
Mönch hat nicht nur für das vor Augen Liegende Sinn, greift
nicht mit beiden Händen zu, lässt sich leicht abweisen. Wenn
aber, Brüder, ein Mönch nicht nur für das vor Augen Liegende
Sinn hat, nicht mit beiden Händen zugreift, sich leicht
abweisen lässt, so ist das eben ein Ding, das sich günstig
geltend macht. Das nennt man, Brüder, Dinge, die sich günstig
geltend machen.
»Nun, Brüder, hat ein Mönch mit folgendem Maaße sich selber zu
messen: ›Eine Person, welche boshaft ist und dem Triebe böser
Regungen folgt, die ist mir unliebsam, unangenehm; wenn ich
nun aber boshaft wäre und dem Triebe böser Regungen folgte, so
würde ja ich den anderen unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein
also erkennender Mönch, ihr Brüder, hat den Herzensentschluss
zu erzeugen: ›Ich will nicht boshaft sein, nicht dem Triebe
böser Regungen folgen. -- Eine Person, welche sich brüstet
und die anderen verachtet, die ist mir unliebsam, unangenehm;
wenn ich nun aber mich brüstete und die anderen verachtete,
so würde ja ich den anderen unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein
also erkennender Mönch, ihr Brüder, hat den Herzensentschluss
zu erzeugen: ›Ich will mich nicht brüsten, die anderen nicht
verachten. -- Eine Person, welche zornig ist und zornverzehrt,
die ist mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber zornig
wäre und zornverzehrt, so würde ja ich den anderen unliebsam,
unangenehm werden.‹ Ein also erkennender Mönch, ihr Brüder,
hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich will nicht zornig
sein, nicht zornverzehrt. -- Eine Person, welche zornig ist
und aus Zorn feindsälig, die ist mir unliebsam, unangenehm;
wenn ich nun aber zornig wäre und aus Zorn feindsälig, so
würde ja ich den anderen unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein
also erkennender Mönch, ihr Brüder, hat den Herzensentschluss
zu erzeugen: ›Ich will nicht zornig sein, nicht feindsälig
aus Zorn. -- Eine Person, welche zornig ist und aus Zorn
flucht, die ist mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber
zornig wäre und aus Zorn fluchte, so würde ja ich den anderen
unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein also erkennender Mönch,
ihr Brüder, hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich will
nicht zornig sein, nicht fluchen aus Zorn. -- Eine Person,
welche zornig ist und zornverwandte Worte hören lässt, die ist
mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber zornig wäre und
zornverwandte Worte hören ließe, so würde ja ich den anderen
unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein also erkennender Mönch, ihr
Brüder, hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich will nicht
zornig sein, keine zornverwandten Worte hören lassen. -- Eine
Person, welche auf eine Ermahnung gegen den Ermahner losfährt,
die ist mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber auf eine
Ermahnung gegen den Ermahner losführe, so würde ja ich den
anderen unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein also erkennender
Mönch, ihr Brüder, hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich 98
will nicht auf eine Ermahnung gegen den Ermahner losfahren. --
Eine Person, welche auf eine Ermahnung den Ermahner beleidigt,
die ist mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber auf eine
Ermahnung den Ermahner beleidigte, so würde ja ich den anderen
unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein also erkennender Mönch, ihr
Brüder, hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich will nicht
auf eine Ermahnung den Ermahner beleidigen. -- Eine Person,
welche auf eine Ermahnung dem Ermahner widerspricht, die ist
mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber auf eine Ermahnung
dem Ermahner widerspräche, so würde ja ich den anderen
unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein also erkennender Mönch, ihr
Brüder, hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich will nicht
auf eine Ermahnung dem Ermahner widersprechen. -- Eine Person,
welche den Ermahner von einem ins andere zieht, vom Gegenstande
abschweift und Verdrossenheit, Hass und Misstrauen an den
Tag legt, die ist mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun
aber den Ermahner von einem ins andere zöge, vom Gegenstande
abschweifte, und Verdrossenheit, Hass und Misstrauen an den
Tag legte, so würde ja ich den anderen unliebsam, unangenehm
werden.‹ Ein also erkennender Mönch, ihr Brüder, hat den
Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich will den Ermahner nicht von
einem ins andere ziehn, nicht vom Gegenstande abschweifen,
keine Verdrossenheit, keinen Hass, kein Misstrauen an den Tag
legen. -- Eine Person, welche auf eine Ermahnung Verstöße nicht
zugiebt, die ist mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber
auf eine Ermahnung Verstöße nicht zugäbe, so würde ja ich den
anderen unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein also erkennender
Mönch, ihr Brüder, hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich
will auf eine Ermahnung Verstöße nicht leugnen. -- Eine Person,
welche häuchlerisch ist und neidisch, die ist mir unliebsam,
unangenehm; wenn ich nun aber häuchlerisch wäre und neidisch,
so würde ja ich den anderen unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein
also erkennender Mönch, ihr Brüder, hat den Herzensentschluss
zu erzeugen: ›Ich will nicht häuchlerisch sein, nicht neidisch.
-- Eine Person, welche eifernd ist und selbstsüchtig, die ist
mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber eifernd wäre
und selbstsüchtig, so würde ja ich den anderen unliebsam,
unangenehm werden.‹ Ein also erkennender Mönch, ihr Brüder,
hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich will nicht eifernd
sein, nicht selbstsüchtig. -- Eine Person, welche listig ist
und gleißnerisch, die ist mir unliebsam, unangenehm; wenn ich
nun aber listig wäre und gleißnerisch, so würde ja ich den
anderen unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein also erkennender
Mönch, ihr Brüder, hat den Herzensentschluss zu erzeugen:
›Ich will nicht listig sein, nicht gleißnerisch. -- Eine
Person, welche störrisch ist und eitel, die ist mir unliebsam,
unangenehm; wenn ich nun aber störrisch wäre und eitel, so
würde ja ich den anderen unliebsam, unangenehm werden.‹ Ein
also erkennender Mönch, ihr Brüder, hat den Herzensentschluss
zu erzeugen: ›Ich will nicht störrisch sein, nicht eitel. --
Eine Person, welche nur für das vor Augen Liegende Sinn hat,
mit beiden Händen zugreift, sich schwer abweisen lässt, die ist
mir unliebsam, unangenehm; wenn ich nun aber nur für das vor
Augen Liegende Sinn hätte, mit beiden Händen zugriffe, mich
schwer abweisen ließe, so würde ja ich den anderen unliebsam,
unangenehm werden.‹ Ein also erkennender Mönch, ihr Brüder,
hat den Herzensentschluss zu erzeugen: ›Ich will nicht nur für
das vor Augen Liegende Sinn haben, nicht mit beiden Händen
zugreifen, mich leicht abweisen lassen.‹
»Nun, Brüder, hat ein Mönch sich selber also zu erforschen:
›Bin ich etwa boshaft und folge dem Triebe böser Regungen?‹
Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt:
›Freilich bin ich boshaft und folge dem Triebe böser Regungen‹,
so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von
ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber,
Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich
bin nicht boshaft, folge nicht dem Triebe böser Regungen‹, so
hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere
Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Brüste ich mich etwa und verachte die anderen?‹
Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt:
›Freilich brüste ich mich und verachte die anderen‹, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen,
schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch
bei seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich brüste mich nicht, 99
verachte nicht die anderen‹, so hat ein solcher Mönch, ihr
Brüder, ebendiese sälig heitere Uebung im Guten Tag und Nacht
zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Bin ich etwa zornig und zornverzehrt?‹ Wenn da der
Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt: ›Freilich
bin ich zornig und zornverzehrt‹, so hat ein solcher Mönch, ihr
Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu
kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung
erkennt: ›Nein, ich bin nicht zornig und zornverzehrt‹ so hat
ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere Uebung
im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Bin ich etwa zornig und aus Zorn feindsälig?‹
Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt:
›Freilich bin ich zornig und aus Zorn feindsälig‹, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen,
schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch bei
seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich bin nicht zornig und
feindsälig aus Zorn‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder,
ebendiese sälig heitere Uebung im Guten Tag und Nacht zu
pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Bin ich etwa zornig und fluche aus Zorn?‹ Wenn
da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt:
›Freilich bin ich zornig und fluche aus Zorn‹, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen,
schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch
bei seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich bin nicht zornig,
fluche nicht aus Zorn‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder,
ebendiese sälig heitere Uebung im Guten Tag und Nacht zu
pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Bin ich etwa zornig und lasse zornverwandte Worte
hören?‹ Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung
erkennt: ›Freilich bin ich zornig und lasse zornverwandte Worte
hören‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von
ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber,
Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich
bin nicht zornig, lasse keine zornverwandten Worte hören‹, so
hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere
Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also
zu erforschen: ›Fahr’ ich etwa auf eine Ermahnung gegen den
Ermahner los?‹ Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner
Erforschung erkennt: ›Freilich fahr’ ich auf eine Ermahnung
gegen den Ermahner los‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder,
um Befreiung von ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu
kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung
erkennt: ›Nein, ich fahre nicht auf eine Ermahnung gegen den
Ermahner los‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese
sälig heitere Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also
zu erforschen: ›Beleidige ich etwa auf eine Ermahnung
den Ermahner?‹ Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner
Erforschung erkennt: ›Freilich beleidige ich auf eine Ermahnung
den Ermahner‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, um
Befreiung von ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu kämpfen.
Wenn aber, Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung erkennt:
›Nein, ich beleidige den Ermahner nicht auf eine Ermahnung‹,
so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere
Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also
zu erforschen: ›Widerspreche ich etwa auf eine Ermahnung
dem Ermahner?‹ Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner
Erforschung erkennt: ›Freilich widerspreche ich dem Ermahner
auf eine Ermahnung‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, um
Befreiung von ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu kämpfen.
Wenn aber, Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung erkennt:
›Nein, ich widerspreche nicht dem Ermahner auf eine Ermahnung‹,
so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere
Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Ziehe ich etwa den Ermahner von einem ins andere,
schweife vom Gegenstande ab und lege Verdrossenheit, Hass und
Misstrauen an den Tag?‹ Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei
seiner Erforschung erkennt: ›Freilich zieh’ ich den Ermahner
von einem ins andere, schweife vom Gegenstande ab und lege
Verdrossenheit, Hass und Misstrauen an den Tag‹, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen,
schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch bei
seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich ziehe den Ermahner nicht
von einem ins andere, schweife vom Gegenstand nicht ab, lege
keine Verdrossenheit, keinen Hass, kein Misstrauen an den Tag‹,
so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere
Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Geb’ ich etwa auf eine Ermahnung Verstöße nicht
zu?‹ Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung
erkennt: ›Freilich geb’ ich auf eine Ermahnung Verstöße nicht
zu‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von
ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber,
Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung erkennt: ›Nein, auf
eine Ermahnung leugne ich Verstöße nicht‹, so hat ein solcher
Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere Uebung im Guten Tag
und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Bin ich etwa häuchlerisch und neidisch?‹ Wenn
da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt:
›Freilich bin ich häuchlerisch und neidisch‹, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen,
schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch bei
seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich bin ohne Häuchelei, ohne
Neid‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig
heitere Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Bin ich etwa eifernd und selbstsüchtig?‹ Wenn
da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt:
›Freilich bin ich eifernd und selbstsüchtig‹, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen,
schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch bei
seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich bin ohne Eiferung, ohne
Selbstsucht‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese
sälig heitere Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Bin ich etwa listig und gleißnerisch?‹ Wenn da der
Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt: ›Freilich
bin ich listig und gleißnerisch‹, so hat ein solcher Mönch, ihr
Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu
kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung
erkennt: ›Nein, ich hin ohne List, ohne Gleißnerei‹, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere Uebung im
Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also zu
erforschen: ›Bin ich etwa störrisch und eitel?‹ Wenn da der
Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung erkennt: ›Freilich
bin ich störrisch und eitel‹, so hat ein solcher Mönch, ihr
Brüder, um Befreiung von ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu
kämpfen. Wenn aber, Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung
erkennt: ›Nein, ich bin ohne Starrsinn, ohne Eitelkeit‹, so
hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere
Uebung im Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Weiter sodann, ihr Brüder: ein Mönch hat sich selber also
zu erforschen: ›Hab’ ich etwa nur für das vor Augen Liegende
Sinn, greif’ ich mit beiden Händen zu, lass’ ich mich
schwer abweisen?‹ Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner
Erforschung erkennt: ›Freilich hab’ ich nur für das vor Augen
Liegende Sinn, greife mit beiden Händen zu, lasse mich schwer
abweisen‹, so hat ein solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung
von ebendiesen bösen, schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber, 100
Brüder, der Mönch bei seiner Erforschung erkennt: ›Nein, ich
habe nicht nur für das vor Augen Liegende Sinn, greife nicht
mit beiden Händen zu, lasse mich leicht abweisen‹, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere Uebung im
Guten Tag und Nacht zu pflegen.
»Wenn da der Mönch, ihr Brüder, bei seiner Erforschung etwa
alle diese bösen, schlechten Dinge an sich merkt, so hat ein
solcher Mönch, ihr Brüder, um Befreiung von eben allen diesen
bösen, schlechten Dingen zu kämpfen. Wenn aber, Brüder, der
Mönch bei seiner Erforschung etwa keines von allen diesen
bösen, schlechten Dingen mehr finden kann, so hat ein solcher
Mönch, ihr Brüder, ebendiese sälig heitere Uebung im Guten Tag
und Nacht zu pflegen.