Viertes Kapitel

Nun war es Nacht, und über Wartalun stieg langsam der große Mond herauf.

Die vielgestaltigen Dächer der Erker und Mauern lagen hier weißlich und

scharf in seinem Schein, als seien sie mit Schnee bedeckt, dort ruhten

sie ungewiß in blauer Dunkelheit. Durch die Eichen, die den Parksee auf

freien Rasenplätzen umstanden, fiel das Licht in das ruhige Wasser, das

Schilf rührte sich nicht, und die Schwäne schliefen. Sah man über die

Steinmauern ins Land hinaus, so erblickte man hinter den Äckern, fern

über dem lichten Teppich des Korns, die grauen flachen Seen des Nebels

über dem Moor. Von dort aus mochte das alte Schloß in dieser Ebene

beinahe wie ein ungefüges steinernes Ungetüm wirken, das am Rand des

Eichwalds im Schlummer lag. Gewalttätig und gebieterisch lag es da und

duldete nicht Haus noch Baum in der Nähe seiner Höhe. Das Licht der

Nacht, das alles Belanglose des eifrigen Tags zu zeitlosen Gebilden der

Welt emporzauberte, führte die Gedanken des Beschauenden in vergangene

Jahrhunderte zurück. Alle Interessen des Alltags wurden unter diesem

Anblick armselig und wesenlos, als käme es in der kurzen Zeitspanne

irdischen Daseins auf ganz andere Dinge an ...

Wie hoch und warm wirkte dies große Zimmer im Mond. Der junge Gutsherr

lag ohne Schlaf auf seinem Lager, lang ausgestreckt auf dem Rücken,

ruhelos und müde, und betrachtete die Schnitzereien und Bildwerke der

getäfelten Decke, die ihm im gedämpften Licht unwirklich und ungreifbar

erschienen, als sähe er sie nicht, sondern als lausche er einer

altmodischen Erzählung. Auf einer Eichentruhe, nahe am Fenster, lag ein

breiter Streifen Licht wie ein leinenes Tuch, der alte Schrank im

Schatten und die hochlehnigen Stühle bekamen in dieser Stunde ein eigen

persönliches Ansehen. Ihm war zumute, als sei alles hier ihm feindlich

gesinnt, er empfand sich als heimatlos, als Eindringling und rechtlos.

Neben sich vernahm er die Atemzüge seiner jungen Frau. Wenn er

hinüberschaute, sah er im Dämmerlicht nur ihr dunkles Haar in den hellen

Kissen. Er wußte nicht, ob sie schlief. Ihr Schweigen hatte ihn den

Abend hindurch gequält, er wußte wohl, wie er es hätte brechen können,

aber der Name war nicht gefallen, an den beide dachten. In einem

eigensinnigen Schmerz, in einem unerklärbaren Schuldbewußtsein, die ihn

peinigten, hatte er endlich ihren Namen genannt, aber er sprach dann nur

von gleichgültigen Dingen.

Nun hörte er, wie sie den Kopf wandte.

»Auch du schläfst nicht, Elsbeth? Wie das Neue hier alles in einem zu

verändern trachtet. Ich fürchte sehr, daß ich hier lange Zeit nicht zur

Arbeit kommen werde. Die Verwaltung erfordert viel ernstliche Mühe, bis

ich ein wenig übersehen gelernt habe, wo ich notwendig bin. Aber es

erscheint mir so, als herrschte allenthalben große Ordnung, die

Erträglichkeit der Güter ist ungewöhnlich. Wir sind sehr reich geworden,

Elsbeth.«

Sie schwieg.

»Hast du gesehen, wie wunderschön der Schloßhof und der Park im

Mondlicht liegen? Hörst du den Brunnen? Ich glaube, wir werden hier

lernen, glücklich zu leben, und dein Kindlein erwacht in einem

sonnigen, freien Paradies zum Dasein. Denke an den Weg, den wir durch

den Wald und über die Felder gemacht haben. Alles, was du hast sehen

können, wird einmal sein Eigentum sein.«

Da hörte er, daß sie weinte. Er sprang empor und setzte sich an ihr

Bett, die Hände um ihre Schläfen, beugte sich tief über sie und

flüsterte innig und liebevoll.

»Begegnet man so einem großen Glück?« versuchte er sie endlich zu

trösten. »Gestern warst du noch guten Muts, als wir ankamen. Diese

Einsamkeit ist gewißlich ein herber Gegensatz zu dem Leben und Treiben,

aus dem wir uns losgerissen haben, aber es ist dein Wille gewesen, und

du wirst bald empfinden, daß es recht war, ihn auszuführen.«

Sie legte den Arm um seinen Hals und ließ traurig den Kopf zur Seite

sinken, die Augen gegen das weiße Licht geöffnet, das ins Zimmer sank.

Und so sprach sie auch, von ihm abgewandt und als wüßte sie kaum, daß er

ihr zuhörte:

»Ich fürchte mich. Ich meine, daß ich das Leben nie verstanden habe. Ich

habe gehofft, daß ich hier, von allen Menschen entfernt, meiner selbst

viel sicherer würde, daß die Ruhe und die Natur mir helfen könnten,

vieles leichter und freier zu begreifen als früher, aber hier bedrückt

mich alles. Sieh diese Wände an, es würde kein Ruf, kein Geschrei durch

sie hindurch zu den Menschen dringen, niemand würde uns hier jemals

suchen, man ist wie verabschiedet von allen Lebendigen, und das Moor

sieht aus wie ein einziges endloses Totenfeld. Zu diesen Menschen werde

ich niemals lernen eine Beziehung zu unterhalten, und ich werde nie ihr

Herz finden. Ich verstehe sie in ihrer Sprechweise nicht, und ihre

Angesichter erschrecken mich, und ...«

Er wartete. Dann, als sie schwieg, warf er schüchtern ein:

»Du bist ungeduldig.«

»Ja, vielleicht«, sagte sie müde, »aber ich glaube an die Wahrheit der

ersten Eindrücke, und sich gewaltsam gegen die innere Stimme zu wehren,

hat bei mir niemals zum Guten geführt.«

»Mich trifft hart, was du sagst«, antwortete er ihr, »als wäre ich dir

nichts, als könnte ich dir nichts erleichtern und nichts vertraut

machen.«

Wie eifrig hatte sie sonst solchen Zweifeln und Anklagen seines Herzens

widersprochen. Jetzt nahm sie sie hin, als habe er eine bittere Wahrheit

ausgesprochen.

Und obgleich sie nicht abließ zu weinen, er sah in ihren großen ruhigen

Augen die Tränen langsam kommen und fallen, fuhr er um manches weniger

herzlich fort:

»Vielleicht ist dein Zustand an vielem schuld ...«

Er stockte. Wir schweigen beide beharrlich über das, was uns in Wahrheit

bedrückt, wußte er plötzlich, mit einer heißen Welle von Blut, die ihm

in die Schläfen drang und stürmisch pochte. Er sammelte Mut, den Namen

zu nennen, über dessen Klang hin sie einzig sich auf alte Art des

Vertrauens finden konnten, aber sein Stolz hinderte ihn, da er dem Recht

seiner Liebe zu seinem Weibe nicht Gewalt antun wollte. Er hätte sich

als klein empfunden, wenn er sie über Dinge beruhigt hätte, die ihr

keine Befürchtung bringen durften. Mochte _sie_ sprechen, wenn es not tat.

Dabei betrachtete er ihre Tränen, die das Tuch ihres Bettes näßten, und

schwieg, eigenwillig und traurig und mit seinem ganzen Wesen plötzlich

dorthin versetzt, wohin er seine Gedanken nicht schicken wollte.

»Ich kann nicht«, sagte sie mit Zittern, als hätte sie alle seine

Gedanken und Besorgnisse erlauscht, »sprich doch! Wie hätte ich vorhaben

können, dich zu betrüben. Sprich doch von ... ihr. Sie ist den ganzen

Tag kaum von deiner Seite gewichen, warum sprichst du nicht von ihr? Was

hindert dich daran? Konnte dich kränken, daß ich heute darum bat, du

möchtest sie fortschicken?«

»Nein«, sagte er, »ich habe nicht absichtlich von ihr geschwiegen, ich

glaubte nur, bei deiner Abneigung gegen die junge Dame sei es besser,

die Sache vorläufig ruhen zu lassen.«

Sie fuhr empor und drängte ihn zurück.

»Das ist nicht wahr, das ist nicht alles! Oh, nun erst bin ich traurig.

Ich habe gesehen, wie du in ihr Gesicht geschaut hast, ich habe mit

jedem Wort, das dich von ihr traf und das du ihr entgegnetest,

empfunden, wie sie auf dich wirkt. Eine Abneigung, sagst du, hätte ich

gegen sie? Oh, es ist viel mehr, ich habe ein Grauen vor diesem schönen

kalten Wesen, ich friere und zittere, wenn sie spricht, ihr Lachen nimmt

mir den Atem. Alles an ihr ist lieblos und herzlos, sie sinnt einzig auf

ihren Vorteil und auf ihren Genuß, und jedes Mittel ist ihr recht, ihn

zu erreichen.«

»Nicht, nicht doch«, bat er erschrocken, »nicht heute, nicht jetzt,

denke daran, daß alle Erregung nicht allein dir schaden könnte. Sie soll

fort, ich will es dir versprechen, aber noch kann es nicht sein. Ich

bedarf ihrer. Ich habe erfahren, daß sie als Vertraute des Oheims ...«

»Das ist nicht wahr. Du bedarfst ihrer nicht. Eben noch hast du mir

gesagt, daß wir reich seien, wie kann dir da an einem geringen Opfer

liegen, wenn es meine Ruhe gilt, um die du dich besorgt zeigst?«

»Du denkst falsch von Afra«, sagte er ruhig. »Sie ist ein Kind. Ich kann

ihr nicht morgen verweigern, was ich ihr heute zugesagt habe.«

»So hat sie dir schon Versprechungen entlockt?! Oh, wie ich dies Mädchen

kenne.«

»Sie hat mir nichts entlockt, es ist anders. Ihre Stellung zum Herzen

des Verstorbenen legt mir Pflichten auf. Er macht mich auf eine Art für

ihr Ergehen verantwortlich, die ich achten muß, wenn ich mich seines

Erbteils als würdig erweisen soll. Ich will dir morgen seine Worte

zeigen. Ich fühle tief innerlich, daß ich zu den Dingen stehen muß, wie

er zu ihnen gestanden hat, daß diese Pflicht einen Teil meines

Lebensschicksals in sich einschließt und daß ich nichts daran ändern

kann, ohne die Treue gegen mich selbst zu verletzen.«

Er sprach ernst und so überzeugt, daß es beinahe drohend klang.

Sie richtete sich steil und angstvoll auf und sah ihn groß und entsetzt

an, ihr dunkles Haar hing nächtlich schwer und wie in Trauer um die

blassen Züge ihres Gesichts.

»Helmut ...«

Sie sank in die Kissen und weinte bitterlich und wollte sich nicht mehr

trösten lassen. --

Endlich wurde es ruhig im Zimmer, und es schien, als habe der Schlaf die

junge Frau aus ihren Ängsten in sein Vergessen hinübergetragen, aber der

Gutsherr von Wartalun lag noch lange wach und sah den Mondschein das

Zimmer durchwandern, bis er am Mauerwerk des Erkers endlich ganz

verschwand und nur noch sein Widerschein ein ganz spärliches Licht zu

ihm in den Schlafraum sandte. -- Aus seinem Schmerz rettete ihn ein

bitterer Trotz, der zur Einsamkeit hinüberdrängte, jener Trotz der immer

neuen Erwartung, den nur die Jugend hat, der über die Werte der

Gegenwart zu täuschen weiß und der das aufrichtigste Herz zu betrügen

vermag. Eine fremde, süße und eifrige Freude, von der es ihm erschien,

als ließe sie flackernde bunte Tüchlein der Daseinslust vor seinen

sehenden Augen tanzen, lag im Kampf mit einem bohrenden Bewußtsein von

Schuld. Bis seine Müdigkeit ihm alles verwischte, und in der Wohltat

dieses lauen, gnädigen Versinkens traf ihn geheimnisvoll das Wort des

Toten: »Die Reichen sind oft mißgeschickt zum Kampf.«

* * * * *

Als der alte Diener Melchior am frühen Morgen die Tür zum Hof öffnete,

flatterten die blauen Tauben von der Schwelle auf und schlugen sich in

den roten Streifen der Morgensonne am Dachfirst empor. Er sah

nachdenklich zu ihnen hinauf, wie sie sich in der Kühle drehten, und

strich mit der Hand über die ergraute Schläfe.

Am Tor klang Martins aufgeregte Stimme, Melchior hörte den Namen fallen,

an den er dachte, das gedämpfte Kreischen irgendeiner Mädchenstimme

erscholl, und ein Küchenfenster wurde aufgestoßen. Er schritt in jener

stetig leidenden Besorgtheit hinüber, die oft die welken, bartlosen

Gesichter alternder Hausgeister überzieht, um nach dem Grund des frühen

Lärms zu forschen. Da kamen sie ihm schon entgegen und trugen eine grobe

Holzkiste mit einer kleinen Gittertür. Fräulein Afra sollte man rufen.

Es war ein Marder in die Falle gegangen. Der Alte ließ die Kiste

niederstellen, drehte sie gegen das Licht und schaute hinein. Tief

hinten, in die Ecke gekauert, erblickte er das kleine braune Tier,

abwartend und tückisch kauerte es dort, nur die harten hellen Steinaugen

lebten in kalter Bereitschaft zum Kampf oder zum Tode. Es flößte viel

mehr Angst ein, als es verriet. Wie leicht würde es allen diesen zu

entgehen wissen, wenn es nicht ihrer List erlegen wäre. Voll Verachtung

und Trauer verharrte es in seiner schmachvollen Lage.

Die Köchin riet, den ganzen Käfig ins Wasser zu tauchen, das sei

gefahrlos und sicher; aber Martin sah sie zornig an:

»Fräulein Afra muß zuerst den Marder sehen.«

»Warum?« fragte Melchior. »Warum muß sie ihn zuerst sehen?«

Martin starrte ihn an, er verstand nicht, wie man daran zweifeln konnte.

»Ein Marder ist keine Maus«, sagte er dann, »deine Stubenmäuse braucht

niemand anzuschauen.«

Er gab einem Knecht die Falle in Gewahrsam und eilte fort zu den

Wirtschaftsgebäuden.

»Da findest du das Fräulein nicht«, sagte Melchior in unnahbarer

Überlegenheit und seines Wissens froh.

»Im Schloß?« fragte Martin hastig.

Der Alte nickte melancholisch, und Martin änderte bewegt und erfreut den

Kurs. So gehörte es sich. Das Leben schien ihm wieder leichter. Was wäre

es auch gewesen, wenn jener dünne Herr, der eingedrungen war, Afra etwas

vorenthalten hätte.

Sie kam lachend und mit raschen Schritten die Terrasse herunter und lief

quer über den Rasenplatz, ohne Hut, die Jagdbüchse in der Hand.

»Jetzt werden ihm die Hühner heimgezahlt«, rief sie. Melchiors adelige

Verbeugung voll Zurückhaltung fand keine Beachtung, Martin bekam einen

gelinden Stoß, da sein etwas ruppiger Knabenkopf ihr den Blick in den

Käfig verwehrte. Sie sah hinein, und ihre Züge spannten sich, gefesselt

zu großem Ernst.

»Schön«, sagte sie, »wunderschön ist er.«

Sie wurde einen Augenblick nachdenklich.

»Jetzt paßt auf«, rief sie hell und richtete sich auf, »wir tragen ihn

in den Park auf den großen Rasenplatz, und ich stehe hinter der Falle.

Bei drei macht ihr auf. Er verdient es, in der Freiheit zu sterben. Die

Falle ist gemein. Los, Martin, faß an.«

Melchior beteiligte sich aus der Entfernung, die Knechte und Mägde aber

liefen mit, und Afra ließ es zu.

»Vor dem See«, ordnete sie an, dann kann er nur nach rechts oder nach

links ausbrechen. Ihr müßt viel mehr zurücktreten.«

»Er wird ins Wasser gehen«, befürchtete Martin, aber Afra war es

gleichgültig, wo er getroffen wurde.

»Hast du eine Kugel im Lauf?« fragte Martin.

»Eine Kugel? Du bist verrückt. Tritt zur Seite.«

Sie stellte sich hinter die Kiste in Anschlag, warf das Haar zurück und

kommandierte. Die Tür flog auf, aber das verängstete Tier wagte den

Sprung in die Freiheit nicht ohne Besinnen. Afra stieß die Kiste mit der

Fußspitze an, daß sie wohl einen Meter weit über den Rasen rutschte, da

huschte es heraus, windschnell, ein Schatten, kaum daß das Auge ihm

folgen konnte, grad auf den See zu. Als es den Winkel am Ufer machte, um

seitlich zu entkommen, krachte der Schuß unter den kühlen Augen, die

dieser letzten Flucht mit Sicherheit folgten. Das Tier schnellte

kerzengerade empor, reckte im Todeskampf alle vier Füße starr von sich

ab und kreiste im Niederfallen blitzschnell und sinnlos am Boden, wie

ein zerstörtes Uhrwerk im Ablaufen.

Afra trat mit ein paar schnellen Schritten dicht heran und schaute zu,

wie Tod und Leben in dem kleinen zähen Körper rangen. »Er hat genug«,

sagte sie zu Martin, der zu einem zweiten Schuß riet, und wies ihn mit

einer sachten Bewegung der Hand beiseite, als wünschte sie keine

Gemeinschaft in ihrer Betrachtung. Ihre Augen, voll Grauen und Andacht,

folgten jeder Bewegung des sterbenden Tierchens, das zuckend einen

letzten Kreis auf dem Rasen beschrieb. Die blanken Augen waren noch

ungebrochen, sie glühten lebensgierig und voll böser Unschuld. Aber dann

öffnete sich das beinahe süße, unendlich feine Raubtiermaul, öffnete und

schloß sich und war voll Blut, der Kopf hob sich in die Morgenluft, zu

den Gräsern, die über ihm schaukelten, und sank dann nieder, ohne einen

Schatten von Leid oder Verzerrung, wieder stark und geduldig, wie bei

Lebzeiten, und voll natürlicher Würde.

Oben im Schloß bewegte sich im Schlafzimmer eine Gardine. Die

Herrschaften waren durch diesen Schuß aus dem Schlaf erwacht. Melchior

trat hinzu und meldete es Afra voll ermahnender Nachsicht.

Sie sah ihn an.

»O Guter«, sagte sie still, »deine Sorge wäre auch vor der Schandtat zu

spät gekommen. Übrigens ist es Zeit, aufzustehen.«

Wartalun: Der Niedergang eines Geschlechts · 第 7 / 20 题