dankbaren Verehrer
_Bauernfeld_.
(J. P. Sollingers Buchhandlung
in der obern Bäckerstraße.)
=Beskow, Bernh. v.=
Geb. am 19. April 1796 zu Stockholm, Hofmarschall, längere Zeit
hindurch Theater-Intendant. Seine bedeutendsten dramatischen Werke
sind: Erich XIV. -- Hildegard -- Torkel Knutson -- Gustav Adolph
in Deutschland. -- Seine erste Dichtung war (1819) Carl XII.
Die von ihm vorgefundenen hier mitgetheilten Briefe werden jedweden
unbefangenen Leser für den ausgezeichneten Menschen einnehmen. Der
erste, in welchem er das lange, durch Trennung und Zeit verstummte
Verhältniß zwischen sich und Tieck wieder belebend auffrischt,
erscheint uns wie ein wichtiges Dokument. So feurig, so wahr,
so überzeugend hat vielleicht noch kein Deutscher für deutsches
Verdienst gesprochen, als dieser schwedische Hofmarschall. Was
er bei Gelegenheit britischer Commentatoren des Shakespeare über
die unschätzbare Eigenschaft des Deutschen sagt, fremden Werth in
seiner ganzen Bedeutung anerkennend zu durchdringen, sollte in Erz
gegraben werden. Welch’ ein Geist in diesem Manne, welche Seele,
welches Herz! Nun, Tieck muß es tief empfunden haben. Schon nach
Verlauf einiger Monate, wie das zweite Schreiben beweiset, begrüßen
sie sich mit dem brüderlichen _Du!_ -- Damit ist Tieck in reiferen
Jahren nicht freigebig gewesen.