Der „Sirrusch“, der „Drache von Babylon“ oder die gehende Schlange.]

Sechzehntes Kapitel.

Die Ruinen Babylons.

Was bisher von dem babylonischen Trümmerfeld auf dem linken, östlichen

Euphratufer ausgegraben werden konnte, bildet ein Dreieck, dessen

Spitzen nach Norden, Osten und Süden gerichtet sind, und dessen

Westseite sich an den Euphrat lehnt. Seine Nordspitze umschließt den

Hügel Babil, die Südspitze den Hügel Amran; die Mitte der Westseite am

Euphrat bildet der Hügel Kasr. Jenseits, auf dem rechten Euphratufer,

ist noch kein Spatenstich geschehen, doch wird sich dort ein ähnliches

Geländedreieck voller Ruinen finden, wenn Herodot damit Recht hat, daß

Babylon quadratisch angelegt gewesen sei und der Euphrat die Stadt

mitten durchschnitten habe.

Dieses gewissermaßen auf der Südspitze stehende Quadrat war

von der äußeren Stadtmauer umschlossen, deren Länge die alten

Geschichtschreiber Herodot und Ktesias auf 86 bzw. 65 Kilometer

angeben; in Wirklichkeit betrug sie nur etwa 18 Kilometer. Die durch

Ausgrabungen freigelegte Nordostseite mißt 4,4 Kilometer; die

Südostseite jedenfalls ebensoviel. Gleichwohl war Babylon die größte

Stadt des antiken Orients, auch Ninive nicht ausgenommen, das zu

Herodots Zeiten schon vom Erdboden verschwunden war.

Richtiger sind die Angaben der griechischen Schriftsteller über die

sonstige Anlage der Mauer, die eine dreifache Befestigung darstellte:

zuerst eine 7 Meter dicke Mauer aus Lehmziegeln; 12 Meter vor und

parallel mit ihr eine 7,80 Meter dicke Mauer aus gebrannten Ziegeln,

und vor dieser noch eine Grabenmauer von 3,30 Meter Dicke. Vor

letzterer lag jedenfalls der Graben mit seiner Kontereskarpe. Die

Ziegel der Grabenmauer messen 33 Zentimeter im Quadrat -- das übliche

Ziegelmaß in Babylonien -- und tragen den Stempel Nebukadnezars.

Die 12 Meter breite Gasse zwischen den beiden ersten Mauern war,

jedenfalls bis zur Krone der Ziegelmauer, mit Erdreich ausgefüllt.

Dies ist der Fahrdamm, der auf die klassischen Schriftsteller einen

so tiefen Eindruck machte, weil er so breit war, daß ein Viergespann

darauf umwenden konnte. Diese Breite der Mauerkrone war militärisch

von größtem Vorteil; sie ermöglichte schnellste Truppenbewegung bei

Verteidigung der Festung. In Abständen von ungefähr 50 Metern wurden

beide Mauern von 330 Türmen überragt. Die Höhe dieses gewaltigen

Festungspanzers ist unbekannt, da ja nur seine Fundamente und oft nicht

einmal diese erhalten sind; nach Herodot betrug sie 200, nach Strabo

nur 50 Ellen.

Nebukadnezar war es, der die Stadt in eine Festung verwandelte.

In einer seiner Inschriften spricht er von dieser Mauer, von dem

gewaltigen Graben davor und von den aus Zedernholz gefertigten, mit

Kupfer überzogenen Türflügeln in den Mauertoren. Später verlor Babylon

den Festungscharakter; in der parthischen Zeit benutzte man die Mauer

als Grabgewölbe, wie aufgefundene Sarkophage beweisen.

[Illustration: Professor Koldewey beim Vortrag auf den Ruinen Babylons.]

Inmitten dieses, durch die beiden Seiten der alten Stadtmauer und

den Euphrat bezeichneten Dreiecks liegt nun eine Welt von Erd- und

Schutthaufen, von Mauer- und Burgresten, die meinem Reisekameraden und

mir ein rätselhaftes Durcheinander geblieben wäre, hätte uns nicht

Professor Koldewey mit unermüdlicher Ausdauer, unter seiner schwarzen

Lammfellmütze des glühenden Sonnenbrandes nicht achtend, drei Tage

lang umhergeführt und Licht in dieses Dunkel der Gräben und Schächte

gebracht. Unter seinem Zauberstab erwachte uns Babylon zu neuem Leben.

Die Steine erhielten Sprache, die breite Straße der Prozessionen

bevölkerte sich mit Babyloniern. Er wußte Episoden aus den alten

Schriften, z. B. Daniels Besuch am Hofe Nebukadnezars, einzuflechten,

als wenn er selbst zugegen gewesen wäre, und so lebendig, packend

und anschaulich, daß man den großen König in seiner majestätischen

Pracht vor sich zu sehen glaubte. -- Die großen, flachen Ziegelsteine,

von der Sonne so erhitzt, daß man sie nicht anfassen kann, liegen ja

noch genau so da wie vor 2500 Jahren, als Nebukadnezar und Daniel

darüber wandelten. Keines Menschen Blick ist seit jener Zeit auf diese

Inschriften gefallen, die nach so langem Schweigen heute unmittelbar

zum Forscher reden, und nichts erscheint mir begreiflicher als die

inbrünstige Ehrfurcht, mit der ein Mann der Wissenschaft wie Professor

Koldewey jedes neue Geschichtsblatt dieser Art, das er mit Spaten oder

Brechstange dem Erdboden entringt, zur Hand nimmt.

Was ich von diesem dreitägigen Vortrag Koldeweys, dem fesselndsten, den

ich je in meinem Leben hörte, behalten habe und aus den Schriften der

deutschen Archäologen, besonders aus seinem eigenen klassischen Werke

„Das wiedererstehende Babylon“ ergänzen durfte, sei hier in einigen

Umrissen wiedergegeben.

Wie schon erwähnt, stammt der weitaus größte Teil der bisher

ausgegrabenen Ruinen aus Nebukadnezars Zeit. Seinen Namen nennen

Millionen Ziegelstempel, die sich vor allem in den Ruinen des Hügels

Kasr gefunden haben. Denn hier erhob sich sein Königspalast, den er

während seiner ganzen Regierungszeit erweiterte und verschönerte.

[Illustration: Blick auf das Ischtartor (von Norden).]

Von der Nordostecke des Kasr-Hügels aus legte er für den Gott Marduk

die Prachtstraße der Prozessionen an, die durch das Ischtartor nach

Süden bis zu Marduks Tempel Esagila führte. Sie war in der Mitte mit

quadratischen Kalksteinplatten von 1,05 Meter Seitenlänge, rechts und

links davon mit Brecciaplatten von 0,66 Meter Seitenlänge gepflastert.

Der Kalkstein wurde jedenfalls von Hit und Ana auf Kähnen herangeführt.

Jede Platte trägt an der Seite die Inschrift: „Nebukadnezar, König

von Babylon, Sohn Nabopolassars, Königs von Babylon, bin ich. Die

Babelstraße habe ich für die Prozession des großen Herrn Marduk

mit Schadu-(Gebirgs-)Steinplatten gepflastert. Marduk, Herr, schenke

ewiges Leben!“ Die Oberflächen der Steine sind glatt und blank; viele

weiche Sandalen und nackte Fußsohlen sind darüber hingegangen. Die

Unterlage der Pflasterung war eine Asphaltschicht, die, soweit die

Steine fehlen, jahraus jahrein der glühenden Sonne ausgesetzt ist, ohne

an Härte einzubüßen; mit ihr hat man vor zweieinhalb Jahrtausenden den

Ziegelbelag darunter vergossen.

Die Straße der Prozessionen liegt 12,5 Meter über dem Nullpunkt,

dem mittleren Niveau des Grundwassers, und steigt zum Ischtartore

sanft an; man hat von ihr aus einen herrlichen Überblick über das

ganze Trümmerfeld. Zu Nebukadnezars Zeit aber war sie rechts und

links durch hohe, 7 Meter dicke, von Türmen überragte Festungsmauern

geschlossen, die mit prachtvollen Löwen aus Emaille geschmückt waren.

Scherben davon hat man zusammenfügen können. Es waren im ganzen

120 solcher Relieflöwen, jeder 2 Meter lang, meist gelb auf blauem

Grund. Vor Beginn der deutschen Ausgrabungen kannte man keine Plastik

aus der Regierungszeit des großen Königs; jetzt hat man den ganzen

Schmelzvorgang dieser Emaille ergründet. Die Ziegel wurden in Formen

gegossen, und jeder trug einen kleinen Teil des Reliefbildes, das sich

mosaikartig zusammensetzte. Die Festungsmauer war aus Ziegeln erbaut;

über jeder Ziegelschicht lag eine dünne Schicht Asphalt und darauf

eine ebenso dünne Schicht Lehm. Bei jeder fünften Schicht ersetzte

den Lehm eine Matte aus geflochtenem Schilf; diese ist mit der Zeit

verrottet, hat aber Abdrücke in dem Asphalt hinterlassen; man sieht

deutlich, wie die Schilfstengel durch Klopfen gespalten und wie Bänder

zusammengeflochten sind. Matten dieser Art werden noch heute von den

Beduinen angefertigt.

Über dem Schutt erhebt die Fassade des Ischtartores ihre 12 Meter

hohen, gigantischen Mauerblöcke. Sie ist die größte und interessanteste

Ruine Babyloniens, ja ganz Mesopotamiens und bestand aus zwei

dicht hintereinander liegenden Torgebäuden. Ihre Architektur ist

vornehm einfach, sie zeigt nur wage- und senkrechte Linien. Wie

der Überbau dieser ungeheuer starken Mauerpfeiler ausgesehen hat,

weiß man nicht. Die Torhöfe hatte Nebukadnezar, wie eine Inschrift

sagt, mit „gewaltigen Stierkolossen aus Bronze und den mächtigen

Schlangenbildern“ auf Sockeln schmücken lassen, und die Wände des

Baues waren mit Reliefbildern von Stieren und Drachen (Sirrusch)

bedeckt. 152 von den wahrscheinlich 575 Reliefs sind ausgegraben. Sie

stehen in Reihen übereinander, jede Tierart stets für sich.

[Illustration: Stiere und Drachen des Ischtartors.]

Man staunt über die künstlerische Vollendung dieser Tiergestalten.

Nur eine hochentwickelte Kunstauffassung konnte eine Form wie die

des weitberühmten „Drachen von Babel“ oder der „gehenden Schlange“

erfinden. Das Schuppenkleid, die Bauchringe des Körpers, der Kopf mit

der gespaltenen Zunge und die beiden gerade emporstehenden Hörner, von

denen in der genauen Profilstellung des Reliefs nur eines sichtbar ist,

sind, wie Koldewey ausführt, offenbar der in Arabien häufigen Hornviper

nachgebildet. Die Beine sind die einer hochläufigen Katzenart, die

Hinterfüße aber mit ihren mächtigen Klauen und großen Hornplatten sind

einem starken Raubvogel entlehnt. Das Auffallendste ist, daß das Tier

zugleich Schuppen und Haare hat. „Diese gleichzeitige Ausstattung mit

Schuppen und Haaren,“ sagt Koldewey, „sowie die starke Differenzierung

der Vorder- und Hinterextremitäten ist sehr charakteristisch für die

vorweltlichen Dinosaurier; auch die Kleinheit des Kopfes im Verhältnis

zum Gesamtkörper, die Haltung und die übermäßige Länge des Halses

entspricht durchaus dem Habitus jener ausgestorbenen Eidechsenart.

Es weht ein förmlich selbstschöpferischer Geist in diesem uralten

Kunstgebilde, das an Einheitlichkeit des physiologischen Gedankens alle

übrigen Phantasietiere weit übertrifft. Wenn nur die Vorderbeine nicht

so bestimmt ausgeprägten Katzencharakter trügen, so könnte ein solches

Tier gelebt haben. Die Hinterfüße sind auch bei lebenden Eidechsen

denen der Vogelfüße oft sehr ähnlich.“

Dieser Drache, der auf den Kunstgebilden jener Zeit, auf Siegeln,

Grenzsteinen usw., häufig wiederkehrt, war den Göttern Marduk und

Nabo heilig. Der erstere war zu Nebukadnezars Zeit Gegenstand

außerordentlicher Verehrung; ihm gehörte der größte Tempel Babylons,

Esagila, ihm weihte Nebukadnezar auch die Prozessionsstraße und

selbst das Ischtartor, das Haupttor von Babylon, das mit dem Tier der

Göttin Ischtar (Astarte), dem Löwen, geschmückt ist, einem in der

babylonischen Kunst aller Zeiten sehr beliebten Motiv. Der Stier galt

als das heilige Tier des Wettergottes Ramman.

Die Prozessionsstraße, der Hauptverkehrsweg der Stadt und eine der

großartigsten Straßen, die es auf Erden gegeben hat, erstreckte sich

nach Süden über Dämme, Kanäle und einen später gebildeten Arm des

Euphrat fort und führte östlich um Etemenanki, den Turm von Babel,

herum zum Tempel Esagila. Auch in der südlichen Fortsetzung sind noch

die schweren Kalksteinplatten Nebukadnezars vorhanden, auf denen

Daniel und Darius wandelten und auf die der Schein der Erdpechfackeln

fiel, die neben Alexanders des Großen Wagen hergetragen wurden. Noch

weiter südlich scheinen sie in griechischer und parthischer Zeit zu

Kugeln für Wurfmaschinen, die damaligen Kanonen, verarbeitet worden

zu sein. Die größten haben einen Durchmesser von 27,5 Zentimeter.

Die Steinplatten im Süden tragen dieselbe Inschrift wie die auf

Kasr; einige nennen aber auch Sanheribs Namen (705-681 v. Chr.), der

ebenfalls die Stadt verschönte, sie aber dann völlig zerstörte und

in Ninive residierte. Nebukadnezar sagt davon nichts; er nennt nur

seinen Vater Nabopolassar. Die Inschrift eines Ziegelsteins, der aber

nicht in seiner ursprünglichen Lage gefunden wurde, sagt von der

Prozessionsstraße: „Nebukadnezar, König von Babylon, der Ausstatter von

Esagila und Esida, der Sohn Nabopolassars, des Königs von Babylon.

Die Straße Babylons, die Prozessionsstraßen Nabos und Marduks, meiner

Herren, die Nabopolassar, der König von Babylon, der Vater, mein

Erzeuger, mit Asphalt und gebrannten Ziegeln glänzend gemacht hat als

Weg: ich, der Weise, der Beter, der ihre Herrlichkeit fürchtet, füllte

über dem Asphalt und den gebrannten Ziegeln eine mächtige Auffüllung

aus glänzendem Staub, befestigte ihr Inneres mit Asphalt und gebrannten

Ziegeln wie eine hochgelegene Straße. Nabo und Marduk, bei eurem frohen

Wandeln in diesen Straßen -- Wohltaten für mich mögen ruhen auf euren

Lippen, ein Leben ferner Tage, Wohlbefinden des Leibes. Vor euch will

ich auf ihnen (?) wandeln (?). Ich möchte alt werden für ewig.“

Durchschreitet man das Ischtartor nach Süden, so liegt zur Linken

der Tempel der Ninmach, der „großen Mutter“. Seine Mauern waren mit

Toren und Türmen versehen und mit weißem Putz bedeckt, so daß sie wie

Marmorwände aussahen. Durch Portal und Vorhalle gelangt man auf den

offenen Tempelhof und von da in die Gemächer selbst. Der ganze Bau war

stark wie eine Festung, die von den Priestern verteidigt werden konnte.

In den Vorraum hatte auch das profane Volk Zutritt. In einem Nebenraum

fand sich Sardanapals Gründungszylinder, auf dem man unter anderem

liest: „Zu eben jener Zeit ließ ich Emach, den Tempel der Göttin

Ninmach in Babel, neu machen.“

Über die Verwendung der verschiedenen Räume und den Kult des

Gotteshauses ist wenig bekannt. Gewisse Eigenschaften sind allen vier

vollständigen Tempeln Babylons gemeinsam; sie haben eine Turmfront,

eine Vorhalle, einen Hof und eine Zella mit einem Postament in

einer flachen Wandnische. Einige Seitengemächer dienten jedenfalls

zur Aufbewahrung kultlicher Gegenstände, andere zum Aufenthalt der

Tempeldiener und Pförtner. Lange, schmale Gänge zeigen wahrscheinlich

die Plätze an, wo Treppen auf das flache Dach hinaufführten.

In den Ruinen dieses Tempels fanden sich Massen von Terrakottabildern,

die Hausgötzen gewesen zu sein scheinen. Sie sind nur 12 Zentimeter

hoch, stellen meist eine stehende Frau dar mit auf babylonische Art

gefalteten Händen und geben einen Begriff von den großen Götterbildern

Babylons, von denen Herodot erzählt.

In diesem Tempel der Ninmach hat, wie Koldewey in seiner Schrift „Die

Tempel von Babylon und Borsippa“ (Leipzig 1911) annimmt, Alexander der

Große seine täglichen Opfer dargebracht, auch während seiner letzten

Krankheit, und die Erinnerung an ihn wird angesichts dieser Trümmer

lebendig.

Ein alter römischer Geschichtschreiber namens Quintus Curtius Rufus,

von dem man nicht weiß, wann er lebte, hat in einem umfangreichen Werke

die Taten des Mazedonierkönigs in fast romanhafter Form geschildert.

Im ersten Kapitel seines fünften Buches beschreibt er auch seinen

prunkvollen Einzug in Babylon. An der Spitze seines Heeres fuhr

Alexander in einem von der Leibwache umgebenen Wagen. Die Triumphstraße

war mit Kränzen und Blumen geschmückt, an den Straßenrändern brannte

duftender Weihrauch auf silbernen Altären. Die Geschenke, mit denen

man den Sieger empfing, waren Vieh und Pferde, Löwen und Leoparden in

Käfigen. Hymnen singende Magier und chaldäische Sterndeuter schritten

im Zuge einher. Ihnen folgten Musikanten und zuletzt babylonische

Reiter.

Alexander war, wie alle, die Babylon zum erstenmal sahen, entzückt

von seiner Schönheit, und er verweilte hier länger als in irgendeiner

anderen Stadt. Aber kein Ort erwies sich als verderblicher für die

militärische Disziplin; der Historiker malt in drastischen Zügen das

leichtfertige, sittenlose Leben, das in Babylon geführt wurde. Die

neue Hauptstadt wurde das Capua der alten mazedonischen Armee, und

auch der König selbst fand hier wenige Monate nach seinem Einzug einen

allzufrühen plötzlichen Tod.

Der griechische Schriftsteller Arrianus berichtet darüber Folgendes:

Bei dem Günstling Medius wurde ein Trinkgelage abgehalten, zu dem auch

Alexander eine Einladung angenommen hatte. Man trank und scherzte, und

nach dem Fest badete der König und ging zur Ruhe. Auf einer Bahre ließ

er sich zum Opfer tragen, das er keinen Tag versäumte. Seinen Generalen

gab er Befehle für eine neue kriegerische Unternehmung; einige Truppen

sollten die Landstraße einschlagen, andere südwärts auf dem Euphrat

befördert werden; in fünf Tagen sollten mehrere Generale ihn auf den

Triremen begleiten. „Vom Tempel ließ er sich auf seiner Bahre zum Ufer

hinabbringen, ging an Bord eines Fahrzeugs und fuhr über den Strom

nach dem Park, wo er wieder badete und dann ausruhte.“

[Illustration:

Phot.: Koldewey.

Bagdad, Babylon, Ninive · 第 24 / 54 题