17. Fall.

~Verletzung der Lunge.~

Eine andre Lungenwunde tödtete einen vierzehnjährigen Knaben, der von

seiner erzürnten Stiefmutter einen Messerstich ~in den Rücken~ bekommen

hatte, worauf er nach sieben Stunden starb. Im linken Pleurasack fanden

wir vier med. Pfund dunkelflüssigen, einige _Coagula_ enthaltenden

Blutes. Der Stich war anderthalb Zoll lang in den untern Lappen der

linken Lunge eingedrungen. Mit Ausnahme einer doppelt so grossen Milz

als gewöhnlich, wie man sie gewiss nur selten in diesem Alter findet

(vielleicht Folge hartnäckigen Wechselfiebers?), und der allgemeinen

Blutleere im Körper, an welcher jedoch das Gehirn und die _sinus_

keinen Theil nahmen, war der übrige Befund der normale.[10]

Gerichtliche Leichen-Oeffnungen. Erstes Hundert. · 第 22 / 118 题